BUGLINE: Aufwerten statt wegschmeißen...

BUGLINE ist ein neugegründetes Innsbrucker Label, das Produkte ganz im Sinne des Konzepts UPCYCLING produziert. BUGLINE ist vorerst auf Facebook aktiv und auf ihrer Seite kündigt die liebe Maria aus dem Babalon (zumindest symbolhaft) unser Gewinnspiel an: Am SA dem 01.08.2015 werden um 18.00 drei Taschen an verschiedenen Statuen in der Innsbrucker Innenstadt plaziert und wer sie als erstes findet darf sie fortan sein Eigen nennen! Damit ihr auch früh genug wisst wo ihr die Taschen finden könnt, werden hier ab 1. August mittags weitere Informationen bekanntgegeben. Teilt es mit allen die es interessieren könnte, damit die Taschen auch wunderbare BesitzerInnen bekommen – oder sagt es einfach niemandem, falls ihr sie euch selbst unter den Nagel reißen wollt! In diesem Sinne: Lasset die Spiele...

Wohin man die 40 Südring-Millionen auch stopfen könnte...

Nun hat ja auch das Verwaltungsgericht mit einem Urteilsspruch bestätigt, dass es in der heutigen Zeit und mit dem heutigen Wissensstand keine gute Idee ist, das Geld aller BürgerInnen in Löcher für den Autoverkehr zu versenken, die bewirken, dass dieser zunächst schneller fließt, dabei dann zunimmt und am Ende wieder stockt – dann aber in noch größerem Ausmaß. Es mag daran liegen, dass selbst nach vier Jahrzehnten und vielfachem Nachweis die damalige Erkenntnis des amerikanischen Ökonomen Anthony Downs bei manchen EntscheiderInnen in Magistrat, Rat- und Landhaus noch immer nicht angekommen ist: neue Straßen sind kein Mittel gegen Stau, denn sie erzeugen zusätzlichen Verkehr. Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Sinngemäß lässt sich das auf jede Kapazitätserweiterung für den motorisierten Individualverkehr im Straßennetz anwenden, weshalb solche Ausbaumaßnahmen in der modernen Stadt-, Raum- und Verkehrsplanung bereits seit Jahren tabu sind. Die konservativen Wurzeln unserer teilzeitliberalen Bürgermeisterin sind aber leider immer noch nicht abgefault, und wer konservativ ist, adoptiert neue Erkenntnisse nur ungern (auch wenn sie schon 40 Jahre alt sind); deshalb will sie das Projekt trotzdem weiterverfolgen. Schließlich gibt es ja auch gültige Beschlüsse. Ja, die Grassmayrkreuzung ist überlastet. Das bezweifelt niemand. Aber das bedeutet nicht, dass man es den Autos leichter machen muss. Autoverkehr ist schließlich keine Naturgewalt. Im Gegenteil, man kann und muss in solchen Fällen dafür sorgen, dass weniger Autos fahren. Ich möchte daher hier einige Verkehrsprojekte in Erinnerung rufen, die in Köpfen oder Schubladen schlummern oder bereits seit langem auf Beschlüsse und Dotierung warten. In diesen Verkehrsprojekten wären die 40 Millionen wesentlich besser aufgehoben. Verlängerung der in Bau befindlichen Regiotramlinie 5 von Rum nach Hall Die „Regionalbahn“ nach Hall wartet auf ihren Baubeschluss. Bis Rum wird sie gebaut, aber für die Verlängerung nach Hall gibt es erst Grundsatzbeschlüsse...

Auf der Suche nach …...

