Hauch von Frühling

Heute also schon ein Hauch von Frühling über der Stadt, die Sonne erweicht die Verhärteten. Der Angefütterte und folglich Herausgefressene ist zurückgetreten (worden). Dazu geladen in den Landesnachrichten der Landesvater: Keine Frage wird von ihm beantwortet, die Opposition solle aufhören mit ihrer Hetzjagd, meinte er. Uns gehe es doch besser, hier in den engen Tälern, zwischen den hohen Bergen, die den Horizont kosten. Nur was ich liebe, kann mir auch wehtun.   Für dieses Igls-Foto bedanke ich mich bei Winfried W. Linde und bei Gustav für diesen Song....

Ein Abend mit Buffy the Vampire Slayer im Salon Adelheid...

 "The hardest thing in this world ist to live in it" – unter diesem Titel findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Salon Adelheid am Dienstag, den 28. Feber 2012 um 19:30 Uhr im ArchFem (Zollerstraße 7) ein Fernseh-Abend im Zeichen von Buffy statt .    Am Programm steht gemeinsames Serien-Schauen, mit Inputs von Carmen Sulzenbacher und Diskussion. Hier der offizielle Ankündigungstext:    Die US-amerikanische Fernsehserie Buffy the Vampire Slayer (1997–2003) erzählt die Geschichte des Mädchens Buffy, das als auserwählte Vampirjägerin in jeder Folge aufs Neue mit ihren Freund*Innen die Welt vor verschiedenem übernatürlichen Übel rettet. In der ausgesprochen populären Serie Buffy geht es aber nicht nur um das Thema „Weibliche Superheldinnen“ („new strong female characters“), sondern vor allem um Freund*Innenschaft, Adoleszenz, Erwachsenwerden, Identität, Veränderung, Gefühle und Emotionen (Leid, Liebe, Hass, Angst uvm.), Verantwortung, ethische Entscheidungen und Fragen von Normalität.   Gezeigt werden zwei Folgen mit einer Einführung in die Serie und in die akademischen „Buffy Studies“. Carmen Sulzenbachers gibt einen kurzen Einblick in ihr Dissertationsvorhaben (Arbeitstitel „Agency in Buffy the Vampire Slayer aus gendertheoretischer Perspektive“), um nachher gemeinsam mit Euch zu...

GRÜNdlich anders – aber wie?...

Die Grünen sind als Partei so ähnlich wie mit dem Rauchen aufzuhören oder viel Rohkost zu essen: Vernünftig, vielleicht sogar lobenswert – aber auch wenig aufregend und manchmal ziemlich mühsam.   Die Grünen sind in Innsbruck österreichweit vorne, in keiner anderen Landeshauptstadt sind sie so stark.„Gründlich anders“ lautete das Motto ihrer letzten großen Plakatkampagne. Die Innsbrucker Grünen sind eher leiser – manche sagen auch: angepasster – als in anderen Großstädten. Zwar haben sie mit Sonja Pitscheider eine Stadträtin, diese hat allerdings kein Ressort, weil die Grünen in der Opposition sind. Wer nichts verantwortet, kann auch keine großen Fehler machen.   Bei der Gemeinderatswahl 2012 kandidieren die Grünen mit drei Frauen an der Spitze: Sonja Pitscheider, Renate Krammer-Stark und Uschi Schwarzl – erst auf dem vierten Platz folgt mit Mesut Onay der erste Mann. Noch ist ungewiss, ob das Frauentrio bei den WählerInnen ankommt oder etwas mehr Ausgleich doch besser gewesen wäre.   Ein Problem sind die persönlichen Umfragewerte Pitscheiders: Laut Umfragen wollen nur sechs Prozent der WählerInnen Pitscheider zur Bürgermeisterin wählen. Warum so wenige? Angeblich wirkt die grüne Spitzenkandidatin spröde und unnahbar. Das bestätigt sich in persönlichen Gesprächen nicht: Auf mich wirkt Pitscheider eher ruhig – und unterscheidet sich damit positiv von den vielen, eher marktschreierischen PolitikerInnen.   Ganz ausdrücklich legen sich die Grünen auf keine Koalitionsaussage fest. Intern scheint es sogar eine leichte Präferenz für Schwarz-Grün zu geben. Eine Wacker-Koalition für Innsbruck? In Graz funktioniert es und zeigt auch, dass die Grünen längst auch bürgerliche Schichten ansprechen möchten. Auf einem völlig anderen Blatt steht, ob die ÖVP-Listen da überhaupt mitspielen.   An sich haben die Grünen gute Chancen auf einen Wahlerfolg. Ein Problem sehe ich allerdings darin, dass sie es nicht schaffen, eigene Themen zu besetzen. Natürlich machen...

