VEGANMANIA 2012: Probiers mal vegan!...

Bereits seit 1997 veranstaltet die Vegane Gesellschaft Österreich (VGÖ) die veganen Sommerfeste für Jung und Alt. Seit 2008 beteiligen sich auch Tiroler Tierschutzgruppen und -aktivist_innen. So findet das Sommerfest in Innsbruck heuer zum fünften Mal statt.   Klimafreundlich – Nachhaltig – Vegan VeganMania 2012 Das vegane Sommerfest für die ganze Familie!   Samstag, 01.09.2012 Marktplatz Innsbruck von 10:00 bis 21:00 Uhr   Bei der VeganMania wird gezeigt wie einfach eine vegane Lebensweise sein kann ohne dabei auf gutes Essen, tolle Kleidung oder Spaß verzichten zu müssen. Beim kreativen Kinderprogramm kann gemalt und gebastelt werden, es findet ein Kinderschminken statt und nicht nur die Kleinsten werden auch heuer wieder begeistert sein von Riesenseifenblasen zum Selbermachen und Jonglage, Clownerie und Pantomime mit Frieda (siehe Bild im Anhang). Für Musikalische Unterhaltung sorgen heuer: Albino (Hip-Hop / Kiel); Fatmagic (electronic based music / Wien); FaulenzA (akustischer Punk / Bochum); Jamilou (rocking kids).   Verschiedene Informationsstände zu Tierschutz, Klimaschutz und Ernährung, nachhaltige Fair-Trade Mode und vegane Köstlichkeiten machen das Sommerfest zu einem beliebten Treffpunkt für Tourist_innen und Einheimische. Da auch dieses Jahr, wie bei den veganen Sommerfesten in Innsbruck üblich, wieder kein Alkohol ausgeschenkt wird, ist gute und entspannte Stimmung auf der VeganMania garantiert.   Eine Aftershowparty findet im Anschluss im Cafe Decentral  mit Shira (Rock); Renitenz (Hip-Hop / Nürnberg); MistaR (Hip-Hop / Innsbruck); DJ ARTEM (Dupstep ua.) statt. Einlass ab 20:00 www.veganmania.at/2012/innsbruck.htm   Veranstaltungstipp von Judith...

Wilderin in der Stadt

Auch wer den Eingriff in fremdes Jagd- und Fischereirecht nicht goutiert – Die Wilderin muss man einfach mögen. In der Seilergasse, im ehemaligen Hudelist, hat sich ein neues Lokal etabliert: Wer das Hudelist mochte, wird von der Wilderin auch nicht enttäuscht sein.   Diese kommt ein wenig jünger, frischer daher: Das Lokal ist im Wesentlichen unverändert, auf der Galerie wurde ein Loungesitzbereich geschaffen, Barbereich ist unverändert. Beibehalten wurde die Live Musik Dienstags und Donnerstags, hier wird gejamt.   Der gestrige Lokalcheck hat ergeben: Das Lokal will sich merklich abheben. Die Bestellung eines Veneziano kann in Ermangelung eines Aperols nicht erfüllt werden, stattdessen können Menschen mit resistenter Magenschleimhaut einen Schilcher bestellen. Was ich aber nicht mache und auch niemals machen werde. (Weil der letztmalige Konsum von Schilcher am Vorabend einer steirischen Hochzeit dazu geführt hat, dass ich von der sicher sehr rührenden Hochzeitszeremonie nichts mitbekam, weil ich hinter der Kirche ziemlich unelegant den Mageninhalt auf geweihten Boden verteilen musste. Freude kam beim anschließenden Sektempfang bei mir auf: Es gab Schilchersekt!) Mensch muss in der Wilderin aber nicht Schilcher trinken, drei andere kreative Aperitiv-Mixgetränke stehen auf der Karte.   Die Bilder an der Wand gefallen mir, es ist in Erfahrung zu bringen dass diese für einen wohltätigen Zweck ersteigert werden können. Die Karte ist übersichtlich und bei vielen der Grundprodukte ist angeführt, woher sie stammen. Merklich ist die Konzentration auf Regionales. Wir probieren das Renken Tartar aus dem Starnberger See, gemacht auf Matjes Art. Tadellos, die nette Kellnerin bemüht sich auch, das Prinzip der Fermentation, das die Renken durchlaufen haben, zu erläutern. Die folgende Räucherforelle aus dem Leutasch und auch das Grauvieh vom Weerberg sind ebenfalls tipptop. Die Weinkarte ist nicht riesig, schmückt sich nicht mit bekannten Namen, aber fast alle...