Nachdem in diesem Forum anscheinend alle ausgeflogen sind, in den wohlverdienten Ferien oder Urlaub gefahren oder geflogen, tut es vielleicht mal ganz gut, Innsbruck zu verlassen – wenngleich auch nicht für immer – und sich in den Zug zu setzen und mal ein bisschen in der Umgebung herum zu forschen. Gesagt, getan. Also besteigen wir den Zug und fahren in  das schöne Unterinntal. Vorbei an den alten Bergbaustädtchen Hall und Schwaz, durchqueren wir eine schönen Landschaft aus saftigen grünen Wiesen, Angern und Weihern, leider halt schon sehr gezähmt, aber man hat doch einen lebbaren Kompromiss gefunden mit der Verkehrstechnik. die dieses Tal immer mehr schlucken muss zu uns aller schnellerem Fortkommen. So machen wir schließlich Halt in einem nette Unterinntaler Dorf mit dem bezeichnenden Namen Münster. Eines der ältesten Dörfer des Unterinntals, am Fuß des Rofangebirges gelegen. 1140 erstmals urkundlich erwähnt, und wahrscheinlich schon auf eine römische Siedlung zurückgehend, deutet sein Name auf Monasterium .hin, also ein Kloster oder eine Abtei, die im siebten Jahrhundert von iroschottischen Mönchen gegründet worden sein soll. Nur, wo war es? Es gab im Weiler Hof eine Kirche, eine Art Eigenkirche eins Adelssitzes, die 1768 abgebrochen wurde. Damals gab es ja wohl noch  keinen Denkmalschutz. 1972 wurde sie laut dem 2005 im Innsbrucker  Studienverlag erschienenen Tirol Lexikon von Gertraud Pfaundler-Spat ausgegraben. Also dachte ich mir, müsste ja auch noch was von ihr zu finden sein, und so macht eich mich auf die Suche.  Ob diese Kirche allerdings etwas mit dem Kloster zu tun hatte, ist auch nicht sicher. Der erste Eindruck von Münster war schon mal interessant, neben einem größeren Steinmetzbetrieb mit diversen Grabsteinen gleich eine ganze Reihe von Buddhas, für Garten und Wohnung, daneben gleich eine Art Begrüßungsstein mit dem Ortsnamen und dem...

Sommer in der Stadt

Sommersonnendiebe stehlen Sonnenstrahlenliebe und machen daraus Sonnenuhrenzeiger.   Sonnenmädchen aber lachen schrille Kicherblitze in überhitzte...

Zhanna Kadyrova im Kunstraum Innsbruck...

Über die Ukraine haben wir in den letzten Monaten immer wieder in den Medien erfahren, Über die politische Lage. Über die Spannungen mit der russischen Minderheit. Die ganze Situation dort scheint ja schon seit längerem laus dem Ruder gelaufen zu sein. Umso wohltuender ist da mal eine Ausstellung, in der wir über die Kunst in diesem Land etwas erfahren können. Die Ukrainische Künstlerin Zhanna Kadyrova , ausgebildet in der Taras Schewtschenko Kunstschule in Kiew, ist eine der vielen auch im Westen bekannten Künstler/innen, die die Lage ihres Landes in ihre Kunst einfließen lassen. Die Arbeiten der Künstlerin setzen sich mit der jüngeren Geschichte der Ukrainer auseinander. Ein Land das wir alle, seien wir ehrlich, doch immer für einen Teil Russlands gehalten haben, anders etwa als die baltischen Staaten oder vielleicht auch die ehemaligen asiatischen Sowjetrepubliken wie etwa Georgien oder Turkmenistan. Nicht zuletzt, weil die Sprachen der beiden Länder doch sehr ähnlich sind. Dass hier nun seit einigen Jahren eine Art Bürgerkrieg tobt, mit dem mehrheitlich russisch bevölkerten Ostteil, können wir daher nur sehr schwer nachvollziehen, ebeso schwer  die wirtschaftlichen Strukturen der Ukraine mit ihrer undurchschaubaren Herrschaft der Oligarchen. Zhanna Kadyrova legt nun mit ihrer Kunst den Finger auf eben diese Wunden. Indem sie etwa in der Arbeit Second Hand einer ehemaligen, im Zuge der Neustrukturierung der ukrainischen Wirtschaft geschlossenen Kleiderfabrik in Erinnerung ruft, für die es keine Nachnutzung gibt. Diese Fabrik war früher eine Art Lebensmittelpunkt für die dort Arbeitenden. Es gab nicht nur Arbeit, es gab auch Gelegenheit für kulturelle Betätigung und Gemeinschaftsaktivitäten. Bezeichnenderweise hat die Künstlerin nun die aus den leeren Fabrikhallen herausgelösten Fließen in eine Kleiderform angeordnet und auf Kleiderbügeln gehängt. Auf Glasplatten aufgeklebte collagenartige Zeitungsausschnitte, die im Galerieraum von den Wänden hängen, sollen auf die...

