Kroatien trifft auf Tirol...

– grenzüberschreitende Lesung und Vernissage in Glurns Am Samstag, den 3. August 2013 treffen in Glurns/Vinschgau, im „Schludernser Torturm“ ab 18:00, elf KünstlerInnen aus Nord- und Südtirol, Kärnten und Kroatien im Rahmen einer Lesung und Vernissage aufeinander. Mithilfe unterschiedlicher Kunstformen – Sprache, Malerei und Fotographie – reflektieren sie die Orte ihrer Herkunft, wobei kritische Anklänge nicht fehlen. Die Autorinnen und Autoren sind: Josef Beneder (Innsbruck), Barbara Zelger (Sterzing/Innsbruck), Dina Ivan (Zagreb), die Dialektdichter Bernhard Brugger (Bruneck) und Walther Siess (Absam), die Liedermacherin Betty Quast (München/Kärnten), Gerald Eschenauer (Villach), sowie die diesjährige Preisträgerin des Schwazer Silbersommers, Margit Helga Hosp (Völs). Die Vernissage beginnt gegen 20:00, mit Bildern von Katharina Zelger (Sterzing/Innsbruck), Maria Zelger (Sterzing/Innsbruck) und Margit Helga Hosp, sowie Fotographien von Betty Quast und Matija Drozdek (Osijek). Veranstalter ist der Verein KINEME (Kulturinitiative für nachhaltige Entwicklung in Mitteleuropa, siehe: www.kineme.wordpress.com ), unter freundlicher Mitwirkung der Stadtgemeinde Glurns; die künstlerische Leitung hat Betty Quast. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Veranstaltung bildet den Abschluss eines Projekts des österreichischen Vereins mit Sitz in Kärnten, das von der Region Trentino-Südtirol gefördert wird: Letztes Jahr hat dabei die KINEME eine Gruppe junger Erwachsener im Raum Osijek/Ostkroatien aus dem Umkreis der altösterreichisch-deutschsprachigen Minderheit aufgebaut, die sich mit Themen der Nachhaltigkeit in Verbindung mit der kulturellen Tradition Mitteleuropas befasst. Abschließend kommt diesen Sommer die kroatische Gruppe für eine Bildungsreise nach Glurns. Foto: Stefan...

(Über)Schnappschuss_1

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Offener Brief an die Innenministerin...

 Sehr geehrte Frau Ministerin Mikl-Leitner! Die von Ihnen getätigten Aussagen zu den Abschiebungen der aus Pakistan geflüchteten Menschen – und das müssen auch Sie zugeben – waren zynisch und geschmacklos, wurden aber selbstredend von potenziellen Wähler_innen des rechten Randes gerne gehört. Ich jedoch bitte Sie, und auch das ist im Sinne des österreichischen Rechtsstaates in Asylangelegenheiten möglich: Stoppen Sie die Abschiebungen! Sie haben sie, die Möglichkeit; und Sie würden dadurch nicht im Widerspruch zum Rechtsstaat stehen. Denn: Wenn es eine solche Möglichkeit gibt, dann scheint sie auch rechtens (zumal ich davon ausgehe, dass "Weisungenerteilen" an irgendwelche Behörden quasi Ihr täglich Brot als Ministerin ist) – und in diesem Fall würden Sie Rechte von Menschen, die im Übrigen über nationale Gesetze stehen, stärken. Ich weiß, Sie haben sich in Ihrer Kommunikationsstrategie verfahren und können nun ohne "Schwäche" zu zeigen nur schwer aus Ihrem eingeschlagenen Weg heraus. Vor allem vor den oben angesprochenen Wähler_innen des rechten Randes wäre ein Zurück Ihrerseits ein "Schwächeeingeständnis". Sie haben sich keinen Ausweg mehr gelassen, die Tür hinter sich zugeschlagen, so auch den Menschen, die Hilfe brauchen, die von Verfolgung und auch Tod bedroht sind. Das Zeigen von vermeintlicher Schwäche ist für mich aber ein kleiner Preis den Sie zu zahlen hätten – für Sie, Ihre Strategie und für Ihre Partei ein großer, ein zu großer, wie es scheint. Sie haben Stärke bewiesen, Frau Ministerin, aber nun und zeigen Sie Größe und Menschlichkeit. Mit freundlichen Grüßen Dave...

