Kantinenlesen Nummer 1

Der Westen der Stadt ist lesungstechnisch noch nicht gar so gut erschlossen wie andere Stadtteile. Diesem Umstand will eine Lesungsreihe Abhilfe schaffen, die Literatur an den Mitterweg bringt.   Auftakt ist am Donnerstag, den 3.11. um 20:00 in der Kantine (Mitterweg 43 ). Helmuth Schönauer liest aus seinen "Geschichten vom Mitterweg“, Stefan Abermann und meine Wenigkeit lesen ebenfalls und René Nuderscher moderiert. Kommt doch also alle zahlreich!...

B P S im Herbst

Der Bäckerei Poetry Slam ruft, die Tiere des Waldes kommen gelaufen, sich im herbstlichen Spotlightwald der Bäckerei-Lichtung zu vergnügen, einem rappenden Holfzfällerbartträger – Christopher Hüttmansberger aka Selbstlaut, der Gustostückerln aus seinem brandneuen Album „Lilacs out of the dead ground“ performte –  sowie all den anderen lustigen Käuzen zu lauschen.     Slampapa Köhle wurde vertreten von dem „Text-ohne-Reiter“ Stefan Abermann, der beschwingt durch den Abend führte, obwohl er den Slam zu einem „bösen“, also einem strengem „Slam“ erkor. Das Publikum grölte, gab seine Stimmen ab. Der Blamayer wurde mit seinem, Zitat Abermann, „fäkalerotischen“ Fahrstuhltext dritter, der Platzhirsch Koschuh wurde zweiter, demnach geschlagen, und zwar von dem „Sevi“ aus Linz. Dessen Leopardentanga habe ich ja in Dornbirn von vorne gesehen, wie der Rest eines, wie ich finde, zu geschockten, prüden Publikums. In der Bäckerei ließ er bei gleichem Text leider nicht mehr die Hosen fallen, zeigte stattdessen seinen nackten Oberkörper. Das und wohl seines beeindruckend groovigen Wortflusses wegen hat er dann also gewonnen. (auf dem Party-nach-dem-Slam-Foto ist der Sevi beim West-Coast-Zeichen-Machen zu sehen, ich mache apropos das East-Coast-Zeichen, yo!)     Nach dem Slam wurde dann noch um die Häuser gezogen. Dass in einem Bogenlokal eine Madonna steht habe ich gar nicht gewusst. Interessant. Bis in die frühen Morgenstunden – Tipp für Partytiere wie uns – kann man übrigens ganz besonders cool auf dem Dancefloor im Club Aftershave ausflippen. Und nie vergessen, nach dem Slam ist vor dem Slam, gehet hin und, noch viel wichtiger, machet mit … wie etwa am Donnerstag den 10.11 im Café Moustache bei der „TOR“-Posse.     Und eins noch, wer weiß, woher der Albumtitel von Selbstlaut, „Lilacs out of the dead ground“, stammt? Diese Person wäre mir sofort sympathisch, UND wäre vor allem dazu eingeladen,...

Trauer-Plattform aspetos.at...

