Neues vom Südring

Dass mit dem geplanten Ausbau der Grassmayrkreuzung inklusive einer Untertunnelung eines Stückes davon eine neue Verkehrshölle droht und das ganze Vorhaben städtebaulich in den siebziger jahren angesiedelt ist, also ein Weg zurück wäre, versucht die Innsbrucker Bürgerinitiative  IG Südring anhand von Gutachten namhafter Verkehrsexperten und zahlreichen Plänen, Skizzen und Computeranimationen meiner Meinung nach gut zu belegen. Alles abzurufen unter http://www.igsuedring.at/   Es ist zu hoffen, dass hier noch Vernunft und Mut bei den politischen Entscheidungsträger/innen eintritt, und der Mut, einmal Beschlossenes auch rückgängig zu machen. Mit den 40 Millionen könnte für die Stadt jedenfalls Sinnvolleres wie etwa den Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs gefördert werden.   Die Entscheidung über den Bau des Projektes steht ja noch im heurigen Dezembergemeinderat an. Reinschauen in den Link lohnt sich...

Music and the city (Vol. 39): Isabelle Duthoit...

      „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ (Wittgenstein)                       http://www.muku.at/Konzert-Trio-Bouge_pid,16610,nid,30584,type,newsdetail.html http://www.facebook.com/#!/events/171797926297815/ http://www.youtube.com/watch?v=TTTlShY68pw http://www.youtube.com/watch?v=Nej_dUTkgB4 http://www.youtube.com/watch?v=6kHZ5ezJTY8 http://www.youtube.com/watch?v=0h3mrOA41Vw&feature=related  ...

Tödliche Hundeköder in der Reichenau...

Zweifellos: Wer Hunde mit Gift- oder sonstigen gefährlichen Ködern (zB Frankfurter mit Glasscherben) an den Kragen will, der hat nicht nur im Regelfall ein großes psychisches Problem, er ist auch jedenfalls strafbar (zB § 222 StGB: Tierquälerei; § 125 StGB Sachbeschädigung; §§ 176 f: Gemeingefährdung; § 38 Bundestierschutzgesetz) und schadenersatzpflichtig.   Solche Fälle kommen aber immer wieder vor: Aktuell sind wieder mal die Hunde in Innsbruck, insb in der Reichenau gefähdet: Also Achtung! Link   Foto von Andrey/wikipedia    ...

Music and the city (Vol. 38): Ravi Coltrane II...

Warum fällt mir in Bezug auf das Konzert von Ravi Coltrane die Formulierung „Thinking inside the box“ ein und warum kann ich mich gar nicht erinnern, woher dieses Zitat stammt und ob es überhaupt eines ist? Ich möchte nicht schon wieder vom System Jazz sprechen und werde es hier auch nicht tun. Ravi Coltrane, Sohn des legendären John Coltrane, gastierte am 21.11. im Innsbrucker Treibhaus.   Es gibt jedenfalls eines, das völlig evident ist nach dem Konzert von Ravi Coltrane uns seinen durchgehend exzellenten Musikern: Alles bewegt sich hin zur Evidenz und verschleiert, zerstreut und verunmöglicht zugleich auch schon wieder. Ich komme auf keinen Punkt und das obwohl alles auf den Punkt gebracht worden ist. Vielleicht mag ich diesen Punkt auch nicht mehr, das Zentrum das eigentlich völlig klar ist, lässt sich für mich nicht mehr verstehen. Eine seltsame Situation, aus der ich mich auch Tage nach dem Konzert nicht habe befreien können. Und immer noch spreche ich nicht darüber, finde nur Atttribute wie sehr gut, interessant, melodisch ansprechend.   Niederreißen oder verschönern?   Und was die „Box“ betrifft, warum fällt mir da eine Schachtel ein, gut ausstaffiert, innen bunt bemalt, man fühlt sich wohl, wenn man sich vorstellen könnte, sich in dieser aufzuhalten: und doch besteht sie aus Karton, sind ihre Wände nicht sonderlich massiv, ganz im Gegenteil. Man könnte sie leicht niederreißen und sehen, was sich außerhalb befindet. Doch drinnen ist es schön, warm, gut beackert und auch hier ist schon ein Begriff da, der sich „Freiheit“ nennen könnte – und spielerische Raffinesse. Und sie ist rießengroß, auch nach Jahren kann man sich kaum vorstellen, jeden Winkel von ihr gesehen, erkannt und verstanden zu haben.   S. und ich sind uns einig: Hier will nicht ausgebrochen werden, hier will bespielt werden,...

