Stefan A., wir meinen es gut mit dir: Bleibe jugendlich!...

Es gibt da seit einiger Zeit dieses Diskussionsthema zwischen C. Langstrumpf und einem ein klein wenig älteren Zeitgenossen. Sie liefert sich mit dem Poetry Slammer Stefan A. immer wieder einmal Wortgefechte, was das Thema „Jung bleiben in unserem Alter“ betrifft. Es hat sie immer schon irritiert, dass Stefan A. stets behauptet, dass wir einfach alt seien und aufhören sollten, jünger zu tun als wir sind. Einen Blogbeitrag über dieses meist freundschaftliche Hickhack zu schreiben und dieses bildlich darzustellen (siehe Beitragsbild) hat folgende Diskussion getriggert: Zu einer Lesung von Martin F. – der apropos zu seiner kindischen Seite steht, Pluspunkt – taucht sie in einem ziemlich infantil rosarot gehaltenen Outfit gepaart mit Plüschhaarbändern auf. Der A-mann ist entsetzt, weist sie daraufhin, dass sie sich bitteschön altersgerecht kleiden sollte und nicht wie ein alterndes Sailormoon-Double. Martin F. schwächt den Beef etwas ab, indem er ihr magische Kräfte zuspricht. Doch bald schon zieht Stefan sie wiederum in sein Tal des Frustes hinab, mit Behauptungen, dass sie einfach alt sei und damit klarkommen müsse. Pah, lass doch mal diese spießigen Alterskategorisierungen stecken Stefan, Mann yo! Aber, als sie sich verabschiedet und ihm als Friedenszeichen ihre Faust entgegenstreckt, agiert er gekonnt jugendlich und ihre Fäuste schließen sich zu einem „Ghetto Fist“-Gruß zusammen. Also es ist noch nicht alles verloren lieber Stefan, und da ich weiß, dass dir die Strokes gefallen, seist du mit folgenden Lyrics an deine Jugend erinnert. Obendrein passt es gut als abschließendes Zitat: „We are not enemies, we just disagree. He says I went too far.“ Far away, zeitweise im Fantasieland der Jugend abzutauchen wird aber stets Langstrumpfs Art bleiben. In diesem Sinne, seid keine Spielverderber liebste...

Tirol und seine Flüchtlinge...

Aus beruflichen Gründen hatte ich in letzter Zeit vermehrt das vielschichtige und zweifelhafte Vergnügen, durch entlegene und weniger entlegene Winkel von Tirol zu fahren. Um genau zu sein in die Winkel, in denen Flüchtlinge untergebracht sind, untergebracht werden könnten oder auch schon wohnhaft geworden sind und beginnen, sich ein neues Leben aufzubauen. Es sind diese Punkte, an denen plötzlich klar wird, dass Leben aufgehört hat, Existenzen beendet wurden und nun etwas Neues eintritt, eine Veränderung, die zugegebenermaßen auch für mich, irgendwie gewagt, unvorhersehbar und riskant, ja fast schon unschaffbar erscheint. Dabei begleite ich Flüchtlinge schon seit Jahren auf ihren ersten Schritten in Tirol. Ich weiß, so dachte ich zumindest, bestens über die Probleme Bescheid, die ein Integrationsprozess mit sich bringt. Und dann plötzlich finde ich mich in einem ehemaligen Gasthof wieder. Die Gaststube wirkt wie ein Geisterhaus auf mich, gespenstisch verlassen und dennoch zeugt alles noch von dem Leben, das hier einst stattgefunden hat. Es ist eine typische Tiroler Stube mit Holzvertäfelung, massiven Holzstühlen und Tischen, die ein bisschen unordentlich herumstehen. Es wirkt so, als ob die Menschen hier gerade erst vom Essen, einem Kartenspiel oder von Kaffee und Kuchen auf einmal gleichzeitig aufgestanden und gegangen wären. Sie haben alles stehen und liegen gelassen, wie es war. Doch das hektische Stimmengewirr, das an manchen Ecken plötzlich auftauchende laute Gelächter gemischt mit dem Klappern des Geschirrs sind einer neuen Art von Stille gewichen, die nun mitten im Raum hängt. Das alte Leben hat mit einem Schlag Platz gemacht für etwas Neues, was immer da auch kommen mochte. Mit dem aber, was da nun gekommen ist, hat es wahrhaftig nicht gerechnet. Während ich da stehe füllt sich die Gaststube wieder mit einem neuen Stimmengewirr, Arabisch, Farsi, oder war das eben eine...

