Kommentar zum Offenen Brief Helmut Maders...

Zum offenen Brief Helmut Maders ist folgender Kommentar bei uns eingelangt. Offener Brief an alle Tirolerinnen und Tiroler Passendere Überschrift: Ich hab mich an Steuergeldern bereichert, wohne in einer 188m² gratis Wohnung und bin dabei erwischt worden, aber ich bin jetzt alt und kränklich und deswegen“ lasst‘s mi bitte in Ruah“. Nach den Ereignissen der letzten Tage ist es mir ein Anliegen, mich persönlich an Sie zu wenden. Ich wurde während eines Kuraufenthaltes mit Vorwürfen rund um meine Wohnsituation konfrontiert. Seither habe ich mir ausführliche Gedanken zu allen geäußerten Aspekten gemacht und bin zur Überzeugung gelangt, dass aus heutiger Sicht einige der genannten Vorwürfe nachvollziehbar sind. Das ist die Kernaussage des Briefes, und ab jetzt könnte man sich das Weiterlesen sparen. Schon in den ersten Zeilen gibt Mader offen und unverblümt zu, es sich „gerichtet“ zu haben. So frei nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“! Er gibt zu, auf Kosten der Steuerzahler gewohnt zu haben. Eigentlich ist dies eine indirekte Aufforderung von Herrn Mader an die Staatsanwaltschaft, ein Verfahren gegen den Ex-Landtagspräsidenten einzuleiten. Wie die Politologen Anton Pelinka und Ferdinand Karlhofer bereits dargelegt haben, ist gegenwärtig moralisch vieles anders zu beurteilen als noch vor 25 Jahren. Dieser Satz ist ein wahres Highlight des Briefes. So gibt er zuerst nicht nur zu, dass er es sich „gerichtet“ hat sondern er deutet hier auch noch an, dass früher – zu Wallnöfer, Pertl, Weingartner und Co. Zeiten – solche „Machenschaften“ gang und gäbe waren. Indirekt kann man aus diesem Satz implizieren, dass es heute auch noch Nutznießer von den damaligen „Deals“ gibt – wahrscheinlich sind dies die, welche zurzeit ganz besonders still sind (van Staa? Federspiel? Reheis?). Dennoch möchte ich mich zunächst zu einigen wichtigen...

Theater zum Leben

Es erscheint mir fast ein wenig zynisch, gerade heute einen Beitrag mit dem Titel „Theater zum Leben“ zu schreiben. 70 Tote. In Worten: Siebzig – 70 Menschen, die dem blanken (Über)leben entgegengeflohen sind. Und wir alle tragen die Verantwortung für ihren Tod. Doch mitten in der unendlichen Erschütterung, die auch deshalb so groß ist, weil die schreckliche Meldung nicht überraschend sondern gar vorhersehbar war, meldet sich auch innerliche Ohnmacht zurück und unweigerlich taucht die Frage auf, wie wir ein (Über)Leben gemeinsam garantieren und organisieren können. Wie können wir als Einzelne oder auch als Gemeinschaft nach bestem Wissen und Gewissen handeln? Wie ist die Situation jetzt und wie können wir sie gemeinsam verändern? Diesen Fragen widmet sich demnächst ein Forumtheaterprojekt mit dem Titel „Asyl in Tirol“ unter der Leitung des Kanadiers David Diamond, Begründer des sogenannten Theatre for Living, höchstselbst. Theatre for living ist eine Weiterentwicklung des Forumtheaters, welche den Blick auf Gemeinwesen legt und im Theater nach Wegen zu einem friedvollen Zusammenleben sucht. So werden in diesem Fall Asylwerber_innen und Menschen, die im Asylbereich tätig sind, als Expert_innen zum Thema ein Theaterstück rund um die Fragen „Wie schaut’s aus und wie soll’s weitergehen?“ entwickeln. Zentraler Bestandteil ist jedoch das Publikum, welches eingeladen und aufgefordert ist, sich aktiv an der Suche nach Antworten zu beteiligen. Gelegenheit dazu bietet sich für alle Interessierten entweder am Sonntag 6. September 2015 ab 19:30 im Haus der Begegnung oder am Montag, den 7. September 2015 ab 20 Uhr in der Bäckerei – Kulturbackstube. Ein einzelnes Theaterprojekt wird wahrscheinlich nicht die ganze Welt verändern. Vielleicht aber ein Leben. Und wenn es nur ein einziges wäre. Weitere Infos zum Projekt Birgit...