Erfolgreiche Kundgebung auf Innsbrucker Autobahnbrücke...

In Innsbruck fand am Dienstag dem 28. August die erste Autobahndemo im Zuge der laufenden Kampagne TIERSCHUTZ IN DIE VERFASSUNG statt.   Bereits 2009, während der Kampagne „Stopp Staatsterror gegen Tierschutz“ überzeugten sich die Tiroler AktivistInnen von der großartigen Reichweite derartiger Kundgebungen. So positionierten sich im abendlichen Stoßverkehr rund 10 AktivistInnen auf einer Brücke über die Autobahn und montierten in beide Fahrtrichtungen der A12 Inntalautobahn Transparente mit der Aufschrift: ÖVP BLOCKIERT TIERSCHUTZ INS TIERVERSUCHSGESETZ!   Mit 2500 gezählten Fahrzeugen in eine Richtung pro Stunde, erreichten die AktivistInnen von 16.30 bis 18.30 in beide Richtungen etwa 10.000 AutofahrerInnen. Unter Einbeziehung der Tatsache, dass in manchen Autos auch mehr als nur eine Person sitzt, werden es schlussendlich sogar noch mehr gewesen sein. Viele AutofahrerInnen zeigten ihre Unterstützung mit „Daumen-Hoch-Gesten“, so die AktivistInnen.   Derart motiviert, werden die Innsbrucker TierrechtlerInnen in Zukunft bestimmt mehr solche Kundgebungen veranstalten. Der nächste Fixtermin zu Tierversuchen und Tierschutz in die Verfassung in Innsbruck ist am Freitag, wie immer von 14.00 bis 17.00 in der Museumstrasse. Am Samstag fällt die Kundgebung dort ausnahmsweise aus, weil die Veganmania in Innsbruck Station macht. Und zwar von 10.00 bis 21.00 am...

Mehr als Fassade

Während der Prestigegedanke andernorts Beton zum Blühen bringen will, verleiht der Inzinger Kulturverein einer verstummten Festung tatsächlich Raum und Stimme. Wer den kreativen Prozess rund um das baufällige „Wegmacherhaus“ miterleben will, hat ab Samstag, den 01. September 2012, den Möglichkeitsort dazu.   Veranstaltungsreihe: „Wegmacherhaus preloaded“   Eröffnung   Sa. 1.9.2012 um 20 Uhr unter dem Gemeindeamt: Begrüßung durch BM Heel und GR Saxl, gefolgt von drei filmischen Annäherungen:   Rundgang durchs Wegmacherhaus (WMH) Doku: Inzinger erinnern sich an das bewohnte WMH Abschließend ein im WMH gedrehter Spielfilm Ausklang im Gespräch mit den Filmschaffenden   Weitere Veranstaltungen im September (alle bei freiem Eintritt):   Sa. 8.9.2012, 20 Uhr, vor dem Wegmacherhaus Junge Inzinger_innen und ihre Freund_innen präsentieren eine Performance aus Musik, Theater und Film   Sa.15.9.2012, 20 Uhr, Gemeindeamt, Sitzungssaal Lesung Christoph W. Bauer, musikalisch begleitet von Andi Mathoy   Sa. 22.9.2012, 20 Uhr, unter dem Gemeindeamt Live-Konzert: Christina und Derek Shirley mit musizierenden Pflanzen   Fr. 28.9.2012, 19 Uhr, Gemeindeamt, Sitzungssaal Diskussionsabend „Kulturentwicklung am Land“ anschl. Abschlussfest mit Live-Musik junger Inzinger Liedermacher_innen   Weitere Informationen:   www.wegmacherhaus.at  ...

