Alle guten Dinge sind 3, doch will ich gleich nochmal auf einem HMBC-Konzert tanzen!...

„Vo Mello bis ge Schoppernou“, läutet da ein Kuhglocke? Nachdem nun zweimal in Vorarlberg, habe ich den HMBC nun erstmals auch in Innsbruck im Treibhaus live erlebt. Die Tiroler Crowd war lauter, wilder, ich fand alle drei Szenarien interessant.      Der Treibhausturm bebte, die Körper flossen durch den Raum, die Volksmusikklänge verschlängelten sich mit Jazz-Grooves und HipHop-Beatboxern. Meine Highlights, wie schon bei den zwei Malen davor, der melancholische Radiohead-sche Song “Wible Wible“, aus der Feder des Sängers Philipp Lingg, und  das “Stand by me“-Cover, das ich so liebe, weil HMBC hierbei ein MischMasch veranstaltet, in dem auch „Warum?“ von Tic Tac Toe Platz findet. Wenn sie dann da so beatboxend und den Swag auspackend sich „Nur für den Kick, für den Augenblick?“ fragen, bin ich und der Großteil des Publikums immer total aus dem Häuschen. Das Treibhäuschen war  bis auf den letzten Millimeter ausverkauft, man spürte einander bis auf die Knochen, was den Hexenkessel aber im positiven Sinne zum Kochen brachte. Bis auf einen etwas, wie ich finde, peinlichen Moment, wo der HMBC ein Jungscharlied anstimmte, das die heilige-Land-Tirol-Jugend brav und quietschend hoch mitsang, ich hatte den Song noch nie gehört, bin halt immer schon gegen den Strom geschwommen. Bis auf diesen konservativen Touch, der schon immer wieder mal durchblitzt beim HMBC, hatte der Gig auch seine riotesken Momente, wie eben das Tic Tac Toe-Interlude oder Balkanklänge aus dem Repertoire des Saxophonisten Andreas Broger.  Vor einem abwechslungsreichen Konzert traf ich die fünf ‚Kerle‘ auf einen Ratscher auf den roten Parkbänken im Treibhauser Treppenhaus. Wie es nun bei einer aus Individuen zusammengewürfelten Boyband ist, hat jeder der fünf so seine Eigenheiten. Am zugänglichsten war der Sänger Philipp Lingg, dieser ist der jüngste der Band, er ist Mitte zwanzig. Er kam...

Koschuhs neues Programm

Die Allermeisten reichen heiße Kartoffeln gerne weiter, nicht so Kabarettist Markus Koschuh. In seinem neuen Programm AGRARGEMEIN beackert Koschuh das milliardenschwerste Tirol-Thema der letzten Jahrzehnte und zerlegt es in seine Einzelteile: die Vorgänge rund um jene Agrargemeinschaften, die aus Gemeindegut hervorgegangen sind, und die seit wenigen Jahren DER politische Dauerbrenner sind. Die Komplexität des Stoffs, "der für fünf Hollywood-Thriller und 10 ‚Tatorte‘ reichen würde", hat es Koschuh dabei speziell angetan: "Es war verrückt, sich dieses Themas anzunehmen, nach monatelanger Recherche und unzähligen Stunden der Ideenfindung liegt nun aber ein Programm vor, dass die Materie in ihre Einzelteile zerlegt und Lachtränensäcke nachhaltig entleert."   AGRARGEMEIN – ein bitterböses, wahnwitziges Kabarettprogramm, das Tirol so noch nicht gesehen haben wird und gut und gerne als Tiroler Sittenbild gelten könnte.   Termine 1. Februar 2012, 20 Uhr  – PREMIERE 3./4./10./11./17./18./24./25. Februar, 20 Uhr – jeweils Treibhaus, Innsbruck Karten auf www.treibhaus.at oder im Treibhaus-Café. Eintritt: 15/13 Euro. Nutzungsberechtigte von Gemeindegutsagrargemeinschaften erhalten keine speziellen Vergünstigungen.   Ein Interview mit Markus Koschuh findet ihr...

Die Uni brennt noch immer...

