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Ein Gläschen Wasser für die Welt

Ich hab heute eine tolle Geschichte erlebt, und die geht so:

Zu zweit saßen wir gemütlich im Café Central und bestellten Mittagessen. Freund_in bestellte Suppe und Saft, ich Gulasch und Wasser. Alles passte soweit, nur die Bedienung stellte mir mit einem entschuldigenden Satz „Ich darf leider nur mehr kleine Gläser Wasser hergeben“ ein winziges Glas Wasser hin. Wenn „mittel“ ca. 0,3 Liter sind, und groß ca. 0,5, dann war mein Glas irgendwo bei einem Drittel bis Hälfte von „mittel.

Ich zuckte mit den Schultern und war mir sicher „Dann bestell ich halt öfters nach“. Aber dem war nicht so. Als ich nämlich mehr von dem Wasser haben wollte, wurde mir mitgeteilt „Die Restaurantleitung erlaubt nicht mehr als ein Glas Wasser“. Die Bedienung kann ja nichts dafür. Der Kragen wäre mir dennoch fast geplatzt.

Es geht mir ja wirklich auch ums Geld. Ich hab nicht allzuviel davon, und wenn ich mir ein Mittagessen um fast 10€ leiste, dann trinke ich nicht auch noch ein Getränk um weitere 2 – 3€. Dass ich gezwungen werde, wenn ich schon konsumiere noch mehr zu konsumieren (oder Durst zu leiden), das ist schon die Superlative des Konsumzwangs. Und vollkommen lächerlich. Als nächstes wird eine Stoppuhr auf den Tisch gestellt, und wer nicht alle fünf Minuten 1€ einwirft, muss gehen.

Es geht mir aber auch noch um etwas ganz anderes. Wir haben gute, ausgezeichnete Wasserqualität in Innsbruck und in Tirol. Will ich also Wasser trinken, muss ich stilles Mineralwasser aus… ja wo auch immer bestellen. Das ist schlichtweg lächerlich, nicht ökologisch und zeigt auf wie gierig dieser eine, sehr gut laufende Betrieb ist. Und das gehört meiner Meinung nach einfach nicht unterstützt.

Weil ich ja nicht für andere sprechen kann, kann ich es nur für mich alleine sagen:
Nie wieder Café Central. Nicht solange sie das nicht geändert haben.

von KittyStaatenlos

22 Comments

  1. jaja die geschichte mit dem glas wasser…

    in wien´s feinen cafes im 1. werden mit unter kleine krüge leitungswasser um satte 4 Euro (cafe landtmann) serviert! kranke scheisse! in ganz marokko kann ich in den zahlreichen cafes gratis leitungswasser haben, soviel ich möchte… und die haben nicht soviel davon, wie das wassergesegnte österreich.
    …aber du hast entweder einen seltsamen geschmack, oder keine ahnung vom angebot in innsbruck. warum geht man, wenn man knapp bei kasse ist, ins central zum mitttagessen um 10 euro???
    …ja, die bedienung kann nichts dafür, aber wenn dich diese angelegenheit (berechtigterweise) dermaßen ärgert, dann könntest du auch anders damit umgehen. ich versteh ja, dass du dich besser fühlst, wenn du deinen gram hier festhalten und mit anderen sich darüber empörenden teilen kannst. die ungerechten freuen sich aber über dieses verhalten. dein zorn entlädt sich hier und versandet damit auch wieder im netz, ohne dass die verantwortlichen damit konfrontiert werden. du bist ja absolut im recht mit deinem unmut, bloß erzähl es doch nicht uns, sondern dem cafe central. da geht es um grundsätze! du musst ja nicht die bedienung beschimpfen, aber du kannst in so einer situation ohne bedenken eine szene machen im cafe. verlang doch nach der geschäftsführung, oder steh auf und such nach derselben und sei dabei ruhig entschlossen und GRANTIG. dann bewirkt dein berechtigter zorn vielleicht auch etwas.

