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Der abgeschnittene Schnauzer – Eine Polemik

Text:

René Nuderscher und Markus Stegmayr
 
Als DJs sind wir Diktatoren. Was gut und auflegenswert ist bestimmen wir. Autismus als Programm. Das solipsistische Flaggschiff kennt keinen Hafen. Bitte sucht nicht unsere Blicke, wir sind das Antiprogramm, das eure Kaschemme braucht. Wir wollen das Kokain in euern Adern sein – der böse Trip der euch die Beine bricht beim Versuch zu Tanzen. Haltung bewahren und salutieren – wir fordern eure Psyche. Wir sind gekommen um zu hassen:
 
Ihr Verständnislosen
Ihr Standardpartygänger
Ihr Wochenendeskapisten
Ihr Pheromonebettler
Ihr Discosportler
Ihr Kalkbrennerhuren
 
Du willst uns belästigen, ohne schlechtes Gewissen und betrunken mit deiner blonden Freundin im Arm. Kurz höre ich zu mit einem Ohr:
 
Was soll das sein?
Spiel doch mal Linkin Park!
Das ist doch keine Musik.
Wie soll ich dazu tanzen?
Sonst ist hier auch Paaarty!!!
Spiel doch mal Culcha Candela!
 
Wie soll einem da nicht schlecht werden – und wir meinen richtig schlecht. Kotzübel.
Da muss man doch zur Berufsspaßbremse werden – aus Prinzip, sagte M. zu mir. Das Publikum hier ist naturgemäß das widerwärtigste, sagte R. zu mir, als zum dritten Mal Merzbow aus den Boxen geblasen wurde. Das Publikum hier ist in seiner Widerwärtigkeit schlichtweg nicht zu überbieten, sagte R. Würde man die Widerwärtigkeit hier in Worten fassen wollen, hätte man schlichtweg keine Worte mehr, so widerwärtig ist das Publikum, meinte R. Thomas Bernhard, meinte M., hätte hier angesichts der vorherrschenden Widerwärtigkeit seine helle Freude gehabt. Hätte Bernhard die Widerwärtigkeit dieses Clubs bemerkt, dann hätte er diesem seinen letzten Roman die „Auslöschung“ gewidmet. Dieser Club müsste naturgemäß ob seiner Widerwärtigkeit ausgelöscht werden, hätte Bernhard gesagt, meinte M.
 

 

Markus Stegmayr

38 Comments

  1. und über die türsteher müsste man auch diskutieren – und über die höflichkeit vor ort – und was hier noch alternativ sein soll – und so …

    • Als Nichtkennerin der Provinnsbruckszene: Um welchen Club handelt es sich denn da? Die Vorstellung, besoffene Blondine im Arm eines vor Freude grantelnden Bernhards zu sein, ist so verlockend, dass sie an ein säkulares Wunder grenzt.

  2. Der einzige mit abgeschnittenem Schnauz, den ich kenne, war Hitler – und das war auch so DiktatorenDJ, ihr Musik Mullahs kommt mal runter ;-/

  3. das blue chip ist mit sicherheit die grausigste kaschemme dieser stadt – aber irgendwo müssen sich ja die flachhirne ihre blödheit ja ansaufen.

  4. Ich glaube es ist gar nicht so wichtig, um welchen Club es hier geht (hier ist die Entschlüsselungskunst von Jeder/Jedem gefragt). Ich werde mich davor hüten, den Namen zu nennen.
    Gewollt war hier eine kleine Polemik, die auf einer "wahren Geschichte" basiert. Wenn das dann auch noch verallgemeinerbar ist und auf andere und mehrere Clubs passt, dann ist das umso besser.

    • dann ist wohl die textsorte verfehlt, polemik ist nix für verfechter des feigenblatts. dann lieber bei satire bleiben…

      • das unten stehende bezieht sich eigentlich auf meinen und deinen kommentar fast ganz unten.