Sie hab´n a Haus baut

Der neue PEMA-Tower an der Kreuzung Museumstraße/Bruneckerstraße steht kurz vor der Eröffnung. Mit dem 49 Meter hohen Gebäude entsteht ein neues Wahrzeichen in direkter Nähe des Insbrucker Hauptbahnhofs.   Auf einer Fläche von rund 3.300 Quadratmetern beherbergt der multifunktionale Gebäudekomplex unter anderem ein Designerhotel, ein Day Spa, eine Shoppinggalerie sowie Büros. Auch die Redaktion der Tiroler Tageszeitung soll im Herbst 2012 hier einziehen.   In den letzten Jahren verändert sich Innsbrucks Stadtbild geradezu rasant: Die Neugestaltung des Landhausplatzes, das neue Kaufhaus Tyrol, die Hungerburgbahn und das Tirol Panorama sind nur die neuesten Prestigeprojekte – mit dem O3 auf dem ehemaligen Lodenareal sind dringend benötigte Wohnungen entstanden.   Sie hab´n a Haus baut von Arik Brauer   Andere Projekte wie die Grassmayr-Kreuzung und die Neugestaltung des Südrings harren noch ihrer Verwirklichung. Man wird sehen, ob das Versprechen der Ampelkoalition, die Wünsche der Bevölkerung einzubeziehen, auch umgesetzt wird.   Persönlich gefällt mir das „neue“ Innsbruck nicht schlecht, wenn ich mir auch mehr Grünflächen und vor allem verkehrsberuhigte Zonen wünsche. Die FuZo in der Ma-Thesi zeigt eindrucksvoll, wie urbaner Lebensraum gestaltet sein kann. Hoffentlich wird das Projekt „Kulturgarten“ (Angerzellgasse und Universitätsstraße) bald umgesetzt: Hier könnte ein Innsbrucker Museums- und Kultur-Quartier entstehen und neue Akzente im Stadtbild setzen.   Foto von Haydar...

„Fan“-Randale in der Innsbrucker Innenstadt...

Frisch von YouTube: Ein paar so genannte Fußballfans randalieren in der Innsbrucker Innenstadt. Wahrscheinlich war den Burschen sehr fad im Hirn und Wacker spielt zurzeit eh zum Weinen – das Spiel war übrigens Wacker Innsbruck Amateure gegen Austria Salzburg. Hier das...

Voulez-vous KOSCHUH avec moi?...

Voulez-vous KOSCHUH avec moi? – wer sich dieses verführerische Angebot nicht entgehen lassen möchte, ist am Mittwoch, den 5. September 2012 um 19 Uhr, in der Buchhandlung Haymon, (Sparkassenplatz 4, Innsbruck) genau richtig!   Markus Koschuh, Kabarettist und europäischer Poetry-Slam-Vizemeister hat seine besten Slam-Texte ausgewählt und endlich in Buchform veröffentlicht. Das Taschenbuch ist für sehr faire 9,95 Euro im Haymon Verlag erschienen.   Wer sich das Büchlein zu Gemüte führt, sollte Vorsicht walten lassen: Für Lachkrämpfe, Zwerchfellerschütterungen und notorische Bruhahahahitis übernehmen weder Autor noch Verlag die Verantwortung. Das Schöne an Koschuhs Texten ist, dass in schriftlicher Form viele der humoristischen Doppeldeutigkeiten und stilistischen Feinheiten zur Geltung kommen, die während der rasanten und effektvollen Poetrx Slams oftmals untergehen.   Die einführenden Worte spricht die Lektorin Linda Müller – es empfiehlt sich, einige Minuten vor 19 Uhr aufzutauchen, da in der Haymon Buchhandlung sicher viele Koschuh-Fans anwesend sein...

6020 Straßenrat(t)en: Level 7...

Wie so ziemlich alles, folgt der Innsbrucker Straßenverlauf einer Hierarchie. Und wie ebenfalls so ziemlich alles, wird auch das städtische Straßennetz in Klassen eingeteilt. In Kategorien, die uns den Weg von A nach B erleichtern & uns unserem Ziel näher bringen sollen. Dass unser Vorankommen am Besten direkt und im Vorbeigehen passieren sollte, scheint kein Thema zu sein. Doch kein Thema, gibt’s nicht.   Der Weg ist das Spiel   Die Innsbrucker Straßen liegen uns zu Füßen, denn wir stehen drauf. Doch kennt ihr das Pflaster wirklich, das ihr jeden Tag betretet? Welchen Gedanken hängt ihr beim Gehen nach? Treffen sich eure Blicke? Kreuzen sich eure Wege? Welche Beobachtungen macht ihr Tag für Tag? Was verbindet euch mit bestimmten Orten? Ist es euch wichtig, heute hier und morgen dort zu sein? Setzt ihr euch überhaupt gerne in Bewegung? Und wenn ja, warum?   Straßenrat(t)en sucht nach Antworten, wirft neue Fragen auf und lebt von eurer Beteiligung. Ob auf Innsbrucks Straßen – wie jemand in der letzten Runde kommentierte – wirklich nur „ungefähr 9 Prozent der Menschen zurücklächeln“, lässt Raum für Spekulationen. Ob der hohe Prozentsatz Schlechtgelaunter mit der aktuellen Karmasin-Umfrage zusammenhängen könnte, auch. Sicher ist nur, dass ÖVPler_innen derzeit wohl ausschließlich in ihren Kellern lachen undLevel 7 starten kann....

