Gewerkschaft im Gefängnis?!

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Es mag im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingen eine Gewerkschaft im Gefängnis zu gründen. Doch wenn man sich überlegt, dass grundlegende demokratische Rechte die für Arbeiter_innen und Angestellte gelten, meist für Menschen im Gefängnis überhaupt nicht gelten, wird klar, wie notwendig diese Initiative ist.

Denn wie steht es um die demokratischen Grundrechte, wie etwa der Versammlungsfreiheit, hinter Gittern? Was ist mit Pensionsanrechnungszeiten für Arbeitende im Gefängnis? Was ist mit einem Mindestlohn auch für Menschen, die inhaftiert sind? Viele arbeiten für ein Trinkgeld und werden ausgenützt.

Mit diesen Fragen setzt sich die in Deutschland gegründete Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GGBO) seit circa eineinhalb Jahren auseinander. Das ungewöhnliche Projekt erhielt viel Zuspruch, trotz aller Schwierigkeiten unter den Bedingungen sich in Haftanstalten zu organisieren. Mittlerweile haben sie hunderte Mitglieder in verschiedensten deutschen Justizanstalten und seit vergangenem Sommer auch im ersten Frauengefängnis.

Infoveranstaltung am 23.Oktober um 20:00 Uhr im Jugendzentrum Z6 (Dreiheiligenstraße 9)

Ein Sprecher der Gefangenengewerkschaft kommt am 23.Oktober für einen Vortrag nach Innsbruck, wo über die oben genannten Fragen diskutiert wird und die Entwicklungen der Gefangenengewerkschaft geschildert werden.

Die Qualität einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Ausgegrenzten umgeht.

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