Hot Body statt Hugo

Melis Body Workout lädt zum Außentraining im Rapoldipark und freut sich auf Fittnesbegeisterte und solche, die es werden wollen, weil dieses Training sicher nicht für den HUGO ist… Funktionelles Ganzkörper Kraft-Ausdauer-Training mit kurzen etwas intensiveren Intervallen und einem Kräftigungsteil (für Bauch-Beine-Po und Rücken) – ohne irgendwelche Geräte – in der Gruppe, mit Musik und unter freiem Himmel! Spaß garantiert 🙂 Preis: 4,50 Euro – also einen Hugo weniger und du bist dabei! Und danach schmeckt der Hugo (oder was auch immer) gleich doppelt so gut!!! Treffpunkt: 19:00 Uhr bei der Kletterpyramide im Rapoldipark (bei jeder Witterung!!!) – Anmeldung auf...

Innsbruck, deine Plätze … Platz in der Jahnstraße...

Zwar kein richtiger Platz, der sich da am östlichen Ende der Jahnstraße auftut, eine kleine Parkanlage mit Bänken und einem Brunnen, umgeben von hübschen Fassaden aus der Gründerzeit, so präsentiert sich der kleine aber feine Innsbrucker Stadtteil Dreiheiligen, der bei vielen Jüngeren vielleicht erst wieder durch das  Kulturzentrum Die Bäckerei ins Bewusstsein zurückgekehrt ist. Vom Stadtzentrum abgetrennt durch die Viaduktbögen, auf denen nun schon über hundert Jahren die Züge der Westbahn fahren, und andererseits durch die Sill, die die Stadtteile Wilten und eben Dreiheiligen von Pradl trennt, hat sich diese ehemalige Vorstadt entwickelt. Früher war es die sogenannte Kohlstadt, ein Gewerbegebiet, bestehend aus Mühlen, Schmieden und eben Köhlereien, das waren ehemals Betriebe, in denen Holzkohle hergestellt wurde. Auch eine landesfürstliche Schmelzhütte zählte Dreiheiligen mal zu seinen Produktionsstätten. Also das Industrieviertel oder die Industriezone  Innsbrucks, von anno dazumal, wie man heute sagen würde, von dem aber heute nicht mehr viel oder eigentlich gar nichts mehr zu sehen ist. Die Kleinindustrie ist ja auch  hier wie vielen anderen Orten auch verschwunden oder an den Stadtrand gezogen: Selbst die TIROLER TAGESZEITUNG hat ihren Betriebsstandort aus dem ehemaligen Schlachthof in ihr neues „Headquarter“ in die Brunecker Straße verlagert. So ist Dreiheiligen, dessen Namen übrigens auf die drei Pestpatrone, Sebastian, Primin und Rochus, denen die schöne erst kürzlich renovierte Pfarrkirche geweiht ist, zurückgeht, zu einem schicken Wohnviertel geworden. Mit „Wohnen an der Sill“, oder dem „Kohlstattturm“ – siehe weiter unten! – hat hier wohl eine kleine Gentrifzierung vollzogen, aber auch in den alten schönen Gründerzeithäusern lässt es sich wohl behaglich leben und wohnen. Was nun unseren diesmaligen Platz auszeichnet, so ist dieser ja zwar ohne Namen, da lediglich Teil der Jahnstraße, welche ihren Namen dem  als Begründer der Deutschen Turnbewegung, kurz als „Turnvater Jahn“...

Gastfamilien gesucht!

