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Europa – hart an der Grenze (Vortrag und Diskussion)

Täglich gibt es neue Nachrichten von den Grenzen Europas: Menschen flüchten nach Europa und scheitern… an der Wüste,  am Mittelmeer, an den Transportmöglichkeiten, an den Grenzbehörden, an polizeilichen Kontrollen und der so genannten FESTUNG Europa.

Ausgehend von eigenen Erfahrungen an Bord des deutschen Hilfsschiffs "Cap Anamur", dem im Juni 2004 die Rettung von  37 afrikanischen Schiffbrüchigen gelang, nimmt uns Bierdel mit auf eine Reise an die Ränder Europas, wo im Dienste vermeintlicher "Sicherheitsinteressen" ein Menschenleben für die Strategen der Abwehr oft nicht mehr zählt.

Dabei steht vor allem die fragwürdige "Grenzsicherung"  auf See mit ihren tausenden, anonymen Opfern im Mittelpunkt. Aber auch die hochgerüsteten Zäune um Ceuta und Melilla- der  spanischen Enklaven in Marokko – das Elend der Abschiebelager und die eskalierende Gewalt an den Land-Grenzen werden geschildert.

Anhand von zahlreichen, exklusiven Fotos und Dokumenten beschreibt Elias Bierdel die Zustände an den europäischen Außengrenzen und welche Formen  die "Festung Europa" angenommen hat – und mit welchen Mitteln an den Grenzen Flüchtlinge und MigrantInnen daran gehindert werden, auf EU-Territorium  zu gelangen. Die aktuellen Ereignisse fordern die Möglichkeit, neue gesellschaftliche Formen des Zusammenlebens zu finden, die allen Menschen ihren Platz einräumen.

Europa – hart an der Grenze
Vortrag und Diskussion mit Elias Bierdel

Dienstag, 5. November 2013, 19.30 Uhr

Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Referent: Elias Bierdel: Autor, Journalist, Menschenrechts-Aktivist, Gründer der Organisation „borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.“,
Experte für Migration und Grenz- Management am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)

Eine gemeinsame Veranstaltung von Caritas Integrationshaus, Diakonie Flüchtlingsdienst, FLUCHTpunkt, Haus der Begegnung, Initiative Minderheiten Tirol,  Innovia –Wege zur Chancengleichheit, Pax Christi Tirol und Plattform Rechtsberatung FÜR MENSCHENRECHTE.

2 Comments

  1. Lampedusa und anderswo
    Du musst dich entscheiden, Europa
    willst du die Leichen sehen
    willst du eine Festung sein
    ein Massengrab
    oder einen Hafen der Hoffnung bauen?

    Wir sind nicht nur für unsere eigenen Taten verantwortlich
    sondern auch für das, was wir wissentlich geschehen zu lassen
    Menschen ertrinken auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Elend
    wir sehen die Bilder, wir schalten um und widmen uns
    unserem Feierabendsbier

    Die Grenzen sind mit Blut geschrieben
    um die Menschen zu trennen und Untertanen zu kontrollieren
    meine Nationalität lautet Mensch
    wir alle sind Kinder der Erde
    erkämpfen wir gemeinsam grenzelose Menschlichkeit


  2. "Die aktuellen Ereignisse fordern die Möglichkeit, neue gesellschaftliche Formen des Zusammenlebens zu finden, die allen Menschen ihren Platz einräumen."

    ALLEN menschen, alle in europa? zusammenleben?

    das es dafür aber nicht mal ansatzweise demokratische mehrheiten geben wird scheint irrelevant.

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