  5. Ein Mal außerhalb der geschützten Werkstätte des Prometheus Kellers Noise vor Menschen aufzulegen, die gute Musik gewöhnt sind muss für euch schon hart sein. Aber wie hart muss es denn für die Menschen gewesen sein, die sich Musik erwarten und dann euren Lärm bekommen? Das Publikum war ja an dem ersten Abend an dem ihr aufgelegt hattet nicht wegen euch da, sondern wegen der üblicherweise guten Musik im Club. Deshalb sind die meisten ja gleich wieder gegangen, die paar wenigen die blieben dann als widerwärtig zu bezeichnen, spricht wohl für sich…

  6. Wie die mädels in der Toilette dieses nicht nähergenannt werden sollenden club so schön sagten „KOTZEN! KOTZEN! KOTZEN Dann geht’s dir besser“

  7. Vielleicht solltet ihr euch das nächstemal vorher überlegen, in welchem Club ihr auflegt. Das eure art von Sound dort eher nicht ankommt hättet ihr euch auch vorher überlegen können und dann müsstet ihr jetzt nicht so polemisch rumsudern.

  8. toller kommentar, welcher club gemeint ist daher klar!

    ich denke, etwas polemik darf sein, die leut sollen sich nicht so schnell beleidigt fühlen (dafür ist sogar noch viel zu wenig polemik im text), schade, dass ich das schauspiel nicht live erleben durfte, war sicher sehr sehr toll!

    • Ich würde mal behaupten, der Kommentar ist aus zweierlei Gründen legitim:

      1.) Es ist eine Polemik und geht daher klar mit literarischen Mitteln um. Ich glaube nicht, dass man dann damit kommen kann, dass der Kommentar beleidigend, untergriffig und daneben ist. Es ist, trotz oder vielleicht gerade wegen Realitätsgehalt, mehr oder weniger gelungenes literarisches Schreiben. Man müßte also vielmehr über die Qualität des Textes diskutieren, weniger darüber, wer oder was sich ja angegriffen fühlen könnte.

      2.) Wir (es ist ganz klar ein Wir im Text eingeschrieben) machen uns ja über UNS genauso lustig, wer sagt denn, dass wir mit unserem überhöhten Anspruch an das Publikum nicht genauso lächerlich sind, wie das Publikum es an diesem Abend war? Wer sagt, dass unsere Musik besser ist und die Leute, die Linkin Park hören per se Idioten sind?

       

      • Wer das sagt? Naja… ihr. Ihr sagt das.

        Abgesehen davon: euer Anspruch ist nicht überhöht sondern nur am falschen Platz. Du würdest ja in der pmk auch nicht Mozart auflegen und dich dann wundern wenn das nicht gut ankommt.

  9. Sollte sich jemand wirklich aufgrund eines eindeutig literarischen Textes, der zudem in keinster Weise Namen nennt, angegriffen fühlen, hat vieles nicht verstanden. Die verarbeitete Erfahrung im Text soll deswegen jedoch nicht, komplett außer Acht gelassen werden. Wir durften in einem Club auflegen, der wirklich für unsere Zwecke denkbar unpassend ist, wie unpassend, das haben wir jedoch erst nach gemachter Erfahrung vollends realisiert. Selbstverständlich werden wir es auch in Zukunft vermeiden, Locations zu beschallen, die so unpassend sind. Es war ein Experiment, BEI DEM JEDOCH DER VERANSTALTER, GENAUESTENS BESCHEID GEWUSST HAT ÜBER UNSER KONZEPT UND ES WAHRSCHEINLICH NUR VERABSÄUMT HAT DIE SACHEN IM VORHINEIN WIRKLICH ANZUHÖREN. Außerdem gibt es einen Veranstaltungsplan wo jeder Besucher vorher eine Einsicht in das abendliche Programm erhalten kann.

    • "Literarisch" ? THEMA VERFEHLT!
      Was mich aber viel mehr interessiert: Wie definiert ihr "gute" Musik?

  10. dass die meinungen der verfasser zum teil stark von den ansichten der leser_innen abweichen, kann in diesem, wie in ALLEN meinungsbeiträge betreffenden fällen, nur als no-na-erlebnis eingestuft werden. ich finde den kommentar jedenfalls sehr gelungen!