  2. Liebes transgender Meerjunges – glaubst du, im Cafe Central haben die keinen Internetzugang? Eine einzelne Beschwerde wird schnell abgewimmelt, während gerade das Netz ein wichtiges Instrument ist, um auf Missstände hinzuweisen. Gerade darin liegt die Macht der Masse: Je mehr denn Artikel lesen und (wie du selbst auch) darüber diskutieren, umso eher ändert sich was.

    • liebes netzlein!

      nein, das stimmt so nicht! dem cafe central ist es scheiss egal, dass diese recht homogene gruppe linksliberaler studenten hier darüber diskutiert. ist schon gut und richtig, dass wir das tun. missversteh mich bitte nicht. noch wichtiger und effektiver ist aber, dass wir uns auch im realen leben über missstände empören und nicht alles über uns ergehen lassen, um dann später unseren unmut im netz kundzutun. wenn mir das passiert, dann werde ich gleich vor ort darauf bestehen, gratis leitungswasser zu trinken. ich würde streiten, diskutieren, argumentieren und auch mit meinem glas auf´s wc gehen und es dort immer wieder nachfüllen, auch wenn ich gar keinen durst hätte. damit würde ich auch die anderen gäste darauf aufmerksam machen und dem central wäre diese szene sehr unangenehm! das hat einen effekt, der viel bedeutender und direkt-wirksamer ist, als hier zu diskutieren.  

  3. im cafe central ist die vorstellung des gemütlichen wiener cafes ohnehin längst überholt und keiner dort bemüht sich mehr, dieses ambiente zu erhalten, geschweige denn wiederherzustellen. am schlimmsten finde ich die überzogenen preise für mittelgutes bis schlechtes essen. dazu servieren sie trockene semmeln vom vortag zu wucherpreisen in einem ambiente, in dem man sich va. in der kälteren jahreszeit nicht gerade wohlig-warm fühlt. bei den letzten zwei meiner besuche, habe ich wiederholt sowohl personal als auch geschäftsführer auf die für diese jahreszeit extrem kühle raumtemperatur aufmerksam gemacht. ich wurde belächelt und mit irgendwelchen ausreden abgespeist. es ging aber nicht nur mir so, freunde und auch andere gäste "genossen" kaffee und gulasch mit saft teilweise mit dickem schal und handschuhen!

    fakt ist, das central ist mächtig auf sparkurs – und das scheinbar auch beim wasser. dazu kommt: der kaffee ist völlig verwässert, meistens nur lauwarm bis kalt, unglaublich teuer und des öfteren ungenießbar – hat also schon länger keine röstfrische bohne mehr gesehen. als ich vor einiger zeit nach meinem mittagessen und diversen getränken – also kein wasser 😉 – noch einige zeit sitzen blieb, um für die uni zu arbeiten, hat mich der kellner alles andere wie höflich mit den worten "wir sind hier keine studierzone" des lokales verwiesen. ironischerweise saß neben mir ein herr, der zwei stunden und einen espresso lang, die ausgiebig zeitung studierte. aber wer weiß, vielleicht war das ja herr kommerzialrat x oder herr vizerektor y von anno dazumal und die hand des kellners so tief in seinem a…, dass es für das personal wohl gerechtfertigt war, zwischen den gästen so zu differenzieren.

    warum ich mich der empörung über die zustände in dem einzigen "altwiener kaffeehauses" innsbrucks anschließe, hat einen einfachen grund. meine eltern sind seit mehr als 35 jahren stammgäste (gewesen) – ich bin quasi dort auf die welt gekommen – und zwei tage nach meiner geburt, war ich selber schon gast dort. ich habe unzählige stunden in der küche verbracht, meinen namen dort schreiben gelernt und sogar freundschaften für die ewigkeit dort geknüpft. das cafe central war für mich also fast wie mein zweites wohnzimmer. und ja, man hört hier definitiv etwas wehmut mitklingen alla "damals war alles viel besser".

    naja, die zeiten ändern sich eben. besitzer wechseln und kommen und gehen – die profitgier bleibt! an die unfreundlichen kellner, die zur zum cafe central ebenso dazugehören, wie seine vergiblten wände und der schlechte kaffee, könnte man sich ja noch gewöhnen, aber für das ambiente und die qualität der speisen habe ich mittlerweile keinen cent mehr übrig.