Derzeit kommen beinahe wöchentlich neue Vorschläge aus dem Wissenschaftsministerium, wie man das Bildungssystem, die Unis, das Unibudget, und die Studiengebühren, den Zugang und die Studienpläne reformieren könnte, jeder Vorschlag ist absurder und studierendenfeindlicher als der vorige.   Grund genug, um selbst auf den fahrenden Zug aufzuspringen (wohin der Zug dabei fährt ist offenbar nebensächlich, der Weg ist doch das Ziel) und spannende neue Vorschläge zu präsentieren. Was läge da näher, als dafür den Uniball zu nutzen, bei dem die Crème-Teller-Crème unserer Bildungselite inklusive  Minister Töchterle kurzfristig ihre Sorgen um die Zukunft der Unis vergisst und ausgelassen feiert. Wie jüngste Entwicklungen Zeigen sind Ratingagenturen der letzte Schrei und unglaublich wirksam, um die Wettbewerbsfähigkeit einer Entität festzustellen. Deshalb müssen nun auch Unis von einer unabhängigen Agentur begutachtet, geschätzt und wettbewerbisiert werden. Die Bestnote, XXX (Triple Eggs), steht für unübertroffene excellence. Das Rating einer Uni setzt sich schlussendlich aus Faktoren wie der Höhe der eingehobenen Studiengebühren (je höher desto besseres Rating, je besser die Uni geratet ist, desto höhere Studiengebühren kann sie dann auch wieder einfordern), dem Studienangebot (praxisorientierte Studien bekommen mehr Punkte, sodass sich die Unis nur mehr eine begrenzte Zahl unnützer Orchideenfächer und unpraktische philosophischer Studien leisten können) und dem Verhältnis von Bewerbern zu angenommenen Studierenden (je elitärer und selektiver der Zugang desto besser fürs Rating) zusammen.   Unser Vorschläge für die Besetzung einer unabhängigen Expertenkommission sind – Dieter Bohlen als Wirtschaftsexperte Theodor Guttenberg als Wissenschaftsexperte Silvio Berlusconi als Medienexperte Karlheinz Grasser als Self-Marketing-Experte Johannes Hahn als Experte für international Relations sowie Niko Pelinka wegen seiner umfassenden Expertise als Sohn.   Da der Erfolg der Uni von ihren Studierenden abhängt obliegt es der Uni, die passenden Mittel für die Selektion zu ergreifen. Es wird empfohlen, unmögliche Eingangstest zu machen, dabei...

Kritische Uni: Vortrag über Drogenkrieg...

Wenig provinziell beginnt das Programm der Kritischen Universität Innsbruck 2012  mit einem Vortrag des US-amerikanischen Journalisten Malcolm Beith über den eskalierenden Drogenkrieg in Mexiko. Doch auch das Angebot im Sommersemester sei allen Interessierten ans Herz gelegt, die Kritische Universität möchte das akademische Angebot durch Themen weit abseits kapitalistischer Verwertungsinteressen mit kritischen Veranstaltungen und unkonventionellen Praxen erweitern. Zum Inhalt des Vortrags „Der Drogenkrieg in Mexiko“ Vortrag von Malcolm Beith (Mexiko/USA) Seit der mexikanische Präsident Felipe Calderon im Jahr 2006 dem Organisierten Verbrechen im eigenen Land den Krieg erklärte, haben verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen 50.000-60.000 Menschen mit ihrem Leben bezahlt. Der nordamerikanische Autor und Journalist Malcolm Beith erläutert in seinem Buch die Gründe und die Entwicklung für diesen verheerenden Drogenkrieg.   Er gibt einen wertvollen, guten Überblick über die verschiedenen, involvierten Akteure (Drogenkartelle), ihre Handlungslogiken und Ziele. Beith fokussiert sich hauptsächlich auf den seit dem Tod von Osama bin Laden meist gesuchten Mann der USA: Joaquin „El Chapo“ Guzman, der Führer des gefährlichen Sinaloa-Kartell und dem nordamerikanischen Forbes Magazine (2009) zufolge der 41 mächtigste und 701 reichste Mann der Welt („Global Power List“). „El Chapos“ internationales Kartell bewegt Tausende Tonnen von Kokain, Marihuana, Heroin und anderer Drogen hauptsächlich in die USA durch Tunnels, Unterseeboote oder mit Flugzeugen.   Außerdem ist das Kartell auch für andere Verbrechen wie Verschleppung, Folter, Mord, Erpressung, Entführungen usw. verantwortlich. Nicht nur Soldaten, Polizisten oder Mitglieder anderer Kartelle haben mit ihrem Leben bezahlt, sondern vor allem viele Zivilisten. Außergewöhnlich ist, dass er zum Teil als Held verehrt wird. Beith gibt einen interessanten Einblick in die Persönlichkeit und das Leben Chapos.   Beith der hauptsächlich in Mexiko Stadt lebt, veröffentlichte bei Penguin Books im September 2010 sein erstes Buch „The Last Narco, Hunting El Chapo, the Worlds Most...

