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Buchpräsentation: Strache – im braunen Sumpf

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Funktionäre der FPÖ wieder mal durch rechtsextreme Umtriebe auffallen. Es ist hinlänglich bekannt, dass Strache selbst in seiner Jugend im Umfeld von Norbert Burger und Gottfried Küssel aktiv war. Die FPÖ beheimatet zahlreiche Mitglieder, die sich ganz offen zu ihrer rechtsradikalen Weltsicht bekennen. Dazu wird am kommenden Dienstag eine interessante Buchpräsentation an der Uni Innsbruck stattfinden.

 

Strache im braunen Sumpf
Buchpräsentation und Diskussion

 

Di 16. Oktober 2012, 19 Uhr
Alte Uni Innsbruck– Aula
Innrain 52, 6020 Innsbruck

Im Buch „Strache – Im braunen Sumpf“ werden Strache und seine Weggefährten beleuchtet. Die dabei aufgezeigten braunen Fäden ziehen sich von den Wehrsportübungen bis hin zu den schlagenden Burschenschaften und zeichnen letzten Endes ein rechtsextremes Netzwerk mit internationalen Verbindungen nach.

 

Hans-Henning Scharsach, langjähriger Leiter des Auslands-Ressort von „Kurier“ und „News“, ist Publizist und Autor publizistischer Sachbücher (z. B. „Haiders Kampf“, „Haiders Clan – Wie Gewalt entsteht“).

Lisa Gensluckner ist Politikwissenschafterin und Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten Tirol.

 

Reinhold Gärtner lehrt Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck.

 

Heribert Schiedel ist Rechtsextremismusforscher im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW)

Begrüßung: Dirk Rupnow (Inst. für Zeitgeschichte), Moderation: Gerhard Hetfleisch (ZeMiT)

 

Veranstalter: Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, Gesellschaft für Politische Aufklärung (GFPA)

Mit freundlicher Unterstützung von: Renner Institut Tirol, Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen Tirol, FSG Tirol (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen), Die Tiroler Grünen, Plattform Bleiberecht, Tiroler Integrationsforum.

One Comment

  1. Super Veranstaltung: Die Aula war fast bis auf den letzten Platz besetzt, ein ausführlicheres Referat von Scharsach wurde von den drei MitdiskutantInnen inhaltlich solide ergänzt. Einhelliger Tenor: Die Rechtsextremen rüsten auf, innerhalb der FPÖ und auch die Neonazis. Ein wichtiges Verbindungsglied sind die schlagenden Burschenschafter, aus den auch zahlreiche Spitzenfunktionäre der FPÖ stammen.

     

    In der anschließenden Diskussionsrunde meldete sich auch mehrfach ein Bursche der Brixia zu Wort: Alles sei ganz anders, die Burschenschaften würden sich gegen "ausländische Drogendealer" wehren und seien selbst Opfer: Er wäre beim WKR-Ball letztes Jahr mit Schweizer Krachern empfangen waren und das Kleid seiner Freundin hätte man mit schwarzer Farbe bekleckert. Obwohl sich der Burschenschafter (mit Anhang) mehrmals provokant bis weinerlich zu Wort meldete, blieb die Diskussion sehr sachlich. In mehreren Wortmeldungen wurde die Hoffnung geäußert, dass sich ein breites Bündnis gegen Rechtsextremismus zusammenfinden soll.

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