  4. Leider scheint das Problem mit dem Leitungswasser häufiger zu werden. Uns ist das gleiche schon vor Jahren im Toscana passiert – wir waren zu fünft, jeder hat etwas zu trinken bestellt, und meine Freundin noch ein Glas Wasser zu ihrem Getränk dazu. Doch die Bedienung, die offenbar gleichzeitig die Besitzerin des Lokals war, wollte dieses eine Glas Wasser nicht hergeben. Wir haben einen kleinen Aufstand gemacht, was ihr aber total egal war (soviel zu: das hilft…). Ihr einziges Argument war: Wenn du einen Apfelbaum im Garten hast, verschenkst du die Äpfel ja auch nicht. Wir sind dann alle fünf wieder aufgestanden und gegangen, und auch das war ihr egal. Sie hätte an diesem Abend schon ein bisschen Umsatz mit uns gemacht, aber das Glas Wasser war ihr das wohl nicht wert. Selber Schuld. Und seit dort bin ich auch der Meinung: Aufstand machen hilft gar nichts, was wirklich schädigend ist, ist der schlechte Ruf, den man unter anderem auch übers Internet herstellen kann.

  5. Ich bin entsetzt von diesem Artikel und den Kommentaren!!!! denkt Ihr wirklich dass es euer Recht ist in Lokalen gratis Wasser zu konsumieren????

    Wenn Ich mich in ein Lokal begebe, welches beheizt, möbeliert, mit und jetzt kommt das wichtigste: mit Bedienung ausgestattet ist, kann es doch nicht wahr sein dass man annimmt das man da gratis Wasser konsumieren kann! Wenn man für Wasser bezahlt dann bezahlt man vorallem die Dienstleistung und nicht das Wasser selber! Servicemitarbeiter haben jahrzehntelang immer viel zu wenig verdient und seit ein paar Jahren steigen zum Glück endlich die Kollektivlöhne für die Gastronomie und das erhöht natürlich den Preisdruck auf den Konsumenten und dadurch werden Sachen teurer und nicht weil sich irgendwer an Leitungswasser "bereichern" will!!! Wer in Lokalen Service haben möchten und den nicht bezahlen will bestraft damit nur Gastronomiemitarbeiter!

    Und zur Verfasserin: Wenn du ins Central essen gehen willst dir aber €10 für Ein Gericht zu viel sind um dann noch ein Getränk zu konsumieren und aus Geiz lieber verdursten willst, dann geh doch einfach zu einem Kebabstand oder in ein Take away oder geh aufs Klo Wasser trinken…

    Jedenfalls möchte Ich gerne wissen wie man davon ausgehen kann das Dienstleistungen gratis sein sollen weil das Produkt  laut euer Vorstellung gratis ist? Der Kellnerin ist das egal ob du Cola oder Bier trinkst, bringen muss sie dir beides…ebenfalls ist dem Geschirrspüler egal was du getrunken hast und dem Glas sowieso….

  6. Gutes Thema!

    a) Lokale, die für ein Glas Wasser extra abkassieren*, meide ich.
    Sonst kommen findige Gastronomen irgendwann auf die Idee, das Sackerl Atemluft alle 12 Minuten auch noch mitzuberechnen.
    b) Ich persönlich kenne das Phänomen "Jetzt nur ein Glaserl Wasser, bitte" im Gasthaus nur von deutschen Migranten: das ist die Sorte Vegetarier mit Ökofonds im Portfolio, der zu geizig ist, um ein Glas Birnensaft zu bestellen.
    c) das Angebot an nichtalkoholischen Getränken im Gastgewerbe ist unbedingt verbesserungsfähig. Wer in Österreich nicht Bier oder Wein säuft, tut sich oft schwer etwas vernünftiges zu ordern.

