eye-catcher @ bogenlokal p.m.k...

… neben den Kassetten am Klo, den orgastischen Bands (dieses Mal „Francis International Airport“, ein ander Mal war es Tex Rubinowitz mit seiner Band „Mause“) liebe ich das Innsbrucker Bogenlokal p.m.k. nun auch wegen seiner poppigen Wandmalereien, who doesn’t like a cool pair of sneakers, innit 😉 … die poptastische Farbexplosion hat der französische Künstler FRÄNECK!, der im Sommer zu Besuch im Bogenlokal war, hinterlassen. Weitere Arbeiten von ihm gibt es hier zu sehen: http://franeck.ultra-book.com        ...

Der Prozess: Premiere im LEOKINO...

Insgesamt 14 Monate hat der Prozess gegen dreizehn TierrechtsaktivistInnnen die Öffentlichkeit in Atem gehalten. Die Angeklagten wurden von Polizeikommandos vor den Augen ihrer Kinder abgeführt, auch Polizeispitzel wurden auf die Gruppe angesetzt, diese fanden aber nichts heraus, was strafrechtlich relevant gewesen wäre.   Der Prozess gegen die AktivistInnen führte vor allem eines anschaulich vor Augen: Die Abgründe des österreichischen Justizwesens. Nach mehr als einem Jahr und etlichen Verhandlungstagen wurden schließlich alle Beteiligten freigesprochen, die Staatsanwaltschaft kündigte allerdings Berufung an.   Der Prozess wurde auf der diesjährigen Viennale als bester österreichischer Dokumentarfilm premiert. Morgen, am Donnerstag den 1. Dezember 2011 um 20 Uhr findet im Innsbrucker Leokino die Premiere mit Regisseur Gerald Igor Hauzenberger, Verteidiger Bernd Haberditzl und dem Protagonisten Chris Moser...

Familie H. aus Imst/ Tirol am Weg zur Abschiebung! Armen, Shushanik, Narek, Ashken und Anahit sollen bleiben....

Anahit wird in einen Polizeibus gebracht. Die Mutter Shushanik befindet sich seit mehreren Monaten wegen psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung. Sie hat berechtigte Angst vor der drohenden Abschiebung. Seit letzter Woche befindet sich Shushanik im Zammer Krankenhaus zur stationären Behandlung. Die Polizist_innen nehmen Shushanik dennoch direkt vom Krankenhausbett weg fest und bringen sie mit den drei anderen Familienmitgliedern nach Wien zur Abschiebung. Im Moment sitzen die vier in Familienschubhaft in Simmering und warten auf ihren Abschiebeflug, den wahrscheinlich die AUA Dienstag Abend mit einem Linienflug nach Eriwan durchführen wird. Narek, der 18-jährige Sohn und hoch talentierter Judoka kann vor den Beamt_innen flüchten. Auch er sollte abgeschoben werden. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er sich dem Behördenapparat entziehen kann und solidarische Unterstützung durch Menschen findet, die sich aktiv gegen dieses Unrecht stellen. Dieser Apparat zerstört menschliche Existenzen,setzt die Regeln menschlicher Umgangsformen außer Kraft und die Vertreter_innen beteuern stets, nur "die Pflicht" zu tun oder eben nur "die Gesetze" zu vollziehen. Die Arbeitsteilung funktioniert gut: der Polizist, der die Familie festnimmt ist nicht derselbe wie die Beamtin, die den Abschiebebescheid verfasst. Die politischen Entscheidungsträger_innen im Parlament sind nicht diejenigen, die die Familie H. in der Familienschubhaft festhalten. Der Arzt oder die Ärztin im Krankenhaus, die die Patient_in für "abschiebefähig" erklärt, ist dassselbe Rädchen im Abschiebesystem wie der Pilot oder die Pilotin des Abschiebefluges. Die meisten machen sich nur ein bißchen die Hände schmutzig,sodass sie alle gut nachts einschlafen können. Niemand trägt die volle Verantwortung, alle tragen "ein bißchen" zum herrschenden Unrecht bei. Solange Abschiebungen still & heimlich stattfinden, ist es schwierig, diese zu erschweren oder zu verhindern! Aber Widerstand und ziviler Ungehorsam gegen dieses systematische Unrecht ist vorhanden und auch notwendig. Was können Menschen tun? * Beschwerden und Anrufe bei...

In den Glühwein gereimt: Unterm Feinstaub da steht ein Baum…...

  schön ist er anzuschauen! Oh Du große, tadellose Fichte, stolz erhaben über uns Glühweinwichte, hilf uns in schweren Feinstaubzeiten, und der Politik, der nicht Bereiten. Saug den Staub mit Deinen grünen Nadeln, zum Retter der Weihnacht wir Dich...

