New Orleans Festival 2011

Bereits zum 13. Mal sind die InnsbruckerInnen vom 21.-24. Juli zahlreich zum New Orleans Festival am Marktplatz erschienen.

 

 

Ich habe mit Erfinder und Pianist Markus Linder und mit Hauptact Chucky C. ein Gespräch in entspannter und lustiger Atmosphäre geführt. Markus Linder war nach eigener Angabe bereits als Zehnjähriger fasziniert von der Musik New Orleans. Er sagt:

 

„Mit 14 hab ich begonnen zu improvisieren. Diesen Blues. Und er hat mich sehr fasziniert. Die New Orleans Musik hat mich besonders fasziniert, weil sie etwas Spezielles ist. So ist mein Interesse gewachsen. 1992 war ich das erste Mal in New Orleans, drei Wochen lang. Ich bin immer lange geblieben. 1996 war ich wieder drüben, bin durch die Clubs gezogen und habe viele Bands gehört.“

 

Auf die Frage, wie ihm denn schließlich die Idee zum Festival gekommen ist, meint er:

 

„Innsbruck ist Partnerstadt geworden. Der damals zuständige Stadtrat hat mir den Auftrag gegeben, dass ich eine Band suche. Da bin ich mit meiner Frau nach New Orleans geflogen. Und dann haben wir nach langem Suchen den Chucky C. gefunden.“

 

Auch Chucky C. erinnert sich gut an den ersten Kontakt mit Markus Linder:

 

„Some of the other musicians knew him, I didn´t. He came to me and asked me: ‘Who are you? Where are you from? I have never heard about you.’ I was always on the road. A lot of other musicians from New Orleans didn’t know me because I was always around.”

 

Von Innsbruck ist Chucky begeistert. Nicht umsonst ist er in diesem Jahr zum bereits sechsten Mal hiergewesen. Er, der öfters sagt, dass Innsbruck seine zweite Heimat sei, ist fasziniert vom Publikum, das ihm das Gefühl gibt, hier willkommen zu sein. So meint er:

 

„People of Innsbruck were happy to see me back. This is a good feeling. Everywhere around here: no problems, only smiles. The public always feels, that you love your work. After a concert people come to me and tell me they had a really good time. I tell them: ‘Thank you. But I had a good time, too.’”

 

Genau das ist es, was den Charme Chucky C.s auf der Bühne ausmacht. Man sieht, dass er Spaß hat, dass ihm das Publikum etwas bedeutet, dass er mit den ZuhörerInnen spielt. Auch kleine Orte sind ihm als Bühne Recht. So hat er vor fünf Jahren auf der Kalcher Alm in Südtirol gespielt, wo ich ihn gehört habe. Auf die Frage nach diesem Konzert sagt er:

 

„It was wonderful. I love quiet villages. When you are arriving and you think: There is no population. Then you start playing and suddenly there are a lot of people. Then you ask yourself: Where do they come from? I am still amazed of this performance there.”

 

Markus Linder ist stolz darauf, Chucky C. immer wieder auf Innsbrucks Bühne zu sehen. Doch wichtig ist ihm auch eine andere Sache, die er betont:

 

„Ich engagiere ja außer dem Hauptact ausschließlich Musikerinnen und Musiker aus Tirol. Und das macht mich besonders glücklich, wenn da so ein Jazzer und Blueser und Rocker – jeder ist ja normalerweise nur in der eigenen Szene unterwegs und trifft nur die eigenen Kumpel – sich mit anderen MusikerInnen trifft. Da treffen sich alle untereinander, das ist so wie eine große Fusion. Und dann eben eine  weitere Fusion, die der heimischen MusikerInnen mit denen aus New Orleans. Das ist einfach eine wunderbare Geschichte, die da backstage jedes Jahr wieder passiert.“

 

Er spricht von Glückshormonen, die die Musik aus New Orleans in ihm und den ZuhörerInnen auslösen:

 

„Ich behaupte ja, die Musik aus New Orleans hat ein Glückshormon. Und nur fröhliche Gesichter überall, nur Smiles, am Straßenrand jubelnde Leute. Das ist jedesmal für mich ein bereicherndes Erlebnis. Es gibt so Momente, die ich „magic moments“ nenne. Das sind so schöne Momente, musikalisch, menschlich. Dann jubeln die Leute, weil´s so schön ist. Der George [Nussbaumer] mit dem Chucky C., wenn die zusammen musizieren, das ist unglaublich, sowas kann man nicht erfinden. Und ab und zu wisch ich mir da so ein Tränlein ab, einfach weil es so schön ist.“

 

Chucky C., der nach dem Auftritt am Sonntag bei der Gospelmesse noch ganz getränkt ist vor Glück über den gelungenen Act, bedankt sich am Ende für das Interview und lobt nur zu gerne den Provinnsbruck-Blog:

 

„I think this is a great idea. You can stay informed about what is going on in the area. It is a great value. So check it out: provinnsbruck.at. Tell a friend, tell a colleague, tell everyone! Check it out!”

1 Antwort : “New Orleans Festival 2011”

  1. Wiese sagt:

    … und hier noch ein Video vom Meister persönlich 😉

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