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Oh, du lieber Augustin …

Nun ist es also offiziell: August Penz, Bürgermeisterkandidat und ListenFührer der FPÖ Innsbruck, wird sein Gemeinderatsmandat nicht antreten. Die Blauen sind mit einem Mann in den Wahlkampf gezogen, der sich für die Arbeit im Gemeinderat zu schade ist.

  

Die Nase voll und umgefallen

Vermutlich wird Herr Penz den Tag verfluchen, an dem er sich entschloss, für die FPÖ anzutreten: Die Hetze gegen marokkanische MitbürgerInnen zog weite Kreise – so wurde der österreichische Botschafter  ins marokkanische Außenministerium zitiert und auch internationale Medien berichteten darüber. Penz wäre das vermutlich eher wurscht, allerdings führt der Mann ein Luxushotel und hatte danach zahlreiche Stornierungen zu verzeichnen.

 

Der Tiefpunkt wurde am Wahlabend erreicht, als die Wahl-"Party" der FPÖ nach dem für sie enttäuschenden Ergebnis von 7,7% fast zu einer Saalschlacht ausartete. Die unerträgliche Hetze gegen EinwandererInnen führt also nicht automatisch zu blauen Wahlerfolgen – jedenfalls, wenn die Zivilgesellschaft klar dagegen Stellung bezieht.

 

Privat wirkte August Penz auf mich gar nicht mal so unsympathisch, nur schien er immer etwas verschnupft zu sein. Von seiner eigenen Partei dürfte er die Nase voll haben: Er trat heute von jeder politischen Funktion zurück.

 

 

 

 

Andreas Wiesinger

3 Comments

  1. ich glaube er hat begriffen, dass er nicht zur FPÖ gehört. Wenigstens hat er jetzt dne Anstand das zu beenden (er könnte ja auch 6 Jahre die Gemeinderatsgage kassieren…)

  2. naja, so viel edelmut ist penz dann auch nicht anzurechnen: seine familie ist stinkreich, da ist die gage eines gemeinderats ein besseres trinkgeld (zumal es ja auch eine rolle spielt, was einer sonst so verdient). und wenn er zuerst für eine partei den spitzenkandidaten spielt und dann draufkommt, dass er eigentlich fehl am platz ist, sagt das einiges aus – über ihn und über die partei …

  3. Da beweist er einmal wirkliche Kompetenz, der Penz! Bestärkt mich darin, dass es Sinn macht, nicht alles schweigend hinzunehmen.

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