    Gott zum Gruß,
    Hagen

    –––
    * ad Rien: ökonomische Argumente lasse ich gerne gelten, aber in den meisten Fällen, wie z.B. im Toscana, ist es einzig die pure Gier – die Wirtin dort will auch dann "Wassergeld" von dir, wenn du vorher einen Kübel Chianti getrunken hast.

  7. Also der Vergleich mit der Atemluft ist wohl nicht ernstzunehmen da ja hier keine Dienstleistung erfolgt, meiner Ansicht nach das Zentrale Thema dieser ewigen Wasserdiskussion!

    Fakt ist das ein Lokal sofern privat geführt, wirtschaftlich erfolgreich arbeiten muss um seine Angestellten (und alle anderen Kosten wie Steuern, Heizung,etc…) bezahlen zu können. Um dies möglich zu machen muss man Dienstleistungen einfach bezahlen weil dafür gibts ja ein Wirtshaus wenn dein Gulasch selber besser ist dann kannst es ja selber machen 😉

    Ein weiterer Fakt ist das immer mehr Wasser getrunken wird (im Vergleich zu anderen Getränken) was wohl vorallem auch durch das gesteigerte Gesundheitsbewusstsein zu erklären ist! Cola beispielsweise spielt in vielen Betrieben nur mehr eine sehr kleine Nebenrolle, die Zeiten wo alle Kinder Cola getrunken haben sind zum Glück vorbei…

    Bezüglich Getränkeauswahl macht schon auch der Markt das Angebot, Österreicher als Bier-Vizeweltmeister und so…wobei Ich eigentlich schon immer etwas Alkoholfreies für mich finde

    Was meiner Meinung weiterhin gratis sein sollte ist das Waser zum Kaffee oder Wasser zum Wein das hat für mich einfach etwas mit Kultur zu tun.

    Die oben geschilderte Geschichte ist in meinen Augen einfach frech und nicht gerade sozial verträglich, mich würde interessieren wie du das mit dem Trinkgeld regelst… Weil die Kellnerin hat sicher Mitschuld daran das du zwar im Central essen willst jedoch nicht mehr als €10 ausgeben willst 😉 😉

    Und zum Toscana, dass kenne Ich selber sehr gut und kann mich öfters an solche Vorfälle erinnern, da wird das sicher etwas zu streng ausgelegt aber vom Prinzip her haben sie ja das Recht dazu.
    Ich verstehe nicht warum es so vielen Leuten betrügerisch vorkommt für ein serviertes Glas oder Krug Wasser ein bisschen was zu bezahlen? Abgestandes Mineralwasser kommt von Irgendwoher und wird ja trotz (meiner Meinung nach) schlechteren Qualität auch bezahlt?

  8. Hallo KittyStaatenlos,

    das Cafe Central ist ein privat geführtes Lokal die von den Umsätzen leben müssen.
    Von dem Umsatz werden die Mitarbeiter/innen, Steuern und auch Geschirrspülmittel für die Spülmaschine bezahlt.

    Ein Glas Wasser zum Cafe gehört zur unserer Kultur und ist sozusagen im Cafe inkludiert.

    Wenn Du kostenlos ein Glas Wasser möchtest, gehst Du am besten in die Angerzellgasse,

    dort befindet sich ein hochsubventioniertes Kulturzentrum, die sich sowas leisten mögen
    und wo lechts rechts ist und links binks ist oder so ähnlich…. 😉 mit eine stets freundlichen
    Weiberwirtschaft die dir gegen einen Nachtgebet oder in Schallahh ein Glas Wasser
    reichen oder sogar an Pleitegeier für an Pleitegeier bekommst.

