Filmtipp „Es ist was es ist“...

Sie erzählen von ihrem ersten Treffen, wie sie sich ineinander verliebt haben und dem Heimweh, den großen und den kleinen Sorgen denen sie sich im Alltag stellen. Ein Tirol-Japanisches Pärchen nimmt den Kinobesucher mit zu sich nach Hause, zum Essen mit Freunden und an einen seiner Lieblingsplätze am Höttinger Schießstand. Eine junge Österreicherin mit türkischen Wurzeln und ihr Mann aus Ghana reden darüber welche Stereotype die Eltern über den Mann aus Afrika hatten und dieser erzählt von seinen Ängsten, die von Vorurteilen genährt wurden. Die Hauptdarsteller des Dokumentarfilms „Es ist was es ist“ sind fünf Paare aus Nord- und Südtirol mit unterschiedlicher Herkunft. Eric Bayala führte Regie und schrieb das Drehbuch. Eine bunte Welt zeigt dieser Film, Stereotype brechen auf und ein neues Bild von Tirol kann so entstehen. Die erzählten Geschichten sind zahlreich und vor allem lebensfroh. „Es ist was es ist“ ist tiefgründig, witzig und mitreißend zugleich. Eric Bayala geht sensibel mit den Personen um und wirft einen zurückhaltenden Blick in ihre Lebenswelten. Ein Beweis dass man die oftmals hitzig debattierten Themen Integration und Migration auch ganz anders darstellen kann. Die nächsten Film-Termine: 30. Oktober, ab 19 Uhr – Metropol-Kino Innsbruck 6. November, ab 19 Uhr – Metropol-Kino Innsbruck...

Grnr Schtzngrmm oder: mfll!...

In der Sondersitzung des Tiroler Landtags verwendete der GRÜNE Klubobmann Gebi Mair eine Rhetorik, die man bisher von den Grünen nicht erwartet hätte. In der Agrargemeinschaftsfrage sprach er von einem „festgefahrenen Stellungskrieg“, bei dem „Schützengräben“ ausgehoben und „Granatwerfer in Stellung gebracht“ worden seien. Nun könne man eben noch mehr Granatwerfer aufstellen oder daran gehen, „Brücken zu bauen“. Zur Erinnerung: Im Februar 2013 waren es die Grünen, die per Landtagssondersitzung die sofortige Rückübertragung von ca. 200.000 Hektar Grund von Agrargemeinschaften auf die Gemeinden forderten. Brücken sollen nun gebaut werden – dabei handelt es sich jedoch in Wahrheit, um bei der Rhetorik Mairs zu bleiben, um das Zünden von Nebelgranaten, damit das Umfallen in der für die Tiroler Grünen einst so essentiellen Frage nicht mehr zu erkennen sein soll. Da kann man gar nicht anders, als das auf Ernst-Jandl-Art zu beackern: Grnr Schtzngrmm Schtzngrmm Schtzngrmm V-f-G-h V-f-G-h Grrrnnnn ts-ts-ts-ts V-l-k-s prt …..ei B…tnnnnnn B…tnnnnnn Schtzn …. au fmrsch Schtzn … au fmrsch Schtzn Schtzn k-k-k-k w-w-w-w Grn …scht Grn …pscht Grn … grrr B’schtzn Prvlg B’schtzn Prvlg G-g-g-g-bi G-g-g-g-bi scht scht pscht pscht T-T T-T pscht Grn Schtzngrmm Schtzngrmm B’schtzn Prvlg Grn grrrrrrrrrrrrrrrrrrrr Foto:...

Wohnungsvergabe neu – ein unsolidarisches Projekt?...