ART 2012 – was Kunst kann...

Die ART, Innsbrucks Messe für zeitgenössische Kunst, öffnet von 24. bis 27. Februar ihre Pforten. Zu sehen sind Werke aus allen Richtungen von Gemälden, Fotografien bis zu Objekten und Videokunst, der Schwerpunkt liegt auf der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.   Die Messe wendet sich besonders an EinsteigerInnen und kauffreudige SammlerInnen, wobei auch für relativ schmale Budgets einiges dabei ist. Reinschnuppern können aber auch alle, die sich für moderne Kunst interessieren. Karten sind online zu haben, es ist aber in aller Regel kein Problem, Freikarten zu ergattern.   Seit 1997 hat sich die ART Innsbruck als Kunstmesse über die Grenzen Tirols etabliert, heuer gibt es außerdem die Möglichkeit, sich die neu gestaltete Messe anzusehen. Einfach reinschauen: Kunst kann was!   Link ART Innsbruck...

Liebesschlösser an der Unibrücke...

Seit wir wissen, wie sich sibirische Kälte anfühlen kann, machen Plusgrade umso mehr Spaß. Wem ein Spaziergang am Inn nicht reicht, um Winterdepression und soziale Unterkühlung hinter sich zu lassen, sollte sich ein Vorhängeschloss besorgen.   Dass Verliebte Schlösser an Brücken anbringen, um ihre Gefühle symbolisch sichtbar zu machen, ist nicht neu. Dass sich der Trend nach Italien, Serbien, Ungarn oder Deutschland auch nach Innsbruck verirrt hat, schon. Ob Kitsch oder Kult, ist fraglich. Und irgendwie auch egal.   Links: http://www.das-liebesschloss.de/...

Liebe ist…

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Liberale Liaison mit der ÖVP...

Die Liste „Liberales Innsbruck“ ist Geschichte: Die GemeinderätInnen Christian Kogler und Iris Mayr-Möldner kandidieren für die Gemeinderatswahl auf der Liste der ÖVP. Sie werden unter den ersten 20 Listenplätzen platziert und hoffen durch Vorzugsstimmen gewählt zu werden. Politische InsiderInnen munkelten darüber schon lange, heute wurde die Fusion von Schwarzen und Liberalen öffentlich gemacht. Ob der ÖVP dieser Coup nutzt, lässt sich schwer abschätzen. Die Liberalen waren bisher ein Randphänomen, das zwischen verschiedenen politischen Lagern munter hin und her schwenkte. Ursprünglich wurde Kogler über die Liste Federspiel in den Gemeinderat gewählt – dieser war und ist keineswegs ein Liberaler, sondern fordert eine eigene Stadtpolizei und will mehr Überwachung. Kurz nach der Wahl spaltete sich Kogler ab, gründete „Liberales Innsbruck“ und ging eine Fraktionsgemeinschaft mit der Liste „Für Innsbruck“ (FI) ein. Schon bevor Bürgermeisterin Hilde Zach in Pension ging, war es mit der Zusammenarbeit von Liberalen und FI vorbei. Angeblich stimmte die Chemie zwischen Kogler und Bürgermeisterin Oppitz-Plörer nicht. Im Sommer 2010 wurde er dann BZÖ-Mitglied und versprach Bundespartei-Obmann Josef Bucher das BZÖ in Tirol stark zu machen. Jetzt gehen die Liberalen also in der ÖVP auf, deren Spitzenkandidat Franz X. Gruber erhofft sich davon Stimmen aus den bürgerlich-liberalen Schichten. Einige Stadtschwarze dürften allerdings wenig begeistert sein – zu berüchtigt sind Koglers blitzschnelle Schwenker, sobald er sich politische Vorteile erhofft.  Andererseits möchte die ÖVP damit auch liberale Stimmen aus dem FI-Pool fischen. Wie immer die Sache ausgeht, der Wahlkampf gewinnt langsam an Fahrt und wird noch weitere Überraschungen bringen. Link...

