Sonntagmorgen in der Stadt...

Es war eine Unsagbarkeit übriggeblieben. Es war eine Stille übriggeblieben. Es war etwas Zitterndes übriggeblieben. Es war etwas Merkwürdiges übriggeblieben. Es war ein Geruch übriggeblieben. Es war eine Ratlosigkeit übriggeblieben. Es war eine Lust übriggeblieben. Es war ein Glas Bier übriggeblieben. Es war ein Blick übriggeblieben. Es war etwas Nettes übriggeblieben. Es war etwas vom Vielen übriggeblieben. Hubert kam und küsste sie, weil er froh war, dass sie da war. Ein Leben, das half, für ihn. Konnte ja sein, dass er eines Tages unter dem Gewicht seiner Worte einfach...

SPIRIT OF CHANGE

Wer den Fernseher einschaltet, die Nachrichten im Internet und den Zeitungen verfolgt, ist tagtäglich mit den Problemen der heutigen Zeit konfrontiert: Umweltzerstörung, Klimawandel, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, Kriege, Hungersnöte und vieles mehr. Wir wollen uns ein ganzes Wochenende Zeit nehmen, um mit jungen Menschen über die Themen zu reden, die sie bewegen und Ideen entwickeln, wie wir alle gemeinsam aktiv werden können! Vom 19. bis 21. September verwandelt sich das Kinderfreundehaus auf der Hungerburg (Gramartstr. 7, 6020 Innsbruck) in eine Ideenwerkstatt. Ein Bündnis aus über 40 verschiedenen Organisationen lädt Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren zum Diskutieren, Visionieren, Planen, Träumen, kreativ und aktiv werden ein. Am Freitag habt Ihr die Möglichkeit, Themen einzubringen, die uns das gesamte Wochenende und darüber hinaus beschäftigen werden. Egal, ob Walfang in Japan, Demokratiekrise in Europa, fehlende Angebote für junge Menschen in Innsbruck oder die Bildungspolitik in Österreich – gemeinsam können wir überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, Projekte in Angriff zu nehmen und Dinge zu verändern! Für den Samstag haben wir uns bereits einige Workshops für Euch überlegt: Es wird einen „Rundgang der Not“ durch Innsbruck geben, bei dem Ihr Hilfsangebote von sozialen Einrichtungen der Stadt kennenlernt und Menschen, die im Rande der Gesellschaft stehen, in den Mittelpunkt gerückt werden. Caritas und Viva Con Agua beschäftigen sich mit dem Thema „Eine Welt ohne Hunger und Durst“ und das Klimabündnis mit der Verantwortung, die ein/e jede/r für unsere Natur und das Klima hat. Weitere Workshops werden zu den Themen Diskriminierung an Schulen und Bildungspolitik, Migration, Identifikation und Sexualität und generationsübergreifende Arbeit angeboten. Außerdem laufen parallel dazu offene Workshops, in denen Themen behandelt werden können, die bei den anderen Workshops nicht dabei sind. Das gesamte Wochenende ist für alle TeilnehmerInnen kostenlos! Für Verpflegung ist gesorgt und genügend Betten...

Wirtschaftskammer stoppt Kalkkögel-“Umfrage“: Nicht erwünschtes Zwischenergebnis führt zu Abbruch...

Es hätte eine „Umfrage“ gegen alle Regeln der Meinungsforschung und der Statistik werden sollen und das erhoffte Ergebnis hätte wohl als Rückenwind für eine Argumentationslinie für die Zerstörung des Ruhegebiets Kalkkögel dienen sollen. Doch mit der Mobilisierungskraft des Internets haben die Verantwortlichen der Tiroler Wirtschaftskammer offenbar nicht gerechnet. Rasch machte die so genannte online-Umfrage auf dem Portal wk-interaktiv „Sollen die Skigebiete Axamer Lizum und Schlick 2000 im Stubaital mittels der Erschließung der Kalkkögel verbunden werden?“ in den sozialen Netzwerken die Runde – und rief Umweltschützerinnen und Umweltschützer auf den Plan. Diese riefen ihrerseits zur Teilnahme auf – mit dem zwischenzeitlichen Ergebnis, dass sich mehr als 80 Prozent der Umfrage-TeilnehmerInnen für den Erhalt der Kalkkögel aussprachen. Während sich bei anderen wk-interaktiv-Umfragen im Durchschnitt etwa 30 Personen beteiligten, waren es bei der Wirtschaftskammer-Kalkkögel-Umfrage binnen kürzester Zeit mehr als 900. Die gewünschte Tendenz samt erhofftem Ergebnis seitens der Wirtschaftskammer Tirol wurde schon bei der Einleitung zur online-Umfrage deutlich. Dort stand sinngemäß, dass es nicht sein könne, dass der „grüne Schwanz mit dem schwarzen Hund wedelt“ – eine Phrase, die die obersten Seilbahner Tirols verwenden um der Landes-ÖVP auszurichten, dass sie sich von den mitregierenden GRÜNEN puncto Kalkkögel nicht blockieren lassen und den „Brückenschlag“ durchsetzen sollen. Doch mit der Mobilisierungskraft der Umweltschützerinnen und Umweltschützer hat man seitens der Wirtschaftskammer Tirol offensichtlích nicht gerechnet. Auf der ehemaligen, mittlerweile aus dem Netz genommenen „Umfrage“-Seite heißt es seit heute Mittag: „Sehr geehrter Tiroler Unternehmerin (sic!) und Unternehmer, das Voting ist abgelaufen. Die Umfrage ergab kein repräsentatives bzw. ein manipuliertes Ergebnis, da weniger als 10 Prozent der Umfrageteilnehmer von der WKO-Plattform „Service-News“ aus geantwortet haben. Mehr als 90 Prozent der Antworten stammen aus dem sozialen Netzwerk (facebook) und können somit nicht Unternehmerinnen und Unternehmern zugeordnet werden.“ Mein...