Nicht’bruck: 17

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 17 Ich erkenne langsam, dass um mich herum jetzt alles anders ist. Triviales, eigentlich Alltägliches fesselt meinen Blick. Synaptische Verbindungen schließen sich, ich kann es wieder einmal spüren: das hier, ja, das gehört zu den Dingen, die mich weiter bringen. Ich habe den Planeten unter meinen Füßen wieder mal ein Stück zur Seite verdreht. Niemand kommt an diesen Ort im Winter. Wir sind trotzdem da. Den Winter haben wir zurück gelassen, noch nicht wissend, dass er uns wenige Tage später einholen sollte. Die Nacht in einer verlassenen Siedlung auf einer Insel verbracht, verlassen auch von allen guten Geistern. Die Sicherung nach langer Suche gefunden, endlich Strom! Instantkaffee, über dem Tassenrand das Spiegelbild des fahlen Mondes im touchscreenglatten Meer. Neue synaptische Verbindungen, die ganze Zeit. Auf der Suche nach Sommer. Überall die Schatten seiner Existenz, da eine um die Ecke huschende Ahnung, dort ein kurzes Gefühl von Wärme, ein Geräusch, eine Assoziation. Genug, um die Illusion zu erschaffen, die die Seele nährt. Ich mache das Foto. 43.341777,...

Der KostNix, Innsbrucks Umsonstladen, kocht für den Dinnerclub!...

Morgen am Mittwoch, den 24. Februar, bekommt ihr zwischen 19 -21 Uhr veganes Chili, Krautsalat und eine leckere Nachspeise und bis 22:00 Kulturprogramm zum Thema „Solidarität statt Konkurrenz“. KostNix ist Innsbrucks Umsonstladen aus dem jede/r Gegenstände mitnehmen kann, ohne dafür zu bezahlen. Es geht um eine Alternative zu Konsum und Kommerz und darum, die Welt ein bisschen gerechter und freier zu machen. Der von Kostnix betreute Dinnerclub steigt im Pfarrsaal Schutzengelkirche (Neu-Pradl) in der Gumppstrasse 67. Die KostNixler_innen freuen sich auf euch! Hier gehts zu den Anmeldungen beim...

Ritter hinter Staub und Nebel...

Das Gasthaus „Alt Insprug“ hat sicher schon mal besserer Zeiten gesehen. Es ist ja schon seit längerem kein Gasthaus mehr. Zurzeit sind seine Geschäftslokale überhaupt leer und harren wohl einer neuen Vermietung. Nun das alles wäre nicht weiter der Rede oder eines Beitrages wert, wären nicht im Erker im ersten Stock zwei originalgetreue Nachbildungen von zwei Ritterfiguren, deren Original in der Innsbrucker Hofkirche stehen und die den sagenumwobenen König  Artus – das war doch der mit der Tafelrunde – und den Ostgotenkönig Theoderich der Große darstellen. Schon als Kind hat mich das fasziniert, da hatten mich die sogenannten „schwarzen Mander“ in der Hofkirche ja total in ihren Bann gezogen, und sie da jetzt sozusagen in einem Erker noch einmal zu sehen, war dann doch ein für ein Kind schwer beeindruckendes Wiedererkennungserlebnis. Gefertigt wurden die beiden Statuen, die übrigens aus Holz und nicht aus Bronze – wie ihre Originale – sind, vom Kunsttischler und Vergolder Albrecht Reden, der in München ausgebildet wurde und der Sohn des damaligen Wirtes des Gasthauses war. Jetzt machen die hinter einer angestaubten Glasscheibe stehenden Figuren eher einen etwas traurigen Eindruck, ihre touristische Anziehung, weswegen sie wahrscheinlich 1906 angefertigt worden sind – heute würde man so etwas einen webewirksamen „Eyecatcher“ bezeichnen – hat natürlich schon lange an Glanz verloren und kaum ein Straßenpassant oder –Passantin  verliert noch einen Blick hinauf zu ihnen.  Und so beobachten sie wohl eher gelangweilt die Straßenszene, ehe das Hausm, dessen typisch gotisiernder Heimatstilfassade nicht darüber hinwegtäuschen sollte, das es in seiner Substanz bereits aus dem 15. Jahrhundert stammt, vielleicht doch noch mal im Zuge einer Revitalisierung wiedereiner gastronomischen Verwendung zugeführt wird. Immerhin ist es bereits 1801 als kleine Weintaverne bekannt, 1866 wurde es schließlich als „Gasthaus Annasäule“ neu eröffnet. Wobei es...

