Proteste gegen Bildungskürzungen

elternaufstand

Die Erhöhung der SchülerInnenzahl pro Klasse wurde von der Bildungsministerin nach massiven Protesten zwar vorerst zurückgezogen, an den Einsparungen an Schulen und Unis will die Regierung allerdings festhalten. Für Pleitebanken werden Milliarden an Steuergeldern ausgegeben, gespart wird stattdessen bei Bildungseinrichtungen: Wenn bis zu 36 SchülerInnen in eine Klasse gepfercht werden, kann man immerhin einige hundert Lehrerposten einsparen. Und wer weiß: Vielleicht sinken in derart vollen Klassen auch die Heizkosten?

Auch große Erbschaften und Vermögen werden hierzulande steuerlich geschont: Viele Superreiche horten ihre Reichtümer in Stiftungen, während jede/r Arbeitnehmer/in einen großen Anteil des hartverdienten Einkommens an den Finanzminister abgibt.

Weil das Kapital angeblich ein „scheues Reh“ ist, bleiben auch Milliardenvermögen praktisch unbesteuert – als Ausgleich sparen wir uns Sozialleistungen, privatisieren schleichend das Pensionssystem und kürzen an Schulen und Unis. Zu viel Bildung macht die Menschen schließlich kritisch und vor nichts haben die Mächtigen mehr Angst als vor kritischen und eigensinnigen Unterta… MitbürgerInnen.

Weil der Wahnsinn nicht einfach hingenommen werden kann und Widerstand lebendig hält, gibt es morgen, am 23. April 2014 von 7:45 bis 10:00 einen symbolischen Sitzstreik vor dem Landesschulrat in Innsbruck (Innrain 1, gegenüber der Ottoburg).

Wir wollen Investitionen in Bildung, Soziales und Kultur statt Steuergeschenke für die Banken und die Superreichen – wir sind das Volk!

 

 

5 Antworten : “Proteste gegen Bildungskürzungen”

  1. Herbert sagt:

    Hallo Wiese,
    das ist nur ein Test-Posting.

    Mich interessiert, ob Kommentare – „wie früher“ – sofort online sind oder weiterhin von der Redaktion nach (Gesinnungs-)Prüfung erst freigeschaltete werden müssen.
    Die Homepage hat mir i.Ü. vor Jahren besser gefallen: es war übersichtlicher – mann hat gleich gesehen, was aktuell ist und die Beteiligung der Gemeinde war auch viel reger.
    Schade: früher war alles besser.
    (Mit Ausnahme der Lehrer, selbstverständlich – die waren immer schon unverschämt).

    Servus.

  2. Andreas Wiesinger sagt:

    „Gesinnungsprüfung“ gibt es bei uns keine – aber leider viele SPAMs, die irgendwelchen kommerziellen Schrott bewerben sollen. Daher müssen wir redaktionell schon „sortieren“, weil sonst die inhaltlich relevanten Kommentare untergehen.

    Lieber Herbert, wie Du siehst, ist dein kritischer Kommentar online – es tut mir leid, wenn Dir unser Blog früher besser gefallen hat. Hinsichtlich der Übersichtlichkeit hast Du sicher recht und wir werden Deine kritische Anmerkung bestimmt ernst nehmen.

    Zur Beteiligung: Jede Überarbeitung irritiert vorerst, uns ist auch aufgefallen, dass wir weniger Kommentare erhalten, können diese aber auch nicht „herzaubern“. Daher nochmals die Bitte: Mischt euch ein, kommentiert (gerne auch kritisch) und schickt uns eure eigenen Beiträge, die wir gerne veröffentlichen. Das digitale Stadtgeflüster lebt von Beteiligung, Mitsprache und Vielstimmigkeit – geföhnt euch dran!

    • michi sagt:

      Mir hat die Seite vorher auch besser gefallen, weil übersichtlicher. Kann man das nicht wieder ändern – nachdem du, Wiese, eh das Gleiche meinst. Und eben – früher waren auch mehr Kommentare. Büttebüttebütte!

  3. „Die“ Lehrer gibt es genau so wenig wie „die“ Ausländer, „die“ Russen, „die“ Frauen, „die“ Männer etc.
    Und dass „früher alles besser war“ bezweifle ich – damals war vieles bloß anders.

    Übrigens bin ich der Meinung, dass statt an Bildung an Bürokratie gespart werden muss.
    Ein Vorschlag ist hier zu lesen: http://kakanien.com/?p=3089

  4. michi sagt:

    Mein Kommentar wurde gelöscht?

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