Nicht kleckern, sondern klotzen...

Da hätte man die Wirtschaftskammer beinahe schon loben können für die schöne mutige Fassade ihres neuen Gebäudes in der Wilhelm-Greil-Straße. Hätte sie diese nicht mit einem urigen kantigen Würfel  – Marke „Wo Tirol drauf ist, muss auch Tirol drin sein“  – selber abgeschossen. Zumindest nach dem ästhetischen Empfinden eines an der Moderne geschulten Auges. Nun ja, der Eindruck mag zwar, wie immer, subjektiv sein, nichtsdestotrotz sollte er hier dem Urteil der unvoreingenommenen Betrachter/innen freigegeben...

Songcontest: Countdown zum Showdown...

Bald wissen wir’s: Der ORF wird kund tun, wo der Songcontest 2015 stattfinden wird: Wien, Graz oder Innsbruck. Hat es Innsbruck etwas gebracht, 30.000 Euro für das Conchita-„Gratis“-Konzertchen zu spendieren? Hat Wiens Bürgermeister Häupl ORF-Generaldirektor Wrabetz nicht ohnehin unlängst beim Heurigen unter den Tisch gesoffen und alles geklärt? Und Graz? Was ist mit diesem Graz? Hier der Städetbattle Wien vs Innsbruck. Die Argumente sprechen für sich – nicht für eine der beiden Städte. Wien: Aufwändige Hubschrauberflüge für atemberaubende Bilder von Wien können eingespart werden. Es werden einfach zwei ORF-Kamerateams auf den Donauturm und den Stephansdom geschickt. Innsbruck: Nimm das, Wien: so viele Kamerateams wie rund um Innsbruck Berggipfel sind, hat der ORF gar nicht. Wien: Im Prater kann das Songcontest-Logo problemlos mit geschätzt 1.500 Schweinsstelzen aus dem Schweizer Haus nachgebaut werden. Product placement der Österreichischen Metzger-Innung und Ansprache des „Ja-natürlich!“-Schweinderls inklusive. Innsbruck: Lachhaft. Dort, wo vor einigen Jahrzehnten das Hakenkreuz an der Nordkette aufgemalt war, malen original Tiroler Kinder das Songcontest-Logo hin. Mit dem Blut der für die Schweinsstelzen geschlachteten Schweinderln. Und das nervige „Ja natürlich!“-Ferkel muss als erstes dran glauben. Wien: Das hervorragende Netz des Öffentlichen Verkehrs, seine dichte Vertaktung und das Fassungsvermögen vor allem der U-Bahn sind ein Garant für den raschen Transfer der ZuschauerInnen. Das Netz der Wiener Linien entspricht der Strecke Wien-Wien, also einmal der Erdumrundung. Innsbruck: Wer in Innsbruck zwei Mal umfällt muss einmal zurück umfallen um dort zu sein, wo er oder sie hin wollte. Wien: Die Bundeshauptstadt ist UN-Standort und somit quasi offiziell bestätigt eine Stätte des gelebten Miteinanders, der Offenheit und der Toleranz. Innsbruck: Innschbrugg isch a volle tollarant, es depperten Wiana ****lecha. Ckontschittaaa! Wien: Die exklusive Lage abseits des Wohngebiets garantiert, dass es zu keinen Beschwerden aufgebrachter AnrainerInnen wegen der...

Nicht’bruck: 3

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 3 Du bist eine seltsame Stadt. Postapokalyptisch die Ebene, die Dich mit dem nahen Meer verbindet, rauchig die Luft und rot die Sonne, auch am Tag. Du fühlst dich an wie nicht von diesem Kontinent. Niemand weiß genau, wie viele Menschen in Dir leben. Deine Innenstadt ist eine Insel. Hier wirkst Du fast gewöhnlich, mit Deinem grünen Rasen, Deinen Wasserspielen, Deinen Cafès und leuchtenden Ampeln. Doch verlässt man das zentrale Geviert, dann stehst Du plötzlich kopf. In verwinkelten Gassen zwischen düsteren Wohnblocks voller Antennen knistern und flackern Deine Straßenlampen, Menschen stehen, in leise Unterhaltungen vertieft, vor 24-Stunden-Läden. Alles ist finsterer Stein, Beton und Neon. Die Kanalisation grüßt unsere Nasen. Hier werden wir Deines Alters und Deiner Größe gewahr. Bald sind wir zurück am grünen Rasen. Ich mache das...

