Wer manipuliert hier eigentlich wen?...

Stellt man sich der Frage der persönlichen Manipulierbarkeit, was muss man dann feststellen? Beeinflussen uns die zahlreichen Wahlplakate in unserer Stadt? Tendieren wir dazu das buntere, größere, interessantere Wahlplakat auch mit einer kompetenteren Politik zu verwechseln? Wie sehr steuert uns die Masse? Haben wir eine Meinung, und wenn ja welche? Das Theaterstück “manipulated! A Clockwork Orange!", stellt sich morgen in der Bäckerei solchen Fragen, jongliert mit den verschiedenen Medien, fragt nach, was Manipulation bedeuten kann und was nicht, schafft Assoziationen und Bilder, verstört vielleicht auch, aber das ist letztlich auch das, was Manipulation tut. Der Theaterverein tON/NOt und das Kulturkollektiv ContrApunkt haben sich dabei an einem der literarischen Meisterstücke der Manipulation orientiert: Anthony Burgess` “A Clockwork Orange”. Mitwirkende: Elena-Maria Knapp, Michaela Senn, Maurice Kumar, Markus Oberrauch, Marco Schaaf Regie: Agnes Mair Regieassistenz & Koordination: Ayla Antheunisse Ausstattung: Katharina Ganner   PREMIERE am Samstag, 28. April 2012 sowie am 2., 3., 5., 6., 16. und 18 Mai. Mehr Informationen gibt es auf...

WahlKRAMPF-Finale: mir reicht es!...

Ich war gerade in unserer Prachtstraße, der Maria-Theresien-Straße: Noch darf ich ja mit meinem Radl durchrollen – wohl nicht mehr lange: Bürgermeisterin Oppitz-Plörer will ebenso wie ihr Herausforderer Platzgummer ein Radlverbot durchsetzen.   Ihre Wahlkampftruppen haben allerdings rund um die Annasäule Aufstellung bezogen. Dabei geht es zu wie auf einem Kindergeburtstag: Die ÖVP verteilt Stressbälle mit der Aufschrift "fit in die Zukunft", die Für-Innsbruck-Liste kontert mit gelben Rosen. Außerdem gibts Feuerzeuge, Kartenspiele und Luftballons. Wer dannach fragt, bekommt noch allerlei mehr von diesem Krimskrams zugesteckt.   Liebe WahlkämpferInnen: In unserer Stadt leben mehrere tausend Menschen an und unter der Armutsgrenze – (nicht nur) für sie ist eure impertinente Materialschlacht einfach blanker Hohn! Seid ihr echt so zynisch, zu glauben, irgendjemand würde euch wegen eines Luftballons, Kugelschreibers oder Feuerzeugs wählen? Was habt ihr für ein Menschenbild: Glaubt ihr es mit Dreijährigen zu tun zu haben oder mit mündigen BürgerInnen?   Auch inhaltlich ist der Wahlkampf auf dem untersten Niveau angekommen: Die Bürgermeisterin lässt Briefe versenden, die Platzgummer fast schon Rassismus unterstellen. Platzgummer und die ÖVP sind stinksauer, weil FI und Grüne eine Koalition eingehen. Darauf kontert man auf Kindergartenart und "erschreckt" die Menschen mit einem gelbgrünen Gespenst … das ist keine Satire – das ist Wahlkampf in Innsbruck 2012.   Ich bin mit ganzem Herzen Demokrat, ich werde mein Wahlrecht selbstverständlich wahrnehmen. Zuhause zu bleiben, ist für mich keine Option – andernorts lassen sich Menschen einsperren und erschießen, um demokratische Grundrechte einzufordern. Inzwischen ekelt mich diese Showkratie auf dümmlichsten Niveau, die außerdem Millionen kostet, dermaßen an, dass ich ernsthaft drüber nachdenke, weiß zu wählen.   Wenn am Sonntag mehr als die Hälfte zuhause bleibt – meine Horrorvision – wird der/die neue Bürgermeister/in vielleicht mit nicht einmal einem Viertel der Stimmen...

Leserkommentar: ZEUGNISTAG für Platzgummer...

Vielleicht wurde uns am Dienstag (Anm.: TT-Duell zur BügermeisterInnenwahl) in den Stadtsälen das wahre Gesicht des schwarzen Spitzenkandidaten präsentiert. Eine Entgleisung á la HC Strache, wenn’s um ein paar Rechnungen geht, einstudierte Applauskonzerte von Wahlhelfern, was eher an den Skandal mit den gekauften Facebook-Freunden des Herrn Bundeskanzlers erinnert und das absolute Highlight: die Verlesung einer eigenen Lobeshymne, welche dann der verstorbenen Altbürgermeisterin Hilde Zach angeheftet wurde. Lieber Christoph, ich glaube du solltest es eigentlich besser wissen. Aber vielleicht ist es so wie mit der Höhe deines Wahlbudgets, du „weißt es nicht“.   von provInnsbruck-Leser: Rene...

