Cognac&Biskotten: KLEIN, aber OHO!...

Cognac & Biskotten, das Literaturmagazin mit dem Wow-Aha-Effekt, präsentiert seine neue Ausgabe Nr. 33 zum Thema „Kleinkram“ (=Format dieser Ausgabe: Das literarische Lineal mit Lupe), denn aus über 180 Text-Einreichungen (aus dem gesamten deutschen Sprachraum) wurden 30 Texte ausgewählt und daraus eine neue Ausgabe gebastelt:   Schrägwitzige Präsentation am Montag, den 19.12.2011 um 19.30 Uhr im Spielzeuggeschäft (bzw. Sozialprojekt) SCHENK & SPIEL – Info: http://www.verein-insieme.at/index.php/betriebe/schenki – (Marktgraben 19) Innsbruck mit 17 AutorInnen:   CLEMENS BERGER, Reni Dammrich (D), Joanna Maria Egger, Johannes Felder, Daniel Furxer, STEFANIE HOLZER, Christian Kössler, Güle G. Lerch, Gudrun Lerchbaum, Wolfgang Nöckler, Thomas Schafferer, BRUNO SCHLATTER (CH), Gabriele Schneider, Sylvia Tschenett, Tatjana Weiler und Barbara Zelger.   Moderation: Daniel Suckert.   Der Eintritt ist FREI!   Bild:...

Licht ins Dunkel

Es ist gar nicht so einfach, in Innsbruck ein angenehmes Lesecafé zu finden, in dem man mehrere Stunden bei gutem Licht lesen kann. Die meisten Lokalitäten dimmen ihr Licht meistens so weit herunter, dass sich ein gegenübersitzendes Paar gerade noch sehen und vielleicht auch küssen kann. Und das sollte für das Aufkommen der Gefühlsromantik ja auch schon genügen. Nur was ist mit all denen, die nicht das Glück haben, sich im Café der trauten Zweisamkeit zu widmen oder es auch gar nicht wollen, und es stattdessen vorziehen,  ein Buch oder eine Zeitung zu lesen? Schließlich besteht die Gästeschar eines Cafés ja nicht nur aus verliebten Liebespaaren oder solchen, die es vielleicht noch werden wollen. Und was ist mit den Liebespaaren, die sehenden Auges in ihre Liebe gehen wollen? Die die Schönheit der Gesichtsmuskulatur ihres sprechenden Gegenübers bewegt. Sich in die Augen sehen. In Liebe vergehen, dabei muss es ja nicht taghell sein, aber auch nicht zapfenduster. Und vor allem: Was ist mit all denen, die sich der Schönheit des Lesens hingeben bzw. hingeben wollen? Wie sollen sie vorankommen, Zeile für Zeile, und Buchstaben für Buchstaben sich herantasten an das Gelesene, bei schlechter Beleuchtung. Fragen über Fragen.   Soll der Leser / die Leserin scih bei der Kellnerin beschweren, oder gar gleich den Chef / die Chefin des Lokals aufsuchen und fragen was los ist mit dem Licht? Würde man damit nicht sofort seinen Ruf als freundlicher Gast verlieren oder vielleicht doch eher den des Lokals als besonders Leser/innenfreundlich in Frage stellen? Was ja gar nicht so schlecht wäre vielleicht, oder?  So tut man erst mal nichts. Legt das Buch weg, als das Licht noch mehr heruntergedimmt wird, überlegt sich schon den Kauf einer jener Leselampen, mit Batterie betrieben, die...

Music and the city (Vol. 24)...

Pünktlich zum Jahresende kann sich euer Kolumnist dem überall herrschenden Listenwahn nicht mehr entziehen und hat versucht, die musikalischen Perlen des Jahres 2011 auszuwählen – auch hier, wie gewohnt, ein wenig abseits des Mainstreams   Listen sind zunächst einmal schon ziemlich überflüssig – noch sinnloser sind allerdings Reihungen. Hier wurde zumindest auf eine Reihung verzichtet:   Matthew Shipp – "The Art Of The Improviser": Das New-Yorker Klaviergenie wurde 50 und hat zu seiner und zu unserer Freude ein Doppel-Live-Album veröffentlicht, das wie eine Zusammenfassung seines bisherigen Schaffens und zugleich wie eine Vorausschau auf das wirkt, was noch möglich ist und möglich sein wird. Ein uferloses, anstrengendes, herausforderndes und dennoch wunderschönes Klangdokument, das die Tradition ebenso kennt wie die schiere Utopie von dem, das man so noch nicht gehört hat.  http://www.youtube.com/watch?v=ZSGv2a0iAYM Keith Jarrett – "Rio": Man mag unter der Veröffentlichungsflut von Keith Jarrett resignieren und glauben, dieses Album ganz sicher nicht mehr ins Regal stellen zu müssen. Bei den ersten Takten von "Rio" wird aber deutlich, dass nichts falscher sein könnte. Aus mehreren Gründen hat dieses Album eine Sonderstellung im Gesamtwerk von Jarrett: zum einem ist der Klang der Live-Aufnahme schlicht atemberaubend. Zum anderen wagt sich Jarrett hier zum Teil auch an brasilianische Musik heran, die seine sperrige, teils auch melancholische Musik mit Licht flutet. Ein Meisterwerk!  http://www.youtube.com/watch?v=lLKIr_e00dI Gillian Welch – "The Harrow & The Harvest": Zu dieser Platte Worte zu verlieren, wäre umsonst. Es ist sehr einfach: wer bei Liedern wie "Dark Turn Of Mind" oder "Tennessee" nicht Tränen in den Augen hat, der hat kein Herz. Songwriterische Kleinode, die man nicht mehr so schnell vergisst, vorgetragen von einer Stimme, die über die Jahre noch gereift ist.  http://www.youtube.com/watch?v=t_dTFT-KflU BB&C – "The Veil": Nels Cline, Tim Berne und Jim Black verstecken sich hinter den 3 Buchstaben. Diese Aufnahme...