Ende August kommen wieder AustauschschülerInnen aus aller Welt über das Programm „Youth For Understanding“ (YFU) nach Österreich. Doch es fehlen vor allem in Tirol noch Gastfamilien, die bereit sind, Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aufzunehmen. Ob in einem Haus am Land, einer Wohnung in der Stadt, generationsübergreifend in einem Haus oder als AlleinerzieherIn. Bei allen Unterschiedlichkeiten haben alle Gastfamilien eines gemein: Sie haben Interesse an anderen Menschen und fremden Kulturen, sind offen für verschiedene Sichtweisen und bieten ein liebevolles Zuhause. Das Netzwerk YFU, das rund 50 gemeinnützige Organisationen im Bereich Schüleraustausch umfasst, organisiert weltweit Austauschprogramme für Jugendliche. Diese Programme bieten jungen Menschen die Möglichkeit, erste Auslandserfahrungen zu sammeln und fremde Kulturen kennenzulernen. Doch gerade in Tirol mangelt es leider an Gastfamilien, die bereit sind, eine oder einen Jugendliche/n aufzunehmen. Daher sucht YFU dringend Plätze für die nächsten Jugendlichen, die im August 2015 nach Österreich kommen werden. Für die Jugendlichen und für die Gastfamilien sind die Monate in Tirol spannend und lehrreich. Davon kann auch Nadja Holzer berichten, die bereits mehrmals mit ihrer Familie am Austauschprogramm teilgenommen hat. Zuletzt war die 17-jährige Chilenin Cata bei den Holzers zu Gast. Aus der Wüstenregion im Norden Chiles kommend, freute sich Cata riesig, endlich einmal Schnee sehen und angreifen zu können. Ihr erklärtes Ziel für den Aufenthalt in Tirol: „Skifahrer lernen.“ „Wir konnten es anfangs kaum erwarten, Cata zu begrüßen. Unsere Tochter hatte ihre Zimmerhälfte für sie eingerichtet, sodass sie ihren eigenen privaten Bereich hatte. Wir begannen mit ihr Englisch zu sprechen, halfen ihr aber Tag für Tag neue deutsche Wörter zu finden. Es war ein tägliches lustiges Sprachenquiz zwischen Englisch, Deutsch und Spanisch. Sie lernte schnell, ging jeden Tag zur Schule, traute sich zu sprechen und recht schnell sprachen...

Sophia

Du bist der Schaum der Tage im grünen Meer  der Erinnerung und das Gelbe im Ei  der schmerzlichen Verluste. Du bist der Tropfen im glühenden Ozean der  Hoffnung und der einsame Flug der Libelle am Abend des bestandenen...

Nicht’bruck: 16

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 16 An jenem Abend, an dem wir das siebte Land unserer Reise erreichen, schlägt ein Blitz in unsere Fähre ein. Schwarze Wolkentürme waren uns auf einem Bett aus flimmernder Hitze viele hundert Kilometer weit gefolgt; hier erwischen sie uns endlich. Unruhig ist die Nacht, köstlich jedoch das vielgängige Menü aus lokalen Spezialitäten, das wir durch Sturm und Regen eilend im Supermarkt ergattern und am Balkon unserer Unterkunft im flackernden Wetterleuchten verspeisen; dazu Campari. Vor der Sonne noch sind wir es dann, die aufgehen, und die sich wegstrebend vom Meer und von der Erde die schmale Straße hinaufschrauben, durch Nebel und Pinien und Kiefern und Reste der Hitze vom Vortag, gespeichert in altem Gestein. Warm und kalt und warm und kalt und wieder warm, als könnte die Septemberlandschaft sich nicht entscheiden, in welche Richtung die Zeit fortschreiten soll. So viel liegt schon hinter uns und noch so viel vor uns. Was hinter uns liegt, hat Spuren auf unseren Seelen hinterlassen, die sich aber lichten, so wie auch die Wolkenfetzen sich bald auflösen nach dem nächtlichen Sturm. Auch diese Reise wird enden, und keine Erinnerung ist für immer. Nichts ist für immer. Und dann sind wir oben. Ich mache das Foto. 42.399254,...