Von Pferdeäpfeln und Kunstblut

Kaum hat sich das Hafengelände von der Erotikmesse im Oktober erholt, steht am 1. November die nächste Nacht des Exzesses am Programm.

Das schweizerisch- deutsche Künstlerkollektiv Bonaparte beehrt am ersten November im Rahmen ihrer Tour anlässlich des neuen Albums „Sorry We Are Open“ Innsbruck. Knapp zwei Jahre nach dem restlos ausverkauften Konzert im Weekender Club bringt die Band, die sich rund um den charismatischen Frontman Tobias Jundt formiert, ihren Bühnenwahnsinn in den Hafen. Freunde von eingängigen, aus Elektro, Punk und Indie zusammengemischten Akkorden sowie unterhaltsam-verstörenden Live Performances sollten das Konzert auf keinen Fall versäumen.

Bonaparte kümmern sich wenig um Konventionen und komerziellen Erfolg. Wie Frontman Jundt in einem Interview mit „der Zeit“ klarstellt, geht es der Band in erster Linie um den Live-Moment, um die Energie und Euphorie ausverkaufter, tanzender und jubelnder Konzerthallen. „Wir sind Idealisten. Wir machen das, weil wir seit dem Kindergarten wissen, dass wir ein bisschen komisch sind und nach etwas gesucht haben, mit dem wir uns ausdrücken können.“

Und dieser Ausdruck der Andersartigkeit äußert sich in allen Facetten der expressiven Show. Die Songtexte sind mal lyrisch, mal beißend kritisch, die Bühnenperformance lebt von viel Bewegung, nackter Haut versus aufwändige Kostümierung und diverser (Körper)Flüssigkeiten, die auch schon mal den Weg ins Publikum finden. Wer sich also am ersten November im Hafen einfindet, darf sich also auf ein Konzerterlebnis freuen, das er/sie so schnell nicht wieder vergessen wird.
BONAPARTE www.bonaparte.cc/

Donnerstag, 1. November 2012, Hafen Innsbruck
Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr

 

Autorin: Doris Wölflmaier

1 Antwort : “Von Pferdeäpfeln und Kunstblut”

  1. InnsbRock sagt:

    Ich habe die Band vor dem Konzert nicht wirklich gekannt und war dann positiv überrascht von der Energie und Genialität, die Bonaparte mit ihren Texten und ihrer Bühnenshow gezeigt haben. Immer wieder gerne! Auch das Zwischenspiel mit Philipp Grütering von Deichkind war nett.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.