Passend zu Allerseelen … die Trauer-Plattform aspetos.at  Soziale Netzwerke im Internet spielen eine immer größere Rolle. Für die Trauerarbeit wurde 2009 ein Online-Portal  geschaffen, das mit mittlerweilen über 20.000 Besuchern täglich sehr erfolgreich ist und die „Sozialmarie 2010“ (Österreichischer Preis für soziale Innovation) erhalten hat.   Informationen über Sterbefälle Auf der Startseite  www.aspetos.at sind  die aktuellen Sterbefälle Österreichs dargestellt und können nach den Regionen gefiltert werden. Alle Bestattungsinstitute, welche Aspetos-Partner sind, stellen kostenlos die Traueranzeigen ihrer Sterbefälle auf das Online-Portal, aber auch Angehörige haben die Möglichkeit, Traueranzeigen kostenlos zu veröffentlichen. Daraus entsteht ein flächendeckendes, für die Öffentlichkeit kostenloses Informationsportal über Trauerfälle in Österreich. Jede Traueranzeige ist mit einem Online-Kondolenzbuch und der Möglichkeit Gedenkkerzen anzuzünden verknüpft, was Angehörige als enorm trostreich erleben. Es gibt die Wahl zwischen kostenlosen Gedenkkerzen und Spendenkerzen, mit welchen die Plattform und soziale Projekte von CARE, der Caritas oder Rainbows unterstützt werden.   Erinnerungen werden gesichert Letztlich ist es das Ziel jeder Trauerarbeit, die Beziehung zum verstorbenen Menschen, in eine Erinnerungsbeziehung umzugestalten. Trauer zu bewältigen heißt nicht, den verstorbenen Menschen zu vergessen, sondern durch die Erinnerung mit ihm in Verbindung zu bleiben. Auf Aspetos können Angehörige Gedenkseiten für ihre Verstorbenen erstellen und pflegen, ihre Erinnerungen sichern und für andere Berechtigte freischalten, wodurch Online-Gedenkorte entstehen, auf die man von überall auf der Welt besuchen kann.   Vernetzung unter Trauernden Im TrauerForum treffen sich Hinterbliebene und nutzen die Möglichkeit der Vernetzung zur gegenseitigen Unterstützung. Das Forum auf Aspetos ist ein Ort, an dem Menschen ihr Schicksal und ihren Schmerz miteinander  verarbeiten können, dabei werden sie von Fachpersonen begleitet und unterstützt. Die dunklen Seiten des Lebens werden beleuchtet Der Tod ist ein Teil des Lebens, er ist unser steter Begleiter und er ist unser letzter „Lebens-Abschnitt“. Als solcher verdient...

Kabarett mit Koschuh

Zum Abschluss der Ausstellung "Mit ubuntu sind wir mehr!" wird der Innsbrucker Kaberettist Markus "Koschuh" Kozuh auftreten. Er gastiert am Weltspartag im „Stillen Speicher“ der Hypo-Zentrale, wird aber garantiert nicht still bleiben, denn die Themen der menschlichen und finanziellen Werte lassen in der Bank garantiert niemanden kalt …   WANN? Montag, 31. Oktober 2011 / 19 Uhr WO? Zentrale Hypo Tirol Bank / Bozner Platz / 6020 Innsbruck Eintritt gegen freiwillige Spenden. Wir freuen uns auf Ihren/Deinen...

Zwei Liebende auf einer Insel...

Martin und Kristine begegnen sich auf einer Urlaubsreise in Griechenland. Er ist Lehrer aus Deutschland, der sich ein paar Monate Auszeit genommen hat. Sie ist Fremdenführerin und zeigt den Reisenden die Sehenswürdigkeiten  auf Olympia. So lernen sie sich kennen… und lieben. Kristine kommt nicht los von ihrer früheren Geliebten, der trinkt und sie mit in seinen Untergang zu reißen droht. Martin will mehr als eine kurze romantische Liebesnacht. Will sich auf die ein wenig rätselhafte Kristine einlassen, hier leben, allein mit ihr. Für sie ist das zuerst schwer, sie kann sich nicht entscheiden, sich nicht von ihrem einen Freund losreißen, aber auch Martin nicht verlieren. Ein Verwirrspiel, nicht heiter, eher betroffen machen, weil man bald sieht, dass das so nicht gut gehen kann und weil man es doch auch ein klein wenig von sich selbst oder von seinem Bekanntenkreis zu kennen glaubt.    Der deutsche Dramatiker Botho Strauß hat mit seinem Stück Die Fremdenführerin ein dramatisch gut gebautes Stück in einer schönen manchmal an die Klassik gemahnenden und so auch Distanz schaffenden Bühnensprache geschrieben, das zur Zeit in der Regie von Michael Worsch im Innsbrucker Kellertheater aufgeführt wird. Beide suchen sie auf der kargen Insel Wege aus ihren früheren Verletzungen, versuchen ein neues Glück. Ob es am Ende gelingt, sei hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: 90 spannende Theaterminuten, die die beiden Darsteller Sara Livia Krierer und Stephan Lewetz großartig gestalten. Hingehen und ansehen. Das Stück läuft noch bis einschließlich 11. November....