Der verbotene Park im Herzen Innsbrucks...

Sie alle haben etwas gemeinsam: Martin Rapoldi, Walther von der Vogelweide, Martin Rieder. Martin … wer? Martin Rieder. Es gibt einen Park im Herzen Innsbrucks. Einen offenbar verbotenen Park. Den Martin Rieder Park. Gerade einmal geschätzte 85 Quadratmeter groß, vor Ruhe Suchenden durch einen Zaun geschützt. Niemand soll die Ruhe dieses Kleinods innerstädtischer Behaglichkeit stören. Seit längerem schon soll er auch von niemandem mehr gesehen werden. Eventuelle Zaungäste werden nun von SVA-Werbeplanen vor gierigen Blicken auf das Nichts abgehalten. Gerüchten zufolge dient der Park als Mahnmal für die vielen von überzogenen Sozialversicherungsbeiträgen Geschröpften. Deshalb auch die minimalistische Ästhetik. Deswegen wurde auch Verhüllungskünstler Christo engagiert, den Park mit einer Plane zu umwickeln. In lauten Gewitternächten – so berichtet Anwohnerin Renate Geyer, die anynom bleiben möchte – werden mit den Steinen am Boden des Parks allzu milde SachbearbeiterInnen gesteinigt, die rasch einer Ratenzahlung außenstehender Sozialversicherungsbeiträge zugestimmt und sich so zu SozialversicherungsbeitragstäterInnen gemacht habe. Sie habe zwar selbst noch keine solche Steinigung gesehen, doch sei die Stille an Morgen nach Gewitternächten vielsagend. Überhaupt ist die Stille im Martin Rieder Park beängstigend. Kein Vogelgezwitscher erhellt den Tag. Nicht einmal Tauben, die sich sonst auf jedem Platz ab einer Größe einer Briefmarke niederlassen, sind zu sehen. Einmal, erzählt ein Mitarbeiter der Abteilung Meldewesen der gegenüber liegenden Gebietskrankenkasse, habe sich ein kränkelnder Herr an den Zaun des Martin Rieder Park gelehnt. Er gilt seither als vermisst. Doch wer war Martin Rieder? Welche Großtaten hat er vollbracht? Hat er sich wie einst Martin Rapoldi als Stadtrat und Vizebürgermeister um Innsbruck verdient gemacht? Hat er wie einst Walther von der Vogelweide die hohe Lyrik zu noch höheren Höhenflügen geschrieben? Nö. Martin Rieder hat nichts gemacht, er macht – und zwar nach wie vor. Auf dem Schild des...

The Makemakes – Rock aus Österreich...