Herr Hermes in der Bäckerei...

Herr Hermes ist ein skurril-schräger Moderator, der vor allem durch seine Auftrittte in Willkommen Österreich bekannt wurde: Morgen, am 24. November, tritt er mit seinem Bühnenprogramm in der Bäckerei auf.   Herr Hermes und die unteren 10.000: Die Making-of Tour #2 Hermes besucht seit mehr als 4 Jahren für „Willkommen Österreich“ (ORF-Donnerstag Nacht) Feste und Veranstaltungen von Zell am Moos bis Würmla. Er erlebt bei seinen Drehs Absurdes bis Skurriles – pro Beitrag mindestens 3 Stunden Geschichten, Schicksale, Verwunderliches, Rührendes – 3 Minuten bleiben im Fernsehkastl übrig – das meiste nicht gesendet, vieles verharrt ungesagt…   Diese wahren Schätze des noch nie gezeigten Materials serviert Euch Hermes. Seine unterhaltsamen Seitenblicke auf die Sehnsüchte der Kleintierzüchter, die Natursektvorliebe der Goldwäscher, den Durst am Zeltfest, die braune Seite der Maibauaufsteller bringt er zum zweiten Mal abendfüllend auf die Bühne. Zum Krummlachen, machmal traurig, oft erstaunlich.   Video: Herr Hermes und die unteren 10.000   Ein Bühnenprogramm für alle Sinne, wie die Wahl zu Mister Jackass – gibt’s Scharfes für die Augen und Heißes auf die Ohren.   Warum ich da bin, OIda? weil Jeda so is wie Jeda is, OIda! dass Jeda so Scheiße is wie a Jeda, OIda! dass da Darabos, Darabos bitte sag ma, Darabos, warst Du im Zivildienst, Darabos? sag ma das, Du Hawara, Du! (O-Ton „Cola Rum Ball“)   Samstag, 24.11.2012 um 20:30 Uhr in der Bäckerei Eintritt: 9, 11 oder 13...

Da hamma wieder glacht # 1...

Zwei Zahnstocher gehen auf die Höttinger Alm. Als sie kurz stehen bleiben, um Luft zu holen, flitzt ein Igel vorbei. Sagt der eine Zahnstocher zum anderen: “Heast Oida host du gwusst, dass do a Shuttle-Bus aufi...

VASEVA folkrockt das Treibhaus am FREItag...

Am kommenden Freitag, 23. November, wird das Treibhaus ab 20 Uhr von gleich zwei großartigen jungen Bands zum Beben gebracht: DUKE LUCENT aus Schwäbisch Gmünd (Nähe Stuttgart) und VASEVA aus Hall werden sounden, was das Zeug bzw. der Treibhaus-Keller hält. Verpassen sollte das keine/r, die/der auf Fusionen aus Folkrock, Alternative, Jazz, Soul, der richtigen Prise Pop und guten Texten steht und ihrer/seiner Tanzlust so richtig Luft machen will.     VASEVA, was übrigens weder mit altbewährten Hautcremes noch mit dem Namen der Bandmitglieder zu tun hat, steht für frische, gefühlsbetonte, vor allem in letzter Zeit seeehr tanzbare, reich instrumentierte (!!) Klänge, die einfach Spaß machen und keinen Fuß still stehen lassen. Zwei Alben hat die 10-köpfige Bande mit Durchschnittsalter unter 20 bereits kreiert und das war’s bestimmt noch lange nicht von ihr.     Auch die germanen Gäste DUKE LUCENT geizen ganz und gar nicht mit ihren Reizen: Allerfeinstes kantig-vertracktes Sound-Entertainment, das ganze Post-Noise-Indie-Prog-Rock-Wände entstehen lässt, wartet auf alle, die am Freitag den Weg ins Treibhaus beschreiten.     Uhuund weil FREItag ist – gibt’s das Ganze gratis, aber umsonst geht da bestimmt keine/r hin.     www.facebook.com/events/111697172322907/      ...