    In der Tat, so steht es auf der Karte. 🙂

    Und solltest Du einmal fertig studiert haben und dein Schmerzmittel an deinen
    Patienten nicht weiterverrechnen, da deine Pharmapartner ohnehin wegen Musterarznei
    nichts verrechnet, lasse es mich in Schallah bitte in Erinnerung an das Cafe Central bitte wissen. 🙂
    Dann komme ich als Patient gerne zu Dir.

    und schluss

  9. Das Central hat in den letzten Jahren extrem abgebaut:

    • Alle alten Kellner wurden entlassen, va. Ibrahim ist ein herber Verlust, der dieses Cafe zu etwas Besonderem machte.
    • Die Palmen wurden komplett entfernt, somit kann es nicht mehr als typsich wienerisches Cafe bezeichnet werden.
    • Der (wiener) Kaffee ist wässrig und von sehr geringer Qualität.
    • Die Qualität des Essens entspricht nicht mehr den Preisen – hatte einmal im Gulasch eine eklige Orangenschale und musste mit dem Kellner streiten, dass ich was anderes bekomme.
    • Die Mittagsmenüs sind einfallslos. Es gibt eig. immer nur gebackene Hühnerbrust mit Kartoffel-Vogelsalat und Preiselbeermarmelade um geschmalzene EUR 9,80.
    • Postitiv ist: Der Toast ist nach wie vor recht gut.
    • Der Bauersalat Speck wird in der Friteuse gebacken, was eklig ist. Früher wurde er, so wie sich das gehört, in der Pfanne gebraten.
    • Das Frühstück mit dem alten, harten Brot ist ein Witz. Es gibt keine Portion Cafe mehr zum Frühstück.
    • Der neue Geschäftsführer, der wohl beim Hamburger Fischmarkt besser aufgehoben wäre, und die neuen Kellner identifizieren sich nicht wirklich mit dieser Art von Lokal und haben die Idee dahinter nicht kapiert.
    • Der Gastgarten in der Erlerstrasse ist komplett mit Taubenmist zugeschissen und wird nicht ausreichend gereinigt. Mas sitzt also in Vogelscheisse.. glaub ich muss nichts mehr hinzufügen.. das Cafe ist für mich Geschichte und taugt maximal als als Touristenfalle.
  10. … schon erstaunlich, wie vehement in einem so jungen und ansonsten doch "sooo alternativen" Forum der ABSOLUTEN und alles durchdringenden ProfitGIER das Wort geredet wird.
    Da haben die Grünen mit ihrem autoritären Welten- und Gesellschaftsmodell ganze Arbeit bei den Jugendlichen geleistet.

    Anmerkung zu bzw. Frage an "Leser":
    Wer sich abschätzig an "KittyStaatenlos" wendet und selbst so ein schlechtes Deutsch schreibt, ist vermutlich … "Central"-Agent?

    • heinrich, muß dich entäuschen bin kein "central agent",
      sondern mein kommentar ist einfach meine meinung zu dieser geschichte.

      und mein schlampiges  deutsch ist ja in der "cafe central" geschichte nicht das thema oder?
      es ist halt einfach so, daß grundsätzlich  zu recht bei uns in der gastronomie
      eine konsumationpflicht besteht.

      aber es gibt auch gastronomiebetriebe wo wasser  zum essen gerne
      geduldet wird,

      das        
                                                    http://www.amtivoli.com/web/index.php

      ist so ein betrieb zum beispiel

      der chefkoch ist haubenkoch und beim "essen passt dort wirklich alles" und kann den
      betrieb sehr empfehlen.

      jetzt denke aber bitte nicht daß ich ein tivoli agent sei  😉    🙂 

  11. es ist eh schon ein paar mal kommentiert worden: Das Central lebt hauptsächlich von seinem Namen und den Erinnerungen, die viele mit ihm verbinden. Preis/Leistungsverhältnis passt schon lange nicht mehr und das Ambiente ist auch keine 3,30 für den großen Braunen wert.

    Ich bin vielleicht zwei Mal im Jahr dort anzutreffen – meistens um mindestens zwei Stunden Zeitungen zu lesen. Was die Zeitungsauswahl angeht, kann dem Central sobald niemand – Vorsicht, Sickerwitz – das Wasser reichen. 