Heimat Land Erde

Die Staatsgrenzen wurden von Herrschenden und Kriegssiegern gezogen, um ihre Untertanen zu trennen und auszugrenzen. Man kann sich glücklich schätzen, österreichische(r) Staatsbürger(in) zu sein. Hier HERRSCHEN Wohlstand, Gemütlichkeit und seit fast 70 Jahren Frieden. Gerade die Tiroler(innen) wissen, wie willkürlich Grenzziehungen ablaufen: Das „Trauma“ Südtirol hat sich in eine wahre Erfolgsgeschichte gewandelt. Eine Wiedervereinigung erscheint ebenso unrealistisch wie überflüssig. Trotz berechtigter Kritik hat die Europäische Union innereuropäische Grenzen weitgehend überwunden. Zugleich hat man die Festung Europa errichtet: Tag für Tag werden Menschen als AUSländer stigmatisiert, ausgegrenzt und in Schubhaft gesperrt. Viele von ihnen haben Todesgefahren überwunden, um hierher – ins „gelobte Land“ – zu kommen. Über 30.000 Menschen starben seit 1991 bei dem Versuch, die EU-Außengrenzen zu erreichen, – viele davon ertranken im Mittelmeer. ÖsterREICH ist ein Land, in dem viele über die Ausländer herziehen: Schon ein Blick ins Telefonbuch beweist, dass dieses Land ohne Einwanderer(innen) nicht denkbar wäre. Trotzdem gilt eines der schärfsten Asylgesetze weltweit, zugleich knausert Österreich bei der Entwicklungshilfe – in einem der reichsten Länder weltweit, wohlgemerkt. Vor nicht einmal 70 Jahren wurden hierzulande Menschen aufgrund ihrer „Rasse“ in Lager gesperrt und bestialisch umgebracht. Meine Heimat heißt Erde, meine Rasse: Mensch. Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Reisepass sind nebensächlich, entscheidend ist vielmehr das Verhalten der Menschen miteinander. Jede Grenze wurde mit dem Blut Unschuldiger gezogen, um irgendein Vaterland gegen ein anderes abzugrenzen. Es liegt an uns, eine neue Seite im Geschichtsbuch aufzuschlagen: Globale Demokratie, Solidarität und Frieden – grenzenlose Menschlichkeit....

Informationskampagnen: Nötig oder NötigUNG?...