Wieviel Kriege und Unruhen braucht es noch?...

Wieviel Kriege und Unruhen braucht es noch, bis wir endlich sehen, dass es egal ist, welche Religion, Sexualität oder Staatsbürgerschaft man hat? Dass Mensch ist gleich Mensch, was ist daran so schwer zu verstehen? Oder setzt uns das braune Gedankengut erneut schachmatt? Denkt doch alle mal nach, denn es kann doch schockierender nicht sein, was manche auf „Facebook“ und „Twitter“ für faschistische Kommentare abgeben. Ich denke, das eigene Land wegen Unruhen zu verlassen ist nicht ohne Pein, Stellt euch vor bei uns herrsche Krieg und wir müssten plötzlich woanders leben. Wieviel Kriege und Unruhen braucht es noch bis wir endlich verstehen, dass es egal ist ob man schwarz, weiß, asiatisch, hispanisch oder arabisch ist. Wir sollten zusammen, gemeinsam entschlossen gegen das Elend vorangehen. Und keiner wird mehr wegen Hautfarbe oder Herkunft von uns gedisst. Lassen wir uns nicht beirren von den Leuten welche versuchen Angst zu schüren, denn die Welt ist im stätigen Wandel und es wird nie mehr so wie früher sein. Warum lassen wir unsere Angst vor dem Wandel die Asylwerber/Innen spüren Warum gehen wir der Propaganda, den Hetze-Populisten so dermaßen auf den Leim? Denn es geht nicht um mich und es geht nicht um dich. Es geht darum: Sind wir nun menschlich oder nicht? Helfen wir einander oder schüren wir weiter Hass? Wollen wir einander auslöschen, ist es wirklich das? Sind wir uns selbst der Nächste, geht es nur ums Geld? Oder wollen wir Mindern das Elend in dieser Welt? Wieviel Kriege und Unruhen braucht es noch bis wir endlich erkennen, ganz egal ob Mann oder Frau, wir sind alle gleich viel Wert. Wieviel Städte, Länder und Regionen müssen noch brennen, bis wir sehen was die schreckliche Vergangenheit uns lehrt: Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit sind keine guten...

50.

Ich schäme mich. Schweigend. Ich glaube, ein halbwegs guter Mensch zu sein. Begegne allen Menschen nicht mit Toleranz, sondern mit Respekt. Spende immer wieder gerne. Geld. Zeit. Aufmerksamkeit. Organisiere ein kollektives Schweigen, als etwa 800 Menschen im Mittelmeer ertrinken. Schweigend stehen wir zu Hunderten da. Denn es ist längst alles gesagt. Und nun: Rund 50 arme Seelen verrecken elendiglich in einem LKW. Mitten in Österreich. Entsetzen allerortens. Doch niemand wundert sich. Es ist doch längst alles gesagt. Doch sie wollen es nicht hören. Man möchte schreien. Auf dass sie es hören. Endlich hören. „Sie“ – das bin auch ich. Bequem ist es. Diese facebook-liken. Diese online-Empörung via Petition und Petition und Petition. Nicht nur „sie“ versagen. Auch ich. Ich stehe vor dem Spiegel. Ich schweige mich an. Es ist längst alles gesagt. Es ist längst genug geschwiegen. Wie sehr schäme ich...

Patentheilmittel Stille: Das Schwei(ge)n der Lämmer...