Wer denkt man müsse österreichische Bands hinten anstellen der irrt. „The Makemakes“, eine 3-köpfige Rockband aus dem Salzkammergut überzeugt vom Gegenteil.   Bereits mit ihrem ersten Hit „The Lovercall“ erreichten sie die Spitze der Charts, aber auch auf der Bühne wurden Erfolge gefeiert. Im vergangenen Jahr spielten die drei Musik-Talente als Vorband für Bon Jovi in der Wiener Krieau vor mehr als 60.000 Besuchern. Florian Meindl, der Drummer der Band, beschreibt das Feeling mit Bon Jovi aufzutreten als: „Sau geil, könnt mich dran gewöhnen“. Das letzte Jahr war somit für die Jungs ein voller Erfolg. Die Erwartungshaltung unter den Fans wurde größer und der nächste Song entstand.   „Million Euro Smile“ Der neue Hit, „Million Euro Smile“ stieg in den Austria Top 40 Single Charts in der ersten Woche auf Platz zwei ein. In den Ö3 Hörercharts ist es aktuell der fünfzehnte Platz. Nebst Ohrwurmgarantie überzeugt auch das kreative Video, in dem 150 Liter Farbe zum Einsatz kamen. Die Grundidee hatte Band-Manager Paul Estrela. Ausgearbeitet und umgesetzt wurde das farbenfrohe Kunstwerk in Kooperation mit der Firma „Wuger“ aus Salzburg. Das Firmengelände wurde zum Drehort und eine Symphonie aus Farben und Klängen war geboren.   Ein Album entsteht Das erste Album inklusive „Million Euro Smile“ ist schon in Produktion und das Warten hat bald ein Ende. „Das Album wird in den nächsten Monaten fertig, ein Release-Date steht aber noch aus“, erklärt Florian Meindl. Erwarten kann man sich ein traditionelles Rockalbum gepaart mit modernen Einflüssen.   Mehr Infos zu Konzerten, Album Release und allem was noch nicht verpasst werden sollte, findet man auf der Makemakes-Fanpage. Stay tuned!   https://www.facebook.com/themakemakes?fref=ts Video: „Million Euro Smile“   Text: Christoph Jelinek Foto: Rene Deutschländer Auf dem Bild von links: Dominic Muhrer, Florian Meindl, Markus...

AUS DER CLOUD GESCHIFFT

Leere Zeilen von der Austro-Germanistik Wenn der Psychologe auf die Realität trifft, stößt er gerne den Satz aus: Jetzt haben wir ein Problem. Damit das, was der Psychologe für Realität hält, tatsächlich in Worte und Regelwerk umgewandelt werden kann, muss ein Großteil des Gegenübers ausgeblendet werden. Gegenüber ist das genaue Wort für den Klienten, denn dieser ist automatisch ein Gegner, der die Ordnung des Psychologen zu stören versucht. Kaum anders verhält sich der Germanist. Die Germanistik ist eigentlich als eine nationale Kriegs-Hilfswissenschaft gegründet worden, die dazu dient, militärische Einsätze vorzubereiten und bereits angeleierte Kriege mit der entsprechenden Rhetorik zu begleiten. Dabei werden raffinierterweise Dichter zwischengeschaltet, deren Werk man untersucht. Der Germanist ruft also nicht von sich aus zum Krieg auf, sondern findet einen Dichter, dessen Werk er durch Pseudo-Analysen protegiert. Das pure Kriegshandwerk, wie es zu Tage tritt in den Napoleonischen, den Französisch-Deutschen Kriegen und in den sogenannten Weltkriegen, die jeweils von Österreich oder durch Österreicher ausgegangen sind, hat immer auch die Germanistik beflügelt Erst als die Friedenszeiten zu lange dauern, um einer Germanisten-Generation Brot und Aufsatz zu geben, hat man sich darauf spezialisiert, die parteipolitischen Dichter zu betreuen oder für die Nachwelt aufzuarbeiten. Die Austro-Germanistik leidet unter der Mehrsprachigkeit des Kaiserreiches wie ein Hund, da selbst die Amtssprachen oft unüberschaubar sind. So blüht die Austro-Germanistik auch erstmals richtig auf, als es in der Republik darum geht, Kärnten deutsch zu machen. Dollfuß wird ausgeblendet und mit Katholizismus überlagert und dann hat man glücklicherweise gleich den Nationalsozialismus, der Stoff, Reibebaum und Aufarbeitungshalden en masse zur Verfügung stellt. Erstmals bricht dieses Imperium der Austro-Germanistik unter Kreisky richtig los, jetzt wird eine staatstragende Literatur geschaffen bis hin zur Vorlass-Tümelei, die die Kisten und Särge der Dichter noch über Jahrhunderte für die kommenden...

