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Die Antwort ist 180?

Werden „180 Meter“ gegoogelt, kommt viel daher. Von Abstürzen, Unglücken , Yachten und sogar einem überdimensionalen Spinnennetz ist da die Rede. Bei uns ist es die Antwort. Parteipolitisch gesehen, sogar auf eh alles.

 

Ok. Der Beitrag kommt spät. Würde ich nicht ständig zu Fuß durch die Stadt latschen, hätte ich vielleicht sogar schon früher darüber geschrieben. Tu ich aber gern. Gehen, mein ich. Macht den Kopf frei, ist mit musikalischer Untermalung fein und stört niemanden. Oder vielleicht noch nicht.

 

Hallo, worum gehts – ich bin dagegen

 

Was mich an der ganzen Radl(verbots)geschichte in Innsbruck aber schon stört, ist, dass sie überall zu sein scheint. Bedenklich, „überall“, mit provInnsbruck, facebook und andere Foren gleichzusetzen? Ja. Dann wären da noch diverse Zeitungen, kritische Radler_innen, grantige Radlgegner_innen, die mal dafür & mal dagegen wetternden Geschäftsleute, diejenigen die sich fragen, warum Taxis dann doch fahren dürfen, wieder andere, die sich das auch über Fiaker denken, die Polemischen, die schon ein Kinderwagerl-Verbot prophezeien, die Ängstlichen, die sich ohnehin im Straßenverkehr fürchten, die Instrumentalisierten, die – naja, darüber muss nicht viel nachgedacht werden – instrumentalisiert wurden, die Ermahnenden, die belehren, wenn mensch ein „mir scheißegal“ über die Lippen kommt, die an der Architektur unserer Flanier-ja-vielleicht-Flair-nein-sicher-nicht Prunkstraße-Zweifelnden, die Engagierten, die sich nichts vorschreiben lassen wollen, die noch Ernsteren, die künstliche Gleichmacherei erkennen, die Tourist_innen, die hier zu Lande wirklich was zählen, die Sauberkeitsfanatiker_innen, die am Liebsten wollen würden, dass die Innsbrucker Straßen ohne gesundheitliche Folgen abgeschleckt werden können, und dann gibt es noch die, über die schon Josef Hader gesagt hat, dass es immer nur „die“ sind… und den Gemeinderat.

 

Dahinter eine Stellvertreter_innendiskussion zu vermuten, muss erlaubt sein. Also, worum geht es bei all dem Grant wirklich? Dass Randale mit Pedale(n) verwechselt wird? Wohl kaum. Dass vermeintlich politische Themen wieder im Sattel ausgetragen werden sollen? Wohl auch nicht. Dass sich die Innsbrucker Parteipolitik erst dann so richtig ins Zeug legt, wenn die auch zu einem Showkampf gehörenden Verlierer_innen unterm Strich ohnehin mit dem Verlust leben können? Schon eher.   

Isabella Krainer

5 Comments

    • Hallo, lieber Radlkampf,

      das ist jetzt aber wirklich übertrieben !!!

      Mir ist es auch ein Anliegen, dass die M.Th.Straße weiterhin für uns Radler befahrbar bleibt,

      die Gewalt Szenerie, die du hier in deiner Fotomontage zeigst, ist mir jedoch zu brisant

      und für nicht hilfreich in dieser Diskussion.

  1. nun ja. die idee für das radlverbot ist sicher an einem dunklen ort entstanden… das foto hat mich aber schon im facebook gestört. und wie dort auch, kann ich einfach nix anderes dazu sagen wie dass ich wohl an zu vielen ehemaligen kriegsschauplätzen war, um das auch nur ansatzweise "lustig" zu finden. 

     

     

  2. Lustiger Artikel, auch die Selbstironie finde ich gut. das gilt wohl auch für das Bild: so übertrieben, dass es die Situation eben verwitzelt. Wobei ich das Argument, dass alles nur ein SHOWKAMPF ist eher schräg finde: Da regen wir uns ständig auf, dass die Leute jede Sauerei kommentarlos hinnehmen und dann gibts einmal ein Thema, das kontroversiell diskutiert wird und dann ist wieder nur alles Showkampf und übertrieben. Wie immer man zum Verbot steht: Mich freuts wenn in Innsbruck Verbote nicht einfach hingenommen werden.

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