  11. @musikliebhaberin: Ich erlaube mir noch eine Polemik nachzulegen:

    Wann und wo ist in besagtem Club mal gute Musik aufgelegt worden?

    • @MrSelfdestruct: Deine Vorwürfe stimmen so schon seit längerer Zeit nicht mehr. Niemand hat außerdem behauptet, dass wir perfekte DJs sind.

      Ich glaube aber ohnehin, dass dein Kommentar hier völlig fehl am Platz ist, da es schlichtweg um etwas völlig anderes geht. Das hier ist ein polemischer Text, weniger die Behauptung von "ihr seid dumm und wir erhaben und super". Dass du darüber hinaus DJ-technisch besser als wir bist, ist auch außer Frage, muss aber hier wirklich nicht diskutiert werden. Ich verstehe deshalb schlicht den Sinn deines Kommentars nicht.

  12. Was mir in dieser ganzen Debatte fehlt, ist die Frage nach der Musik selber. Warum durchschnittlicher schicker alternativer Mainstream nie auf Einspruch stößt, warum Hör- und Klangexperimente sofort auf Ablehnung stoßen – das ist schon etwas fragwürdig. Der Eindruck, dass Musik für viele nur durch präformierte und a priori auf Konsens gestylte Klänge als Konsumprodukt zur Steigerung der guten Laune genossen werden kann, wird durch viele der Postings hier deutlich. Schade eigentlich …

  13. @ Dj Selfdestruct

    In Stereo legen wir nun bereits auf 🙂

    Das Problem ist, dass man in diesem Bereich kaum wirklich gute Dateien bekommt, aber wir geben uns Mühe, welche aufzutreiben.

  14. Wer oder was hier widerwärtig ist, ist reine Ansichtssache.

    Die Provokation ist euch jedenfalls gelungen.

    Polemik hin oder her, ich bin geteilter Meinung!

  15. @Discopfui: Wenn der Text nur zu einer wirklichen Auseinandersetzung über die musikalische Monokultur in Innsbruck führen würde, dann wäre sehr viel erreicht. Wir wollten ja nicht provozieren, um zu provozieren, sondern um auf die Engstirnigkeit in Sachen Musik hinzuweisen.

    • @stegmayr: genau so habe ich den Text verstanden, als Anregung die Lauscher mal zu spitzen und auch dort hinzuhören, wo nicht schnelle Gefälligkeit gegeben ist. Aber leider scheint es in zu sein, das schnelle Event entlang vorgeformter Standards  zu bevorzugen.

  16. Es gibt nicht DIE GUTE MUSIK, oder DIE SCHLECHTE MUSIK, aber es gibt Höhrgewohnheiten, die man auch bereit sein sollte mal zu transzendieren. Wir jedenfalls hören, was wir wollen, dazu gehört auch sehr viel Popmusik. Das was wir auflegen, ist nur ein winzig kleiner Ausschnitt aus unserem Musikgeschmack

  17. @sandale: ich sagte nicht, dass es ein GUTER literarischer Text ist. Aber er ist dahingehend literarisch, dass man ihm einen gewissen Grad von Fiktionalität unterstellen muss. Außerdem verweist die Nachahmung des Bernhard-Duktus auf das System Literatur.

    Ob es ein guter oder schlechter Text ist, steht zur Debatte. Nicht aber, in welchem Diskurs sich dieser Text verorten lässt.