Bildungpolitik für Kurzsichtige...

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Stumpfsinnigkeit in diesem Land Österreich argumentiert wird.   Landeshauptmann Platter hat sich plötzlich für die Gesamtschule ausgesprochen. Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln, aber die Reaktionen lassen an Klarheit nicht zu wünschen.   Ein Funktionär der AHS-Gewerkschaft meint etwa, „die real existierende Gesamtschule ist gescheitert. Die hochfliegenden, sozialromantischen Erwartungen an die Gesamtschule blieben in den Ländern, in denen man auf sie gesetzt hat, unerfüllt.“( TT-online)   Nun genügt ein Blick über die Landesgrenzen und schon ist man andauernd mit  Gesamtschulen konfrontiert: Italien, Frankreich, Schweden, Finnland. Und wer den Blick noch weiter in die Ferne schweifen lässt, findet Gesamtschulen in Kanada, den USA, in Australien. Und das ist nur eine willkürliche Auswahl.   Länder mit sozialromantischen Erwartungen, die nicht erfüllt werden? Wo lebt dieser Funktionär denn? Und wie kommt ein Wissenschaftsminister dazu, diesen Ländern indirekt „Nivellierung nach unten“ zu unterstellen?   Weil Österreich Spitzenreiter unter den Nobelpreisträgern ist? Weil Österreichs Universitäten nicht einmal unter den besten 200 Universitäten landen? Weil die sozialen Differenzen in Österreichs Schulen nicht verringert, sondern vergößert werden?   Womöglich fand die Nivellierung nach unten schon vor 40 Jahren statt und unsere Bildungspolitik wird nun leider von diesen Herren (und wenigen Damen)...

Wer hat Schuld? Wer ist schuldig?...

Heute wurde also Schuld gesprochen. Anders Behring Breivik hat die für Norwegen geltende Höchststrafe von 21 Jahren Haft bekommen. Alle sind zufrieden. Er ist schuldfähig und wurde daher nicht in die Psychiatrie abgeschoben. Damit hat man sowohl seinen Opfern als auch ihm selbst Genüge getan. Denn er wollte sich ja als schuldfähig, als Kämpfer ein Europa der „weißen Rasse“ verstehen, wäre er für verrückt erklärt worden, hätte er sich wohl als nicht ernst genommen gefühlt. So weit, so gut. Dass es auch für die Angehörigen der Opfer sozusagen eine Genugtuung ist, dass Breivik nicht ein Verrückter ist, also krank und somit letztendlich nicht verantwortlich für seine Taten, ist für viele vielleicht nicht mehr so einsichtig, doch bei genauerer Betrachtung doch auch wieder nicht.   Wirft dieser Prozess gegen Anders Behring Breivik doch auch ein Licht auf die in den letzten Jahren auch in den Feuilletons abgehandelte Debatte über die Willensfreiheit des Menschen.   Nach neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung ist ja der freie Wille, zumindest so, wie ihn die Philosophie und der sogenannte Alltagsverstand erfasst, eher eine Schimäre. Menschen, die also eine böse Tat planen und diese auch ausführen, die daher für unser Strafrecht relevant sind, und das im vollen Besitz der geistigen Kräfte, wie das so schön heißt, und dabei auch der Meinung sind, dass sie frei handeln, tun dieses nicht, weil sich bereits vor der Planung der Tat bestimmte Nervenverbindungen in ihrem Gehirn so und so verschaltet haben, dass ihr daraus folgendes Handeln dann für sie selbst – und vielleicht auch für uns Zeuginnen und Zeugen seiner Handlung  – zwar als frei bestimmt und gewählt erscheinen mag, es dieses aber nicht mehr ist.   Das ist vielleicht für viele bestürzend. Nicht zuletzt auch, weil wir dann mit so...