Ein Filmtitel, welcher seit Jahren wie die Faust aufs Auge zu Tirol passt. Ist das nicht paradox? Nein. Denn NIX hört man von Ober-Bonzentum-Chef Mader höchstpersönlich in dessen Gratis-Wohnung-Causa. Nur über seine „Buam“ lässt er uns seriös ausrichten, dass alles sauber gelaufen sei im Technikerhaus. Wer‘s glaubt. Er will also quasi die Sache aussitzen. Ruhen lassen. Gras drüber wachsen lassen. Denn in Tirol ist das ja das Patentmittel gegen jeden Skandal. Höchst erfolgreich übrigens, wenn man bedenkt wie viele Skandale von einem Tiroler Schafbauern (www.dietiwag.org) in den letzten Jahren „aufgedeckt“ wurden. Und was sagt der aktuelle Landeshauptmann? Er will einen ÖVP-dominierten Kontrollausschuss und einer Prüfung sämtlicher Rechnungen. Da eine Floskel, hier eine Phrase…. Hmm, da war doch was… Das kennen wir doch schon vom Hyposkandal, oder? Da wurde doch auch viel Wind um das Modewort „Transparenz“ gemacht und „vollständige Aufklärung“ des Sachverhaltes gefordert. Nur traurig dass es nie zu einem richtigen „Kontrollausschuss“ kam. Denn immerhin wollte der Obmann des Finanzkontrollausschusses FPÖ-Wendehals Federspiel seinen Busenfreund und Ex-Landeshauptmann und nunmehrigen Landtagspräsidenten DDDr. Grauen Star nicht belasten. Weil der war nämlich als damaliger LH nämlich auch Mitverantwortlich für zahlreiche Hypo-Deals, die in ein Verlustgeschäft von über 300 Mio Euro für den Tiroler Steuerzahler mündeten. Aus van Staas Sicht kann man sagen: „Schwein“ gehabt. Oder doch „Schweigen“? Nein jetzt ernsthaft. Wer war verantwortlich für den HYPO-Skandal? Und wer ist verantwortlich für die tolle Gratiswohnung für die Gierraupe-Nimmersatt -Mader, freundlich zur Verfügung gestellt vom Tiroler Steuerzahler? War‘s am Ende wieder niemand? Wird man den armen Zocker Mader jetzt einfach wie ein Schwein (van Staa würde hier natürlich grammatikalisch korrekt „das Schweigen“ sagen) dem Metzger vorführen? Wahrscheinlich. Er allein war‘s und sonst niemand? Oder wird man die Verantwortlichen, welche diese Förderungen abgesegnet haben – und...

Innsbruck ist anders – jedenfalls betonierter...

Was haben der Landhausplatz, die Maria-Theresien-Straße und der Vorplatz vom Geiwi-Turm gemeinsam? Richtig: All diese Plätze wurden mit massivem Beton bebaut. So verfolgt man in allen anderen größeren Städten Österreichs das Ziel, Grünes in die Stadt zu bringen um diese zu beleben, so ticken die Uhren in Innsbruck irgendwie anders: Denn wir betonieren die Plätze, welche sich dazu anbieten, kleine Wohlfühloasen inmitten des Alltags zu erzeugen, einfach zu. Weil Bäume und Pflanzen hegen und pflegen kostet ja Unmengen an Steuergeld – mehr wie die Instandhaltung und Graffitibefreiung der „goldenen“ Laternen und Mullkübel in der Maria-Theresien-Straße. Mehr als die Reparatur falsch angebrachter Betonplatten am Landhausplatz. Und viel mehr als die jetzt schon erkennbaren Schäden an den Betonblöcken durch die Skater – und das ist jetzt kein Vorwurf an Letztere, sondern einfach eine Feststellung. Ich frage mich: Tirols klügste Architekten und von mir aus auch Köpfe haben über die Gestaltung dieser Plätze nachgedacht und das, was wir heute sehen, ist das Ergebnis. Und irgendwie macht mich das sehr traurig. Denn vor allem der Landhausplatz hätte sehr viel Potenzial gehabt eine schöne, bepflanzte Grünfläche mit Bäumen, im Herzen von Innsbruck zu sein. Stattdessen ist man jetzt der blanken Sonne ausgesetzt – und nicht eine der sporadisch gebauten Bänke bietet einen Platz im Schatten. Und auch am Vorplatz zum Geiwi-Turm sowie in der Maria-Theresien-Straße sucht man Schattenspender vergeblich. Mir ist klar, dass bei diesen Bauten anderen Attributen der Vorzug gegeben wurde. Multifunktional, günstig und pflegeleicht soll es sein. Doch ist diese Rechnung wirklich aufgegangen? Hätte es hier nicht wohl wesentlich bessere Lösungen geben können? Hätte man die Maria-Theresien-Straße und den Landhausplatz nicht vielleicht doch bepflanzen sollen? Hätte es vielleicht nicht auch eine optisch ansprechendere Lösung geben? Achja, und das Thema Optik hab ich...

Dr. Klabbe filmt: Workshops im September...

