KEINE FÖRDERUNG MEHR FÜR TANZ 41?...

Die Förderung für die künstlerischen Projekte von Tanz 41 ist GESTRICHEN worden. In der Gemeinderratssitzung haben SPÖ, ÖVP, FPÖ die Streichung der Subventionen für die Bühnentanz-Projekte der professionellen zeitgenössischen Tänzer und Tänzerinnen des tanz41 mit ihren Stimmen durchgesetzt. Das schafft eine sehr ernste Situation für die freie Szene des künstlerischen Bühnentanzes in Innsbruck und Tirol. Jede größere Stadt, jedes Bundesland in Österreich besitzt eine geförderte freie Bühnen-Tanz-Szene. Der Tanz in verschiedenen Formen ist ein sichtbarer Teil der kulturellen Identität der Kulturstadt Innsbruck, die sich mit den Produktionen im Landestheater und dem Tanzsommer den Ruf geschaffen hat den künstlerischen Bühnentanz zu fördern. Eingekaufte Groß-Produktionen können das Publikumsinteresse zwar wecken, eine lokale professionelle freie Tanzszene aber nicht ersetzen, die muss lokal aufgebaut aber auch gefördert werden. Tanz 41 hat im letzten Jahr – mit nicht unbedeutenden Subventionen der Stadt und des Landes Tirol – begonnen mit eigenen Choreographien und Produktionen eine lokale professionelle Szene des zeitgenössischen Tanzes in Innsbruck zu entwickeln. Zwei davon konnten bereits das hohe professionelle Level zeigen, das von Publikum mit ermutigender Begeisterung aufgenommen und von Presse gelobt wurde. So konnte Tanz41 bereits in dieser kurzen Zeit ein Begriff in Tirol werden. Durch die Streichung der Subventionen verpufft die ermutigende Entwicklung einer freien professionelle zeitgenössische Tanzszene in Tirol. Die Situation ist ernst. Die professionellen zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer, Choreographinnen und Choreographen des Tanz41 sind sehr enttäuscht über das Abstimmungsverhalten der Mehrheit der Gemeindesrates, ganz besonders über jenes der mitregierenden SPÖ, die den Ausschlag gegeben...

Kopfkino

„Willst in meinem Kopf spazieren“ – ich war schon fast eingeschlafen, als ich ihre Stimme hörte. Dass sie im Schlaf sprach, hatte ich schon öfter erlebt, aber es waren immer nur unverständliche Wortfetzen gewesen. Es klang nicht fragend, sondern eher wie eine Feststellung, vielleicht sogar eine Einladung. Wir waren schon fast ein Jahr zusammen, trotzdem tat ich mich schwer, vor ihr einzuschlafen. Meistens lag ich wach und erst ihre regelmäßigen Atemzüge ließen mich selbst schläfrig werden und langsam einnicken. Ihre Stimme hatte etwas in mir in Gang gesetzt und obwohl ich müde war, begann ich über Linda nachzudenken. Sie war eine besondere Frau: blitzgescheit und selbstironisch, sie liebte Kinder und konnte sie zum Lachen bringen. Dazu ihr ebenmäßiges Gesicht und ihre strahlenden Augen, die immer ein bisschen staunend in die Welt blickten. Manchmal fragte ich mich, was so ein bezauberndes Wesen an meiner Seite suchte – doch habe ich sie nie danach gefragt, weil ich nicht unsicher wirken wollte. Was sie wohl wirklich an mir fand? Wie sie mich sah und von mir dachte – heute kann ich sie nicht mehr danach fragen. In jener Nacht lag ich noch lange wach, lauschte ihrem Atem und ging in meinem eigenen Kopf spazieren, bis der Schlaf alle Fragen...

#ProHipsterRiot

Alpenblogger disst Innsbrucks Hipster. Deshalb rufe ich zum ProHipster-Riot auf! Möge die oben abgebildete Bildmessage von euch ins Unendliche geteilt, gehashtaggt werden. Yo hipsters, unite and fight for your...

Love, Love, Love and Rock’n’Roll...