Zurück in die Zukunft oder warum wir keine Zäune mehr brauchen...

Der Mensch ist ein rückwärtsgewandtes Wesen. Der Reiz der Vergangenheit strahlt in die Gegenwart und oft sogar darüber hinaus weit in die Zukunft hinein. Derzeit erleben wir eine Renaissance der Zäune. So soll die vor wenigen Jahren freiwillig aufgegebene Brennergrenze wieder errichtet werden. Was ist nur los in und mit unserem Land und, vor allem, in unseren Köpfen? Europa erlebt eine sogannte Flüchtlingskrise. Zumindest kreist dieser von Medien kreierte und von Politikern unhinterfragt und vielbenutzte Begriff seit Monaten in Zeitungen, im Fernsehen und im Internet. Wieso es sich beim Strom von Menschen, die sich auf der Flucht befinden und durch unser Land reisen, automatisch um eine Krise handeln soll, ist zunächst nicht ersichtlich. Zugegeben, einige wollen auch hierbleiben, wollen sich bei uns ansiedeln und so etwas wie eine neue Heimat finden. Wie viele, oder besser wie wenige das sind, weiss allerdings niemand. Zumindest gibt es keine offizielle Zahl der Siedlungswilligen. Soweit reicht unser Interesse für die bei uns strandenden Menschen nämlich gar nicht. Zahlen hört man nur in Zusammenhang mit Asywerbern. Aber: wer sich um Asyl bewirbt, der will nicht automatisch hier bleiben, sondern will zunächst und vermutlich nur verhindern, gleich wieder zurück- und abgeschoben zu werden, womöglich in das Land, aus dem er oder sie gekommen ist und vermutlich schlimme Dinge erlebt hat. Umgekehrt muss, wer unser Land betritt, und nicht um Asyl ansucht, sogar damit rechnen, als „illegal“ bezeichnet zu werden, und viel schlimmer, sofort wieder und nötigenfalls mit Druck und sogar Gewalt aus unserem Land hinausgeworfen zu werden. Wir haben es uns bequem eingerichtet, in unserem Paradies Europa und haben jahrelang, ja jahrzentelang die Augen verschlossen und uns nicht oder nur sehr wenig dafür interessiert, was vor unseren Augen, unseren Köpfen, unseren Grenzen vorgeht und woraus...

Bob und Skeleton WM in Innsbruck/Igls: Die Eröffnungsfeier war schön. Und peinlich....

