Trauergruppe: Trauernde Eltern nach Unfall, Krankheit oder Suizid...

     SELBSTHILFEGRUPPE  TRAUERNDE ELTERN  die ihre Kinder durch Unfall, Suizid oder Krankheit verloren haben. Das Band, das Eltern mit ihren Kindern verbindet, bleibt ein Leben lang bestehen. Wenn ein Kind oder Jugendlicher verstirbt, bleibt diese Bindung erhalten und mit ihr auch der Schmerz über den Verlust. Von daher ist es nur natürlich, dass der Trauerprozess für Eltern in den allermeisten Fällen ein sehr langer, oft sogar lebenslanger Prozess ist. Ziel dieser Gruppe ist es, ein Stück Weges gemeinsam zu gehen, den Schmerz und die Erinnerungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Wichtig ist uns auch, gemeinsam gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um trotz des Verlustes wieder Lebensfreude empfinden zu können. Die Aufgabe der fachlichen Begleitung ist es, kompetente trauerpsychologische Unterstützung und Begleitung zu gewährleisten, die Gespräche zu moderieren und ein eventuelles Abgleiten in einen krankhaften Trauerprozess bei den einzelnen Mitgliedern frühzeitig zu erkennen.   Am 6. Oktober starten wir wieder gemeinsam in einen neuen Jahreszyklus und laden betroffene Eltern herzlich in unsere Gruppe ein. Die Gruppe bleibt bis Weihnachten für Neuzugänge geöffnet. Ab Jänner wird die Gruppe wieder geschlossen, um einen geschützen Rahmen zu gewährleisten.   Fachliche Begleitung: DGKP Patrizia Pichlerist Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Fachreferentin für Palliativ Care und Hospizarbeit und Lebens- und Trauerbegleiterin. Tel.: 0664/5609212 Mail: info@patrizia-pichler.com Dr. Christine Pernlochner-Kügler ist Bestatterin, Trauerbegleiterin und Lektorin für Psychologie, Thanatologie und Krisenintervention. Sie betreut das Online-TrauerForum auf www.trauerhilfe.at und ist Chefredakteurin von www.aspetos.at, einer österreichweiten Trauerplattform im Internet. Tel.: 0676/6620348. Mail:pernlochner@trauerhilfe.at   Regelmäßige Treffen: Zeit:  jeden 1. Donnerstag im Monat, 18 bis 20 Uhr           Unkostenbeitrag von € 10,- bei fachlicher Begleitung   Ort:    SELBSTHILFE TIROL, Innrain 43/Parterre,  Innsbruck (Nähe Klinik)   Anmeldung: Nähere Informationen und Abklärung im Einzelgespräch sind über die beiden Gruppenleiterinnen möglich.  ...

Poetry Slam in der Bäckerei...

Die Sommerpause ist vorbei, die SlammerInnen scharren schon in den Startlöchern, neue Texte wollen geslammt und gehört werden.   Das Konzept ist schnell erklärt: Wettlesen um die Gunst des Publikums, welches durch Klatschen, Poltern und Gröhlen seine Zustimmung kundtut. Es gibt eine offene Bühne für eigene Texte, fünf Minuten Zeit für alle Mitteilsamen und zwei Runden, wobei in der zweiten Runde ein/e Sieger/in gekürt wird.   Dazu wird jedes Mal ein(e) Special-Guest-SlammerIn geladen. Immer ein Erlebnis, da alles von der Tagesverfassung und den Beteiligten abhängt. Am kommenden Freitag, den 30. September, wird wieder geslammt bis sich die Balken biegen und zwar wie immer in der wunderbaren Bäckerei. Ab 20 Uhr 30, Eintritt  kostet 3,50 Euronen. Kommet zahlreich und slammet...

Yesterday I found „Downtown Sound“...