Wo sich die Liebe mit der Leidenschaft verabredet, werden Kräfte freigesetzt, die den Schmerz des Lebens besiegen … und wunderbar expressiven Rock’n’Roll hervorbringen. Das niegelnagelneu formierte Band-Trio „LoveLoveLove“ aus dem Raum Wattens präsentiert am kommenden SAMSTAG, 28. März, ab 21.00 Uhr sein Albumdebüt „Love.“ im Kulturlabor STROMBOLI in Hall und freut sich über jede/n, die/der mit ihnen zusammen die Energie, die uns alle zusammenhält, spürt und feiert. Infos zur Band auf www.lovelovelove.at...

provinnsbruck.at verlost 5 Bücher. Mach dir einen Reim drauf!...

Otto Grünmandl war nicht nur Tirols erfolgreichster Kabarettist (er hat u.a. als bisher einziger Österreicher den Deutschen Kleinkunstpreises gleich zwei Mal erhalten), er war auch ein hervorragender Literat. Das Treibhaus stellt provinnsbruck.at exklusiv 5 Romane von Otto Grünmandl zur Verlosung zur Verfügung: „Pizzarini“ (Kyrene Verlag, 2008). Das Besondere daran: Grünmandls Bücher sind vergriffen und im Buchhandel derzeit nur schwer erhältlich. Doch eine kleine Hürde muss sein: Die Bücher werden unter all jenen verlost, die sich auf Grünmandl einen Reim machen können – sprich: bilde einen Reim auf „Grün“ und „Mandl“ – und schon bist du mit dabei! Einfach auf provinnsbruck.at als Kommentar oder auf facebook unter diesen Artikel posten. Einsendeschluss ist bereits der 27. März. Für alle die nicht warten wollen, gibt’s eine satte Dosis Grünmandl schon heute: Das Staatstheater zeigt heute Donnerstag um 20:10 Uhr im Treibhaus die herzerfrischend witzige Otto-Grünmandl-Hommage „Lachen im Alpenländischen Raum“ mit Carmen Gratl, Markus Koschuh, Juliana Haider und Siggi Haider. Regie: Ute Heidorn. Ausstattung: Esther Frommann. Weitere Termine: 9./14./24./25. April, Treibhaus. Und jetzt … mach dir (d)einen Reim drauf! PS: das Plakat zur aktuellen Grünmandl-Hommage, gibt’s im Treibhaus gratis zum Mitnehmen. Also fast. Es kostet lediglich ein...

#unibrennt ausgebrannt? – Geiwimax ist weg...

Am Freitag, 20. März 2015 wurde der #unibrennt-Raum, welcher sich im Eingangsbereich vom GeiWi-Turm befand, auf Veranlassung vom Vizerektorat für Infrastruktur verschlossen. Diesen Raum gab es seit der #unibrennt-Bewegung und wurde 2009 vom damaligen Rektor Karlheinz Töchterle den Studierenden als Ersatz für das besetzte SoWi-Max überlassen. Der Raum war der einzige selbstverwaltete autonome Raum an der Leopold Franzens Universität und wurde von vielen Menschen gerne genutzt. Dieser Raum bot vielen verschiedenen Personen mit verschiedenen Bedürfnissen einen Platz. Er wurde als kritischer Raum genutzt, um sich dort mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen Problemen zu befassen und darauf aufmerksam zu machen, wie z.B. in den vergangenen Monaten auf die Lebensmittelverschwendung. Auch wurden hier das Lehrveranstaltungsangebot der kritischen Uni geplant und vorbereitet. Viele Studierende nutzten den Raum auch als Lern- und Arbeitsraum und bereiteten dort Gruppenarbeiten vor. Studierende konnten sich hier treffen, vernetzen, austauschen, zusammenkommen und weiterbilden. Auch wurde er gerne als Erholungsraum genutzt, zum sich-zurückziehen und kurzem Ausruhen, um sich dann wieder dem Unialltag stellen zu können. Es gab schon seit längerer Zeit Verhandlungen mit dem Vizerektorat für Infrastruktur, aber am Samstag, 14. März, überfiel uns die Ankündigung von Frau Anke Bockreis, dass der Raum innerhalb von 6 Tagen ausgeräumt werden muss, da er dann verschlossen wird. Auf unsere Bitte, um eine Verlängerung der Frist, haben wir leider eine definitive Absage bekommen. Der Raum wurde am Freitagabend versperrt, die Schlösser ausgetauscht, die Informationen von der Tür gerissen und somit alle Spuren der #unibrennt-Bewegung gelöscht. Jetzt aber müssen wir aber von diesem Raum Abschied nehmen, da der einzige Freiraum an der Leopold-Franzens Universität, nicht erwünscht ist. Die Universität kann zwar ein Ort der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten und auch problematischen Fragestellungen sein, aber für eine praktische Umsetzung der Lösungsansätze bietet sie leider keinen...