Die Workstation wird 20

Die Workstation in der Dreiheiligenstraße ist eine Institution in der Musikszene der Landeshauptstadt. Unzählige Bands fanden und finden hier Proberäume, einen Equimentpool für Konzerte und Demo-Aufnahme sowie einen Treffpunkt für Gleichgesinnte.   Zur Geschichte der Workstation findet ihr hier einige interessante Artikel: Eine Zeitreise durch die beiden letzten Dekaden der Innsbrucker Off-Szene. Gefeiert wird natürlich auch und zwar heute, am 28. Oktober, ab 20 Uhr in der p.m.k.   An diesem Abend wird eine Doppel LP mit 20 Songs aus 20 Jahren Workstation präsentiert. Dazu gibt es auch ein ausführliches Booklet mit Texten, Fotos, Artwork und sonstigen Artefakten aus der Geschichte des Vereins. Für den musikalischen Teil des Abends sorgen viele ehemalige und aktuelle MusikerInnen und Bands der Workstation.   20 JAHRE WORKSTATION Doppel LP & Katalog Präsentation   _live: PLAY THE TRACKS OF HCL / SIRENÉE LISSIE RETTENWANDER & A.L.M ATOMCATS / TORTUGA GASSEBNER & BREITENLECHNER   djs HOOVER BEAT / BATMARIE / ZEYA...

Ab in die Kiste

  Frei nach dem Motto: „Was man beetet das isst man“, agiert die Innsbrucker Gemeinschaft der Bauernkiste  http://www.bauernkiste.at/.   Wer Bauernkistler ist, der wird einmal in der Woche mit einer prall gefüllten Obst- oder Gemüsekiste überrascht, in der sich ausschließlich regionale und saisonale  Produkte befinden. 1997 wurde die Bauernkiste ins Leben gerufen und zählt heute bereits zu einer ökologischen Institution. Kaum ein Innsbrucker der sie nicht kennt und kaum ein ernährungsbewusster Mensch, der sie nicht bereits bestellt. Kurzum: "Die Bauernkiste ist in aller Munde." Ganz Tirol wird von der Bauernkiste beliefert. Um lange Transportwege zu vermeiden und die Frische der Produkte zu garantieren, hat jede Region ihre eigene Zentrale in der das Obst und Gemüse der Region gesammelt und zu den Kunden geliefert wird. Ganz gleich ob im Oberland, in Osttirol, dem Karwendelgebiet oder der Serlesregion: Jedem Tiroler wird eine Bauernkiste nach Hause gebracht.   Doch was ist eigentlich drin in der Bauernkiste? Die Kombinationsmöglichkeiten sind mannigfaltig, so kann man sich für eine wöchentliche Obst- oder Gemüsekiste entscheiden, die man an die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen anpassen kann. Es ist jedoch auch möglich zusätzliche Produkte in seine Kiste zu bestellen. Frisches Brot, Eier, Käse, Fleisch, Fisch, Marmeladen, Honig, Schokolade … alles was das Schlemmer-Herz begehrt. Meine Bauernkiste kam heute morgen … … und drinnen sind: Ein Kohlrabi, Radieschen, zwei große Salatköpfe, Jungzwiebel, ein Nuss-Kürbis, Sauerteigbrot, Milch, Kräuterkäse, Karotten. Eben alles was man braucht, um auch im Herbst an seine Vitamine zu kommen.    Wie mans macht:  Schnell und unkompliziert bewerkstelligen lässt sich die wöchentliche Bestellung über das Online Portal der Bauernkiste.  Eine Entscheidungshilfe bei der Frage, ob man sich für die Kiste entscheiden soll kann die Bauern-Schnupperkiste sein, diese ist ein Potpourri der beliebtesten Bauernkiste Produkte.   ...

