Il Barbiere di Siviglia im Tiroler Landestheater

Betrübt ging ich ins Theater, sah das zuckerlrosa und babyblaue Bühnenbild und war schon besser aufgelegt. Alles kam federleicht daher, die wunderschöne Musik gespielt von einem großartigen Orchester, die gänsehauterzeugenden Stimmen und plötzlich kam sogar der Barbiere mit dem Rad fahrend quer durch den Zuschauerraum singend auf die Bühne. Ein Gag, der super zur ganzen Aufführung passte.

 

Das Stück handelt von der uralten Geschichte vom Alten der ein viel zu junges Mädchen heiraten will. Die Uraufführung von Rossinis komischer Oper in Rom 1816 war von viel unfreiwilliger Situationskomik begleitet. Dr. Bartolo blieb bei seinem Auftritt an einer Latte hängen, fiel der Länge nach hin, das Blut lief ihm über sein Gesicht und durch den Tumult vor und hinter der Bühne verlor eine Katze die Nerven und zeigte den verzückten Zusehern das ganze Repertoire ihrer wilden Sprünge.

 

Davon war leider am Landestheater nichts zu sehen, dafür kam eben der Barbiere quer durch das Publikum per Rad singend auf die Bühne – wenn schon kein Blut oder Katze, das war einfach sehenswert. Es war echt ein super Erlebnis, schaut`s Euch an: Ihr werdet es nicht bereuen. 

 

Im Tiroler Landestheater nächste Aufführung am 29. Dezember, letzte Aufführung am 19. Mai 2013.

 

Text von Ilona Wiesinger

Foto von presse.landestheater.at/main.php

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