Bereits letztes Jahr stellte er Innsbrucks Filmfans vor die Herausforderung, in kürzester Zeit ihre eigenen Streifen zu konzipieren, filmen, schneiden und dem gespannten Publikum zu präsentieren. Jetzt ist Dr. Klabbe zurück! Vom 22. Bis 24. September 2015 geht die Workshopreihe Dr. Klabbe filmt! in die zweite Runde – mit zwei jeweils dreitägigen Intensiv-Filmworkshops im Kreativ-Areal MOTEL (Grassmayrstr. 23, Innsbruck): Die Medien- und Performance-Künstlerin Ale Bachlechner wird gemeinsam mit ihrer Gruppe und Sound-Spezialist Jonas Kastl einen Experimental-Kurzfilm erarbeiten. Regisseur Robert Spindler zeigt in seinem Kurs, dass es nicht viel Budget, sondern Liebe zum Detail und zum Filmhandwerk braucht, um einen professionellen Kurzfilm zu produzieren. Heuer gibt es auch erstmals einen Kurz-Workshop mit Video-Artist Johannes Payr. Er zeigt am 22. und 23. September, wie man mit Kleinstcomputern Videomaterial auf räumlich angeordnete Fernseher projizieren und somit eine neue Form der Raumgestaltung schaffen kann. Am 26. September schließlich präsentieren die Workshop-Gruppen ihre Werke in einem öffentlichen Screening auf der großen Leinwand im MOTEL dem Publikum – begleitet von den Visuals der Fernseh-Projektionen. Anmeldung ab sofort bis 15. September! Informationen unter klabbe.at bzw. info@klabbe.at. Fragen zur Anmeldung bitte an anmeldung@klabbe.at. Besucht uns auch auf Facebook und auf...

Kleiner Nachgesang auf eine Innsbrucker Institution...

Zugegeben, den Charme eines schönen urbanen Lesecafés hat das Innsbrucker Stadtcafé schon seit längerem verloren gehabt. In letzter Zeit ist es mehr und mehr zu einem Tanzlokal geworden, eine Mischung aus Diskothek und biederem Unterhaltungsort, in dem die tanzbegeisterten Innsbrucker Innen ihrer Leidenschaft frönen konnten. Womit das Stadtcafé sicher auch einen wichtigen Part im Freizeitangebot Innsbrucks übernommen hatte. Als ich schon vor einigen Jahren mal am Nachmittag dort einkehrte und mich über das dort aufliegende Angebot an Zeitungen informieren wollte, war dieses erschütternd, bestand es doch nur mehr aus der Tiroler Tageszeitung und dem Kurier, soweit ich mich erinnern kann. Früher war das natürlich anders. Und da gab es ja auch noch die Schachspielerinnen und Schachspieler im ersten Stock. Und das Ambiente aus den sechziger Jahren machte das Stadtcafé zu einer angenehmen Abwechslung zum feudalen Café Central, das seinem Ruf, was das Zeitungsangebot betrifft, aber immer noch gerecht wird. Trotzdem erfasst mich ein wenig Wehmut, als ich vor einigen Tagen bei meinen Spaziergängen zu dem inzwischen schon geschlossenen und seines gastronomischen Innenlebens beraubten Stadtcafé gestoßen bin. Bekanntlich werden ja schon in ein oder zwei Monaten die Abrissbagger auffahren und das ganze Ensemble – also Stadtsäle, Kammerspiele und eben auch das Stadtcafé dem Erdboden gleichmachen. Ein Ensemble, das immerhin einen wichtigen Teil der Innsbrucker Nachkriegsarchitektur an einem zentralen innerstädtischen Platz darstellte. Geplant vom Innsbrucker Architekten Franz Baumann, konnte es lange Zeit die Bedürfnisse der Innsbrucker Bevölkerung nach Ton- und Sprachkunst, aber auch Tanz,  und Unterhaltung befriedigen. Das Café selbst wurde in 1960 wiedereröffnet,  und erfuhr zuletzt 1994 durch das Architektenpaar Ines und Reinhold Bösch eine Umgestaltung. Durch die vielen Besitzerwechsel konnte vom ursprünglichen Ambiente nur mehr sehr wenig gerettet werden, Jede(r) von ihnen drückte sozusagen seinen / ihren Stempel auf...

Von den Spitzen des Eisberges und ein Plädoyer an die Politikermoral...

