Maria-Theresien-Straße: Vollgeparkt und zugeblecht

Ein Bild unserer Tage: An Vormittagen gleicht die Maria-Theresien-Straße einem Großparkplatz – die ganze Straße wird zugeparkt. Aber Fahrräder sollen bald nicht mehr durchfahren dürfen, auch wenn Innsbruck jährlich Feinstaubrekorde bricht.

 

Lieber nimmt man Abgase, Lärm und Blech in Kauf, als die angeblich gemeingefährlichen RadfahrerInnen fahren zu lassen. Seltsam nur, dass in all den Jahren der friedlichen Koexistenz zwischen PassantInnen und RadlerInnen kein Unfall zur Anzeige gebracht wurde.

 

In der Innenstadt ist Radfahren fast schon ein Hochrisiko-Sport, dafür ist die Situation in der angrenzenden Anichstraße nur ein Beispiel unter vielen: Die enge Fahrrinne wird von PKW und Öffis heiß umkämpft, am Boden lauern die Schienen der Straßenbahnen. Will man allen Ernstes ein versmogtes InnsBlech statt ein InnsbRadl der kurzen, feinstaubfreien Wege? Eine weltoffene und umweltfreudliche Stadt sieht jedenfalls anders aus – handeln wir gemeinsam!

 

Foto: Claudia Posch

2 Antworten : “Maria-Theresien-Straße: Vollgeparkt und zugeblecht”

  1. Manni sagt:

    Was dort gut wäre:
     

    • Verordnung einer FußgängerInnenzone von der Kreuzung Anich / Fallmerayer bis Bozner Platz und Triumphpforte, denn die vorhandene "verkehrsberuhigte Zone" wird von Autofahrenden und Motorradfahrenden ständig missachtet
    • Einschränkung der Lieferzeiten auf 6 bis 9 Uhr und vor allem Kontrollen, ob wirklich Liefertätigkeiten durchgeführt werden
    • Absolutes Fahrverbot für Taxis in den FuZos, ausgenommen Krankentransporte
    • Poller, Poller, Poller! Autofahrende halten sich nicht an die StVO und bewegen sich mit ihren Verhikeln grundsätzlich überall hin, wo man sie nicht physisch davon abhält. Die Innsbrucker Innenstadt lädt geradezu dazu ein, illegal in den FuZos und verkehrsberuhigten Zonen herumzufahren und sogar zu parken (Gehsteige Anichstraße, MTS,…), weil es einfach nirgends Barrieren gibt!

    Der ziemlich teure Bodenbelag in der Maria-Theresien-Straße ist stellenweise schon wieder voller Ölflecken. Die ebenso teure Pflasterung in der Altstadt ist nach 40 Jahren (fast) halbtätiger Befahrung durch Autos an vielen Stellen defekt, da kommen große Kosten auf die Stadt zu. Die Blechkisten in der Innenstadt sind einfach nur ein Ärgernis und gehören endlich raus. Graz ist nur etwa doppelt so groß wie Innsbruck, hat aber ca. fünf mal so viel FußgängerInnenzonenfläche – und ist dabei nicht mal eine verkehrspolitische Vorbildstadt. Ich unterstütze jede vielleicht endlich (wieder) aufkommende Bewegung gegen den Autoverkehr in Innsbruck.

    • Gast30MRZ sagt:

      Poller, Poller, Poller! Autofahrende halten sich nicht an die StVO und bewegen sich mit ihren Verhikeln grundsätzlich überall hin, wo man sie nicht physisch davon abhält.

      Beste Beispiel ist der Übergang Marktgraben / Stainerstrasse aus Richtung Marktgraben.

      Auf die Einfahrt Verboten Schilder achtet niemand, auch wenn man Nicht-Ortskundigen da keinen Vorwurf machen kann, einmal einzufahren.
      Aber allein schon eine andere Bepflasterung für den Bereich Marktgraben ostwärts (ab Höhe der Abbiegung Stainerstrasse) würde optisch dafür sorgen das man Verkehrsfläche (abbiegend in die Stainerstrasse) von verkehrsberuhigter Fläche unterscheiden kann.

      Auf diese Weise unterscheidet man in anderen Städten so  auch Strassenbahn/Busflächen von Verkehrsflächen, bzw Radstreifen farblich gepflastert oder komplett farblich eingefasst. Aber Innsbruck stellt lieber das x-te Schild auf oder malert schmale Striche auf schon viel zu schmale Gehsteige (Unibrücke Radweg)

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