Nicht’bruck: 2

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 2 Rauchig ist die Luft, typisch für die Gegend. Es gibt noch Industrie. Aus den meisten Kombinaten aber sind längst riesige Industrieruinen geworden. Dennoch ist es eine schöne Stadt in einem schönen Land, jetzt schon, und noch mehr, wenn die Zeiten wieder besser werden. Zu entdecken gibt es viel, sehr viel. Die Menschen sind freundlich, das Essen ist gut. Wir stehen auf der Brücke, die zu begehen nachts nur mit einer Taschenlampe zu empfehlen ist und tagsüber mit offenen Augen, denn im Gehsteig gibt es ziemlich große Löcher in im Belag, durch die ganz nach unten gefallen werden kann. Aufgepasst muss hier schon werden, wenn man spazieren geht:  da sind Abgründe ohne Geländer, stromführende Leitungen hängen von ihren Masten herab, Verkehrsmittel fahren mit offenen Türen, und barrierefrei ist eigentlich gar nichts. Herrlich! Morgen wird es weiter gehen, hinaus in die Ebene, hin zur nächsten Stadt. Doch jetzt sind wir hier. Ich mache das...

Peace, Salam, Shalom, Pace, Mir – Frieden ist nur ein Wort...

Mir gehen sie fürchterlich auf die Nerven: Alle, die genau wissen, wer „schuldig“ ist und voller Selbstherrlichkeit Berge von Leichen für Argumente halten. Facebook und andere Plattformen sind voll von ihnen –  Nahostexperten und Putin-Fans, Freunde der Hamas und Verteidigerinnen Israels. Ihr gemeinsames Merkmal ist die Schwarz-Weiß-Brille und allesamt blicken sie völlig durch: Böse, unmenschlich und terroristisch sind immer nur alle anderen – die eigene Seite macht vielleicht hin und wieder einen „Fehler“, ist aber jedenfalls die einzig richtige. Politik bringt es mit sich, dass man sich manchmal für eine Seite entscheidet und eine andere ausschließt. Dementsprechend wählen wir eine bestimmte Partei und bezeichnen uns beispielsweise als „links“, „liberal“ oder „konservativ“: Soweit ist das nachvollziehbar, wobei sich auch hier oft die Frage stellt, ob es nicht meistens ums Rechthaben geht oder nicht doch besser Probleme gelöst, Ungerechtigkeiten beseitigt und Unterdrückung beendet werden sollten. Persönlich finde ich Diskussionen mit Andersdenkenden oft interessanter und auch entspannter: Eine andere Meinung zu hören, bringt mir einfach mehr, als eine einzige gemeinsam wiederzukauen. Nervös werde ich allerdings bei allen, die ihre Welt in ein Freund-Feind-Schema einteilen und dabei ganz nebenbei den jeweiligen GegnerInnen  jedes Existenzrecht absprechen. Menschen sehnen sich nach einfachen Antworten – richtig sind die aber nur ganz selten und stattdessen oft wirklich gefährlich. Selbst zu denken bleibt alternativlos – jedenfalls für alle, die lieber ihren eigenen Kopf gebrauchen statt sich instrumentalisieren zu lassen.   Am Dienstag, den 29. Juli  wird um 20 Uhr vor der Annasäule eine Kundgebung und ein Fackelzug für Solidarität und Völkerverständigung (initiiert vom Friedensforum Innsbruck)...

Orgelfest in Hall und Umgebung...