Bauernkiste klein

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Auf der Mauer, auf der Lauer …...

Graffiti (Ableitung von „graffiare“ – italienisch für „kratzen“) ist ein Sammelbegriff für gestalterisch sehr unterschiedliche Symbole, Schriftzüge und Bilder, die meistens auf Häuserwände und Fassaden gemalt bzw. gesprayt werden. Schon seit Jahrzehnten gelten Graffitis als Ausdrucksformen der Jugend- und Stadtkultur. Allerdings werden SprayerInnen, die sich nicht auf die legalen Flächen beschränken, polizeilich verfolgt.   In Innsbruck gibt es eine rege Szene von SprayerInnen, die sich zu Unrecht kriminalisiert sieht. Demgegenüber stehen zahlreiche HausbesitzerInnen, Geschäftsleute und PolitikerInnen, die Graffiti hauptsächlich unter dem Aspekt des Vandalismus be- und verurteilen. Und wirklich ist es gar nicht immer leicht, eine klare Unterscheidung zwischen „Kunst“ und „Schmiererei“ zu treffen. Handelt es sich um Streetart, ein politisches Statement oder schlichtweg um Vandalismus – das hängt in diesem Fall vielfach vom individuellen Standpunkt ab.   Hier findet ihr den Trailer des Kurzdokumentarfilms „Auf der Mauer, auf der Lauer …“ über Graffiti in Innsbruck; die Langversion ist ebenfalls auf dieser Seite abrufbar. Die Doku schafft es, verschiedene Ansichten zu diesem brisanten Thema gegenüberzustellen, ohne eine Meinung zu bevorzugen. Die Bilder für diesen Beitrag stammen von der Initiative Innsbrock Graffiti, die auf ihrem Facebook-Profil noch viele weitere Bilder bereitstellt.  ...

Innsbruck – eine Liebesgeschichte...

Mittlerweile ist mein zwölftes Jahr in Innsbruck angebrochen und gerade in den letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken über meine mittlerweile nicht mehr so neue Heimat gemacht. Gleichzeitig mit Herbst- und Unibeginn habe ich auch meine Leidenschaft für das Spazierengehen entdeckt und streunere so des öfteren durch die kleine Stadt, die manche auch gerne mit einer Provinz gleichsetzen, und sehe die verschiedensten Menschen im Vorbeigehen, sehe Baustellen, die Neues entstehen lassen oder Altes verbessern wollen, entdecke immer wieder bis dato für mich Verborgenes und das alles vor einer der schönsten Kulissen, die die Welt zu bieten hat: Die Nordkette und der Patscherkofel immer in Sichtweite – als Orientierungspunkt für den eigenen Standort und als Anschauungsobjekt für die Jahreszeiten, die wir durchlaufen…   …so schlendere ich in Begleitung von Jamie Lidell vergangenen Sonntagnachmittag die Weinhartstrasse entlang, um mir meinen liebgewordenen sonntäglichen Kaffee in der Bäckerei abzuholen und blicke blinzelnd zur Frau Hitt hoch und plötzlich überkommt mich seit Jahren wieder dieses Gefühl. Das Gefühl, das einen ab und zu überrascht, wenn man eine/n langjährige/n Freund/in betrachtet und einem plötzlich wieder einfällt, warum man soviel und so gerne Zeit miteinander verbringt – man lächelt ihn oder sie an und er oder sie lächelt zurück und es ist schön, anzunehmen, dass das Gegenüber gerade dasselbe empfindet. Aber zurück zu unserem kleinen Zuhause… wie ich dann so weitergehe und mich mit meinem Kaffee auf einen der Sessel der Bäckerei in die Restsonne setze – immer noch mit diesem wohligen Gefühl im Bauch – lasse ich die letzten elf Jahre in dieser Stadt Revue passieren und versuche, dieses wiedererlangte Gefühl für Innsbruck für mich zu konkretisieren. Ich liebe diese Stadt. Ich habe sie zwar nicht ständig wertgeschätzt, als schön oder interessant empfunden, verstanden,...