WANTED: Wiesenrock Opener Band 2014

…Kulturverein Grammophon…

Im peripheren Raum von Provinnsbruck regt sich kulturell was, und das nun schon seit einigen Jahren. Der gemeinnützige Verein GRAMMOPHON hat in und um Wattens ein neues kulturelles Zentrum geschaffen, das sich sehen und hören lassen kann. Seit mehreren Jahren bereichert er die Region mit Konzerten, Kabarett-, Theater- und Film-Abenden, Ausstellungen, Vernissagen, Vorträgen – eben allem, was das kunst- und kulturinteressierte Herz begehrt und den Raum bunt und lebendig hält.

wiesenrock_team_©miriam_raneburger

…Musik- und Kunstfestival WIESENROCK…

Ein Highlight im Veranstaltungsprogramm bildet nunmehr seit 2007 das jährlich im August stattfindende WIESENROCK-Festival. Wurde damit vor 7 Jahren noch gegen die Verbauung einer erinnerungsträchtigen Spielwiese rebelliert, füllt es heute als Fixpunkt im Tiroler Veranstaltungskalender eine Lücke in der bis dato recht brach liegenden Festivalkultur in Westösterreich. Der Hauptschulhof mitten im Ortszentrum von Wattens wurde seitdem mit Musik von sowohl nationalen als auch internationalen Bands bespielt, unter anderem Guadalajara, den Steaming Satellites, Francis International Airport und Mother’s Cake, und soll in Zukunft auch Platz und Raum für kreative Köpfe aller möglichen Kunstrichtungen bieten. Mit dem Projekt Music & Art soll künftig nicht nur Musik eine Rolle spielen, sondern eine Spielwiese für Kunst aller Art geschaffen werden.

wiesenrock_kessel_©_claus_watzdorf

…Green Event…

Generell soll Wiesenrock laut den VeranstalterInnen immer mehr „wachsen und gedeihen“. Das Festival wird laufend weiterentwickelt, 12 Monate im Jahr sinniert ein über 20-köpfiges Team über neue Ideen, und als Ergebnis soll 2014 vor allem auf zwei Pferde gesetzt werden: Qualität und Nachhaltigkeit. Erstmalig wird das Festival heuer komplett als Green Event ausgerichtet, das ökologische Nachhaltigkeit (Ressourcen werden geschont und die Umwelt geschützt), ökonomische Nachhaltigkeit (zusammengearbeitet wird mit lokalen Partnern und Lieferanten) und soziale Nachhaltigkeit (für alle, die mit Wiesenrock in Berührung kommen, werden optimale Bedingungen geschaffen) bewusst forciert. Ein Nachhaltigkeitsteam ist dafür zuständig, mithilfe eines eigens erarbeiteten umfassenden Konzepts alle Planungsbereiche abzudecken.

wiesenrock_lofi_©_miriam_raneburger

WANTED: Opener Band aus Tirol

Von Anfang an war es auch Teil des Wiesenrock-Konzepts, heimische Künstlerlnnen zu fördern und vor ein Publikum zu bringen. Im Rahmen einer Ausschreibung wird auch dieses Jahr einer Tiroler Band die Möglichkeit gegeben, sich auf der 61 m² Bühne zu präsentieren und das Festival zu eröffnen. Als Entlohnung winken neben der jubelnden Menge, ausgezeichneter Betreuung und Verpflegung und jeder Menge Gaudi 100€ für die Bandkasse.

Wollt ihr mit eurer Band dabei sein, bewerbt euch einfach mithilfe dieses Formulars                     bis 30. April 2014.

Alle weiteren Infos und das diesjährige Line-Up findet ihr unter

www.wiesenrock.at

7 Antworten : “WANTED: Wiesenrock Opener Band 2014”

  1. Herr Knackal sagt:

    100€ für die Bandkasse.
    Mit Unterstützung von Swarovski, Raiffeisen etc etc.
    Sonst gehts euch gut?

    I versteh: Green Event.
    Wir schauen auf die Region und setzen auf ein breites Netzwerk aus lokalen Partnern und Lieferanten (ökonomische Nachhaltigkeit).

    • Roman sagt:

      Lieber Herr Knackal!

      Uns geht’s gut, danke der Nachfrage.

      Das mit dem Green Event hast du richtig verstanden. Eben: z.B. regionale Partner und Lieferanten. Aber auch Künstlerinnen und Künstler. In diesem Fall: Bands. Wie jedes Jahr suchen wir eine Eröffnungsband für unser Festival. Damit möchten wir heimische MusikerInnen unterstützen und ihnen die Möglichkeit bieten, vor einem großen und aufmerksamen Publikum, auf einer großen Bühne, mit qualitativ hochwertiger Technik und Technikern und in einem professionellen Rahmen ihre Musik zu präsentieren. Dafür gibt’s 100 Euro für die Bandkassa. Zugegeben: 100 Euro sind nicht viel, aber halt auch nicht Nichts.