Am kommenden Freitag ist es wieder soweit! Bereits zum zweiten Mal findet vom 25. bis zum 27. Juli in Hall, Thaur, Absam und Mils das ORGELfest statt. Auf den Kirchenorgeln und dieses Jahr im Speziellen auch an Harmonium und Celesta können Sie ein außergewöhnliches und vielseitiges Programm miterleben, die Instrumente in den STUDIOS genauer kennen lernen, mit Musik und Text spazieren u.v.m. Es spielen Michael Schöch, Michael König und Hannes Christian Hadwiger gemeinsam mit der Sopranistin Susan Hamilton, dem aus Mils stammenden Geiger und Dirigenten Oswald Sallaberger und seinem La Maison Illuminée aus Rouen/Normandie sowie Tiroler Holz- und Blechbläsern. Das vor zwei Jahren gemeinsam mit den Bürgermeistern der vier Orte initiierte ORGELfest wird im Zweijahresrhythmus in den verschiedenen Kirchen von Hall, Thaur, Absam und Mils von der überaus rührigen Galerie St. Barbara veranstaltet. Das Programm, das die hier lebenden Organisten von europäischem Rang (Michael Schöch, Michael König, Hannes Chr. Hadwiger) gemeinsam mit dem auch aus Mils stammenden Geiger und Dirigenten Oswald Sallaberger und seinen Freunden (La Maison Illuminée, Rouen/Normandie) anbieten, reicht von Mendelssohn, Mozart, C.P.E. Bach und Anton Heiller (Thaur 25.7.) bis zu einem großen Abend mit feinster, stiller – aber auch ziemlich verrückter – Musik für Harmonium, Klavier und Celesta (Hall, 26.7., 19.30 bis 23 Uhr). Nach einer gastronomischen Pause um 22 Uhr beginnt eine gefühlsreiche Nacht mit Cage, Dvo?ák, Mozarts 1. Lodronische Nachtmusik und Bartóks Divertimento von 1939. Alles Musik die ich nur schwerstens empfehlen kann. Bereits am Samstagnachmittag um 15 Uhr gibt es eine kleine Lesung von mir im Gartenpavillon der Psychiatrie in Hall. Wie etwa auch mal ein Traktor einen Psychiater ersetzen kann.   Am Sonntag (27.7.) findet um 10 Uhr eine Messe in der Wallfahrtskirche Absam (u.a. mit einer Messe für den Tag des...

Nicht’bruck: Ort 1...

Dass es in Innsbruck ziemlich schön sein kann, wissen wir ja eh alle. Dass es außerhalb dieser Stadt aber auch schön sein kann, wissen manche nicht, so geht zumindest das Gerücht. Deshalb werde ich hier ab jetzt in lockerer Folge und immer ganz kurz namenlose Orte vorstellen, die nicht in Innsbruck liegen, zu denen aber gereist werden kann. Namenlos deshalb, weil Namen von Ländern und Städten sehr schnell Bilder im Kopf und Gefühlsfragmente erzeugen, die vielleicht gar nicht zutreffend sind. Und wer würde schon weiterlesen wollen, wenn die Überschrift eines Blogposts Trip nach Unterstinkenbrunn lautet? Wiewohl ich euch beruhigen kann, denn in Unterstinkenbrunn bin ich nie gewesen. Vielleicht hätte es sich aber eh gelohnt. Wie auch immer, bei mir gibt es jedenfalls keine Namen, nur Worte, ein Foto mit Koordinaten, und insgesamt vielleicht ein bisschen Inspiration. Wer Details wissen möchte, muss, kann, darf und soll Tante Google und ihre Maps bemühen. Fangen wir also an. Tadaa, der erste Ort! Ort 1 Es ist Anfang September. Wir sind an einem Meer. Es ist früher Morgen und angenehm; der Tag wird sehr warm werden, aber nicht drückend heiß. Über alte, schmale Straßen fahren wir auf einen Weinberg. Auf dem Weinberg stehen auch Olivenbäume und Zypressen. Wir lassen den Wagen stehen und laufen durch taufeuchtes knöchelhohes Gras über nicht eingezäunten Privatgrund. Niemand hindert uns daran. Es gibt keine Zäune. Nur uralte, niedere Steinmauern durchziehen des Gelände. Tau funkelt im Gras, wir funkeln im Tau. Es ist still. Aus der Welt sind wir nicht, aber es fühlt sich beinahe so an. Obwohl die große, alte Stadt nicht weit entfernt ist; wir spüren sie, aber wir hören sie nicht. Was wir hören, sind Windstöße in den Zypressen, vom Meer herein. Draußen braut sich etwas...