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Ernährt Innsbrucks Stadtgras ab dem Qualtag Kühe?

 

 

 

 

 

 

 

In den 1960er Jahren spielten wir Wiltener Kinder im Hof und auch in Nachbar-Innenhöfen mit anderen Kindern Prinzessinnen und anderes und setzten uns auch unter Balkonen auf Decken in Innenhöfe-Wiesen (nicht -Rasen wie heute!).

Wir pflückten b u n t e Blumen für die Haarkränze unserer Gespielinnen, und es gab Saft und Kuchen und offene Sandkisten. Im Winter krochen wir unter mit Schneehäubchen bedeckte Büsche – und ich fühlte mich wie im Märchenwald: zum Beispiel rechts vom Haupteingang zum nunmehrigen Dialysezentrum, wo im Hof heute alles komplett asphaltiert ist.

Und vielerorts war es so schön unübersichtlich!!

Heute dominieren hingegen: Sicherheitsbedürfnis, Terror- und Vergewaltigungsangst, Sauberkeit als Primärwert, totes/ steriles Baumaterial wie Stahl, Beton, Stahlbeton und Glas.

Vorrang hat fast immer das Auto.

Mindestassoziationen zu Auto sind: Entfernung zum Arbeitsplatz – Näherbringen grüner Lungen (!) – von Stadtrand zierenden Supermärkten der Schwerkraft folgende schwer heimzuschleppende Einkaufskörbe – Landschaftsschmückung durch Stadtautobahn und Umfahrungen – Kinder – nach kokett mit Autoschlüssel spielen Disco-Abschleppdienst – witterungsunabhängige Flirtwohnung als Auto s t a b i l – Vergleichsgröße etwa gegenüber SchulhofkollegInnenautos – Fleisch- und Krankentransporte – Rettung vor Not und Tod durch Polizeiautos – In Städten von U-Bahn-Größe braucht einer nicht unbedingt Privatautos – Auto als Schaffer von Arbeit in der Mobilindustrie

Wer setzt sich energisch ein für den Schutz der letzten, immer mehr zurückweichenden INNENHOF“WIESEN“ vor dem PRIMAT DER AUTOABSTELLPLÄTZE- UND TIEFGARAGEN-PRIMATEN? Ist es nicht schon zu spät?

Wem ist es ein Bedürfnis, die letzten G´STETTN mit Brennesseln (Günter Eich: „Abgelegene Gehöfte“ [1948]) zu BEWAHREN (!)?, wer kämpft für den (Reit- u.a.)Sport in der Reichenau statt für dort drohende Mietmonstren?

Golfplätze? – ja: Die sind ja einträglicher als Picknickareale.

Wo kann man am „Fuße“ eines Baumes am Landhausplatz ERDE (statt Benzin aus der Tiefe) riechen? Wieso kaufte die Stadt(„viererbande“) nicht das „Halbinsel“-Areal an der LAURIN … (!)-Allee?

 

Wer verschont, wem ist ein Anliegen …? – Statt dessen leider fast nur Taktikgerede & Chancenüberlegungen bei PolitikerInnenwahlen!

 

Michael Voldrich

Gast

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