Blaue Jugend vor Gericht

Es ist nichts Neues, dass die FPÖ immer wieder Verbindungen mit rechtsextremen Kreisen eingeht. Sieben (Ex-)Funktionäre der blauen Parteijugend standen heute in Innsbruck vor Gericht.

 

Im Mittelpunkt der Causa steht ein Vortrag, der Ende 2009 im Freiheitlichen Freizeitzentrum (FFZ) über die Bühne ging. Da wurde über die Waffen-SS und den Holocaust "referiert" – und zwar so eindeutig, dass gegen den Vortragenden ein Verfahren wegen NS-Wiederbetätigung eingeleitet wurde. Als die blauen Burschen dazu befragt wurden, machten sie es wie manche ihrer Vorbilder und wussten plötzlich von nichts – nicht einmal, dass der besagte Vortrag überhaupt stattgefunden hatte.

 

Wegen dieser Falschaussagen wurden sieben ehemalige FP-Jungpolitiker heute zu Geldstrafen von bis zu 9.900 Euro verurteilt. Im Übrigen wurden die führenden RFJler (Ring Freiheitlicher Jugend) letztes Jahr aus der Partei geschmissen – vermutlich hatten sie ihre Überzeugung sogar für blaue Verhältnisse ein bisschen zu offen zur Schau gestellt.

 

Pikantes Detail am Rande: Der Referent, den die nun Verurteilten ja ursprünglich schützen wollten, zeigte sich vor Gericht plötzlich sehr reumütig. Er kam mit einer Diversion davon und muss lediglich eine Schulung zur NS-Zeit absolvieren.

 

Links

www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/2484824-6/brisanter-prozess-um-blaue-jugend-am-landesgericht.csp

derstandard.at/1297821732906/Innsbruck-Ex-Funktionaere-der-FP-Jugend-wegen-Falschaussage-vor-Gericht

tirol.orf.at/stories/507204/

www.krone.at/Tirol/Ex-Funktionaere_der_FPOe-Parteijugend_vor_Gericht-Falsch_ausgesagt-Story-253553

www.stopptdierechten.at/2011/03/29/rfj-tirol-falsche-zeugenaussage-begunstigung-oder-alzheimer/

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