Nicht’bruck: 7

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Es folgt jetzt eine 25tägige Nicht’bruck-Pause, doch Ende September kehre ich zurück, mit neuen Eindrücken. Ort 7 Milchstraßig ist es heute Nacht, und niemand friert. Im schwarzen Wasser spiegeln sich Galaxien und Sterne, Millionen davon, und biolumineszentes Plankton blitzt hellgrün um uns auf, als wir im Sternenmeer schwimmen. Das stete, ruhige Plätschern kleiner Wellen auf Kies geleitet uns anschließend in den Schlaf, und alles ist so gut wie es nur sein kann. Kann so eine Welt denn jemals enden, oder wir auf ihr? Der neue Tag bricht an. Ich mache das...

Grüße an die Kolleginnen!...

Meine lieben Kolleginnen, hier bei den Griechinnen ist es ganz wunderbar und ich genieße meinen Urlaub fernab von Arbeit und Politikerinnen! Ich bin zwar zuerst nur mit einigen Seniorinnen auf Kreta gelandet, konnte mich jedoch einer Gruppe Sportlerinnen in meinem Alter anschließen, mit denen ich nicht nur die Kellnerinnen der Inseln auf Trab halte – wir gesellen uns auch zu den Schnorchlerinnen, Taucherinnen und Sonnenanbeterinnen. Nur die vielen Hündinnen am Strand störten uns etwas. Abends genießen wir das Nachtleben. Hier auf der Insel scheint jede eine Tänzerin zu sein! Und auch beim Essen merkt man: die Göttinen haben den Köchinnen Nachhilfe gegeben. Ich hoffe ihr armen Innsbruckerinnen im Norden amüsiert euch gut mit den regengeplagten Touristinnen! Mit den besten Grüßen auch an die Partnerinnen und Kinderinnen (ups, na da gehört das jetzt doch nicht hin…) Eure Kollegin L. PS: Ihr merkt schon, auf die männliche Form habe ich zu Gunsten der besseren Lesbarkeit verzichtet. Die männliche Form ist jeweils mit eingeschlossen! Einfach zu wenig Platz auf der...

CRITICAL MASS: InnsbRADL statt InnsBLECH...

Egal, ob mit dem Damenrad, Mountainbike, Kinderfahrrad, Hochrad, Trekkingbike, Rennrad, E-Bike, Beachcruiser, Lastenfahrrad, Skates oder Board: Einmal im Monat wollen wir durch die Stadt fahren und zeigen, dass wir uns nicht an den Rand drängen lassen, sondern uns den Raum nehmen, der uns zusteht!   Innsbruck ist zwar die Radhauptstadt Österreichs , trotzdem werden RadlerInnen aus dem öffentlichen Raum verdrängt, wie das Radfahrverbot in der Maria-Theresien-Straße zeigt: Holen wir uns die Straßen zurück! JedeR ist in der kritischen Masse willkommen, um gemeinsam den gewonnenen Raum zu erleben, den Straßenverkehr neu zu gestalten und zu einem respekvolleren und bewussteren Umgang aller Verkehrsteilnehmer_innen beizutragen. Wir zeigen, dass Radfahren ökonomisch, ökologisch, leise, gesund, praktisch und effizient ist und vor allem Spaß macht! Jeden letzten Freitag im Monat (also auch am 29. August) Um 18 Uhr in der Maria-Theresien-Straße (Annasäule) bei Regen, Schnee und Sonnenschein! Kommt zahlreich, seid laut, reclaim the streets!...