      Wir denken, dass es trotzdem ein faires Angebot ist, weil es gerade für „Newcomer“ – nicht nur in Tirol – schwer ist, überhaupt Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen. Und da schaut oft gar keine Gage raus. Oder man spielt „auf Hut“. Wir behaupten jetzt mal, dass es auch selten so viel Qualität bzgl. Bühne, Technik, Technikern und Servicepersonal gibt. Einige von uns machen selber Musik und kennen die Situation nur allzu gut. Abgesehen davon kann man am Wiesenrock als Newcomer auch prima networken.

      Bis jetzt haben sich alle Bands sehr gefreut, Wiesenrock zu erföffnen. Wir haben uns auch über jede gefreut. Was man nicht mit Geld aufwiegen kann, ist die Art und Weise, wie man den Künstlerinnen und Künstlern begegnet. Wir wissen aus verlässlichen Quellen, dass Nachwuchsbands v.a. bei großen Festivals wie eine Nummer abgekanzelt und durch das Line Up gedrückt werden. Sie dürfen sich den bekannten Bands im Backstage-Bereich nicht nähern und werden mit Wurschtsemmel und Mineralwasser abgespeist.

      Bei Wiesenrock hat sowas keinen Platz. Unser Festival ist bekannt und beliebt für seine familiäre und liebevolle Atmosphäre. Jede Band ist bei uns gleichwertig und bekommt die gleiche anständige Verpflegung und Umsorgung. Wir bemühen uns jedes Jahr sehr, unseren Künstlerinnen und Künstlern den größtmöglichen Komfort und die bestmögliche Gastfreundschaft zu bieten – egal ob Headliner oder Opener Band. Die Bands der letzten Jahre haben das honoriert und gemeint, dass sie selten ein Festival erleben, bei dem man so sehr auf ihr Wohlbefinden schaut wie bei Wiesenrock. Die vielen Bewerbungen, die wir auch heuer wieder haben, bestätigen und bestärken uns in dem, was wir machen. Und wir hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt.

      Du wunderst dich über den Hunderter v.a. auch wegen unserer namhaften Partner? Erstens bekommen wir, nur weil es große und bekannte Firmen sind, auch keine Millionen geschenkt. Zweitens sind die 100 Euro für die Opener Band nicht die einzigen Kosten, die wir damit decken müssen. Ganz im Gegenteil: Bitte glaub nicht, dass bei Wiesenrock groß was rausspringt. Wir sind dankbar für die Unterstützung der Partner, die wir haben. Und wir können dir getrost sagen, dass wir uns jedes Jahr in den Himmel und darüber hinaus strecken müssen, um die benötigten Kohlen für das Festival aufzustellen.

      Wir 25 Leute vom Wiesenrock-Team investieren jährlich 5.000 bis 6.000 unbezahlte Stunden in dieses Projekt. Hinzu kommen nochmal knapp 1.000 Stunden unserer 70 Helfer und Helferinnen beim Festivalwochenende. Wir zahlen indirekt auch noch was hinein: durch Autofahrten zu Besprechungen, Telefonkosten usw. Wir sind mit Herzblut und Idealismus an der Sache und hoffen, dass sich Wiesenrock sehr bald soweit etabliert hat, um es weiter auszubauen, damit wir mehr heimischen Bands die Möglichkeit bieten können, bei unserem Festival aufzutreten. Per aspera ad astra.

      Vielleicht können wir uns ja mal treffen oder zusammenrufen. In einem persönlichen Gespräch lassen sich unterschiedliche Sichtweisen meistens viel besser darlegen. Und wir glauben und hoffen, dass du uns verstehen wirst. Wenn du dazu Interesse hast, würden wir uns über eine kurze E-Mail an roman@wiesenrock.at freuen.

      Liebe Grüße
      Roman und Alex vom Wiesenrock-Team

      • bert sagt:

        Lieber Roman, lieber Alex,

        Gut, dass ihr euch Zeit genommen habt, eine ausführliche Antwort auf den ersten Kommentar zu posten. Und ich gebe euch in vielen Punkten recht. Das Leben als Veranstalter ist nicht einfach, und es schaut meistens unterm Strich nix raus, außer ein schönes Festival auf die Beine gestellt zu haben.
        Trotzdem: Die EUR 100,- hinterlassen einen sehr, sehr üblen Nachgeschmack. Natürlich, ihr könntet auch gar nix anbieten außer der „Chance vor einem großen Publikum aufzutreten“. Und es würden sich die Bewerbungen bei euch genauso türmen. Ihr verweist auch ganz richtig auf andere, die noch weniger oder gar nichts zahlen. In der Spieltheorie bezeichnet man die Wahl zwischen dem geringeren und dem größeren Übel treffend „no-win-situation“. Das ist ja gerade das Problem: Alle machen mit. Und niemand gewinnt. Allen ist klar, Musik ist praktisch nichts wert. Das perfide daran ist, dass die MusikerInnen selbst mit Schuld an der Misere sind. Wer für EUR 100,- spielt oder für das sprichwörtliche Gulasch und a Bier, betreibt Preisdumping und zieht alle anderen mit sich runter. Die Veranstalter denken sich, billig geht ja eh auch, die Leute merken schon keinen Unterschied. Und das Publikum denkt, na auf so einer großen Bühne kriegen sicher alle große Gagen. Oder es ist ihnen einfach egal. Schön fänden sie aber wenn überall gratis Eintritt wäre, sonst gehen sie ins nächste Lokal, da kost’s nämlich nix.