Politik: Neues von Franks Truppe...

Für das Team Stronach scheints beständig aufwärts zu gehen: Am 8. November erhielt Franks kleine Truppe den Klubstatus im Parlament und gab dort vor Kurzem ihr Debut. Einige Tage zuvor hat sich zudem das Team Stronach in Tirol konstituiert. Hinter diesen Erfolgsdaten stehen allerdings ganz wesentliche Startschwierigkeiten, die zu strukturellen Problemen werden könnten. Weniger sind damit das (noch) konturlose Parteiprogramm und die viel zu nebulösen Werte als vielmehr die mithin skurillen Auftritte des Parteichefs und seine Personalwahl gemeint: In Tirol setzt sich sein Team va aus Gruppierungen aus dem rechten politischen Spektrum zusammen (etwa Hans-Peter Mayr: Spitzenkandidat 2006 der Liste „Neutrales Freies Österreich“; Johann Moser „Alt Tyroler Schützen“; Alois Wechselberger „Tiroler Patrioten“ und ex-FPÖ)[1]. Das wurde hier schon einmal aufgegriffen. Interessant sind darüber hinaus die Bezirke: So wird das frühere FPÖ-Mitglied Richard Tautscher als der künftige Stronach-Mann in der Landeshauptstadt Innsbruck gehandelt: Bekannt wurde er durch eine recht herbe Auseinandersetzung am Abend der Innsbrucker Gemeinderatswahl 2012.   Fragwürdige „Berühmtheit“ hat sich auch Peter Prantl, der aktuelle Parteiobmann von „Team Stronach“ im Bezirk Imst, erworben. Demgegenüber sind bislang weder in Tirol noch sonstwo weithin bekannte Persönlichkeiten in Stronachs Team eingeworben (dafür aber durchaus unfreiwillig vereinnahmt) worden. Ob mit dem derzeit bestehenden personellen Unter- und (was Stronach selbst betrifft) Überbau die bislang konstant hohen Umfragewerte von ca 10 % bei den Nationalratswahlen oder allenfalls bei den Landtagswahlen in Tirol gehalten oder gar übertroffen werden können, ist daher fraglich. Auch wenn Stronach va auf die Zugkraft seiner Person und schwächelnde etablierte Parteien setzt: Letztlich haben auch die Spitzenkandidaten in den Wahlbezirken entscheidenden Anteil am Erfolg.   Foto: Steindy/wikipedia [1] http://tirol.orf.at/news/stories/2557250/ und...

Tiroler Musikleben in der NS-Zeit...