  18. hier eine kurze erläuterung: mir geht es nicht darum euch als djs zu diffamieren, viel eher klinke ich mich gerne in die diskussion über das allgemeine musikempfinden in provinnsbruck ein, denn ich stelle hier ausdrücklich vorweg fest: ich mag eure musikphilosophie und ich respektiere euch zwei genauso wie alle anderen djs in provinnsbruck.

    es gibt hier in provinnsbruck vielleicht ein paar dutzend leute, die sich mit eurem musikgeschmack auskennen und schätzen, ich gehe sogar soweit und behaupte, im moment seid ihr wohl die sogenannte speerspitze der materie. nun denn, um der öffentlichkeit eure musikphilosophie bewusst werden zu lassen bedarf es eines konzeptes, dass ihr als duo ja auch unbestreitbar habt, und ja, ich finde es sehr gelungen, ich kritisiere ledeglich die umsetzung des ganzen und das fehlen der "konsumenten" – sichtweise. 

    gleich vorweg, ich halte ausdrücklichst fest, dass es mir nicht um das abmischen geht, die dj technik ist in eurem fall total egal, ledeglich die atmosphäre zählt, die ihr mit eurer auswahl dann im laufe des abends so langsam aufbaut und vielleicht auch zu einem punkt bringt. an besagtem abend war weder noch der fall (ständige wiederholungen, 2 kanal ton sollte auch auf 2 kanälen abgespielt werden, schlechte soundqualität, kein erkennen von einem aufbau…). dass ein club und das publikum ein derartiges anti – anti – konzept nicht gut finden werden, darüber lässt sich dann schlussendlich schlecht polemisieren.

    wenn ihr ein paar basics einhalten würdet, wäre euch ein erinnerungswerter und guter abend auch im besagten halbschnauzerclub bescheinigt gewesen. schraubt doch ein wenig an der einsteigerfreundlichkeit eures konzeptes, ein langsamer aufbau in die materie würde genauso helfen, so wie das weglassen von ständigen wiederholungen.

    musik ist eine universelle sprache, und beim erlernen neuer sprachen ist es empfehlenswert bei unit 1 anzufangen, als die von euch genannten kalkbrenner huren gleich mit unit 17 vokabeln zu überfordern (merzbow).

    somit hoffe ich nun, dass mein vorheriger comment dann doch nicht derart fehl am platz erscheint, sehr verehrter monsieur markus, vielleicht sogar mehr mit thema zu tun hat, als du dir zuvor gedacht hast, denn ich halte hier noch einmal gerne fest, mir geht es nicht um das perfekte abmischen, sondern um die selektion eures sets. sollte der drang für LOSSLESS-music  noch gegeben sein, erbitte ich eine email an : prettyhatebobby@gmail.com , da kann ich euch weiterhelfen. solltet ihr viele original cds besitzen, verfahrt einfach so: http://blowfish.be/eac/Setup/setup1.html

  19. musik ist eine universelle sprache, und beim erlernen neuer sprachen ist es empfehlenswert bei unit 1 anzufangen, als die von euch genannten kalkbrenner huren gleich mit unit 17 vokabeln zu überfordern (merzbow).

    Ich halte nichts von „dumbing down“.

  20. Zur "Einsteigerfreundlichkeit": Ich denke nicht, dass die von den beiden DJs gespielte Musik eine ist, die man sich erst erarbeiten muss, im Gegenteil. Da sie primär über einen sinnlichen Zugang funktioniert, verlangt sie vom Rezipienten bloß eines: Sich darauf einzulassen. Ein schrittweises Hinführen durch das "Beibringen" gewisser "Grundvokabeln" erachtete ich daher als völlig verfehlten Ansatz.

  21. Arme verkannte Genies!

    Zur Frage des Literarischen: Das Wir, das in diesem Text zu uns spricht, gibt sich zunächst ironisch-faschistisch, um dann den Schulterschluss mit dem größten Polemiker "im Alleingang", wie Bernhard es selbst formuliert hat, zu suchen. Wer die Lacher auf seiner Seite haben will, zieht am besten alle Register und kombiniert elitäre Außenseiter-Attitüde mit Diktatoren-Chic…

    Was euch vielleicht doch nicht ganz wurscht ist: Ich glaube, der gute, alte Bernhard hätte den Text hier doch ziemlich erbärmlich gefunden, und zwar nicht darum, weil ihr seine Schreib- und Redeweise imitiert (das ist ja gelungen), sondern weil es unredlich ist, ihn gemeinsam mit dem Schnauzbartträger zum Komplizen eurer Meinung in der Sache zu machen. Versteht mich nicht falsch, ich sehe die Satire, und ich glaube, ihr habt sogar recht mit eurem Anliegen.