Eine 188 m² Wohnung im Zentrum von Innsbruck, in bester Lage und zum Nulltarif? Gesponsert und gefördert von diversen „sozialen Wohnbauförderungen“ des Landes Tirol, welches eigentlich doch den Leuten bei den Wohnungskosten entlasten sollte, welche dringend finanzielle Unterstützung brauchen? Für viele junge Tiroler Menschen ist der Skandal rund um die Wohnsituation des Herrn Ex-Landtagspräsidenten Maders ein Schlag ins Gesicht. Denn eine solide ausgestattete 2-Zimmerwohnung mit etwa 45 m² Wohnfläche bekommt man in Innsbruck kaum unter 800 € Miete pro Monat. Außerdem muss man sich in Tirol zusätzlich noch mit den niedrigsten Gehältern und den höchsten Wohn- und Lebenserhaltungskosten im Bundesländervergleich herumschlagen. So wird hier schamlos vorgezeigt, wie es sich ein ca. € 15.000 pro-Monat – Pensionist auf Kosten der Steuerzahler richtet. Und dabei ist mir Wurst, was da in der Vergangenheit für Deals gelaufen sind. Und mir ist auch echt egal, wer aller von Mader profitiert hat. Ganz gleich, ob es seine drei Söhne sind, wovon einer auf einem tollen Posten bei der TIWAG gelandet ist (natürlich nur auf Grund der Qualifikation) und ein anderer im verdächtigen Rekordtempo ein Studium absolviert hat. Und es ist vollkommen Powidl, wem Mader zu welchen Posten verholfen hat. Und seine angebliche Spielsucht interessiert mich auch nicht. Mir geht es schlicht um die Sache. Für mich ist es einfach unverständlich, wie ein gut bezahlter Ex-Landeshauptmann-Stv. es nicht schafft, für eine Wohnung, die er sich mit seinem Salär durchaus leisten können müsste, ordnungsgemäß, korrekt und angemessen zu bezahlen, wie jeder andere normale Mensch. Mir geht es darum, wie ein hochdekorierter, vielmals ausgezeichneter, von der kath. Kirche als Vorzeigetiroler titulierter Ex-Politiker so die Bodenhaftung verliert, und sich einfach schamlos auf Kosten der Öffentlichkeit die Wohnsituation bezahlen lässt. Hat Herr Mader das wirklich notwendig? Ich verstehe das...

Etwas hergeben und doch auf nix verzichten...

Liebe Alle, ich habe gestern Abend meine Wohnung durchforstet. Nach Sachen, die gänzlich oder fast neu sind. Kein Ramsch, sondern Schönes und Gutes. Sachen, die mir nicht fehlen, wenn andere sie haben. In diesem Fall: Flüchtlinge. Neu: 1 Paar Schuhe, 1 Decke, 1 Federballset, 2 Taschen, 1 Jeans plus Gürtel, 2 Packungen Malstifte, Malbuch, diverse Lebensmittel und Süßigkeiten. Neuwertig: 2 Paar Schuhe, 2 Jacken, unzählige Hemden und T-Shirts, Socken, Hosen eine Kindersonnenbrille, eine Springschnur, etc. Die Heino-Biografie „Mein Weg“ will ich den Flüchtlingen nicht antun. Dafür tue ich der FPÖ was an und stecke eine FPÖ-Sonnenbrille mit dazu. Ich kann es mir leisten, Geld zu spenden. Was ich wie viele andere auch tue. Doch nicht immer soll es um Geld gehen. Mein Gedanke: es braucht nicht immer Geld, um zu helfen. Die Meisten von uns haben ähnlich wie ich Sachen zuhause, die sie einmal gekauft haben, aber lange Jahre nicht verwendet haben; die sie mal schön fanden, die sie aber nicht mehr tragen aber auch nicht weg geben wollen, weil sie einmal eine Stange Geld gekostet haben. In den hintersten Ecken unserer Wohnungen und Kästchen sind oft Sachen, die anderen das oft triste Leben ein bisschen verschönern können. Was will ich mit meinem bescheidenen Beitrag zeigen: Alleine wenn alle nur ein bisschen etwas von dem hergeben, was ohnehin „zuviel“ ist oder nicht mehr gebraucht wird, fehlt niemandem etwas doch Manche haben etwas. Helfen kostet vor allem eines: Zeit. Geben können die allermeisten von uns. Viele haben das schon getan oder tun es laufend. Danke dafür. Aber es können nicht genug sein. So. Und jetzt ab zu einem Flüchtlingsheim. Ergänzung am 21. August: Wer nicht selbst Sachen zu den Flüchtlingsheimen bzw Aufnahmezentren in Innsbruck bringen will/kann: Café – Bar Weli,...