Wöchentlich jeden Freitag- und Samstagnachmittag finden In Innsbruck seit 2006 Protest- und Infokundgebungen bei der Kleider Bauer-Filiale in der Innsbrucker Museumstrasse statt. Die Kundgebungen dort finden mit Schwerpunkt Tierpelzthematik statt; selbstverständlich informieren die AktivistInnen mittels Flugblättern aber auch stets über Tierausbeutung und Tierrechte im allgemeinen, sowie über Veganismus als logische Konsequenz. Die Letzten Wochen kam ein weiterer thematischer Schwerpunkt dazu: die Thematisierung des Vorwurfs der „Nötigung“. Laut dem besorgniserregende OLG-Urteil vom Mai 2013, sei es ja eine  Nötigung, ein Modehaus aufzufordern, aus dem Pelzgeschäft auszusteigen, weil es ansonsten eine legale und friedliche Kampagne geben wird, in deren Verlauf die Kunden und Kundinnen über die Tierquälerei bei Pelzen informiert werden und deshalb vielleicht nicht mehr in diesem Modehaus einkaufen. Laut Oberlandesgericht ist das sogar „gegen die guten Sitten“. Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung – aber sittenwidrig sich für Tierschutz einzusetzen? Nötigungen am laufenden Band seit 2006? 100.000 Menschen nötigen Kleider Bauer? – sogar mehr als 100.000 Personen haben im Laufe der Kampagne gegen den Tierpelzverkauf des Kleider Bauer Konzerns die Petition den AktivistInnen unterschrieben, auf welcher es ganz deutlich heisst: Die unterzeichnenden Personen fordern die Geschäftsleitung von Kleider Bauer auf, endlich aus dem blutigen Handel mit Tierpelzen auszusteigen! Sie möchten erst dann wieder bei Kleider Bauer einkaufen, wenn dieser bekannt gibt, keinen Echtpelz mehr zu verkaufen. Um zu verdeutlichen wie grotesk sich die Auslegung der Nötigung in diesem OLG-Urteil darstallt, haben sie bekannterweise bereits mehr als 2000 Menschen selbst wegen Nötigung angezeigt; darunter auch Prominente wie der Kabarettist Roland Düringer und die „Zwa Voitrotteln“, die Gewinner der ORF Comedy Chance Show. Vorausslichtlich im Herbst könnte diese zweite Auflage des Tierschutzprozesses starten. Politische Kampagnenarbeit als Nötigung? – werden dadurch dann auch Bestrebungen wie die Clean Clothes-Kampagne kriminalisiert, wo es darum geht gegen Kinderarbeit und für...

Spotted: University of Innsbruck – a competitor of ElitePartner?...

6.782 likes on Facebook – the university itself only has 9.132, that’s not too much of a difference. Is Spotted: University of Innsbruck (for anyone who might not know: a page on which you can post something about someone you have seen/met/spoken to and you want to meet) really a means to find interesting people or just a page making fun of someone who seriously believes in what he/she is writing? I still can’t decide. What most annoys me, however, is that the creators want it to be “fully anonymous”. Guys, it’s the 21st century. Wake up! NOTHING on Facebook is anonymous. There are people who take the website seriously and say something like: “It is really embarrassing. I saw you in front of the library. When I saw you again later with a friend I was smiling at the two of you – although the look of your friend rather suggested that I was a freak.” Also a good friend of mine was recently spotted and anyone reading it might have immediately known that it was her – so “anonymous” is just a bit of an understatement. Unfortunately, they did not take a liking to each other. In fact, my friend felt rather intimidated by his earnest (!) confession of love and was really annoyed by all the people calling her up asking how things were going with the guy. Well, before that I would not have believed Facebook users to really take this page seriously. What strikes me as odd is that you normally do not tell someone from the first second onwards that you like him/her, do you? If you already know that your acquaintance is attracted to you personally, where’s the tension in it then?...

Im Eissalon

Er hatte sie mit drei Böllerschüssen feierlich verabschiedet. Drei, weil sie drei Jahre mit ihm verlobt gewesen war. Und mit Papierböllern war das ja kein Problem. Im Eissalon flog deshalb nichts auseinander, obwohl die Kellnerinnen irritiert waren wegen der völlig ungewöhnlichen Knallerei, sagten aber nichts.. Der einsame alte Mann saß still. Er wartete auf Reaktionen, es kamen aber keine, so dass es weiter still blieb. Er schaute nur. Die Gäste schauten nur und waren irritiert. Und sollten es auch sein. Er konnte niemanden umarmen, aber das wusste keiner. Als er die drei Böller abgeschossen hatte, schüttelte er jedem der Gäste die Hand, auch der Kellnerin, aber er schaute sie nicht an dabei. Dann ging er. Vorher tranken sie und aßen sie und machten auf Konversation. Sie verfluchten nichts und niemanden und gaben nichts und niemandem für etwas die Schuld. Sie beließen alles so wie es war. Dann kam der alte Mann und begann mit der Knallerei, und es gab ein klein wenig Abwechslung. Sie hörten auf, nett zu sein. Sie schrien einander zu, um nicht missverstanden zu werden. Sie holten auf, mächtig holten sie auf. Sie rückten näher aneinander, waren irritiert wegen der eher ungewohnten Knallerei um diese Zeit, wie schon gesagt. Gaben aber alle noch Bestellungen auf, Eis oder Eiskaffee, Drinks oder Kuchen und Torten, so jedem was ihm schmeckte und nach dem er verlangte. So blieben sie alle bis auf weiteres frei. Einige von ihnen gingen aufs Ganze und umarmten sich letztlich. Sie wussten, sie gehörten zusammen.   © Helmut...

