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Die Post bringt allen was – wenn sie einen lässt!

Wer an einem Samstag nach 15.00 Uhr in der Weltstadt Innsbruck den unverschämten Versuch unternimmt einen „eingeschriebenen“ Brief aufgeben zu wollen, scheitert kläglich.
Wie allen bekannt sein sollte, braucht es nämlich für die erfolgreiche Abwicklung dieses Vorgangs ein geöffnetes Postamt, das man in Weltstädten gewöhnlich sehr leicht findet. Selbiges wird aber in der Weltstadt Innsbruck nach 15.00 Uhr an Samstagen nicht angeboten.

Eine klassische Hauptpost, sowohl im eigentlichen als auch im architektonischen Sinne, existiert ja schon seit Langem nicht mehr. Das im Volksmund als legitimer Ersatz eingestufte Postamt am Innrain 15, vormals M-Preis, zusammengepfercht mit einer Bankfiliale, offenbart nicht gerade logisch nachvollziehbare Öffnungszeiten. Damit wird für mich auch verständlich, dass es keine Hauptpost mehr gibt.

Samstag wird also bis 15.00 Uhr offen gehalten, aber am eigentlich arbeitsfreien Sonntag bis 18.00 Uhr. Na ja, sollen die Leute halt morgen wieder kommen und noch mal den weiten Weg vom O-Dorf oder woher auch immer auf sich nehmen.

Wenn schon die ArbeitnehmerInnen ausgebeutet werden sollen, dann bitte, liebe Post, macht es weltstädtisch und haltet ein Postamt einfach immer offen oder macht einfach das ganze Wochenende von Samstag 12.00 Uhr bis Montag früh zu. Dann rechne ich auch nicht damit, dass geöffnet sein könnte.

Wenn ich mich richtig erinnere gab´s einmal in der Weltstadt Innsbruck vor vielen Jahren auch lange Öffnungszeiten über das ganze Wochenende verteilt. Aber Entschuldigung, da waren wir ja noch provinziell und nicht weltmännisch wie heute.

 

P.S. ich entschied mich dann übrigens, den Brief doch normal abzuschicken. In der einen Trafik gab es nur 10er Packungen für 62 Cent Briefmarken. Ich brauche aber nur eine einzige und bis zur nächsten Tariferhöhung sicher keine neun mehr.
Touché!

Leopold Lupus

5 Comments

  1. an der Post sieht man ziemlich gut, wohin die neoliberale Politik führtt: Es geht nur um Rendite und die Grundversorgung kommt immer mehr unter die Räder – wurscht, Hauptsache für die Banken fließen Milliarden ohne Ende!

  2. Innsbruck ist keine Weltstadt. Die Post wird nicht ohne Grund samstags um 15 Uhr schließen, höchstwahrscheinlich gab es dafür einfach keinen Bedarf. Nächstes mal erkundigen Sie sich vielleicht im Voraus.

    #firstworldproblems

     

    ps: mimimi

  3. Ganz ehrlich, ich bin überrascht, dass die Post am Wochenende überhaupt offen hat – aber in der heutigen "kundenorientierten" Zeit, wo immer überall alles am besten ganz billig angeboten werden muss, ist dem Kunden auch nicht mehr zumutbar, sich über die Öffungszeiten zu erkundigen. Ja, den Titel "Weltstadt" muss Innsbruck mit dieser Schweinerei wohl endgültig abgeben. Und schuld ist wieder mal die Post …

  4. Sogar in vielen von mir persönlich bereisten Ländern der sogenannten "Dritten Welt" haben Postfilialen und überhaupt viel mehr Einrichtungen täglich und auch rund um die Uhr geöffnet. Selbst wenn es unrentabel scheint, einen Mitarbeiter wegen der paar Briefe zu bezahlen wäre es doch nett wenn zumindest EIN Postamt am Samstag nach 1500 geöffnet hätte…

    Ich muss fairerweise dazusagen, dass die Post bei mir sowieso schon verschissen hat. RsB-Briefe AM Postkasten liegenlassen, nur jeden zweiten oder dritten Tag Post zustellen und Briefe mit definitiv existenten Adressen grundlos wieder zurückschicken macht mich zugegebenermaßen etwas unrund…

  5. Und du bist so vielbeschäftigt, daß du es auf keinen Fall hinkriegst, dein Einschreiben zwischen Montag 8:00 Uhr und Samstag 15:00 Uhr aufzugeben? Bei allem Respekt, aber manche machen sich ihre Probleme auch selbst.

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