Die Stadt Innsbruck überarbeitet die Vormerk- und Vergaberichtlinien für die Sozialwohnungen der Stadt Innsbruck. Eine Überarbeitung der Vergaberichtlinien zum Vorteil der Wohnungssuchenden wäre schon längst überfällig. Was allerdings bislang nach außen gedrungen ist , deutet – gelinde gesagt – nicht gerade darauf hin, dass es sich hier um eine Verbesserung handelt. Zumindest dann nicht, wenn man der Ansicht ist, dass es Aufgabe der Stadt ist, leistbaren Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen. WohnungswerberInnen müssen statt drei nun ganze zehn Jahre in Innsbruck gemeldet sein, um es überhaupt auf die Vormerkliste zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass die Wartezeiten dann zwei bis sechs Jahre dauern, dann ist einmal gesichert, dass Wohnungssuchende mindestens 12 – 16 Jahre lang auf dem privaten Wohnungsmarkt sehen sollen, wo sie bleiben. Bei den Wohnkosten in Innsbruck wird das allerdings immer schwieriger. Die Befristung der Vormerkung ist angesichts der langen Wartezeiten ohnehin kritikwürdig. Die Umkehrung der „Bringschuld“ macht es also noch leichter Wohnungssuchende „unter den Tisch fallen zu lassen“, wenn diese nicht fristgerecht ihren Antrag erneuern. Der Anteil an Drittstaatsangehörigen soll nun ein Fünftel der BewohnerInnen in Innsbruck nicht überschreiten. Was sich dann als „Rücksichtnahme auf Migrationshintergründe“ liest, ist in Wahrheit nichts anderes als rassistische Vergabepraxis. Die Ablehnung einer Vergabewohnung soll automatisch für einen Ausschluss von der Vormerkliste für zwei Jahre zur Folge haben. Bislang wurde erst nach der dritten Ablehnung eine Sperre für ein Jahr verhängt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Überarbeitung der Vergaberichtlinien so kommt. Es wird allerdings deutlich, dass sich die Stadt schon lange von der Aufgabe verabschiedet hat, den Menschen, die hier leben, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Ganz abgesehen davon, dass die Mieten auch in den Sozialwohnungen der Stadt Innsbruck alles andere als billig sind, hat die Stadt nicht...

Schwarz-grünes Agrarunrecht stinkt zum Himmel...

Ein netter Schnappschuss zum heutigen Sonderlandtag zum Thema AGRARGEMEINSCHAFTEN (von Susanne Wunderer auf Twittter). So schnell konnte man gar nicht schauen, wie die Grünen ihre jahrelangen Forderungen für die Kiwi-Koalition über Bord geworfen haben. Die Landtagssitzung könnt ihr euch live unter www.tirol.gv.at/landtag/live/ ansehen (oder später im Archiv) – das Thema wird Tirol wohl auch in Zukunft weiter...

Ausgeschlossen aus dem Schlosspark...

Der heutige Sonntag hat mit seinen spätsommerlichen Temperaturen zu einem feinen Sonntagsausflug eingeladen. Einen besonders schönen Platz, um die rotgoldene Oktobersonne zu genießen sowie Ruhe und Grün in sich vereint vorzufinden, bietet der Schlosspark Ambras. So idyllisch die herbstliche Witterung, so ernüchternd der heutige Nachmittag. Was ist geschehen? Nach dem Mittagessen sind wir mit unseren zwei kleinen Kindern zum Familienausflug Richtung Schlosspark Ambras aufgebrochen. Es sollte ein besonders feiner Nachmittag werden, da die Kinder den Park, in dem ich als Kind selbst unzählige Male gespielt hatte, zum ersten Mal kennen lernen sollten. Als wir beim Eingang des Parks, der oberhalb der Autobahn liegt, ankamen, mussten wir feststellen, dass ein Eisengitter uns den Zugang verwehrte. Einem dort angebrachten Zettel entnahmen wir kurz und bündig, dass „schlechte Witterung“ herrsche und der „Park wegen Lebensgefahr bis auf Weiteres geschlossen bleibt.“ Punkt. Ok, meinten wir, vielleicht ist in diesem Teil des Parks beim Wintereinbruch letzte Woche ein Baum umgestürzt. Oder irgend so etwas. Also weiter, auf zum nächsten Eingang. Unangenehmerweise geht’s da sehr steil bergauf. Zumindest mit zwei kleinen Kindern eine ziemliche Herausforderung. Macht nichts. Als wir den steilen Anstieg erklommen hatten, das bereits bekannte Bild. Tor geschlossen, knapper, nicht wirklich informativer Zettel. Sonst nichts. Auch eine Vielzahl anderer Leute, zum Teil ebenso mit kleinen Kindern, sind heute umsonst hinauf gewandert zum Schlosspark. Eben Pech gehabt, das war es dann mit feinem Nachmittag.. War es das wirklich? Kann es das gewesen sein? Ein Blick auf die Internet-Seite der „Bundesgärten“ wird wohl Aufschluss bringen, denke ich noch. Eine leise Ahnung meinerseits erweist sich allerdings – bedauerlicherweise – als richtig. Weder die Bundesgärten-Homepage noch eine weitergehende Recherche im Internet liefern Aufklärung über den geschlossenen Schlosspark. Die Schließung des Parks wird mit keinem einzigen Wort erwähnt....

Alphabet – Angst oder Liebe...

