Das Innufer, eine Nachbetrachung, eine Vorschau…

Groß war der Aufschrei Ende 2009, es wurden am Innufer die Bäume gerodet, als ob es kein Morgen gäbe. Kein Gespür für die Anrainer, kein Gespür für die tausenden Fußgängerinnen, Sportlerinnen und Redseligen die am Innufer ihren Platz gefunden haben, das Forstamt und zuvorderst die Stadtregierung haben ihren Ruf erneut gefestigt.

Ob dieser dummdreisten Politik abermals erschüttert, konnte dennoch etwas Positives daran gefunden werden. Der Unterwuchs wird im kommenden Frühling bis zum Sommer ein grünes und dichtes Aufkommen feiern und so kam es dann auch. Noch etwas betrübt, wegen der fehlenden Bäume, grünte es an allen Ecken und Enden. Auch das ein oder andere Bäumchen ließ sich blicken.

Aber warum gerade jetzt diese Zeilen, im Winter, wo doch das Grün einem dürren Braun gewichen ist? Es kommt der Gedanke, wenn man auf der Inn- oder Karwendelbrücke steht und zum Horizont blickt, soweit dies in einem engen Tal möglich ist, dass das Ufer mit wenigen Bäumen recht trostlos, aber der Gedanke an das satte sommerliche Grün ein umso schönerer ist. Zudem wärmt einen diese Überlegung am frühen Morgen bei sehr frischen Temperaturen von -10°C etwas auf.

3 Antworten : “Das Innufer, eine Nachbetrachung, eine Vorschau…”

  1. Anonymous sagt:

    Na, ich denke, es entspricht der Logik, dass man das Ufer hin und wieder „ausputzen“ und Wildwuchs entfernen muss. Natürlich schreien ein paar Grüne reflexartig Zeter und Mordio, allerdings ist auch dieses Verhalten ganz „natürlich“.

  2. redo sagt:

    von zeit zu zeit ist gut, das vom autor gezeigte foto stellt ja noch den harmlosen bereich bei der innbrücke dar, rund um die karwendelbrücke war der kahlschlag komplett, von zeit zu zeit ausräumen kann nicht heißen, alle 30-40 jährigen bäume zu fällen, bzw. würde es das heißen, wenn von zeit zu zeit mit 30-40 jahren definiert wird!

  3. Andreas Helldrich sagt:

    Was ist das für eine Logik, dass „Wildwuchs“ am Fluss immer wieder mal „ausgeputzt“ werden muss? Woraus begründet sich diese Logik? Was ist Wildwuchs und was ist daran schlecht? Warum muss alles gestaltet werden, muss der Mensch alles im Griff haben? Sicher kann man im Ufersaum auch aus Sicherheitsgründen immer wieder mal einzelne Bäume raus holen, aber doch nicht in dieser Brutalität. Ich bin für freie Nestwahl für freie Vögel ;-)!

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