Die Besucher

B. besuchte K., weil er mit ihm ein paar Dinge über seine bevorstehende Reise besprechen wollte. K. war aber nicht da. Da aber die Tür zu seiner Wohnung offen war, ging er einfach hinein und legte sich auf das Sofa, in der Meinung, dass K. bald kommen wird. Es kam aber nicht K., sondern eine junge hübsche zarte Frau betrat das Zimmer, fragte B., ob er wisse, wo sich K. befinde. B. verneinte, schaute die Frau an, die ganz sommerlich bekleidet war. Diese über diese Tatsache nicht weiter überrascht, verließ darauf nicht die Wohnung K.s sondern legte sich vielmehr zu B. auf das Sofa. Dieses war breit genug und die junge Frau, die sich als M. vorstellte, schmal genug, so dass beide auf dem Sofa Platz hatten. M. erzählte B., dass sie diesen lieben würde, dieser aber nicht sie, so fürchte sie jedenfalls, zumindest hätte er bis jetzt keine Anstalten gemacht, auf ihre „Liebesangebote“ – so M.s Ausdrucksweise – einzugehen. Was B. gar nicht weiter wunderte, da er von K. schon lange wusste, dass er sich aus Frauen nicht viel machte, und schon gar nicht, wenn sich eine Frau ihm direkt anbot. Obwohl M. eine hübsche Frau war. B. wollte die Frau nicht beleidigen, und so sagte er, dass sie mit K. eben Geduld haben müsste, und sie nicht zu schnell aufgeben sollte. Da öffnete M. ihre Bluse, nahm B.s Hand und legte sie auf ihre kleinen zarten Brüste. „Hier, fühle mein Herz, wie es schlägt für ihn“, sagte sie. B. wusste nicht, wie ihm geschah. Er war verwirrt und andererseits genoss er diese zärtliche Handlung der jungen Frau. Er hätte sich genau so gut in M. verlieben können wie sie wahrscheinlich in K. verliebt war. Er spürte die...

Dicke Luft in Innsbruck

Die Novemberdepression hat heuer kaum Chancen, es ist der trockenste und sonnigste Herbst seit Menschengedenken. Das herrliche Wetter hat aber einen entscheidenden Haken – im Luftsanierungsgebiet Inntal werden die Grenzwerte für Feinstaub praktisch täglich überschritten.   Verkehrsstadtrat Ernst Pechlaner greift jetzt einen Vorschlag der Grünen auf und regt an, Umweltplaketten einzuführen: Fahrzeuge, die besonders viele Schadstoffe ausstoßen, dürften dann nicht mehr ins Stadtgebiet. Auch die Einführung einer Citymaut ist immer mal wieder im Gespräch. Täglich pendeln tausende AutofahrerInnen nach Innsbruck – eine Citymaut könnte vielen den Umstieg auf Öffis oder Fahrgemeinschaften schmackhaft machen.   Welches Modell sich auch immer durchsetzt, eine Lösung muss schnell gefunden werden: Die heilige Kuh Indivdualverkehr in Ehren – unser aller Gesundheit sollte uns schon mehr wert sein.   Foto: Chistian Niederwolfsgruber   ...

Das alte „Rein-Raus-Spiel“...

 Während die Mundwinkel der hereintretenden Dame und ihrer Folgeschaft immer noch beim Betreten des Warteraums am anderen – sehr westlich gelegenen Stadtteil – Ende tief hinab hängen und sich sogar mittlerweile nicht mehr anfeuchten lassen, durch dieselbe Verzogenheit und immer derselben Spucke, die nun schon ein Alter von mindestens fünfzig Jahren erreicht haben muss, warte ich in diesem bedenklich kleinem Raum auf den Anruf der in gelblich weiss gekleideten Bediensteten, mir ein Zeichen, eine Ahnung zu geben, meine Sorgen zu nehmen, um endlich diese Bürde abstoßen zu können. Was ist los mit mir? Was ist los da draußen – vor der Tür?   Die Wagen der anderen Bediensteten stellen sich wie einst in Kubricks Ideen, wohl genährt, in einer Reihe an, vor dem grünlich verglasten Gebäude nahe dem Hafen der Stadt, dort sinnend über andere zu schimpfen, den Busfahrer – vorallem – denn dieser hat ja „überhaupt keine Ahnung von irgend etwas, ich bin zu spät, zu spät, hörst du ! – und ich habe keine weitere Zeit mehr zu verlieren in dieser zeitlosen Zeit… – oder so…“ – dachte Rudi T., in seinem Passat Baujahr 91´, als er aus der Einfahrt ausfahren wollte, um sich seiner ganz eigenen Idee zu ergeben, für den heutigen Abend.   Ihre ganz eigene Idee hatte Inge auch. Und ihre Tochter, die man bis dato nur mit Frau Schlank kennt, denn ihren Ehemann nannte man an dem besagten Tag nur den Ehemann, hatte wiederum auch ihre ganz eigene Vorstellung von Warteraum-Gesprächen. Sie war es, die ihre Mundwinkel beinahe fallen ließ, als sie sich zu ihrem besten gab, besonders auf die Frage – „Haben sie auch alle ihre e-Card mit ?!“ – meinten nur sehr stürmisch alle drei zugleich greifend in ihre riesig großen...