Schon lange hat mich kein Film mehr so beeindruckt wie Alphabet – Angst oder Liebe. Ich würde mir wünschen, dass Lehrerinnen und Lehrer, Studierende und alle Menschen, die mit Kindern in Kontakt kommen, sich diesen Film ansehen. [video:http://youtu.be/GInqHl8MnIU] Bildung ist der Schlüssel für unser Verständnis von der Welt und wir alle lernen, sobald wir uns mit unserer Umwelt beschäftigen. Das Bildungssystem befindet sich fast überall auf der Welt in einem grundlegenden Umbruch: Wie sollen Kinder und Jugendliche auf eine sich immer schneller verändernde Welt vorbereitet werden? Neue Informationstechnologien erfordern neue Gedankengänge und Kreativität, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Der Film "Alphabet" zeigt bisweilen drastisch, wie Leistungsdruck und Konkurrenzdruck die Schulen rund um den Globus prägen. Es geht um Anpassung und Evaluation, Wissen wird in abprüfbare Informationen zerlegt statt neue Denkwege zu erproben. An den Schulen lässt sich der Zustand jeder Gesellschaft ablesen: Wenn Wettbewerb und Effizienz unhinterfragbare Dogmen sind, werden Kinder zum Material, das "passen" muss – oder gnadenlos aussortiert wird. Noch bis Ende Oktober im...

Eins, zwei, drei – lang lebe die Bäckerei!...

Die Bäckerei wird drei Jahre jung und weil immer, wenn ich zu singen beginne, kleine Kinder lautstark nach ihrer Mama schreien, blogge ich ihr meine allerherzlichsten Glückwünsche eben. Auch wenn drei Jahre eigentlich keine wirklich lange Zeitspanne ist, kann (und vor allem: will) ich mir die Bäckerei kaum noch aus Innsbruck wegdenken. Was sie wirklich einzigartig und unverzichtbar macht, ist die Offenheit, die sie verkörpert. Das Flair erinnert mich an Berlin: Der herrlich abgefuckte Industrie-Charme, die Patina längst vergangener Geschäftigkeit schaffen ein Ambiente zum Wohlfühlen. Die Bäckerei ist ein Versuchslabor für kreative Köpfe – wer sich durch das Programm der vergangenen Jahre klickt, wird feststellen: Hier gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Das Spektrum reicht von der Radlwerkstatt Bikerei bis zur Klassik Lounge, gemeinsame Meditationsabende finden hier ebenso statt wie das allseits beliebte SonntagsCafé, der Poetry Slam und das Philosophische Café. Heute (18. Oktober, ab 20 Uhr) feiert sich die Bäckerei selbst und zwar auf angenehm selbstironische Weise: Bevor es an die Arbeit im vierten Bäckereijahr geht, wird jedoch erst einmal eine Nacht lang gefeiert, auf den Lorbeeren ausgeruht oder besser noch herumgetanzt, gegenseitig Schultern und Egos getätschelt und Zukunftsmusik gespielt. Alle, die mögen, sind herzlich eingeladen und der Bäckerei sind noch viele ereignisreiche Jahre zu wünschen. Die Bäckerei – Kulturbackstube Dreiheiligenstraße 21a 6020 Innsbruck...

Ein Gläschen Wasser für die Welt...

Ich hab heute eine tolle Geschichte erlebt, und die geht so: Zu zweit saßen wir gemütlich im Café Central und bestellten Mittagessen. Freund_in bestellte Suppe und Saft, ich Gulasch und Wasser. Alles passte soweit, nur die Bedienung stellte mir mit einem entschuldigenden Satz „Ich darf leider nur mehr kleine Gläser Wasser hergeben“ ein winziges Glas Wasser hin. Wenn „mittel“ ca. 0,3 Liter sind, und groß ca. 0,5, dann war mein Glas irgendwo bei einem Drittel bis Hälfte von „mittel. Ich zuckte mit den Schultern und war mir sicher „Dann bestell ich halt öfters nach“. Aber dem war nicht so. Als ich nämlich mehr von dem Wasser haben wollte, wurde mir mitgeteilt „Die Restaurantleitung erlaubt nicht mehr als ein Glas Wasser“. Die Bedienung kann ja nichts dafür. Der Kragen wäre mir dennoch fast geplatzt. Es geht mir ja wirklich auch ums Geld. Ich hab nicht allzuviel davon, und wenn ich mir ein Mittagessen um fast 10€ leiste, dann trinke ich nicht auch noch ein Getränk um weitere 2 – 3€. Dass ich gezwungen werde, wenn ich schon konsumiere noch mehr zu konsumieren (oder Durst zu leiden), das ist schon die Superlative des Konsumzwangs. Und vollkommen lächerlich. Als nächstes wird eine Stoppuhr auf den Tisch gestellt, und wer nicht alle fünf Minuten 1€ einwirft, muss gehen. Es geht mir aber auch noch um etwas ganz anderes. Wir haben gute, ausgezeichnete Wasserqualität in Innsbruck und in Tirol. Will ich also Wasser trinken, muss ich stilles Mineralwasser aus… ja wo auch immer bestellen. Das ist schlichtweg lächerlich, nicht ökologisch und zeigt auf wie gierig dieser eine, sehr gut laufende Betrieb ist. Und das gehört meiner Meinung nach einfach nicht unterstützt. Weil ich ja nicht für andere sprechen kann, kann ich es nur für...

