Es ist ein Kreuz – Malen nach Wahlen!

Morgen ist Wahlsonntag und alle freuen sich, dass der Wahlkrampf endlich zu Ende geht! Daher wird es am Landhausplatz eine coole Aktion geben: MALEN NACH WAHLEN soll zeigen, dass uns die Demokratie nicht wurscht ist, auch wenn uns die Mächtigen meistens gehörig auf die Nerven gehen.

 

Aus dem Veranstaltungstext: An alle InnsbruckerInnen: Malen nach Wahlen. Mach dein Kreuzerl am Landhausplatz und zeig damit, dass du Teil der 48% bist. Also kommt in Scharen, mit Kreide oder Wasserfarben, um am 29.4.2012 um 14 Uhr den NichtwählerInnen ein Gesicht zu geben. Auch WählerInnen sind natürlich willkommen!

 

Hier noch ein Video zur Aktion.

 

Wie immer die Wahl morgen ausgeht, eines sollte uns bewusst sein: Wir leben in einer schönen, lebenswerten und bunten Stadt. Das ist weder das Verdienst einer Person noch einer Partei – sondern einfach ein Riesenglück: Köstlichstes Trinkwasser sprudelt aus unseren Wasserhähnen, vor unserer Haustüre befinden sich schöne Berge und Wälder und auch wenn ganz sicher nicht alles toll ist – eigentlich geht es uns doch gut!

Liebe Menschen von Innsbruck, seid dankbar und vor allem seid auch einmal ein bisschen nett! Seid nett zu einander und zu jenen Gästen, die sich kein überteuertes Hotelzimmer leisten können. Innsbruck kann mehr sein als ein Veranstaltungsort für irgendwelche Megaspektakeln – Innsbruck kann eine weltoffene, freundliche und gerechte Stadt sein! Wenn wir es wollen.

 

Symbolfoto von www.armin-feistenauer.de/2011/07/hurra-hurra-die-wahlzulassungen-sind-da/44637387_e20e219698_z/ (Erik Hauth) – DANKE an User Respekt für den Tipp!

7 Antworten : “Es ist ein Kreuz – Malen nach Wahlen!”

  1. RESPEKT sagt:

    IN SCHAREN FARBE VERBREITEN!

  2. Gast77 sagt:

    Woher kommt eigentlich die Einschätzung, dass die "48%" irgendeinem heherem demokratischen Diskurs folgen, der sie nur deshalb nicht wählen gehen lässt, weil ihnen das politische Angebot zu wenig differenziert ist, zu sehr den Mühen der Ebene verhaftet und um den langwierigen Ausgleich von 100.000 Interessen in einer 100.000-Interessenstadt bemüht.

     

    Was für ein edles Bild vom Menschen.

     

    In meiner Einschätzung folgen vielleicht 4,8% demokratiepolitischen Purismen, die sie nicht wählen lassen können, weil die Praxis viel schmutziger ist als die elfenbeinfarbene hirngewi**te Theorie.

    Der Rest:  zu wurscht. zu faul. zu "die polidikka sann eh olle gleichch" (hier den Wunsch nach einem starken Mann mit einfachen Antworten bitte hinzudenken). zu überfordert mit DSDS und GNTM, da geht sich die Beschäftigung mit Lokalpolitik nicht mehr aus. zu frustriert über den Verlauf des eigenen Lebens. zu wurscht (die wurscht hat zwei enden, die Welt nur eins, aber das wird eher nicht beeinflusst durch den ausgang der ibk-bgm-wahlen).

     

     

     

  3. Wiese sagt:

    ganz unrecht hast du sicher nicht, Gast77 – ich glaube, aber nicht, dass "wurscht", "faul" und "blöd" die einzigen Gründe für Wahlverweigerung sind. Viele fühlen sich ohnmächtig, sie glauben nichts ändern zu können. Manche fühlen sich von der Politik auch kaum angesprochen, weil sie die Themen gar nicht mit ihrer Lebenswirklichkeit im Zusammenhang sehen. Da sind dann die Hassparolen der FPÖ fast noch das Einzige was zieht … und seien wir mal ehrlich: Da simma froh, wenn die FPÖ-Fans zuhause bleiben.

     

    Wenn sich mehr als 50% der Wahlberechtigen der Wahl allerdings verweigern, hat die Demokratie echt ein Problem. Und bisher hat man eben noch keine bessere Gesellschaftsform gefunden. 

  4. Flavio sagt:

    Gift kann töten oder auch nur Durchfall bei einer Wahl bedeuten. Auch wenn die Politik und ihre PolitikerInnen nur mittelbar Einfluß  auf unsere intimsten Geschäfte haben, sind es genau all die Untätigkeiten oder Tätigkeiten, die uns nachhaltig Beschwerden bereiten. Auch wenn die Bächlein strömen und die Schwammerln ohne deren Zutun gedeihen, und auch unsere Pfarrer ihre Ministranten weihen, auch dann möchte ich mich nicht nur beklagen, sondern auch meinen Schritt zur Wahlurne wagen.

  5. Katanka sagt:

    Die Demokratie ist doch nicht das Problem, sondern die Art und Weise wie sie Geführt wird.

    Die einen werden an der Nase rumgeführt, und die anderen werden mit dem Geldschein vor der Fresse angezogen.

    Neoliberalismus… aber nur für eine Bevölkerungsgruppe, für die am anderem Ende heisst es Präkärismus.

    Ich habe letztens meine Stimme abgegeben, weil ein Mindestmaß (das geringste Übel) von Entscheidungsfreiheit da war.
     

    Bei den 2 Hanseln die jetzt zur Wahl stehen, kann ich absolut keine ideologische Gemeinsamkeit finden, die Semmeln könnens selber futtern, ich bin nicht korrupt, und werde dieser Face fernbleiben.

     

    Am Landhausplatz ein Kreuzchen zu machen find ich viel interessanter und nachhaltiger als mich um die beiden zu bemühen. Auch wenns der Regen bald wieder wegwaschen wird, ist es mehr Zeichen als mich zu dieser Wahl zu kämpfen.

    Meine Prognose: Die werden sich mit 25% Wahlbeteiligung selbstlegitimierend auf die Schultern klopfen.

    Na Habe die Ehre^^

  6. Katanka sagt:

    Die Plärrer hat doch nur gesagt sie koaliert mit den Grünen, um die Grün Wähler mitmachen zu lassen bei dieser Farce.

    Und die die nicht Grün wollen.

    Sonst würden wir ne Wahlbeteiligung von unter 20% erreichen dies mal…

     

    nachdenken 🙂

  7. jk sagt:

    Man ist nicht zwangsläufig Nichtwähler, weil man nicht mit den zwei zur Verfügung stehenden Kandidaten einverstanden ist und mit seinem nicht-wählen ein Statement abgeben will. Es gibt einige Gründe, warum viele nicht zur Wahl gehen. Viele interessiert es einfach nicht und haben sich gar nicht informiert. Andere haben hald ihren Hauptwohnsitz in Innsbruck, das wars dann aber schon und manche sind vielleicht einfach nicht in der Stadt!?

    Den Nichtwählern ein Gesicht geben? Man kann’s auch echt übertreiben!!!

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