TKI open 14 – wir fangen schon mal an...

Die Förderschiene TKI open wurde 2002 in Kooperation mit dem Land Tirol konzipiert und ist seither ein zentrales Projekt der TKI. TKI open fördert zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte, künstlerische Experimente und die Bearbeitung von kulturellen, sozialen und politischen Fragen. Der Fördertopf wird mit Mitteln des Landes Tirol finanziert und jährlich unter einem von der TKI gewählten Schwerpunktthema ausgeschrieben. [video:http://youtu.be/w8SLkOjw3qE] TKI open läd zur Einreichung zeitgenössischer Kunst- und Kulturprojekte ein. Einreichfrist: 21.10.2013. Mehr auf www.tki.at Grafik/Animation:Birgit...

Von oben möcht ich dich loben...

Der Himmel spannt sich über Wände aus Fels & Eis und blaut sich über dem Tal das sich der Fluss durch die Jahrtausende schuf Wir hocken dort oben zwischen die Wolken geschoben Erschüttert entzückt erblicken wir diese Spielzeugwelt wie für ein berggroßes Erdenkind aufgebaut Wie klein und endlich wir Menschen sind und werden doch alle zur Mutter Erde zurückkehren Danke, pachamama für deine Fülle und mein Dasein als Erdling und Wiesenwicht alle Wesen loben dich Foto: Michaela...

ANSICHTSSACHEN: 61 Gründe Innsbruck zu verlassen oder dazubleiben...

Das Buchcover dürfte eher verpixelt ausfallen, aber extra Werbung dafür zu machen, ist eh nicht sehr sinnvoll: Von  ANSICHTSSACHEN: 61 Gründe Innsbruck zu verlassen oder dazubleiben, das die MICHAEL GAISMAIR GESELLSCHAFT 1996 herausgegeben hat, gibt es nur noch Restposten und antiquarische Fundstücke. Wer allerdings ein Exemplar ergattert, kann sich glücklich schätzen. Die 61 Beiträge von AutorInnen, WissenschaftlerInnen und anderen interessierten StadtbewohnerInnen sind wahrhaft ausnahmslos auf hohem Niveau und eröffnen sehr vielfältige Zugänge und Blickwinkel auf unser alpines Weltdorf. Die Gaismair-Gesellschaft ist eine kritische Institution und daher bleiben auch Schattenseiten, Schandflecken und braune Überbleibsel nicht aufgespart. Ebenso wird auch Kulturellem und Kultigem mit einem liebevollen Augenzwinkern gehuldigt – die einzelnen Beiträge sind sehr persönlich verfasst und mit teilweise historischem Bildmaterial illustriert. Der Bogen spannt sich von historischen Betrachtungen – über Die Hutterer, Tirol gewaltlose Urkommunisten – bis zum memento mori oder Radfahren in Innsbruck. Auch wenn das Buch schon einige Jahre alt ist, sind die einzelnen Beiträge zeitlos und allesamt auch 2013 noch delikatestes Lesefutter. Mich würde es bärig freuen, wenn eine zweite Auflage erscheint. Und wenn wir schon beim Träumen sind: Das digitale Stadtgeflüster wird irgendwann vielleicht auch in Buchform gebracht, wenn wir wollen und der Föhn es mit sich machen lässt. Ansichtssachen. 61 Gründe, Innsbruck zu verlassen oder dazubleiben. Magis, Almud und Bernhard Nicolussi Castellan Innsbruck Michael Gaismair Gesellschaft, 1996....