An diesem schönen Föhntag...

An diesem schönen Föhntag, an dem manche Menschen Kopfweh haben, andere Angst vor anderen haben oder auch einfach nur vorn herbatürzenden Blumentöpfen oder Dachziegeln oder ähnlichem mehr, und deshalb lieber zu Hause bleiben, an diesem schönen Föhntag fällt es wirklich schwer, dieses zu tun, wenn man Lust  auf Lesung, Musik oder Philsophie oder noch andere hat. Daher drei Tipps für Kurzentschlossene:   Um 19 Uhr Im artdebot in der Maximilianstraße ein Konzert von drei Chellistinnen namens Irina Zehm, Verena Strasser und Hannah Köll. Wozu ein Youtube-Video Appetit machen soll www.youtube.com/watch www.artdepot.co.at/   In der Kulturbäckerei bereits um 18 Uhr ein Philosophisches Café zum Thema Erkenntnistheorie mit Prof. Dr. Peter Kügler vom Institut für Philsophie der hiesigen Universität. www.diebaeckerei.at/programm/programm-detail.htmli   Und daran anschließend um 20 Uhr eine Lesung mit Karl Markus Gauß. Der bekannte Salzburger Autor und Literaturkritiker wird aus seinem neuen Buch Ruhm am Nachmittag lesen. www.diebaeckerei.at/programm/programm-detail.html www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html   Maske von Walter Meissl  ...

Music and the city (Vol. 32)...

Das Festival „Heart Of Noise“ führt den Zusatz „Festival der allerneuesten Musik“. Beim gestrigen „Warm-Up“ zum Ende Mai/Anfang Juni stattfindenden Festival war davon aber wenig zu bemerken – der Abend blieb die Erklärung schuldig, warum die Verwaltung von Genre-Klischees allerneuste Musik sein soll.   Man kann sicherlich lange darüber diskutieren, was neueste, neue und allerneueste Musik sein soll, von welcher Seite man sich diesem Begriff überhaupt annähern kann. Deutlich ist jedoch, dass eine diffuse und unklare Verwendung direkt in eine Sackgasse führt – auch wenn man erstmals an einer tatsächlichen Begriffsklärung gar nicht interessiert ist. Es ist aber evident, dass zumindest das „Warm-Up“ an einer mangelnden Begriffsklärung gelitten hat. Das war weniger deshalb der Fall, weil diese Klärung im Rahmen eines Konzertes gar nicht erfolgen kann, sondern vielmehr deshalb, weil man der inhaltlichen Ausgestaltung des Abends diese Unsicherheit anmerken konnte. Auch wenn sicherlich nicht das „Genre“ „Neue Musik“ gemeint sein mag, dessen Definition ja durchaus komplex und schwierig ist, so ist das Problem dennoch immer noch präsent: denn mit neuartiger Musik hatte der gestrige Abend leider in keinem Augenblick etwas zu tun. Somit bleibt nur eine Definition des Begriffes übrig: die allerneuste Musik ist die Musik, die im Moment gerade hochgespielt wird, sei es von Apologeten des Labels „Post-Rock“ oder von den Verwaltern des sich bereits im Untergang befindlichen Genres „Drone“. Somit wird „allerneueste“ Musik eine Zuschreibung für die Art von Musik, die in den richtigen Medien und auf den richtigen Plattformen für solche gehalten wird. Und genau da wird wieder der Mangel an Begriffsklärung deutlich: man hat sich zu wenig Gedanken gemacht, wie diese „allerneuste“ Musik auf ästhetischer Ebene klingen könnte, welche Kriterien man ansetzen könnte, um diese zu finden, abseits von gängigen Internetseiten und Plattformen.   Jenseits der Individualität…   Vielsagend dabei ist, dass man...

Rettet die Wahlen: I geh hin!...