Kellertheater: Wir schlafen nicht...

 "Wir schlafen nicht" von Kathrin Röggla läuft noch bis 26. Februar im Innsbrucker Kellertheater: Ein furioser Theaterabend nicht nur für Schlaflose!   Burnout, Daseinsangst und Arbeiten bis zum Umfallen – wer in der schönen neuen Arbeitswelt angekommen ist, erlebt all das oft leidvoll am eigenen Leib. Das Diktat der Produktivität bestimmt nahezu alle Lebensbereiche und gilt für prekär Beschäftigte oft sogar mehr als für jene Glücklichen (?), die eine fixe Stelle ergattern konnten.   Kathrin Röggla seziert die Arbeitsbedingungen der digitalen Epoche gewohnt sprachmächtig: Immer erreichbar, flexibel und kreativ sein müssen – Schlaf ist nur noch eine Option für VerliererInnen und Tote.   Was als Roman funktioniert, wirkt in der Aufführung oft etwas langatmig und bemüht: Das Stück bleibt nahe an der literarischen Vorlage, klebt manchmal geradezu am Roman. Dennoch gelingt es den durchwegs sehr guten DarstellerInnen ihr Publikum mitzureißen und die Sprachkunst Rögglas ins Dramatische zu überführen. Manche der dramaturgischen Schmähs (wie ein Videomitschnitt von einer Lesung der Autorin) hätte man sich schenken können – trotz allem ein sehenswerter Theaterabend!   Weitere Kritiken unter: www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Kultur/KulturTirol/4172989-6/vom-schlafen-können-sie-nur-träumen.csp und regionaut.meinbezirk.at/telfs/kultur/aufweckendes-kellertheater-mit-fatzinierender-musik-d130046.html.   Termine Februar 2012: 1.-4., 7.-11., 14., 15., 17. -19., 21.-26. Beginn jeweils um 20 Uhr; Abendkassa und Einlass frühestens eine Stunde vor Beginn der Vorstellung, freie Platzwahl! Reservierung: Tel: 0512 / 58 07 43 oder reservierung@kellertheater.at   Kellertheater Adolf-Pichler-Platz 8   6020 Innsbruck www.kellertheater.at/  ...

Die Unibibliotheks-Lerntypen...