Veranstaltungsreigen mit Film, Symposium, Konzerten und Ausstellungen ab 21. November leistet Aufarbeitungsarbeit  Geschönt, umgeschwindelt, verfälscht: Verstrickungen in den Nationalsozialismus werden in den Biographien der „Säulenheiligen“ der Musik in Tirol nach wie vor gerne verschwiegen. Anlässlich der Diskussionen über den Komponisten Josef Eduard Ploner (1894-1955) beschäftigen sich MusikwissenschaftlerInnen und HistorikerInnen mit dem Tiroler Musikleben in der NS-Zeit sowie mit dem Umgang der Fachwissenschaft und der Öffentlichkeit mit diesem Thema nach 1945. Die Institute für Zeitgeschichte, Musikwissenschaft und das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck sowie die Abteilung für Musikwissenschaft/Musikalische Volkskunde der Universität Mozarteum Salzburg, das Gemeindemuseum Absam und die Tiroler Landesmuseen haben ein Programm zusammengestellt, das die bisherige Sicht auf die Musik und das Musikleben im Tirol der NS-Zeit erweitern möchte. Der Veranstaltungsreigen wird am kommenden Mittwoch, 21. November um 19 Uhr in der Buchhandlung Thalia (Museumstr. 4) eröffnet: Ein kurzer Farbfilm aus dem Jahr 1943 wirft ein interessantes Licht auf Musik und Öffentlichkeit im Innsbruck der NS-Zeit. Zu hören sind Werke von lokalen Komponisten aus der NS-Zeit sowie Features von Bert Breit und Hannes Schütz, die sich nach 1945 kritisch mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzten. Wissenschaftliches Symposium im Archiv für Baukunst In einem Wissenschaftlichen Symposium am Donnerstag, 22. November werden Aspekte zur NS-Musikpolitik und zum Musikleben während der NS-Zeit diskutiert. Einer Peneldiskussion zum Umgang mit der NS-Vergangenheit stellen sich Mag. Dr. Kurt Drexel (Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck), Priv.-Doz. Mag. Dr. Christoph Hölz (Archiv für Baukunst, Universität Innsbruck), Prof. Mag. Dr. Johann Holzner (Brenner-Archiv, Universität Innsbruck) und Prof. i.R. Dr. Olaf Bockhorn (Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien). Gemeinsame Fragestellungen ergeben sich aus der dort zu sehenden Ausstellung „Bauten der dreißiger Jahre. Beispiele aus Tirol und Oberbayern“. Das Symposium und die Schau im Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck (Adambräu,...

Initiative: Freie Fahrt für InnsbRadl...

Die AktivistInnen gegen das Radfahrverbot in der Maria-Theresien-Straße lassen nicht locker und wollen nun eine Bürgerinitative starten. Diese wird sich auch für einen Ausbau des Radwegenetzes stark machen.   Hier der Text im Wortlaut  Wir wurden schon oft gefragt, wie es jetzt weiter geht in der Fahrradcausa – wir verratens euch: Im neuen Stadtrecht gibt es die Möglichkeit einer Bürgerinitiative; sollten mehr als 200 Leute diese Unterstützen, liegt sie 4 Wochen im Rathaus auf. Wird sie in den 4 Wochen von mehr als 2000 Personen unterzeichnet, kommt die Initiative zur Abstimmung, und diese Abstimmung ist für den Gemeinderat bindend. Und wir formulieren diese Bürgerinitiative gerade… Sollte sich jemand an dieser Formulierung beteiligen wollen, freuen wir uns um jeden Beitrag. Bei einer Mail an office[at]jusos.at bzw. einer Facebook-Nachricht an diesen Account, bekommst du die aktuelle Version zugeschickt und kannst dich beteiligen!   Die Frage, wie der Verkehr organisiert wird bzw. welche Verkehrsmittel besonders gefördert werden, ist für eine Stadt richtungsweisend. Wollen wir noch mehr PKW-Verkehr und einen millionenteuren Tunnel am Südring? Oder sollen die Radwege ausgebaut werden und öffentliche Verkehrsmittel verbilligt werden? Das sind keine Wünsche ans Christkind, sondern lokalpolitische Entscheidungen, die für unseren Lebensalltag entscheidend sind: Wollen wir ein umweltfreundliches InnsbRadl – oder ein InnsBlech, das den Autos unterirdische Kathedralen baut und unter einer Dunstglocke verschwindet?   Einmal mehr gilt: Macht den Mund auf, mischt euch ein und werdet aktiv: Wer nur im stillen Kämmerchen vor sich hinmault, wird alles hinnehmen müssen, was andere entscheiden. Demokratie lebt von Beteiligung – nur vom Zuschauen wird die Welt nicht...