Kleine Anregung

„Sei mutig, sei du“, diese vier auf den Gehsteig gesprühten Worte sprangen mir Freitag mittags nach einer langen Arbeitswoche gleich zweimal in der Maximilianstraße ins Auge. „Sei mutig, sei du“ klingt eigentlich ganz einfach, ist es aber nicht immer. Die Gesellschaft, in der wir leben, fordert von uns in vielen Bereichen Anpassung. Beruf, Familie, Freunde, sie alle haben ihre eigenen Bedürfnisse. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten in einer doch sehr konsumorientierten Gesellschaft tragen nicht unbedingt dazu bei, es Individualisten, welche sich ganz dem vorerwähnten Motto verschreiben, leicht zu machen. Wer ist schon gern ein komischer Kauz, ein unangenehm Auffallender, ein Unbequemer, gar ein Spinner? Ich gestehe, auch ich gehöre eher zu der angepassten Linie, doch ich bewundere Menschen, welche ohne ihre Mitmenschen aus den Augen zu verlieren, konsequent ihren eigenen Weg gehen und oft auch einen hohen Preis dafür bezahlen. „Sei mutig, sei du“ regt zum Reflektieren der eigenen Gewohnheiten und Denkweisen an. Wir müssen ja nicht gleich unser Leben total auf den Kopf stellen, aber es schadet ja nicht, öfter mal in uns hineinzuhören, wer wir selbst wirklich sind, was wir wirklich wollen und dann mal einen individuelleren Weg einzuschlagen… Euer...

Letzter Auftritt einer großen Königin...

Wie wahrscheinlich den meisten bekannt sein dürfte, sind die Tage der Innsbrucker Stadtsäle gezählt. Ab Herbst werden dort die Bagger auffahren und dem neuen, in letzter Zeit vielleicht etwas lieblos behandelten aber sich doch recht schön in das Stadtbild einfügenden Gebäudetrakt, bestehend aus Kammerspielen, Stadtcafé und eben den Stadtsälen ein jähes Ende bereiten. Man kann hoffen, dass sich der Neubau des Hauses der Musik einen ebenso schönen Akzent in das Ensemble des Landestheaters und der gegenüberliegenden Hofburg bilden kann. Erbaut wurde der Gebäudekomplex von Franz Baumann, einem bekannten Innsbrucker Architekten, der zum Beispiel auch die Stationen der Nordkettenbahn, die Universitätsbrücke oder die Hauptschule Hötting geplant hat. Da der alte Stadtsaal durch Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstört worden war und an einen Wiederaufbau nicht mehr gedacht werden konnte, musste ein neuer Saal errichtet werden, Der Neubau war daher für die verschiedenen Veranstaltungsangebote einer Stadt wie Innsbruck vielseitig verwendbar, mit einem angeschlossenen Restaurant, dem Stadtcafé und hat sicher in den sechzig Jahren seines Bestehens gute Dienste geleistet. Und ich denke, dass sich noch viele ältere Innsbruckerinnen und Innsbrucker mit Wehmut dran erinnern werden, hier in den Zeiten, als es noch keinen Congress gab und auch sonst das Veranstaltungsangebot der Stadt im Vergleich zu heute  noch sehr bescheiden war, ihre ersten Konzerte, sei es nun klassische oder U-Musik genossen,  bei den diversen Schul- und Debütantenbällen das Tanzbein geschwungen zu haben oder auch spannenden Vorträgen und Diskussionen gelauscht zu haben. Kurz und gut: Am Sonntag, den 22. März, um 11 Uhr gibt es noch mal Gelegenheit, den Saal bei einer Konzertaufführung in seinem Fünfzigerjahre-Outfit zu genießen und dabei vielleicht auch ein wenig Nostalgie zu betreiben. Das Orchester der Akademie St. Blasius unter der Leitung von Karl-Heinz Siessl spielt ein sicher interessantes Programm. Einmal wird...