Gestern – also am 11.02.2016 fand direkt vorm Goldenen Dachl die Eröffnung der Bob- und Skeletonweltmeisterschaft statt. Das Wetter war bitterkalt aber schön, die Showacts rund um die Wiltener Sängerknaben und Sara Koell hatten sich herausgeputzt. Auch die STMK Wilten und eine Schützenabordnung absolvierten den „Landesüblichen Empfang“ und es stand einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier nichts mehr im Wege. Tirol zeigte sich den WM Teilnehmern, den internationalen Vertretern sowie den Schaulustigen wahrlich von seiner mit Pathos angehauchten Schokoladenseite. Soweit so gut. Doch was das Moderatorenduo bestehend aus Rainer Dierkes und Othmar Peer so von sich gaben, war schlichtweg an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Gleich vorweg: Ich bin ein Fan von Dierkes. Wie er die Wackerspiele im Radio kommentiert ist genial, da bleibt kein Auge trocken. Das kann er. Aber was er und sein Kollege da gestern abgezogen haben, war einfach ein Wahnsinn. Nicht nur, dass beide keine geraden Sätze herausbrachten und irgendwie wahllos Phrasen aneinanderreihten, nein. Die beiden überzeugten auch noch mit Englischkünsten auf Volksschulniveau. Als Dierkes zum Übersetzen der Rede von LH Stv. Geisler ansetzte, ging ein belustigtes Raunen durchs Publikum. Auch geographisch ließen die beiden mehrmals ihre Kompetenz aufblitzen, denn falls Sie es noch nicht wussten: Die Schweiz ist jetzt laut Dierkes übrigens ein Teil von Westösterreich. Unzählige Versprecher, laufend einzelne Satzteilwiederholungen und ein Englisch der untersten Schuhblade – all das wurde den internationalen Teilnehmern und Besuchern zugemutet. Und diese nehmen wohl das Bild vom ungebildeten Tiroler Bergvolk mit nachhause während sich das heimische Publikum 90 Minuten für die beiden Herren schämte. Es ist sehr traurig, dass man offensichtlich keine geeigneteren Moderatoren für diese Veranstaltung finden (wollte). Die WM findet übrigens noch bis 21. Feber in Igls statt. Die Veranstaltung ist sicher einen Besuch wird. Aus österreichischer Sicht die...

Ein Hoch auf Masken-Tiere und Pippi Langstrumpf, nicht nur im Fasching!...

Im Fasching verkleidet man sich, wird unter anderem zum Masken-Tier, schlüpft in eine Rolle, ist nicht man selbst. Die meisten Menschen verkleiden sich ausschließlich zur Faschingszeit oder, wie ich als Fuchs verkleidet am unsinnigen Donnerstag in der Stadt bemerkte, nicht mal dann.   Also ich finde schon, dass das wieder mal zeigt, dass die meisten Leute einfach zu langweilig, zu fantasielos und auch zu faul sind, um sich eine Verkleidung oder überhaupt im Allgemeinen einen Look zusammenzubasteln. Womit ich schon bei der universaleren Message meines Beitrags angelangt bin: Wer nicht nur im Fasching Mut zur Maskierung beweist sind die Hipster. Sie heben sich von der grauen Masse ab, bilden in einigen Augen der grauen Masse eine bunte verrückte Elitegruppe von Eingebildeten. Siehe Zeichnung: Doch sie haben Fantasie, sind somit, wie ich finde, auch zu einem Tiefgang fähig, tümpeln nicht nur auf der Oberfläche. Denn sie beweisen Mut, probieren Neues aus, schlüpfen in noch nicht Dagewesenes, überholen somit „Ewiggestrige“, hören neue statt alte Musik, konsumieren exotische statt traditionelle, oder zumindest modern interpretierte traditionelle Gerichte. Denken post-post-modern statt mittelalterlich. Handeln ökologisch, setzen auf Qualität. Und sind dabei vielleicht auch teils „lässig“, aber was ist da so verwerflich dran? Nur weil „Lässigkeit“ nicht jedermanns Sache ist, warum es partout verteufeln, als „Szenedenken“ voller „hohler Phrasen“ verurteilen? Schließlich ist es doch gut, wenn man in seiner Jugend durch eine Phase geht, in der man in Rollen schlüpft. Oft mag das auf eine naive Art passieren, doch so werden soziale Situationen ausprobiert und ausgelotet. Und es braucht junge Impulse, um Verstaubtes zu entstauben, um alte Paradigmen aufzubrechen und neue Horizonte zu schaffen. Etwa die Fantasie der Hipster, Altes neu zu interpretieren, hat doch durchaus etwas Positives. Diese mutige Kombination und der Wille zur Innovation...

Isst du noch oder dinnierst du schon?...

