Eine Sonntagsfrage und 25 Antworten

Eine Umfrage des Instituts für Politikwissenschaften wirbelt derzeit in Innsbruck Staub auf. Wo der Staub bei dem vielen Regen der letzten Tage herkommen soll, ist zwar ein Rätsel – aber: 3 Jahre nach der letzten Gemeinderatswahl sind 3 Jahre vor der Gemeinderatswahl – und so ist die Umfrage zumindest teilweise bis graduell ganz für den Hugo. Oder auch nicht. Wer weiß das schon.
Die Umfrageergebnisse: Grüne 27,5 %, Für Innsbruck (also ÖVP II) 21 %, ÖVP (also ÖVP I) 19,9 %, FPÖ 9,1 %, SPÖ 10,1 %.

Grüne Innsbruck5 Gründe warum die Grünen bei 27,5 Prozent liegen:
1) Die Grünen haben sich 27,5 Prozent verdient. Aha.
2) Die Umfrage wurde ausschließlich unter StudentInnen der Erziehungswissenschaften im Rahmen einer Vorlesung mit dem Thema „Die Un-Frage: Die „Warum?“-Phase des postpartalen Kindes und seine gesellschaftlichen Konsequenzen in sozialisierten Sozietäten“ gemacht (Kritischer Diskurs, 3,5 ECTS).
3) Durch den vollen Parteinamen „Die Grünen“ waren die Grünen in alphabetischer Reihenfolge zuerst ankreuzbar und bei dem Stress, den alle immer haben …
4) Die Umfrage wurde unter StudentInnen in einer Samstag Nacht entlang der Bogenmeile durchgeführt. Und eigentlich waren es nur 150. Aber, hicks, sorry, alls Veganaa fahrd da Allk ampfach volle.
5) Die Umfrage ist frei erfunden, wir alle sind Teil eines großangelegten Experiments.

Für Innsbruck5 Grüne warum „Für Innsbruck“ bei 21 Prozent liegt:
1) Für Innsbruck hat sich 21 Prozent verdient. Jiha.
2) Eben: 5 Grüne. Alle fünf umfragenden MeinungsumfragerInnen sind Mitglied bei den Grünen.
3) Aus einem abgehörten Gespräch einer „Für Innsbruck“-Klubsitzung: „Wir gratulieren unserem ** zur Idee den Politikwissenschaftern einzureden, die Umfrage mit der Frage „Sind sie eher gegen Innsbruck oder für Innsbruck?“ zu beginnen.
4) „Außerdem ziehen wir den Hut, die Frage nach der Farbe der Sonne durch einen komplexen Algorhythmus „Für Innsbruck“ zuzuordnen. Beide Ideen sollen in eine von „Für Innsbruck“ zu bestellende Umfrage vor der nächsten Gemeinderatswahl einfließen.
5) Beim Auswerten der Fragebögen fiel der Schatten einer Spinne am Fenster so ungünstig auf den Kreis von „Für Innsbruck“, dass es wirklich – und da kann man nix machen – wie ein Kreuz oder so ausgesehen hat. Hey, schwör!

5 Gründe warum die ÖVP bei 19,9 Prozent liegt:VP Innsbruck1
1) Die ÖVP hat sich die 19,9 Prozent verdient. Oha.
2) Die Umfrage ist manipuliert. Jede Umfrage, die nicht an Sonntagen zwischen 9 und 11 vor Kirchen durchgeführt wird, ist per se manipuliert.
3) 19,9 ist schwach? Bitte, das ist die beste Umfrage seit langem! Wir haben sogar (nicht veröffentlichte) Umfragen, in denen wir nur mehr einstellig sind.
4) Wir sagen nur: Steiermark. Da ist jetzt auch ein Zweiter der Oberste. Bam! Bitte, wie? Wir sind in der Umfrage nur Drittstärkste? Ach so …
5) Na, was glauben’s, weshalb wir es waren, der die Umfrage veröffentlicht hat? Was? Es muss „die die Umfrage veröffentlicht haben?“ heißen? Wegen des Plurals „wir“? Wir schreiben „der“, wann es uns passt. Selber Gender!

5 Gründe warum die FPÖ bei 9,1 Prozent liegt:FPÖ Innsbruck
1) 9komma1? Fälscherrr! Lügenprrresse! Wirr sagen nurrr: Fälscherrr! Wirr haben 8,8 Prrrozent errreicht. Sicherrr.
2) Für weitere Auskünfte schauen Sie auf unser Heimseite. Wir schleifen gerade unsere Sensen und Mistgabeln für den Volksaufstand gegen die illegale homosexuelle Asylantenflut. Vielleicht auch gegen die asylantische Flut illegaler Homosexueller oder gegen die homosexuelle Illegalität asylantisch Flutender. Hildegarrrd! Schärrferrr, schärrrferrr!
3) Wotan, fass!
4) Katzenkot statt Umfragtod!
5) Siehe Punkt 1.

SPOe-innsbruck5 Gründe warum die SPÖ bei 10,1 Prozent liegt:
1), 2), 3), 4) und 5): Weil diese Umfrage im Stehen nicht auszuhalten ist.

2 Antworten : “Eine Sonntagsfrage und 25 Antworten”

  1. Dr. Gscheitloch sagt:

    Mir ist schleierhaft, warum solche Umfragen überhaupt noch durchgeführt und publiziert werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass die überhaupt ja den echten Ergebnissen nahe gekommen wären … aber vermutlich lässt sich damit ein gutes Geschäft machen.

    Der Text macht das einzig Richtige und lässt einen über die ganze Verarsche wenigstens lachen!

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