Da schlendere ich so am Landestheater vorbei, sehe schon den großen Bären (das Hotel) vor mir, überlege, die Abkürzungsgasse am Treibhaus vorbei zur Museumsstrasse zu nehmen. Da macht es einen visuellen Boom, bunte Vinylcover erregen meine Aufmerksamkeit. Die Cover, sie gehören zum „Downtown Sound – record store and more“, ein Juwel an Shop, den ich ab nun öfters besuchen werde. Ich betrete ihn, mein Blick fällt just auf die Ecke mit den T-Shirts (im „Downtown“ wird neben gebrauchten sowie neuen Platten und CDs auch Anziehbares verkauft, weiters gibt es DJ-Equipment und zur Erfrischung Bionade). In schrillem Rot steht da auf einem weißen Shirt „Inns’bruck my ass“, hab da schon was im Internet kursieren sehen, fand die Idee schon da gut, dann hängt das da nun auf Stoff vor mir, das musste ich natürlich haben. Für Musik-Geeks gibt es da auf den Kleiderstangen noch etliche andere Herrlichkeiten, wie etwa „Joy Division“ und „Oasis“-T-Shirts. Als ich mich bei einem schwarz bekleidetem blondem Schnurrbartträger, den ich als Verkäufer zu identifizieren glaubte, erkundige, ob hier Gebrauchtes verkauft wird, meint der: „ich bin kein Verkäufer hier, ich leg nur mal die Platte auf und hör mir an, ob sie mir gefällt“. „Familiär, exquisit, urban“, das sind meine ersten Eindrücke vom „Downtown“. Und als eine, die „High Fidelity“ in ihrem Spezialgebiet damals in der achten Klasse behandelt hat, ist es wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, allerdings bespickt mit Soundbites aus der Zukunft. Wenn ihr Innsbruck Locals seid, schaut da unbedingt hin, und natürlich, oder besonders auch, wenn ihr auf der Durchreise seid … bezüglich Reisender, die einem Plattenladen einen Besuch abstatten, muss ich da unweigerlich an die Szene aus „Before Sunrise“, wo Ethan Hawke und Julie Delpy zusammen einer Platte lauschen, denken. Hier findet ihr...

MOLEcafe # 7 „Quo vadis universitas?“...

Ein Anmeldungssystem, das nicht funktioniert hat, überfüllte Hörsäle als Normalzustand, zu wenig Lehrpersonal, verschulte Bologna-Curricula, Aufnahmeverfahren bei den Massen-Studienrichtungen, aber keine Beschränkung bei anderen, eine neue Studieneingangsphase, die nach nur acht Wochen Studium die Eignung der Studierende für das gewählte Fach festlegen soll … ‒ Gründe, um über den Dauerbrenner „Krise der Unis“ zu diskutieren, gibt es mehr als genug.   Unter dem Motto „Quo vadis universitas?“ lädt das MOLEcafé daher – rechtzeitig zu Semesterbeginn – dazu ein, an einer „Zukunftsvision“ der Universitäten mitzudenken. Soll und/oder muss es Zugangsbeschränkungen geben? Braucht es (wieder) Studiengebühren? Was bringt die neue Studieneingangsphase? Wie ist die aktuelle Lage konkret in Innsbruck? Und was bringt der Hochschulplan, den Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Ex-Rektor der Uni Innsbruck, von Experten erarbeiten ließ?   Fragen wie diese diskutieren am Podium u.a. der geschäftsführende Rektor der LFU Innsbruck, Prof. Tilmann Märk, der Vorsitzende des Senats, Prof. Ivo Hajnal, sowie Vertreter der ÖH und der Kritischen Uni. Fragen und Beiträge aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht!   Moderation: Benedikt Sauer Mittwoch 28. September 19:30 Die Bäckerei   Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck  Freier Eintritt,...

Nacht, Mutter: Großes Theater auf kleiner Bühne...