    Aber es wirkt leider immer etwas billig, wenn missverstandene und darum (zumindest vorübergehend) gekränkte Künstlerseelen Trost suchen in der Identifikation mit einem Gezeichnet-Ausgezeichneten, ob der nun Christus heißt oder Bernhard.

    • @Blondie69: Falls der Text ironisch-faschistisch rüberkommt, dann möchte ich feststellen, dass er so nicht intendiert war. Wenn überhaupt dann sollte diese gesteigerte eigene Haltung zum "Künstler-Sein" ironisch gebrochen werden, mit dem Stilmittel der Übersteigerung.

      Und um es zu klären: Schnauzer  bezieht sich ausschließlich auf ein mögliches Lokal, in dessen Umfeld der besagte Club zu finden ist. Anderes ist schlichtweg nicht mitgemeint, diese Leseweise möchte ich dezidiert ausschließen.

      Und: ich sehe mich und uns auf keinen Fall als Künstler. Versteh den Text doch bitte einfach als Polemik, als Angriff auf den stillschweigenden Konsens der Ausgehenden, was gute Musik ist und was nicht. Wir haben einfach versucht Einspruch zu erheben gegen die immergleiche Musik, das Dogma der Tanzbarkeit usw.

       

      • @ Markus

        Diese Klarstellung ist hilfreich, weil es aus dem Zusammenhang für nicht "Innsider" nicht hervorgeht. Mit der Engführung von Diktator- und Bernhard-Motiv im Begriff "Auslöschung" ist euch also unfreiwillig die "totale" Pointe entstanden. Geniale Dilettanten trifft wohl auch hier ins Schwarze.

        Eine Polemik macht normalerweise kenntlich, wogegen sie genau operiert. Hier hat man es mit Satire zu tun, mit dem Gegensatz zwischen Ideal und Wirklichkeit, wie Schiller sagen würde.

        Ich finde trotzdem: Polemisches Trittbrettfahren mit Bernhards superlativischem Tiraden-Stil hätte er ihn aus seinem Ohrensessel nicht weniger in die Flucht geschlagen wie der Anblick tanzender Musikbanausen. 

        Lieber Markus, Deine Kolumnen zur Musik sind uneingeschränkt toll. Das kann an der Stelle auch mal gesagt werden. Und als DJs würde ich euch zwei folglich auch gern erleben. Wenn ich dazu tanzen darf.

        🙂

  22. Und ich möchte auch noch einmal dezidiert klarstellen, dass es beim Titel niemals um eine Anspielung auf einen gewissen Herrn aus Braunau, gegangen ist. Vielleicht ist das aber wirklich unsere Schuld, da der Titel kryptisch ist und einen größeren Interpretationsspielraum lässt, als intendiert.

    Und wir verstehen uns absolut nicht als Künstler nur weil wir ein paar Dateien abspielen, eher sind wir die genialsten Dilletanten auf Gottes Erde

  23. mich erinnern die beherzten club-fürsprecher_innen langsam a bissl an den mundl wie er rot vor zorn vor sich hinbrüllt: "mei bier is ned deppat!!!!!!!!"…

  24. Die ganze Diskussion hier zeigt vor allem, dass es scheinbar ein unausgesprochenes Gebot gibt, das besagt, dass Innsbrucks Paradeausgehtempel weder parodiert noch kritisiert werden dürfen. Da bewegen sich sofort die Scharen der VerteidigerInnen, als ob sie persönlich angegriffen würden. Aber das ist sowieso ein interessantes Innsbrucker Phänomen, dass KritikerInnen der alternativen Kulturschickeria automatisch als in ihrem Urteilsvermögen beschränkt hingestellt werden. Denn wer möchte sich schon in seiner/ihrer in klaren Grenzen definierten Durchschnittsabweichung stören lassen …

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