Tonmanagement! Rückschrittsakrobatik....

Beginnend mit 01.12. werden im Kooio (http://www.kooio.net/) jeden 1. Donnerstag im Monat Klänge zu hören sein, die man ansonsten in Innsbruck kaum serviert bekommt   Unter dem kryptischen Titel „Tonmanagement! Rückschrittsakrobatik.“ soll Musik angeboten werden, die auf den ersten Blick ebenso Rätsel aufgibt, vielleicht auch gar nicht als Musik im konventionellen Sinne rezipiert werden kann. Dabei versteht sich dieser Rahmen jedoch nicht als elitär, sondern will vor allem eines beweisen: diese Musik IST hörbar, man kann sich daran gewöhnen und vor allem: im Lärm steckt Harmonie, im Ekel auch Lust, in der Dissonanz auch Konsonanz.   Es soll der Beweis angetreten werden, dass Musik, die dem Lärm und dem Geräusch Platz lässt, das Gegenteil von sperrig und abgehoben ist: sie ist in absolutem Maße (radikal-)demokratisch, akzeptierend und inkludierend. Sie fordert aber auch die Offenheit des/der HörerIn heraus, sich auf diese Klangschichten einzulassen. Es braucht aber kein Vorwissen, sondern lediglich die „richtige“ Haltung: eine Haltung der radikalen Offenheit, der Akzeptanz der Auflösung der (exkludierenden) Strukturen von vielem, das jeder ad hoc als Musik erkennen würde.   Enstehen soll dabei ein Raum für Experimente jeglicher Art: ausgehend von den DJs Gramma und Agharta und dem Musiker Grenzregionen soll ein Raum enstehen, der offen ist für eine Vielzahl ein Experimenten: Performances, Spoken-Word, Live-Improvisationen, DJ-Sets uvm.   Starten soll diese Veranstaltungsreihe mit dem „Kernteam“ (Spechtenhauser, Nuderscher und meiner Wenigkeit). Man möge eine gehörige Portion Abenteuerlust und vor allem durstige Ohren mitbringen, die sich aus der musikalischen Wüste in Innsbruck in das Kooio retten wollen....

Occupy Innsbruck ist umgezogen...

  Die HeldInnen ziehen weiter: Die Gruppe von Occupy Innsbruck  ist am Montag vom Bozner Platz in den Watherpark übersiedelt. Die etwa 25-köpfige Gruppe will mit PolitikerInnen und der Bevölkerung in Kontakt treten und über alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle debattieren. Inzwischen berichten auch Medien wie die Tiroler Tageszeitung über die Anliegen der BesetzerInnen.   Foto von Claudia...

Tatort Stadion – Fußball und Diskriminierung...

Fußball ist mehr als 22 Spieler, ein Ball und das Schiedsrichtergespann. Das Geschehen auf den Rängen und im Umfeld ist meist mindestens ebenso spannend. Doch gibt es hier durchaus auch unerfreuliche Entwicklungen und Nebengeräusche. Gerade deshalb soll die Ausstellung „Tatort Stadion“ mitsamt Rahmenprogramm auf die Problematik von Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Fremdenfeindlichkeit oder Sexismus im Fußball aufmerksam machen.   Aber auch die Themen Selbstbestimmte Fankultur sowie Gewalt in der Fanszene und der Umgang der „Offiziellen“ damit sollen im Rahmen der Ausstellung beleuchtet werden. 2001 wurde die Ausstellung „Tatort Stadion“ vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten in Deutschland gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisiert. Nun wird sie erstmals vom Kulturkollektiv Contrapunkt in Österreich gezeigt.   Ein Rahmenprogramm rund um das Thema Fankultur rundet das Ganze ab. Die Eröffnung der Ausstellung ist am 25.11. in der Bäckerei mit zwei Gastvorträgen von Gabriel Kuhn zum Thema: „Tore schießen reicht nicht – Fußball und soziale Verantwortung im Fußball“ und Judith Götz wird über das Thema: „Haut´s die Juden eini – Das Verhältnis von Antisemitismus und Fußball in Österreich“ referieren. Weiters werden im Innsbrucker Programmkino Cinematograph die Filme „Maradonna by Kusturica“ am 1.12. und der Film „Offside“ von Jafar Panahi am 6.12. gezeigt. Der Kooperationspartner der Ausstellung Tatort Stadion, die Faninitiative Innsbruck, gestaltet am 2.12. selbst einen Abend in der Bäckerei. Hier wird einerseits das neue Fanprojekt der Faninitiative vorgestellt andererseits stehen Aktionen der Tivolinord Tribüne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Vordergrund. Der Abschluss ist am 9.12. ebenfalls in der Bäckerei. Es wird eine Podiumsdiskussion zum Thema:„Fans und Repression – Fußball als Trainingsfeld für Überwachung und Kontrolle?“ mit Vertretern aus Fanszene, Fanarbeit, Polizei und Justiz geben. Abgerundet wird das ganze durch einen weiteren Vortrag...