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FuZo wurde zur „PiZo“: 200 Menschen bei Picknick zu Alkverbot

ProtestPicknick FuZo Innsbruck4Nach dem gestrigen Pressegespräch, in dem eine verfassungsrechtliche sowie soziologische Beurteilung eines Alkoholverbots erfolgte, Lösungsvorschläge unterbreitet und an die Politik appelliert wurde, einen möglichen Beschluss zu einem Alkoholverbot zu überdenken, setzte die Initiative „Innsbruck: FÜR Lösungen – GEGEN Verbote“ heute ein besonderes Zeichen:
Die FußgängerInnenzone Maria-Theresien-Straße wurde zur großangelegten „Picknickzone“. 200 Menschen folgten einem Aufruf und setzten sich picknickend nieder, um derart gegen das Alkoholverbot aufzustehen.
„Gezeigt werden sollte damit, dass die Innsbrucker Innenstadt Lebensraum für jedeN sein muss. Ein Alkoholverbot, dass einzig und alleine dazu dienen soll, „Randgruppen“ aus der FuZo zu verbannen und eine innerstädtische Konsumpflichtzone zu errichten (Gastgärten wären vom Alkoholverbot ausgenommen) wird nicht einfach hingenommen,“ so Initiator Markus Koschuh (der hier grad in der dritten Person über sich selbst schreibt).

In erster Person sage ich: Danke! Schön, dass trotz Gardasee-Wochenende so viele gekommen sind. Lasst uns noch bis 12. Juni (an dem Tag soll in der Gemeinderatssitzung das Alkoholverbot beschlossen werden) dran bleiben. Artikel wie diesen zu teilen, kann der Sache nur dienen!

Aus der Beschreibung der online-Initiative:

Die Innsbrucker Innenstadt gehört uns allen – FÜR Freiräume und Miteinander, GEGEN Verbote
Die UnterstützerInnen dieser Gruppe sind für eine Stadt, in der Verbote der letzte Ausweg sein sollen. Die UnterstützerInnen dieser Gruppe sind gegen eine „Konsumpflichtzone“ Maria-Theresien-Straße, sind für einen „Lebensraum Innenstadt“, sind für einen maßvollen Umgang mit städtischen Kompetenzen, für ein ursachenbewusstes und nicht für ein überschießendes Agieren bei auftretenden Problemen. Vor allem soll Innsbruck als Lebensraum wahr- und angenommen werden dürfen und können – mit all den Schwächen und Stärken des urbanen Raums.
Lokale Verbote lösen keine Probleme – sie schaffen sie auf anderen Plätzen neu.

Markus Koschuh

Markus Koschuh

5 Comments

  1. könnts ihr solche aktionen nicht vorher ankündigen?
    da würd auch so mancher alter hingehn.
    oder wollt ihr auch euren „protest“ v.a. und in erster linie „elitär“ abführen?

    • Lieber Josef, es wurden so ziemlich alle Kanäle für die Bewerbung genutzt. Internet, social media, SMS, Pressegespräch und entsprechende Ankündigung in den Zeitungen und Radios etc. Man kann leider nie JedeN erreichen. Schade, dass Du zu spät davon erfahren hast aber schön, dass Du offenbar das Anliegen teilst. Schönen Gruß, Markus Koschuh

    • Und die Folgen des Alkoholismus?
      Die darf dann die Allgemeinheit tragen.
      Hauptsache ein paar angschüttelte Alternative können ihr Modell von Verantwartungslosigkeit als „Bürgerliche Freiheit“ verkaufen.

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