DER COUNTDOWN LÄUFT…...

Der nachfolgende Artikel wird unter dem „Menüpunkt“ urban erscheinen, da ich der Ansicht bin, dass uns das alle was angeht. Und wenn urban genau genommen auch noch zu begrenzt scheint, ich in diesem Rahmen aber unter global nichts einstellen kann, so bitte ich PROVINZ’bruck sich hiermit ausnahmsweise daran gefönen zu können , auch einmal etwas nicht provinzielles, sprich: nicht rein auf Innsbruck bezogenes kundtun zu dürfen. Und wieder: genau genommen ist es doch sehr wohl auch etwas auf Innsbruck bezogenes, – wenn auch nicht im engeren Sinne, – oder doch? Je nachdem wie betrachtet, ist es dann doch etwas auf Innsbruck bezogenes: nur eben im engeren ODER im weiteren Sinne, oder im engeren UND im weiteren Sinne.. Genug der Wortklaubereien und dafür zu meinem Anliegen: Bitte, bitte seid so gut, – wenn auch nicht alle, so zumindest ein paar (wenige oder viele) von euch: klickt auf unten stehenden Link, holt euer „Ausweispapier“ und füllt aus, was nur auszufüllen geht.. !!! Wenn kurz vor den Wahlen schon so viel darüber gepredigt wird, wie viel eure Stimme wert ist, dann vergesst darüber auch bitte nicht kurz danach! STOP VIVISECTION! Ausstieg aus der tierexperimentellen Forschung:...

Mietsklave – Protestaktion am Samstag...

Vorabinformation zum Inhalt der DEMO auf der Innbrücke am 19.10.13, 12.00 Uhr auf der Innbrücke, zum Thema NICHT mehr leistbarer Eigentumswohnraum, teure Mieten, niedere Einkommen, Tiroler Agrarunrecht – zahlreiche politische Verschuldungen, Versäumisse und KLIENTELPOLITIK der ÖVP. Sehr geehrte Verantwortliche in der Politik, bei den Medien, in der Kirche sowie alle rechtmäßigen Baugrundeigentümer in Tirol, am Samstag, den 19.10.13 um 12.00 Uhr findet direkt auf der Innbrücke vor der Innsbrucker Altstadt eine Bürgerversammlung statt. Ein Versuch des Brückenschlages zwischen den Bürgern und der Politik zu den Themen: Tiroler Agrarunrecht und NICHT mehr Leistbares Wohnungseigentum. Wozu ich hiermit gerne alle Verantwortlichen, vor allem Sie, einlade, um eine öffentliche offene Diskussion zwischen leidtragenden Bürger und verantwortlichen Politiker führen zu können. Dies Schreiben geht an die angeblichen Tiroler Volksvertreter zu deren Parteizentralen: Tiroler VP, die Tiroler SPÖ, FPÖ, die Grünen, die Liste Fritz, zu unserer geschätzten Bürgermeisterin sowie dem Landeshauptmann samt deren Stellvertretern! Natürlich auch an die größten Printmedien und dem Tiroler ORF! An die Tiroler Kirche und an die Tiroler Arbeiterkammer! Mal sehen, ob seitens der Politik-Vertreter angeblichen Volksvertreter und unseren Medienvertretern Interesse für diese bereits seit langen akuten Bürgerproblemen bestehen? Wir werden sehen und dann auch verstehen – wer uns WIE und überhaupt vertritt, darüber WIE aufklärt und öffentlich dafür gesprächsbereit ist oder nicht. Ganz mit Provokation – unser Lohn ist nämlich vielfach ein Hohn! Vielen Dank im Voraus für zahlreiches Erscheinen. Viele Tiroler, darunter auch mit der Lage vertraute Fachleute sind der Überzeugung(!) unsere misslichen Umstände sind vor allem ÖVP-verschuldet! Das verfassungswidrige, per ÖVP-Amtsmissbräuche durchgeführte Tiroler Agrarunrecht, auf jeden Fall! Auch unsere Baulandpreis- und Verfügbarkeitsproblematik! Die hohen unerklärlichen Baukostenpreise aufgrund ungenügender Wettbewerbsbehördenaufsicht des Baumarktes eigentlich auch! Unsere niederen Tiroler Löhne ebenfalls! Wer hat uns in diese Lage hinein gesteuert bzw. regiert?...