 Prüfungszeit bedeutet für viele BIBzeit* und BIBzeit bedeutet, dass Studierende aller Fachrichtungen zusammenzukommen, um gemeinsam statt einsam in den Lernkrieg zu ziehen.                                                                                                                                                        Ein großer Vorteil, den das Lernen in der BIB dabei mit sich bringt, ist der, dass man nicht anfängt zu putzen, wenn man mal mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen zu kämpfen hat. Das Einzige, was hier ablenken kann, sind die anderen Studis. Man fängt an, sie zu beobachten, manchmal auch zu kategorisieren und stellt dann womöglich fest, dass man es meist mit „denselben“ SitznachbarInnen zu tun hat. In der Regel hat man nämlich neben einem der fünf am häufigsten vorkommenden Spezies Platz genommen.   1. Apathische KnochenzählerInnen: haben häufig schon seit Wochen kein Tageslicht mehr gesehen. Sie sind daran leicht zu erkennen, dass sie oft schon beim harmlosesten Stuhlrücken ängstlich zusammenzucken und leise vor sich hinhauchen: „Das Studium ist mein Freund, es wird mir nicht wehtun.“     2. Polo-Ralph-Lauren-Träger: Ihr wichtigstes Merkmal ist die penibel nach hinten geschniegelte Gelfrisur. Häufig sind sie nur im Hofgarten anzutreffen. Also dem Ort, wo sie am liebsten ihrem High-Quality-Life und dem Exzess frönen. In der BIB versuchen sie dann (dem Papi zuliebe) mit den verbliebenen zwei Gehirnzellen tausende von Paragraphen auswendig zu lernen. Dabei fällt ihnen in ihrer Panik gar nicht auf, dass oft sehr große Mengen ihres Haarstylingproduktes auf den Boden tropfen, was wiederum sehr laut sein kann, wenn ansonsten Totenstille herrscht.      3. The Mamas und the Papas: Männer und Frauen im fortgeschrittenen Alter und gefühlten 37sten Semester. Sie rücken mit einem Schubkarren voller Bücher an und nehmen deshalb oft gleich vier Sitzplätze in Anspruch. Kein Problem, die anderen warten halt ein paar Stunden, bis woanders was frei wird.     4. Eignenartige Aussteigertypen: Dudes mit Dreadlocks und unreiner haut, deren bloße...

Verglast mein Herz

Mit Glas hat die derzeit in der Galerie Thoman laufende Ausstellung von Martin Walde zu tun. Glas in seinen schönsten Formen.  Der in Wien lebende Innsbrucker Künstler Martin Walde,  hat dazu Normgläser, wie sie die Chemische Industrie zum Abfüllen bestimmter Lösungen verwendet, nochmal in den Glasofen gegeben und sie dadurch verformen lassen. Er hat sozusagen aus dem genormten Material ein ungenormtes zurückgewonnen, also Gläser, bei denen die Skalen nicht mehr stimmen und deren Form sich durch die Hitze des Glasofens völlig verändert hat, die aber durch diesen Vorgang nicht  zerbrochen sind. Spontan habe ich mir dabei gedacht, es ist so wie in der berühmten "Großen Liebe" dein Herz, beginnt zu schmelzen, schmilzt am Ende aber doch nicht komplett durch, nur stimmt die Norm nicht mehr, die Skala der Liebe hat sich verändert, und mit jedem Schmelzvorgang ein bisschen mehr. Und am Ende bleibt ein zwar verformtes nichtsdestotrotz aber noch ganz gebliebenes Lebensglück zurück. Ja, eigentlich sollte man Martin Waldes Gläser in ein Eheberatungsbüro stellen, oder in Psychotherapiepraxen. Wie hat sich doch unsere Seele  verformt unter all den vielen "heißen Veränderungen", ist unter nachfolgenden Kälteschauern erstarrt, ihrer ursprünglichen Form beraubt und so – für den / die andere(n) unsichtbar bleibend – ein stilles Symbol für gescheiterte Beziehungen, verlorene Illusionen oder einfach der alltäglichen "Lebensvernutzung" geworden. Aber auch nicht so tiefenpsychologisch gedacht, sind die ausgestellten Gläser einfach schön anzusehen, neben ihrer oft kaum übersehbaren sexuellen Symbolik, die bei ihrer Anfertigung natürlich nicht beabsichtigt war, erinnern sie mich auch an überdimensionale Radioröhren, wie sie lange vor der Erfindung des Transistors die ganz alten Radioapparate enthielten, und deren Inneres sozusagen zu technischen Kunstwerken gemacht haben. Gesendetes aufnehmend und es in Tönen, Klängen und verbalen Botschaften widergebend und uns so ein Tor zur Welt...

