Rückendeckung für den Bergbauern

Kennt ihr Markus Wilhelm?? Wahrscheinlich schon. Die LeserInnen von Provinnsbruck kann man ja  zu den kritischeren MedienkonsumentInnen in Tirol zählen.

 

Ich kenne den Blog des streitbaren Bergbauern seit ca. zwei Jahren und bin immer wieder verblüfft was er aus seinem Bauernhaus in Sölden an die Oberfläche trägt.

Viele Menschen zählen seinen Blog dietiwag.org zu den besten kritischen Blogs in Österreich. Ohne Zweifel kann er mit den Aufdeckungen des Falter mithalten.

 

Der einzige Unterschied zu den großen Skandalen, die durch die Falter Redakteure aufgedeckt wurden, ist der provinziell bittere Beigeschmack der Grauslichkeiten die vor unserer Nase geschehen.

 

Im letzten Falter (Falter 30/11) bekam Markus Wilhelm auch Unterstützung für seinen seit Jahren andauernden Kampf gegen die Umtriebe von Landespolitikern, Landesgesellschaften und landesfreundliche Mediengesellschaften.

 

Ingrid Brodnig stellte in dem Artikel treffend fest, dass Markus Wilhelm das Risiko seiner Recherchen, welche Informationen des öffentlichen Interesses hervorbringen, völlig allein trägt.

Hinter ihm steht kein Medienunternehmen und er wird sich auch keine Fussballmanschaft an Strafverteidigern leisten können.

 

Aber wo bleibt eigentlich der Aufschrei nach den „nachgewiesenen“ Schweinereien, die mit dem Steuergeld der doch so stolzen und widerspenstigen TirolerInnen regelmäßig betrieben wird??

 

Mein Frust, der sich nach der Lektüre von dietiwag.org immer wieder aufbaut, entlädt sich meist direkt vor dem Bildschirm in Form eines Facebook-Postings.

 

Aus dem Zimmer oder in eine lebhafte Diskussion mit Gleichgesinnten hat es mein Frust bisher noch nie geschafft. Dieser kurze Provinnsbruck Artikel stellt da mal eine für mich und meinen Frust rühmliche Ausnahme dar.

 

Doch das ist nicht genug.

 

Markus Wilhelm hat mit Garantie bereits mehr gewonnene Straf- und Zivlrechtsverfahren hinter sich als Auszeichnungen oder Würdigungen für seine gesellschaftspolitisch einzigartige Arbeit.

 

 

Mehr Rückendeckung für Markus Wilhlem und Konsequenzen für die von ihm aufgedeckten Skandale!

 

Diese und ähnliche Forderungen sollte man in der nun schmucken und ansehnlichen Maria-Theresien-Straße des öfteren auf wild verteilten Flyern sehen!

 

 


2 Antworten : “Rückendeckung für den Bergbauern”

  1. kas-press-knädl sagt:

    Also ich finde die Seite vom Wilhelm auch gut und wichtig. In Tirol und Österreich gibt es eh viel zu wenige, die sich trauen, offen Kritik zu äußern und Missstände aufzuzeigen.

     

    Aber einen wichtigen Kritikpunkt habe ich: Die Beiträge auf dietiwag.org sind oft sehr kryptisch geschrieben. Auch wenn ich kein Schwammerle bin und mich in der Tiroler Politik ganz gut auszukennen glaube – es fällt mir oft schwer, herauszufinden was genau gemeint ist. Viele Beiträge wimmeln nur so von Beschimpfungen und Verbalaggression. Nochmals: Ich finde die Seite gut und wichtig – aber genau so vergrault man viele, die sich für kritische Gegenstandpunkte interessieren würden. 

     

    Hier noch ein sehr lesenswerter Artikel über Markus Wilhelm.

    • Tirolblogger sagt:

      Seiten wie dietiwag.org sind extremst  wichtig für Tirol und seiner von Politik und Land gesteuerten Medienlandschaft. Allerdings kommt es mir oft so vor, als wäre es nur ein Tropfen auf einem heißen Stein, wenngleich er doch so manches bewegt.

      Für mich ist es aber immer wieder ein Beweis der funktionierenden Machtkontrolle durch die Landespolitik, wie wenig der Skandale dann tatsächlich nach außen dringen, bzw. Aufsehen erregen.

      Ehrliche Stimmen sind ungewollte Stimmen in Tirol. Das wird sich auch in nächster Zeit nicht grundlegend ändern!

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