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Wir sind in Bewegung

Mehr als tausend Menschen zogen am Samstag, den 8. Juni 2013, durch die Innsbrucker Innenstadt. Sie solidarisierten sich mit den Protestierenden in der Türkei, die gegen autoritäre Politik und Polizeigewalt und für demokratische Rechte und Mitbestimmung demonstrieren.

[video:http://youtu.be/053UucNhzKc]

"Istanbul ist überall – Freiheit für das Volk!", "Hoch die Internationale Solidarität" – das waren zwei der häufigsten Sprechchöre. Der Demozug ging über die Museumsstraße bis zum Bozner Platz und dann wieder zum Ausgangsort vor der Annasäule. Immer wieder zeigten auch PassantInnen oder AutofahrerInnen ihre Solidarität und begrüssten die Demo z.B. mit dem Peace-Handzeichen.

Wie das Video zeigt, war die Stimmung auf der Demo freundlich und fröhlich. Die Proteste in der Türkei gehen weiter und die Demonstrierenden bekommen weiteren Zulauf. Am Wochenende haben sich Fans verschiedener Istanbuler Fußballclubs, die normalerweise verfeindet sind, zusammengeschlossen und die friedliche Besetzung des Gezi-Parks unterstützt.

Aber auch bei uns sollten die Herren und Damen Machthaber ihre Ohren aufsperren – wir sind viele und werden unsere Meinungsfreiheit und demokratischen Rechte lautstark vertreten.

Fotos: Haydar Zeki


Andreas Wiesinger

7 Comments

  1. In Istanbul demonstrieren seit Tagen Tausende Menschen. Die Proteste hatten bereits am Montag im  Gezi-Park in Taksim auf dem europäischen Teil Istanbuls  begonnen. Der ursprüngliche friedliche Protest richtete sich gegen die Rodung von Bäumen für ein geplantes Einkaufszentrum für das 600 Bäume entwurzelt werden sollen:

    Duch den Einsatz von Tränengas und Wasserwerfer  seitens der Sicherheitskräfte gegen die Regierungskritiker  kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei möchte um jeden Preis die Demonstranten  daran hindern den zentralen Taksim-Platz zu erreichen. Gestern sind  fast Tausend Menschen bei Ausschreitungen verletzt worden.

    Nun richten sich die  Proteste  die Demonstranten unter dem Motto "Vereint gegen Faschismus" sowie "Nieder die Regierung"  überall gibt es Widerstand, überall ist Taksim“gegen die Politik der islamisch-konservativen Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Erdogan werfen sie autoritäres Gebaren und eine Islamisierung der Gesellschaft vor.

    Doch es geht längst nicht nur um den Park, erklärt eine Aktivistin: "Er ist ein guter Vorwand für unseren Protest gegen Eingriffe in unsere Bürgerrechte. Nach vielen Jahren haben wir unsere Rechte wieder entdeckt, sozusagen. Junge Menschen gehen gegen das geplante Alkoholverbotsgesetzes auf die Sraße oder gegen den geplanten Bau von  Yavuz Sultan Selim Brücke, welche als Symbolbild für  Massakrierung von Aleviten gilt.

    Menschen blockieren mit  improvisierten Barrikaden die Straßen. Viele Menschen solidariseren sich mit den Demonstranten im dem in ihren Büros, Häusern , Wohnungen , Hotels den Demonstranten  Zuflucht zu gewähren. Ärzte richteten ein Notfallzentrum zur Behandlung der Verletzten ein. Aktivisten  koordinieren  von einem Krisenzentrum aus die Occupy Bewegung. Die Anwälte kümmern sich um die Inhaftierten.
    Die Protestwelle hat  sich mittlerweile auf mehrere Städte der Türkei  übertragen.
    Die Türkei wacht auf – aus einer Nacht, wie sie das Land lange nicht erlebt hat!
    Dieser Protes bring viele Demonstranten aus verschieden politischen Richtungen zusammen.
    Die blutige Bilanz: hunderte Verletzte, Amnesty International spricht sogar von 100.
    Die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtet von 81 Festnahmen in Istanbul.
     
    Türkische Medien viele Fernsehsender und Zeitungen berichteten sehr zurückhaltend  über die Demonstrationen obwohl mittlerweile hundertausende auf der Straße protestieren.
     
    Liebe Grüße
    Haydar

    •  Alles gut und schön. In Tirol hätten wir den PVG und andere Schigebietserweierungen, massive  Kraftwerksprojekte, Grüne in der Landesregierung, einen Abgeordneten zum Tiroler Landtag mit Migrahigru
      ?

      • Na ja, die Tiroler haben halt seit 1809 schon deutlich nachgelassen. Satt und träge. Sonst würde sich ja auch signifikant was ändern im Land.
        In der Türkei schaut es anders aus. Direkter Weg ins Mittelalter mit Beleidigung des Propheten und allem was dazugehört. Die Hoffnung liegt auf den gut gebildeten jungen Leuten, die selber denken in der Lage sind.

  2. HEUTE, 12.6.2013, Soli-Demo mit den Protestierenden in der Türkei. Friedlich, demokratisch, solidarisch – wir lassen uns den Mund nicht verbieten! 

  3. Solidarität mit den Protestierenden im Gezi Park

    Hallo Freunde der Bäume und vor allem der Menschen und der Menschenrechte!

    Jetzt heißt es zusammenhalten und den tapferen Demonstranten in der Türkei, die sich für die Demokratie einsetzen, Rückendeckung geben.

    http://www.facebook.com/events/582666331765269/

    Was haltet Ihr davon, wenn wir jeden Tag um dieselbe Zeit, zB um 19.00, alle gleichzeitig das Fenster öffnen oder auf den Balkon rausgehen und 30 Sekunden lang auf den Topf klopfen, um unsere Solidarität mit den Menschen in der Türkei oder in anderen Ländern zu bekunden, in denen die Menschenrechte gering geachtet werden?

    Das wäre ein Zeichen, das jeder setzen kann. Nicht einmal auf die Straße rausgehen ist dazu vonnöten!

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