Bitterorange, Krieg und Terror

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Die Frucht glänzt orangefarben hervor und sprießt zwischen ihren Dornen, hineinbeißen will ich lieber nicht in die bittere Orange, die den ganzen Winter über im Botanischen Garten wächst.

Wie eine mystische Landschaft aus meinen Träumen ist der Botanische Garten im Winter und lässt meine Gedanken um Zerfall, Zerstörung und Erneuerung kreisen. Krisenhaft schrumpelt das Grün zusammen, um neue Kraft im Inneren zu finden und neu zu erblühen.
Mit wenig Nährstoffen kämpft die Pflanze in der Krise ums Überleben, um dann in neuer Pracht zu erstrahlen. Der Frühling kündigt sich hier immer wieder kurz an, um dann wieder in Schnee und Kälte unterzugehen. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, das Grün, die Blüten, der Duft!
Wie wird das Erblühen in Syrien nach der Beendigung des Krieges aussehen? Wann wird das sein? Wird es ein Blühen geben? Das Lechzen nach dem Respekt vor der Vielfalt und dem Ende von Krieg und Terror wird immer mehr. Blüten vermisse ich sehr.

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