Fünf gute Gründe am nächsten Sonntag zur Wahl zu gehen.   Demokratie ist kein ZuschauerInnensport Demokratie lebt von Beteiligung: Ehrlich gesagt war ich entsetzt, dass bei der Gemeinderatswahl fast die Hälfte der Wahlberechtigten zuhause blieb – und das trotz der großen Auswahl. Wer demokratische Rechte nicht nutzt, muss sich nicht wundern, wenn über ihren oder seinen Kopf hinweg entschieden wird.   (Aus-)Wahl ist Qual Zugegeben: Weder die Kandidatin noch der Kandidat reißen mich vom Hocker. Ich traue beiden das Bürgermeisteramt zu, begeistern kann ich mich aber nicht für sie. Auch wenn beide aus der ÖVP kommen, sehe ich aber sowohl politische als auch persönliche Unterschiede.   Bunte Stadt statt blauer Hetze Die FPÖ-Hetze war für mich der Tiefpunkt des Wahlkampfs – gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe zu hetzen, ist für mich einfach ekelerregend und nicht hinzunehmen! Daher hätte ich mir von ALLEN Parteien gewünscht, die FPÖ als Partnerin auszuschließen. Oppitz-Plörer hat immerhin für ihre Liste Für Innsbruck (ebenso wie SPÖ und die Grünen) eine Koalition mit der FPÖ definitiv ausgeschlossen.   Persönlichkeit entscheidet Natürlich ist es wichtig, welche Persönlichkeit eine Stadt nach außen repräsentiert. Zwar kenne ich beide nicht persönlich, Im Zweifelsfall finde ich Frauen in der Politik tendeziell etwas weniger unerträglich, einfach weil sie meistens nicht ganz so bossmäßig rüberkommen und eh die allermeisten politischen Ämter von Männern besetzt sind: Bis Frauen nicht 50% der politischen Ämter innehaben, wähle ich zwischen zwei Alternativen (wenn sie von der ÖVP sind) wahrscheinlich die weibliche.   Sechs Jahre sind lang In sechs Jahren reift ein Hosenscheißer zu Volksschulreife – auch für eine Stadt kann sich in einer so langen Zeit einiges ändern. Beide sind relativ jung, da ist gut möglich, dass sie nochmals zwei, drei Perioden dranhängen – wenn sie wiedergewählt werden...

TEDx Innsbruck

BEYOND A CULTURE OF CONTEST   Referring to our competitive culture, in which the production of losers and winners is a prerequisite of existence, the organisers of the TEDx Innsbruck event decided to invite speakers from all over the world that will suggest new or alternative ways of thinking and acting in a competitive environment, embracing the idea of a culture beyond contest.   Teaser: http://vimeo.com/40667312 REGISTER NOW at www.tedxinnsbruck.com       TED??? TEDx???   TED is a nonprofit organization devoted to Ideas Worth Spreading.  TEDx, which offers individuals or groups a way to host local, self-organized events around the world, and the TEDFellows program, helping world-changing innovators from around the globe to become part of the TED community and, with its help, amplify the impact of their remarkable projects and activities.   Joining this event might shift your...

Blue Portoguese – Der Wein mit der speziellen Note...

Manuel Praxmarer am Bass, Benedikt Neurauter als Drummer und Jakob Strauß Sänger und Gitarrist sind BLUE PORTOGUESE. Die Band treibt seit Anfang 2011 ihr Unwesen in Innsbruck und hat sich fest vorgenommen, die Musikwelt im Alpenland zu revolutionieren. Nach einem halben Jahr Schaffenszeit in einem Innsbrucker Proberaum sind die drei Jungs wieder zurück auf den Brettern die die Welt bedeuten.   Mit JAMMABE begann ihr musikalischer Werdegang. Sie spielten bereits am Frequenzy, im Gasometer und in der Szene Wien. BLUE PORTOGUESE ist eine Weiterentwicklung und Verfeinerung dessen, was mit JAMMABE begonnen wurde. Die drei Jungs setzen sich heute viel mehr mit ihrer Musik auseinander und das hört und sieht man auch!   Mit BLUE PORTOGUESE wollen sie ein neues Stück Musikgeschichte schreiben und die österreichische Musikwelt auf den Kopf stellen. Dass dieses Vorhaben in Tirol nicht immer einfach umzusetzen ist, wissen die drei nur zu gut, trotzdem oder genau deshalb beginnt ihr neuestes Musikprojekt wieder im Herz der Alpen. Innsbruck bietet zwar nicht wirklich ertragreichen Boden für musikalische Projekte, jedoch bekommt hier die Möglichkeit sein musikalisches Potenzial zu zeigen. Mit ihrer Musik wollen sie als Künstler ernst genommen werden. Mit ihrer Musik wollen sie sich von Altbekanntem abgrenzen. Mit ihrer Musik wollen sie Grenzen überwinden. Mit ihrer Musik wollen sie Menschen erreichen. Mit ihrer Musik wollen sie Menschen an ihrer Welt teilhaben lassen.   Hier ihre Videos auf YouTube Um diese Ziele zu erreichen, fordern sie ihr Publikum oft heraus. Mit Hilfe ihrer Musik versuchen die drei Musiker ihrem Unmut Luft zu machen und verpacken ihre Kritik, die sich nicht an einzelne richtet, sondern alles und jeden betrifft, in eine moderne Symphonie. Es wirkt anfangs etwas chaotisch, hört man aber genauer hin, bemerkt man wie viel Arbeit und Liebe...

