0

Lange Nacht der Museen – ein guter Hit des ORF wird 15!

3_24_386_tzeughaus_1_Zeughaus_c_TLM_4x4_1024x768

Wieder ist es so weit, und die Museen des Landes öffnen für die LANGE NACHT DER MUSEEN ihre Pforten. Auch heuer dürfte wohl für viele wieder etwas dabei sein Nachdem diese Aktion ja jetzt schon zum 15. Mal Österreichweit stattfindet.

Sämtliche Bundes- und Landesmuseen haben ein interessantes Programm zusammengestellt, mit dem sich die Besucherin / der Besucher einen interessanten Abend gestalten können. Nicht zuletzt haben ja mit Beginn der Herbstsaison viele Museen und Galerien ihr neues Ausstellungsprogramm begonnen.

Was ich schon mal schwer empfehlen kann ist die neue Ausstellung in der Galerie im Taxispalais, die ebenfalls bei der Langen Nacht dabei ist.  Dem bekannten Deutschen Maler Daniel Richter ist hier zum Ersten Mal in Innsbruck eine Personale gewidmet, die sehr sehenswert ist.

Auch empfehlenswert ist die Ausstellung des deutschen Fotografen Jörn Vanhöfen im F.O.K.U.S – dem Fotoforum in der BTV. Es sind beeindruckende Bilder einer zum Teil bereits dem Verfall preisgegeben Architektur – Fabrikbauten, Stadtrandsiedlungen, Verkehrsschiffen und ähnlichen Zeichen der technischen Zivilisation – die vom Zahn der Zeit schon ordentlich benagt, zu einem mahnenden Symbol verfallender Gigantomanie geworden sind.

Im Kunstraum Innsbruck findet sich sehr Bedenk- und Nachdenkenswertes: Die spanische Künstlerin Christina Lucas hat sich hier ausgehend vom Ersten Weltkrieg der Bombenkriege von 1912 bis in die Gegenwart angenommen und dokumentiert diese anhand einer Drei-Kanal-Video-Installation, die an die vier Stunden dauert, und die minutiös die Bombenziele aller bisher erfolgten Kriege minutiös auflistet.

Wer es lieber Tirolerisch hat, kann das TIROLER LANDESMUSEUM besuchen. Dort gibt es neben der Ausstellung DRUCKFRISCH über die Entstehung des Buchdruckes in Tirol eine eben erst eröffnete Ausstellung über den Tiroler Landschaftsmaler Josef Anton Koch, der mit seinem Bild des Einzuges Andreas Hofers in Tirol vielleicht vielen älteren Tirolerinnen und Tiroler noch aus der Schulbuchzeit her bekannt ist, aber der doch auch ein sehr interessanter Maler ist, dessen Landschaftsbilder mittlerweile in den Kunstkanon Eingang gefunden haben.

Selbstredend nehmen natürlich auch die Hofburg, das Museum Goldenes Dachl, die Hofkirche und das Volkskunstmuseum das Stadtarchiv, das Schloss Ambras, das Museum im Zeughaus der Kunstpavillon und die Neue Galerie der Tiroler Künstlerschaft  an der LANGEN NACHT DER MUSEEN teil.

Eine Auflistung aller bei der LANGEN NACHT DER MUSEEN teilnehmenden Institutionen und Einrichtungen würde den Rahmen hier sprengen. Jeder kann sich durch den oberen Link in der Infoseite über diese und die Rahmenprogramme, die dazu angeboten werden, informieren. Auch Einrichtungen, die vielen gar nicht als Museum oder Galerie bekannt sind, kann man an diesem Abend besichtigen, wie etwa das Anatomische Museum, das Radiomuseum oder die Naturwissenschaftliche Sammlung des Tiroler Landesmuseums.

Heuer auch dabei:Das VIER UND EINZIG, eine in den letzten Jahren höchst aktive kulturelle Privatinitiative, die mit ihrem Haus verschiedene Bereiche wie Musik, Tanz und Schauspiel und eben auch die Bildende Kunst bespielt. Hier wird in der Zeit von 18 bis 20 eine Einführung in das demnächst im Kongresshaus zur Aufführung gelangende War Requiem von Benjamin Britten, eines der schönsten und berührendsten sakralen Musikwerke des 20. Jahrhunderts, gegeben. Weiters gibt es dort eine Ausstellung von Kunstwerken behinderter und nichtbehinderte Menschen. Eine sicher interessante und spannende Sache.

Das Ticket, das für alle Ausstellung bei der LANGEN NACHT DER MUSEEN, die auch heuer wieder von 18 Uhr beginnt und um 01.00 Uhr dauert, kann regulär um 13 € und ermäßigt um 11 € bei allen teilnehmen Museen oder am Samstag Abend beim Treffpunkt Museum am Franziskanerplatz gekauft werden.

Auch die Museen in den Umlandgemeinden können mit den eigens für die Lange Nacht von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben und dem Verkehersverbund eingesetzten Shuttlebussen besucht werden.

Foto: Website Museum im Zeughaus

Helmut Schiestl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.