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Drei Herren in der Bäckerei...

Ein Veranstaltungstipp für Kurzentschlossene: Die 3 Herren gastieren heute am Montag, den 20. Februar, in der Bäckerei. Didgeridoo-Musik-Performance vom Allerfeinsten bei freiem Eintritt – Hippieherz, was willst du mehr?   Die 3 Herren sind in alphabetical order: Gregor De Lorenzo, Bernd Lumassegger und Alex „The Didge“ Mayer – wahre Könner ihres Fachs. Fette Beats und sphärische Grooves werden serviert, also eine gute Gelegenheit, um beschwingt in die neue Woche zu starten.   Einen kleinen Vorgeschmack findet ihr hier, Beginn ist um 20 Uhr.     Die Bäckerei Dreiheiligenstraße 21a 6020...

Vergegnung

Siegfried hatte Fauster unlängst in einem vorbeifahrenden Bus sitzen und aus dem Fenster schauen gesehen, mit einem Tirolerhut auf dem Kopf, was ziemlich untypisch war für ihn, da er darunter lange Haare trug, und einen lustigen Kinnbart, also keinen Holzfällerbart oder Jägerbart oder Sepplbart. Und über diese Tatsache war Siegfried völlig irritiert gewesen.   Und einige Tage später  hatte er Fauster erneut in diesem Aufzug gesehen an einer Kreuzung stehend, und da er an der gegenüberliegenden Seite gestanden war, darauf wartend, die Straße bei Grün zu überqueren, so wie auch Siegfried die Straße bei Grün überqueren wollte, nur eben in entgegengesetzter Richtung, war es zwischen den beiden zu keinem Gespräch gekommen. Konnte es zwischen den beiden zu keinem Gespräch kommen. Und Siegfried hatte Fauster nur gegrüßt, und Fauster hatte Siegfried nur gegrüßt und dabei seinen Tirolerhut abgenommen, weil mehr nicht möglich gewesen wäre, ohne einen Verkehrsunfall zu provozieren, der womöglich Siegfried oder Fauster zum Verhängnis hätte werden können.   Und wieder einige Tage später hatte Siegfried Fauster im Kino getroffen und mit ihm ein Gespräch begonnen bzw. beginnen wollen, und kaum hatte Fauster seinen ersten Satz gesprochen gehabt, war Camilla gekommen und hatte ihn stürmisch begrüßt und Siegfried hatte Fauster stehengelassen, das Gespräch mit ihm nicht mehr fortgesetzt, sozusagen Fausters Satz gar nicht mehr zu Ende angehört sondern sich gleich Camilla zugewandt, die er zwar nicht erwartet, deren Erscheinen im Kinofoyer ihn aber doch in angenehme Stimmung versetzt hatte.   Da hatte Siegfried gedacht, dass Fauster ihm das sicher übel nehmen würde. Tat er aber nicht. Weil er ihn einige Tage später wieder an einer Straßenkreuzung, wieder die andere – Fauster entgegensetzte Richtung nehmen wollend – gesehen und ihn gegrüßt hatte. Wieder seinen Hut lüften gesehen und ein „Hallo...