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Innsbruck „inmitten“ einer Schischaukel?

Seit Jahren – und im Moment gerade wieder sehr intensiv – werden wir mit den Wünschen nach einer Verbindung der Schigebiete Lizum / Mutterer Alm / Schlick konfrontiert.
Die BefürworterInnen erklären, dass Stillstand Rückschritt bedeutet, die GegnerInnen führen vor allem naturschutzrechtliche Aspekte ins Feld.

Dass sich Fulpmes und Mutters davon touristische Impulse erhoffen, kann ich nachvollziehen, unverständlich ist mir aber das starke Engagement der Innsbrucker Bürgermeisterin.

Ich frage nun mal Sie, verehrte LeserInnen: Wenn Sie Schiurlaub machen wollten, würden Sie dann Innsbruck wählen, oder einen Ort, wo Sie quasi vom Hotel direkt zum Schilift gehen und von der Piste mit den Schiern bis zum Hotel fahren? (oder annähernd so)
Oder Innsbruck, wo Sie erst mit dem Schibus / Straßenbahn mind. 30 Minuten unterwegs sind, um zum Schigebiet zu kommen und dasselbe am Abend wieder?

Ich jedenfalls würde als Urlaubsgast Innsbruck wählen, weil ich Sport-, Kultur-, Unterhaltungs-und Einkaufs-Angebote suche. Wenn ich dann während einer Urlaubswoche 3x auf die Piste gehe, dann reicht mir aber ganz sicher das derzeitige Angebot!

Innovative Ideen sind für Innsbruck gefragt und nicht mehr vom Gleichen.

Ulli Schindl-Helldrich

5 Comments

    • der presse-artikel ist gut. hab gar nicht gewusst, dass skifahren ein teil der nationalen identität ist -:))
      im letztwöchigen gemeinderat wurde uns das projekt axamer lizum-schlick-mutterer alm vorgestellt. bitte, die wollen vollen ernstes von der stadt innsbruck 38 millionen euro. einfach indiskutabel.

  1. also tut man mehr fürs Schifahren, wenn man es preislich stützt (z.B. Gratisschitage für Innsbrucks Kinder+Jugendliche) anstatt Steuergeld in den Ausbau von Liften steckt…

  2. Einmal über den Kaspressknödelsuppentellerrand außischaun. Neue Wege beschreiten anstatt immer tiefer in alte Schuldenfallen tappen. Das wäre doch auch ein Ansatz. Gerade das Gebiet Mutterer-Alm/Kalkkögel böte sich für ein umfassendes Konzept zum sanften Tourismus an. Ideen gäbe es genug …

  3. spinnereien, einfach spinnereien
    also ich hoffe nicht, dass die stadt innsbruck hier millionen investiert, es gibt so viele bereiche, die das geld dringend nötiger hätten und wo viele leute mehr geholfen wäre als mit einer subvention komplett ohne zukunftsvorstellung in ein skigebiet, dessen schneesicherheit von jahr zu jahr problematischer wird

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