        Und alle sollten sich bei der Nase nehmen. 1) Soll ich als Musiker oder Musikerin wirklich einen unterbezahlten Gig spielen? Ein Auftritt ist nämlich KEIN Hobby. Sondern Arbeit, und meistens verdienen andere auch noch Geld damit. Man muss zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Leistung erbringen. KEIN Hobby! Ohne Gage sollte man besser proben, nicht auftreten.
        2) Soll ich als Veranstalter wirklich irgendwelche Newcomer am Nachmittag verbraten, und ihnen weismachen, das wär eine tolle Gelegenheit. Als würde man dem Installateur sagen: „Komm mal zu mir, ich hab auch viele Leute eingeladen. Die schauen dir zu, wie du mein verstopftes Klo reparierst. Zahlen tu ich dir nix. Aber das ist eine tolle Gelegenheit, allen zu zeigen, wie toll du verstopfte Klos reparieren kannst! Und wenn du Glück hast, dann ladet dich einer von meinen Freunden auch ein.“ Und alles, um sich ein paar Hunderter zu sparen?
        Oder als Lokalbesitzer: soll ich mir die ganze Werbung von einer Band 17jähriger machen lassen, die ihre Freunde zum Biertrinken keilen müssen, damit sie in einem pay to play Schema ihre Kosten decken? Ist das nachhaltig?
        3) Und soll ich als Publikum, als Livemusik-Konsument, wirklich beim Eintritt jeden Euro siebenmal umdrehn, um dann mit Scheinen in der Faust die nächste Runde Bier zu bestellen. Und mir nie darüber Gedanken machen warum ich nicht auch gleich Freibier verlange, wenn ich schon nix für die Musik zahlen will. Ist doch absurd, dass Bier auch noch was kostet!

        Oder sollten sich alle Beteiligten irgendwie darum bemühen das Musikmachen vor Publikum als Leistung zu sehen und mit halbwegs normalen wirtschaftlichen Bedingungen abzuwickeln?

        Also nochmal: EUR 300,- für den Opener hätten nicht ganz so blöd ausgesehen. Und würden euch finanziell sicher nicht ruinieren.

        Eine gute Seite zu dem Thema http://fairtrademusicafm.org/about/

        Bert Walser

        • Ein Festival Geher sagt:

          Ein verstopftes Klo reparieren? Was für ein lächerlicher Vergleich. In anderen Punkten stimme ich dir zu.

          Was man nicht aus den Augen lassen darf, es geht hier um eine Eröffnungsband. Es wird zwar explizit nach „heimischen Künstlerlnnen“ gesucht, das heißt aber noch lange nicht dass es sich dabei um Berufsmusiker handeln muss die schon zig Auftritte hinter sich haben.

          Um bei einem Festival wie das Wiesenrock, das schon weite Kreise gezogen hat, als Eröffnungsband beworben und angepriesen zu werden und um mein Können unter Beweis zu stellen und dafür noch Geld zu bekommen, würde ich mich mehrmals bedanken! Zugegeben, 100 Euro Gage ist nicht viel, aber hier steckt schon wesentlich mehr dahinter.

          Lieber Bert, ohne dir auf die Füße treten zu wollen, ich verstehe deinen Gedanken. Aber hier geht es auf keinen Fall um einen Gig in der Bar um die Ecke die ein günstiges Abendprogramm braucht. (Wo man auf keinen Fall als Band unter 300 Euro spielen sollte.)

          Ich bin auch dafür dass Livemusik fair entlohnt werden muss! Aber man darf nicht alles vom gleichen Standpunkt aus sehen denn ich glaube nicht dass es den Veranstaltern darum geht günstig eine Lücke zu füllen.

          • Ein Festival Geher sagt:

            „Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.“ ??? Bitte wie lange dauert das hier?

  2. arnold sagt:

    ich spiele selbst in einer band!
    fuer uns ist musik ein hobby und wir haben freude daran am musizieren das geld geht bei uns meistens in bierkisten ueber

    das man auch noch auf einer guten bühne spielt is auch schon einiges wert und 100 euro hin oder her ich wuerds auch gratis machen is ja schliesslich mein hobby

    liebe grueße toni der der die ganze musikszene runterzieht weil er hobbymäßig musiziert

  3. Roman sagt:

    wir haben uns mit der Thematik noch einmal ausführlich auseinandergesetzt:
    http://www.wiesenrock.at/blog/wuerstl-und-bier/

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