    • ..und beim Full English Breakfast konnte ich unglücklicherweise auch keine Blutwurst ausmachen. 🙁

  12. Kein normaler Mensch bestellt im Wirtshaus Wasser.
    Außer Deitsche. Und Grüane.
    Da mussten die Wirte reagieren.
    Sonst spielts den Blunzenblues.

    • so schaut’s aus, die staatenlose ökotante soll sich wie vieh am brunnen tränken wenn sie wasser saufen will.

  13. In vielen Ländern ist es ganz normal, dasws man zum Essen automatisch Wasser dazu bekommt. Ich verstehe ja, Wasser zu verechnen, wenn jemand nur das bestellt und sonst nix, aber wenn die Person eh was konsumiert?

    Ceterum Censeo dass diese verdammten Captchas endlich verschwinden!

  14. das mit der Stoppuhr ist eh keine schlechte Idee 🙂
    stattdessen wird nicht mehr kleinlich abgerechnet, was genau konsumiert wurde.
    Wir sind gewöhnt dass die Preise im Wirtshaus die Materialkosten des Gelieferten zur Grundlage haben, was aber mit der Kostenkalkulation fast nichts zu tun hat.
    Modelle wie "all you can eat" oder "zahl soviel du willst" sind da schon wesentlich moderner.
    Leider gibts immer mehr Unternehmer, nicht nur Wirte, die glauben, dass jeder kleine Geschäftsvorgang, für sich und isoliert betrachtet, gewinnbringend oder zumindest kostendeckend sein müsste. Das ist mehr kleinkariert als unternehmerisch gedacht.

    Das kostenlos servierte Glas Wasser ist eine gute Tradition, genauso wie Wirtshäuser ohne Aufschlag im Winter heizen, das Klo zur Verfügung stellen (ganz unabhängig davon was genau hinterlassen wurde), einem kostenlos ein Taxi rufen, keine Gardarobegebühr verlangen, usw.
    -Eine ganze Menge Anregungen für "harte Kalkulierer"

    Wenn wir hier nicht so ein gutes Wasser hätten, wär das Thema wohl gar nicht so interessant…

    • Das kostenlos servierte Wasser sehe Ich im Sinne des Gastgebens nicht als Problem wenn irgendwas konsumiert wird, aber wie sollte das gemanaged werden wenn der Wasseranteil 20-30% der Getränke ausmacht? Und es tut mir leid aber jemand der aus Geiz gratis Wasser trinken will und dann das ganze Lokal niedermacht finde Ich einfach unfair! Weiters bin Ich mir ziemlich sicher dass die Kellnerin den Geiz auch noch zu spüren bekommen hat!

      Das Central war sicher früher besser keine Frage… Nur hat das nichts aber auch gar nichts mit der Thematik zu tun! Wäre es wie früher wäre die Geschichte mit dem Wasser eine andere?

  15. ich hätte da eine klasse lösung des problems:

    Alle  – ALLE – Lokale sollen – für sag ma 0,5l Leitungswasser – 50 Cent, oder keine Ahnung, 5 Cent verlangen. Somit wäre dieses Thema GEGESSEN und ich muss mich nirgends schief anschaun lassen wenn ich einfach nix anderes als Leitungswasser trinken will.

    Noch ein paar Fakten fürs bessere Verständnis:

    -Ein Betrieb macht hauptsächlich mit den Getränken Gewinn, bei den Speisen sind ganz schmale Gewinnmargen.
    -Ein Glas servieren, unabhängig vom Inhalt kostet: Personal, Spülmittel, Anschaffung, Zeit,…
    -Wir haben noch immer sowas wie eine Wirtschaftskrise, auch in Österreich, und die Leute haben weniger Geld und wollen weniger ausgeben… da müssen auch die Betriebe sparen… UND…
    -… mit der Tradition brechen: Irgendwie seltsam dass gerade das Cafe Zentral (Wiener Kaffehaustradition) so reagiert. Traditionellerweise kann (konnte) man in so einem Betrieb ein Glas Leitungswasser bestellen, sich aufwärmen und stundenlang Zeitunglesen, für gratis.

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