Es ist ein Stück, das unter die Haut geht, das einen packt, fesselt und erst wieder los lässt, nachdem man den Abend lang mit der Mutter auf der Bühne als ohnmächtiger Beobachter im Publikum einen Kampf auf Leben und Tod mitgekämpft hat. Einen Kampf um deren Tochter. Es sind die ruhigen Momente, in denen die Mutter Thelma (Eleonore Bürcher) und deren Tochter Jessie (Alexa Wilzek) die viel zu oft nur scheinbar heile ländliche Familienwelt aufzeigen: da die Mutter, die den verstorbenen Vater nie wirklich geliebt hat, dort die Tochter, die ihren Vater auch über dessen Tod hinaus idealisiert. Doch der Reihe nach: Die verwitwete Mutter und die geschiedene Tochter Jessie leben unter einem Dach. Rührend kümmert sich die Tochter um ihre Mutter, ordnet ihre Medikamente, erledigt die Einkäufe. Der Tagesablauf scheint von Routine geprägt, die lediglich von einer leer werdenden Süßigkeitenschachtel gestört werden kann. In diese Routine hinein eröffnet Jessie ihrer Mutter, dass sie sich demnächst umbringen wird. Sorgen brauche sie sich jedoch keine machen, sie habe ihr alles, was im und für den Haushalt zu tun ist, sorgfältig auf Listen aufgeschrieben. Die Chronik eines angekündigten Todes scheint ihren Lauf zu nehmen. Fintenreich und alle Waffen einer liebenden, verzweifelt um ihre Tochter kämpfenden Mutter aufbietend, will Thelma ihre Tochter von dem Entschluss abbringen. Und wenn schon nicht abbringen, so solle sie doch zumindest noch ein bisschen warten. Nur ein bisschen. Zumindest eine Maniküre lang. Doch Jessie hat den Revolver des Vaters längst mit frischen Patronen bestückt. Man braucht kein „Großes Haus“ um großes Theater zu zeigen. Eleonore Bürcher, vor zwanzig Jahren selbst in der Rolle der Tochter Jessie am Tiroler Landestheater zu sehen, verkörpert nun die um die Tochter kämpfende Mutter Thelma mit kaum zu überbietender Authentizität, hin- und hergerissen...

Der ORF im politischen Würgegriff...

 Von der Öffentlichkeit nicht besonders bemerkt, wahrscheinlich weil ohnehin der Korruptionssumpf hierzulande gerade seine tollsten Blüten treibt, ist die Neubestellung des ORF-Führungsgremiums – Generalintendant, Programm-  und Landesdirektoren etc. – über die Bühne gegangen. Auch hier in Tirol hat es der ehemalige Tirol-heute-Moderator Helmut Krieghofer trotz Protesten der Opposition geschafft, als ehemaliger ÖVP-Geschäftsführer den Posten des neuen ORF-Landesintendant zu ergattern. Scheinbar soll es ein Deal gewesen sein, den der bisherige ORF-Stiftungsrat Helmuth Krieghofer da mit ORF-General Alexander Wrabetz gemacht hat. Wählt Krieghofer Wrabetz erneut zum obersten Chef des ORF, so ernennt dieser jenen zum neuen Landesintendanten. So weit, so schlecht. Jedenfalls ist es so geschehen. Aber auch in den anderen Landesstudios schaut die Neubestellung der Direktoren sehr nach Proporz und Postenschacher  aus. Und dass Generalintendant Alexander Wrabetz der SPÖ nahesteht und von dieser ins höchste Amt des öffentlichen Meinungsmachers gehievt wurde, weiß ja schließlich auch jeder. Kurz: in den schwarz regierten Bundesländern sind es ÖVP-Mitglieder oder dieser Nahestehende, die die Posten der Landesintendanten ergattern, und in den SPÖ-dominierten die dieser Partei Nahestehenden. Hier noch von politischer Unabhängigkeit oder gar Anständigkeit zu reden, fällt hier der / dem kritisch denkenden Bürger/in schwer. Fachliche Qualifikation und so etwas wie politische Souveränität, die eigentlich für so ein Amt prädestinieren würden, bleibt dabei wohl auf der Strecke. Schade. Hat der ORF doch mehr oder weniger die politische Meinungsführerschaft in diesem Lande neben den meistens auch nicht gerade wirklich unabhängigen Zeitungen inne. http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/3346223-6/kritische-stimmen-zur-bewerbung-krieghofers-als-orf-tirol-direktor.csp http://www.dietiwag.org/index.php?id=3780...