Auf den Herdplatten köchelts, die Teller stehen bereit, in den Räumen der Pradler Schutzengelkirche in der Gumppstraße 67 werden Tische und Stühle zurecht gerückt. Zwei Mal pro Woche, mittwochs und freitags ab 19 Uhr, hat dort der Dinnerclub seine neue Heimstätte gefunden. Zuvor war der Dinnerclub im nun geschlossenen (und hoffentlich bald neu gebauten) Integrationshaus der Caritas untergebracht. Heute kochen Menschen aus dem Flüchtlingsheim Kleinvolderberg auf. Im Dinnerclub kann es schon mal syrisch, somalisch, ugandisch oder auch bodenständig tirolerisch hergehen. Das Ziel ist jedes Mal das gleiche: Menschen zueinander bringen – auf dass ein bisschen Geld für KöchInnen oder diverse Projekte zusammen kommt. „Wir haben keine Gabeln mehr!“ „Wo sind noch mehr Suppenschüsseln?“ „Wer hat fürs Getränkekammerl den Schlüüüsssssel?“ Dieses und Ähnliches mag einem Gastro-Profi ein müdes Lächeln abringen, doch im Dinnerclub ist alles ein bisschen anders: Es geht etwas langsamer, entschleunigter zu. Die ehrenamtlichen HelferInnen kommen oft frisch aus der Arbeit in den Dinnerclub-Dienst. Die Suppe kann auf dem Weg zum Tisch schon mal essfertig abkühlen – doch es ist dies und noch so vieles mehr das Erfolgsgeheimnis des Dinnerclubs: es geht vielleicht nicht immer hoch professionell zu, es passieren manchmal Pannen (dass einem, wie das mir passiert ist, beim eiligen Servieren ein kleines Mädchen mit Karacho auf Kniescheibenhöhe „begegnet“ und das volle Tablett am Boden landet), aber: es menschelt. Und es menschelt sehr. Die Suppe muss raus. Gut 100 hungrige Mäuler gilt es heute zu verköstigen. Dann eine Frage, die man in einem Haus des Glaubens nicht so laut stellen sollte: „Gibt es einen zweiten Schöpfer?“ Doch apropos Glauben: der spielt beim Dinnerclub eigentlich keine Rolle. Ja, der Dinnerclub war und ist ein Projekt der Caritas der Diözese Innsbruck. Doch seit seiner Gründung vor 15 Jahren ist...

Ich hab‘ ja nichts gegen Radfahrer, aber…...

Also ganz unter uns gesagt: Ich hab‘ ja nichts gegen Radfahrer. Viele von meinen besten Freunden sind Radfahrer. Aber es gibt nun mal Dinge, die dringend gesagt werden müssen. Reale Probleme, die in den Medien konsequent verschwiegen werden. Seien wir uns ehrlich, die Radfahrer verdrängen mit der Zeit mehr und mehr uns unbescholtene, besorgte Innsbrucker FußgängerInnen. Man kann fast über keine Brücke mehr gehen, ohne von einem dieser Radfahrer über den Haufen gefahren zu werden. Und was tut die Politik? Sie unterstützt ein derartiges Verhalten auch noch. Ja schaut euch doch mal um! Überall wird das Fahrradnetz ausgebaut. Und was wird bitte für uns einfach Fußgänger getan? Sind wir den PolitikerInnen dieser Stadt etwa nichts mehr wert? Ich wohne ja in Mühlau. Das bedeutet, dass ich so gut wie jeden Tag über die Mühlauer Brücke gehen muss. Radfahrer dürfen auf dieser Brücke am Gehsteig fahren. Aber anstatt vielleicht auch mal dankbar dafür zu sein, dass wir sie auf unserem Gehsteig gewähren lassen, ernten wir nichts als Geklingel und werden dann auch noch regelmäßig angemotzt, wenn wir nicht sofort zur Seite springen. So weit ist es gekommen in unserer Stadt. Letzte Woche, das sag ich euch, da wurde eine Freundin vom Ex-Schwager meiner Großtante väterlicherseits fast von so einem Radfahrer überfahren, weil der nämlich einfach bei Rot über die Kreuzung gebrettert ist. Also echt, die glauben wohl, sie können sich hier alles erlauben. Und wir benachteiligten FußgängerInnen können, wenn das so weitergeht, bald keinen Fuß mehr vor die Türe setzen. Wie soll man sich da noch sicher fühlen? Es gibt in dieser Stadt nun mal Gesetze und Verkehrsordnungen, an die sich alle zu halten haben. Wer das nicht kapiert, der gehört sofort abgestiegen. Da kann er dann schauen, wie sich...