Vortrag und Diskussion: Zurück in die Zukunft. Zur Refeudalisierung sozialer Ungleichheit...

In den letzten 20 Jahren sind in vielen kapitalistischen Ländern Formen einer „Refeudalisierung“ sozialer Ungleichheit entstanden. Die heutige Winner-take-all-Position der ökonomischen Oberschichten geht auf Strategien der Privilegiensicherung zurück, die unter Ausschaltung zentraler Marktprinzipien darauf abzielen, Maximalgewinne zu erzielen. Begünstigt werden diese Strategien durch eine politische Umverteilung nach oben sowie durch den Zuwachs eigener politischer Macht. Diese Vereinigung wirtschaftlicher und politischer Macht einer neuen Reichtumsoligarchie lässt an vormoderne Klassenbildung denken, bei der eine Trennung zwischen Staat und bürgerlicher Gesellschaft noch nicht existierte. Nach der Veranstaltung laden wir ein zu Brot & Wein. Sighard Neckel ist Professor für Soziologie und Soziale Ungleichheit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Principal Investigator des dortigen Exzellenzclusters „Normative Orders“ und Mitglied des Kollegiums des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. Eine Veranstaltung von Wissenschaft und Verantwortlichkeit Zeit: Mittwoch, 25. März 2015, 19:00 Uhr Ort: Universität Innsbruck, SoWi, Universitätsstraße 15,...

Der 160-Millionen-Witz des Tages...

Jaja, ist ja schon gut: Jetzt heißt es „solidarisch zusammenhalten“, die „Krot schlucken“, bis zu 160 Millionen Euro zahlen, im worst case könnten es sogar noch ein paar hundert Mille mehr sein. Die Rede ist von den Auswirkungen des Hypo Alpe Adria-Desasters, deren „Abwicklungsanstalt“ HETA, deren vom Finanzminister verfügten Zahlungsunwilligkeit und nun eben deren Auswirkungen auf die Hypo Tirol und damit auch ganz konkret auf … dich und mich. Bisher war das Hypo-Debakel nur nebulös spürbar, schon bald kommt es aber knüppeldick. Das zeigte die heutige Landtagssitzung, in die eilig ein „Zwischenbericht“ des Landeshauptmannes eingeschoben wurde. Dass jegliche Ursachenforschung für die Misere keine Rolle spielen darf, zeigte die zeitliche Vorgabe: gerade mal auf eine (in Worten: 1) Stunde landeshauptmännliches „Berichten“ samt „Debatte“ hatte man sich im Vorfeld einigen können. Und auch das nur, weil Landtagspräsident Herwig van Staa generös „Gnade vor Geschäftsordnung“ ergehen ließ. Die böse HypoAlpeAdria sollte so in den Fokus gerückt werden – die haarsträubenden Sachelen und Dingselen rund um die Tiroler Landes-Hypo sollten nur ja nicht breit dargelegt werden können. Denn die haben es in sich. Auch in Tirol war man vor Jahren der Großmannssucht verfallen, wenn auch etwas später als in Kärnten, das sich die vermeintlich fettesten Fische am Balkan geangelt hatte. Für die Tiroler Landes-Hypo blieb lediglich das Monopoly-Spiel im Norden Italiens und ein bisschen Roulette in Deutschland. Sind ja auch wahre Kernmärkte für eine Landes-Hypothekenbank. Hunderte Millionen Euro mussten in den letzten Jahren abgeschrieben werden, vor wenigen Jahren konnte die Hypo Tirol lediglich mit über 220 Millionen Euro des Landesenergieriesen TIWAG „finanzmarktgerecht“ bilanzieren. Eine Quasi-Kreditklemme der Hypo Tirol und ein Stellenabbau in der Bank war die Folge. Und nun die nächste Hiobsbotschaft, die Landeshauptmann Günter Platter heute eilig überbrachte: 80 bis 160 Millionen...