Tracks & Visuals im Leokino...

DJ MEISTER’S TRACKS&VISUALS ist Tirols erstes Festival für audiovisuelle Kunstperformance im Leokino in Innsbruck.   Veejays und Veejanes, DJs und MusikproduzentInnen aus Deutschland, Spanien und Österreich laden am Fr., 16.12.2011 zum dritten Mal zu einer mehrstündigen VJ – Battle in den großen Saal des Leokinos in Innsbruck ein.   Bei Dj Battles wird von der Fangemeinde ermittelt, wer die besten Skills an den Turntables hat, wer die besten und seltensten Platten kennt und spielt, und wessen Gesamtauftritt den authentischsten Stil und die glaubwürdigste Street Credibility bringt. Die VJ Battle bringt diese  Contestform erstmals von der musikalischen auf die visuelle Ebene.   Die DJ/VJ Battle findet vor einer Jury bekannter Medienkünstler und Experten statt.  Die jeweiligen KünstlerInnengruppierungen erhalten zwischen 5 und 15 Minuten Zeit, einen LiveStream zu erschaffen.  Nach jeweils zwei Teams entscheidet die Jury mit einer kurzen Begründung, wer die Battle gewonnen hat. Bei Unentschieden der Jury entscheidet das Publikum per Abstimmung. Der Sieger steigt in die nächste Runde auf. Dies geht solange, bis am Ende der Veranstaltung ein KünstlerInnenteam als Gesamtsieger feststeht. D.h. es gibt ein Viertelfinale, ein Halbfinale und jeweils eine Battle um den dritten beziehungsweise den ersten Platz.   Zu erwarten ist eine mehrstündige kreative Bilderflut nicht nur von den Tiroler Audio- Und VideokünstlerInnen, sondern auch von den bereits international renommierten diesjährigen Gästen aus den VJ-Schmieden in Salzburg, Linz, Wien und München. Der  Ton dazu kommt von den DJs, von den Laptopkomponisten, Pianovirtuosen und Experimentalsynthesizern und Klangkybernetikern.   Ein akustisch-optisches Erlebnis für musikalische FeinschmeckerInnern!   Weitere Infos...

Innsbruck wählt im April...

Innsbruck wählt am 15. April 2012, so hat es der Gemeinderat gestern beschlossen. Der Landtag muss dem Termin noch zustimmen, allerdings ist das nur eine Formsache. Ein Novum ist die Direktwahl: Die Innsbrucker(innen) werden ihre(n) Bürgermeister(in) erstmals direkt wählen – deshalb werden die Spitzenkandidat(inn)en der verschiedenen Listen besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Konzentration auf die „Köpfe“ führt meistens dazu, dass politische Themen eher in den Hintergrund treten. Wurden vor wenigen Jahrzehnten Wahlkämpfe noch hauptsächlich über weltanschauliche Fragen entschieden, werden die handelnden Personen zusehends wichtiger: Wirkt ein(e) Kandidat(in) authentisch, sympathisch, ehrlich und kompetent – solche Fragen entscheiden wesentlich über Wahlerfolg bzw. -niederlage. Daraus ergibt sich der Vorteil für die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer allein schon deshalb, weil sie als Amtsinhaberin Akzente setzen kann. In den Umfragen liegt sie jedenfalls weit vor allen anderen Kandidat(inn)en. Aber bis zur Wahl kann noch einiges passieren, vor allem weil die Bürgermeisterin unter verschärfter Beobachtung steht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein großes Thema den Wahlkampf beherrschen wird. Innsbruck hat zwar zahlreiche Probleme: Der innerstädtische Verkehrsinfarkt steht an der Tagesordnung, die Mieten sind so hoch wie kaum woanders in Österreich und auch die soziale Kluft wird immer größer: Während Shoppingtempel und Luxuswohnungen aus dem Boden schießen, ist die Überfüllung der Notschlafstelle täglich traurige Realität. Dennoch scheint die Mehrheit der InnsbruckerInnen mit ihrer Stadt ganz zufrieden zu sein. Lokalpatriotismus steht hoch im Kurs; im Sommer haben über 90 Prozent der Innsbrucker(innen) in einer Umfrage angegeben, stolz auf ihre Stadt zu sein. Wie auch immer: Umfragen sind Prognosen, Wahlergebnisse stehen auf einem anderen Blatt. Diese Wahl wird jedenfalls spannend, auch weil ganz unterschiedliche Koalitionsvarianten möglich sind. Außerdem ist interessant, ob neue Listen (z.B. die Piraten) antreten werden. ProvInnsbruck wird jedenfalls über den kommenden Wahlkampf intensiv...