Gebi gegen Glawischnig

Wirbel bei den Tiroler Grünen: Der Landtagsabgeordnete Gebi Mair lässt mit seiner Rücktrittsforderung an die grüne Spitzenfrau Eva Glawischnig aufhorchen; die Parteichefin solle nach der nächsten NR-Wahl ihren Posten räumen. Viele seiner ParteifreundInnen distanzierten sich umgehend von Mairs Aussagen.   Gebi Mair ist dafür bekannt, seine Meinung unverblümt und lautstark zu äußern. Mit der Kritik an Eva Glawischnig hat er jetzt allerdings seine eigene Partei gegen sich aufgebracht. Vor allem wirft er ihr die mangelnde inhaltliche Positionierung der Grünen vor und bringt als möglichen Nachfolger seinen eigenen Tiroler Parteichef Georg Willi ins Spiel. Im Gegensatz zu Glawischnig könne Willi Beziehungen zu Menschen herstellen und sie auch inhaltlich überzeugen.   Dennoch schreibt die Tiroler Tageszeitung jetzt sogar von einer internen Kopfwäsche für Gebi Mair. Neben Georg Willi distanzierten sich auch zahlreiche LandtagskollegInnen von Stil und Inhalt seiner Forderungen.    Mein Senf dazu   – Warum sollten die Grünen mit einer Ablöse Glawischnigs bis nach der Nationalratswahl 2013 warten? Wenn man diese Forderung erhebt, wäre ein "Ende mit Schrecken" sicher besser als  geschwächt in eine Wahlauseinadersetzung zu gehen.   – Ist Georg Willi wirklich eine Alternative zu Eva Glawischnig? Der Tiroler Grünenchef wird ebenso wie seine Parteichefin dem Realoflügel der Grünen zugerechnet; bundesweit ist Willi nur Insidern und Parteimitgliedern bekannt.   – Auffallend viel Beifall bekommt Gebi Mair für seine Forderungen von den PosterInnen auf derStandard.at . Viele geben an, mit den Grünen eigentlich zu sympathisieren, aber mit Glawischnig und ihren Positionen nichts anfangen zu können. Seit Glawischnig Parteichefin ist, stagnieren die Wahlergebnisse der Grünen. Ein Wechsel oder eine Doppelspitze könnte zumindest Aufbruch signalisieren und die Grünen für neue WählerInnen interessant machen.  ...

Anja Larch

Mal Landpflanze, mal Stadtei, flexibel wie ein Chamäleon, das seine Interessens-Fühler gern nach allen möglichen Richtungen ausstreckt, sich aber eingetaucht in Bücher am daheimsten fühlt. Mag interessante Menschen, Tiere aller Art, gute Filme, Musik und warme Länder, in denen sie dann auch mal mit Freuden ein halbes Jahr verweilt, vor allem wenn dort Lispeln zum guten Ton gehört. Im Moment versucht sie sich an einem rapiden Endspurt an der Innsbrucker Germanistik und...

Die Uni tanzt

 Am Samstag, den 28. Jänner 2012, finden zwei Bälle im universitären Umfeld statt, die unterschiedlicher kaum sein könnten.   Der Uniball ist ein gesellschaftliches Event, das die (regionale) Prominenz sowie die Reichen und Schönen anzieht: Der Uniball bedeut Sehen und Gesehenwerden, Mekka der Adabeis und Ball-Tiger ist der Innsbrucker Congress. Abendgaderobe ist Pflicht und die Karten sind ab 25 Euro – im Vorverkauf und nur für Studierende – nicht gerade billig.   Der Volx-Ball wird vom VSSTÖ Innsbruck veranstaltet und nimmt für sich – wohl nicht ganz ernst gemeint – in Anspruch, der "einzig wahre Uniball" zu sein. Der Eintritt beträgt genau ein Prozent des Ticketpreises auf dem Uniball: 25 Cent sind zu berappen und das Bier schlägt sich mit 1,5 Euro zu Buche. Die Fete steigt im Jugendzentrum Z6, in der Dreiheiligenstraße gleich hinter den Bögen. Tolerant wie die roten Studis nun mal sind, erlauben sie sogar (Abend-)Kleidung 😉   Beide Bälle stehen nicht wirklich in Konkurrenz zu einander: Der Uniball ist der schönste und schickste (manche sagen auch: schnöseligste) Ball der Saison, der Volxball hat den Charme einer großen WG-Fete. Auf beiden Bällen kann man – freilich in sehr unterschiedlichem Ambiente – fein feiern und das Tanzbein schwingen.      ...