Zwei Seiten einer ÖVP-Medaille...

Warum Innsbruck am Sonntag keine Wahl hat.   Christine Oppitz-Plörer und Christoph Platzgummer haben mindestens drei Dinge gemeinsam: Erstens, eher belanglos: Das Wort ‚Christ‘ im Vornamen. Zweitens: Beide sind Mitglied der ÖVP. Drittens: Beide möchten Bürgermeisterin, respektive Bürgermeister werden. Man könnte meinen, die Stichwahl um das höchste Amt wäre dadurch für den der ÖVP eher abgeneigten Teil der Innsbrucker Bevölkerung eine langweilige Angelegenheit, doch dagegen haben sich die Spin-Doktoren der Konservativen etwas Neues einfallen lassen: Arbeitsteilung.   Die Vorgeschichte Die Steilvorlage für die Wahlkampfmasche der ÖVP kam Ende März von der FPÖ. Deren fragwürdige Plakate mit der Aufschrift „Heimatliebe statt Marokkanerdiebe“ kamen gerade recht, um die beiden ÖVP-KandidatInnen in Position zu bringen. „Platzgummer schließt Koalition mit FPÖ nicht aus“, titelt tt.com (die Online-Ausgabe des inoffiziellen VP-Organs „Tiroler Tageszeitung“) dann schon am 3. April, mit dem Zusatz, FP-Spitzenkandidat August Penz „wird selber am meisten erschrocken sein.“. Im selben Artikel wird noch berichtet, Oppitz-Plörer würde sich auf keine Koalition festlegen. Eine Woche und wohl einige ÖVP-interne Weisungen später verkündet Oppitz-Plörer auf einer Pressekonferenz: Ihre Liste werde sicher nicht mit der FPÖ in eine Koalition gehen. Auch sie wird nicht müde zu betonen, dass Penz „fremdgesteuert“ werde, er „sei auch sicher selber am meisten erschrocken über die umstrittenen Wahlplakate“.   Und von da an ist die ÖVP für ihre (damals bereits sehr wahrscheinliche) Stichwahl bestens vorbereitet: Christoph angelt im rechten Lager, während Christine Sympathiepunkte bei den Linken und Alternativen sammelt. SPÖ und Grüne sind zunächst sehr still, man will sich durch den FPÖ-Plakatskandal nicht aus dem Wahlkampf bringen lassen und die Angelegenheit am liebsten totschweigen. Man fürchtet, dass die FPÖ die Themenführerschaft übernehmen könnte – was nicht passiert. Spätestens am Wahltag wird klar: Die FPÖ wird in den nächsten 6 Jahren kaum...

Volksbühne Arzl: Immer wieder nachts um 4 …...

Die Volksbühne Arzl spielt die turbulente Beziehungskomödie „Immer wieder nachts um vier“ von Rolf Sperling und Stefan Bermüller PREMIERE 28.4.2012 Wer viele Freunde hat, braucht keine Feinde mehr! Thomas könnte der glücklichste Mann der Welt sein: Eine Freundin, welche ihn nur am Wochenende besucht und ihm dazwischen immer noch genügend Freiheiten lässt. Eine feine Wohnung, eine fürsorgliche Mutter und Nachbarn, die er zu seinen Freunden zählen kann. Aber zu viel Fürsorge seiner Mutter und vor allem häufiger Besuch seiner Nachbarn belasten sowohl Thomas´ Nerven als auch seine Freundschaften.   Das Stück bietet leichte, aber keineswegs seichte Unterhaltung und zeigt, dass sich die Volksbühne Arzl auch aktuellen Themen widmet: Die LaiendarstellerInnen sind mit Feuereifer bei der Sache, die Situationskomik und die vielen Gags sorgen für einen sehr unterhaltsamen Theaterabend. weitere Aufführungen: 4./5./11./12.5.2012 jeweils 20 Uhr Vereinsheim Arzl, Schusterbergweg 15   Regie: Martin Melcher   Homepage www.volksbuehne-arzl.at Kartenreservierungen Tel. 0512/319027   Autorin: Cornelia...