Armin Wolf an der Uni

Morgen, am Donnerstag, den 15. Dezember 2011, hält der bekannte Journalist und ZIB-2-Moderator Armin Wolf einen Vortrag an der SOWI.   Thema: Wozu brauchen wir noch Journalisten?     Ort: SOWI Innsbruck, Universitätsstraße 15, Hörsaal 1.   Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr s.t.. und dauert bis circa 19 Uhr 30.   Foto von Manfred Werner – Tsui (wikipedia)....

Manufaktur Herzblut

Seit der Eröffnung dieses aufregenden Ateliers in der Haller Altstadt steht fest, dass der Widerstand gegen Abendroben, Anzüge oder opulente Accessoires schlichtweg als bürgerlich bezeichnet werden kann. Markus Spatzier entwirft feudale Tollkühnheiten, schneidert Aufruhr und preist Gewänder an, die passionierte Nachtschattengewächse selbst im Dunkeln leuchten lassen. www.manufaktur-herzblut.com/         Adresse: Manufaktur Herzblut Salvatorgasse 19a 6060 Hall in Tirol   Öffnungszeiten: MO – DO 11.00 – 14.00 Uhr 15.00 – 19.30 Uhr FR 08.00 – 11.00 Uhr 12.00 – 16.00...

Arbeit macht das Leben süß!...

Letztens war ich bei meinem Onkel zu Besuch. Als wir mit dem Auto vom Bahnhof zu seinem Haus im Grünen fuhren, blieb er bei einer Zufahrt eines Hauses stehen, kurbelte das Fenster herunter und grüßte den Mann, der in der Einfahrt gerade ein Auto putzte. „Ja hallo! Bist du heute wieder fleißig!?“ – „Es muss ja was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ das war der ganze Wortwechsel. Mein Onkel erklärte mir dann belustigt, dass fast jedes Mal wenn er an der betreffenden Ausfahrt vorbeikommt, dieser ältere Typ da ist und sein Auto putzt. Er wird schon geil auf Autos sein. Was mich aber an diesem Dialog fasziniert hat und mir in Erinnerung bleiben wird, ist die unabsichtliche, aber trotzdem präzise Gesellschaftsanalyse „Es muss was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ „Es muss was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ Diese Aussage führt mir unglaublich einprägsam vor Augen, dass das Arbeitenmüssen, zwecks Aufrechterhaltung der persönlichen Versorgung, zutiefst verabscheuenswert ist und von Grund auf abgeschafft gehört. „Es muss was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ Die Erkenntnis fährt ein, wie die reinste Überdosis, dass sich die Leute von klein auf, zu willigen Arbeitssklaven sozialisieren lassen und ihr Leben als gelebt betrachten, wenn sie nicht mehr arbeiten müssen. Ihr Lohnarbeitsschicksal betrachten sie dann als naturgegeben und somit unabänderbar, weil sie das von klein auf so reingepresst bekommen haben. „Es muss was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ Da steckt auch drin, wie komplett sinnlos manche als notwendig bezeichnete Tätigkeiten sind und nur dazu dienen, den Status Quo des Arbeitenmüssens aufrecht zu erhalten. „Es muss was gearbeitet werden, damit was gearbeitet ist!“ Wie, frage ich mich, können wir das allgemeine Hinnehmen des arbeitsmäßigen Unterdrückungsverhältnisses stoppen und in die Lage kommen attraktive Umstiegsmodelle...

Occupy Landwirtschaftskammer...

 "Occupy Landwirtschaftskammer" hieß es am Dienstagmorgen vor der Landwirtschaftskammer in Innsbruck. Mehrere AktivistInnen des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) besetzten den Eingang in der Innsbrucker Brixnerstraße.    Einige blockierten den Eingang, andere befestigten ein Plakat an der Außenfassade. Transparente mit der Aufschrift "ÖVP blockkiert Kastenstandverbot" und "Stopp der ÖVP-Tierqualpolitik" machten auf die Anliegen der BesetzerInnen aufmerksam. Sehr bald war die Polizei vor Ort, löste die Kundgebung auf und verhaftete alle Beteiligten.   Linktipp mit...

Occupy Innsbruck

Occupy Innsbruck   «Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.» (Erich Fried)    http://www.youtube.com/watch?v=mxbK6KXxJ2w...