Menschliches Manifest

  Die Erde lässt sich nicht konsumieren, das Leben ist kein Produkt. Wer sich vermarktet, lebt gefährlich. Wer berechenbar ist, wird leicht ersetzt. Wir prostituieren uns täglich, weil wir meinen zu müssen. Wir konkurrieren gegeneinander in der globalen Gesellschaft mit unbeschränkten Haftung. Humankapital: Ein Leben – wer bietet mehr? Gott Google sagt uns, was wir wissen sollen. Wir konsumieren Beziehungen im Fressenbuch, deine Ironie gefällt mir, dein Widerstand ist Teil des digitalen Selbstmarketings. Homo sapiens sapiens  – Homo SS: wie stolz und stolprig lautet unsere Selbstbezeichnung. Wir haben den globalen Gott Geld erschaffen und opfern ihm die Zukunft unserer Kinder. Wesen werden zu Waren gemacht.   Doch wir sind keine Statisten und wir sind nicht gemacht. Die Macht ist blutig und dunkel, die Grenzen werden tödlich bewacht. Doch unsere Nächte sind zärtlich und unsere Träume sind frei. Wir sind Menschenkinder unter denselben Sternen. Jede/r/s einzigartig, wundersam und unverzichtbar, alle gleich an Würde und an Rechten. Nur gemeinsam sind wir frei  –  wollen uns homines sociales liberales nennen, einen Garten der Erdlinge schaffen. Bist Du...

Chatroom

Magst du kommen und mit mir Wein trinken? Ich hätte einen da, einen Chardonnay, Spätlese oder so. Was weiß denn ich. Magst du ihn mit mir trinken? Und dazu ein paar Glückskekse essen, die wir vorher in die grüne Sauce unserer Liebe getunkt haben. Und kann ich zu dir sagen: Ich liebe dich?, ohne daß es bloß irgendwie klingt, irgendwie unwirklich klingt, oder so. Ja, darf ich das? Und fragst du dann hernach, was ich damit meine, wenn ich es sage, und ob ich denn nicht auch nur so ein Einsamkeitskrüppel wäre, der bis spät in die Nacht hinein so herumchattet, sich ausweint so zwischen halb eins und halb zwei, völlig anonym, oder der der regennassen Haut eines ihm völlig fremden Mädchens nicht widerstehen kann und sie mit heißen Küssen bedeckt, so einfach mitten auf der Straße, ohne viel Fragen und auf Antwort Warten. Gut, sitzen wir beisammen und trinken den Chardonnay und essen die Glückskekse, und suchen in unseren Mythen oder lesen in den Memoiren der Sich-einmal-geliebt-Habenden nach dem großen Glück. Dem Endlosglück, dem Schnurlosglück, dem Lebensunterhaltungsglück. Und hören den Menschen zu, die immer weniger Sprache finden, die nur mehr in Kürzeln sprechen, in Kurztexten, in Smilies und traurigen Sonnen, und Äpfelchen und anderen Kuriositäten. Da hatten wir doch gerade noch die Bach’sche Matthäuspassion im Hinterkopf, da hoffen wir schon auf etwas Neues. Da sind wir doch nicht so und chatten uns von Highlife zu Highlife. Da sagst du, das sei doch alles, na ja du weißt nicht so recht. Du  bist so … Du kennst dich nicht mehr aus, du hättest gern, du würdest gern. Aber ich hab dich doch neulich erst eingeladen, du weißt doch noch, und du bist nicht gekommen. Und es hätte mich sehr...

Klamotten-Tausch-Rausch-Party...

Wenn euer Kleiderschrank überquillt oder ihr nichts mehr zum Anziehen findet, solltet ihr euch am nächsten Samstag, den 23. August, im SPIELRAUM FÜR ALLE (Franz-Fischer-Straße 12, oberhalb vom M-Preis) zwischen 16 und 24 Uhr einfinden. Es kann jede/r Klamotten umtauschen bzw. mitnehmen –  auch wer selbst keine mitgebracht hat. Und es gibt kein Limit: Alle sollen so viel nehmen, wie sie wollen. Was übrig bleibt, wird gespendet ( Lebenshilfe, Caritas, Bedürftige…) Außerdem gibt es eine Kleinigkeit zum Essen sowie hausgemachte Säfte, Bowle, Kaffee und Kuchen, Bier, Wein….. Alle sind herzlich eingeladen länger dort zu verweilen und einen gemütlichen und hoffentlich spaßigen Samstagabend mit netten Leuten zu verbringen …. Provi meint: Konsum ist out, teilen ist besser als zu besitzen: Es ist genug für alle da – super Idee!...

Nicht’bruck: 6

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 6 In welche Richtung kann man noch kippen, wenn man schon fällt? Wir fallen diese unendliche Straße entlang, in der trockenen Hitze flirrt sie und verschwindet am Horizont; ein Ende ist nicht in Sicht. Gestalten schleichen um halb fertige oder bereits verfallene Häuser, die einfach irgendwelche Leute sind. Sie könnten aber genauso gut unsere Gehirne fressen wollen. Wollen sie nicht, das weiß ich schon. Trotzdem werde ich irgendwie froh sein, wenn ich hier wieder raus bin, wenn dann die Endzeit endlich endet. Dies ist eines jener Wellentäler, in die wir manchmal müssen, um die Wellenberge noch zu erkennen. Ich mache das...