Nasebohren für die Sicherheit...

„Zum Wohle der Allgemeinheit“, so begründet FPÖ-Stadtparteiobmann LA Richard Heis seine Forderung vom 08.09.2011 nach einem Ausbau der Videoüberwachung in Innsbruck. Laut Heis soll „…eine dauernde Videoüberwachung die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten“. Die permanente Überwachung vermittelt aber kein Sicherheitsgefühl, sondern suggeriert den Generalverdacht, dass jeder und jede von uns gefährlich sein könnte und deshalb immer gefilmt werden muss, wir sind also alle potentielle TäterInnen. Aber nicht genug, dass die Polizei als Exekutive 24 Stunden Big Brother spielen darf. Die Websites www.tyrol.at und www.tirol-webcams.com sind Tourismus-Info Seiten auf welchen, unter dem Deckmantel von Panoramaeindrücken, alle 3-5 Sekunden aktualisierte Bilder aus der Innsbrucker Innenstadt gezeigt und allgemein zugänglich gemacht werden. Jeder und jede kann mir dort, ohne Registrierung oder Anmeldung, beim Nasebohren vorm Goldenen Dachl, in der Maria-Theresien Straße oder am Sparkassenplatz zusehen. Wie in aller Welt kann dies meiner Sicherheit dienen? Innsbruck liegt im allgemeinen Trend und wird immer noch ein kleines Stück mehr Überwachungs-Stadt. Es wird immer ein bisschen gewartet, bis die nächsten Kameras niemanden mehr stören, und die nächsten und so weiter.   Die jetzige Forderung von Herrn Heis überschneidet sich zusätzlich natürlich auch zeitlich sehr gut mit dem 10. Jahrestag von 9/11, eine Tragödie, welcher heute als Kardinalsausrede für blinde Kontrollwut und Überwachungsfanatismus dient. Aber mehr Überwachung bedeutet einfach nicht mehr Sicherheit. Deshalb bitte ich euch alle, stellt euch vor das Goldene Dachl, vor das Kaufhaus Tyrol, oder mitten auf den Sparkassenplatz und bohrt stolz und selbstsicher in euren Nasen, für die persönliche Freiheit und für Richard Heis, er will es ja.   Autor: Daniel Marcher...

Global arbeiten, global handeln!...

  Südwind Tirol organisiert ab 12.9. in Kooperation mit dem ÖGB eine Veranstaltungsreihe zum Thema: „Die Welt der Arbeit und wie Gewerkschaften sie verbessern können“ in Innsbruck.     © CCK/Königshofer Die Reihe bietet mehrere Möglichkeiten, sich über Gestaltungsmöglichkeiten in der Globalisierung und gewerkschaftliches Handeln zu informieren. Zentral dabei ist der Austausch mit GewerkschafterInnen aus dem globalen Süden und die gemeinsame Diskussion darüber, wie Arbeitsbedingungen weltweit verbessert werden können.   In der ersten, in diesem Rahmen stattfindenden Veranstaltung am Freitag 16.9., von 14 – 18 Uhr, im Großen Saal des ÖBG Tirol (7. Stock) geht es deshalb im Austausch mit GewerkschafterInnen aus Brasilien und unter der Leitung von Pia Lichtblau (Projektkoordinatorin „weltumspannend arbeiten“) darum, die Arbeitswelt der jeweils anderen kennenzulernen und damit das eigene Verständnis von Globalisierung zu schärfen. In dem vierstündigen Seminar mit dem Titel „Globalisierung und Gewerkschaftliche Solidarität“ soll konkretisiert werden, was die Mechanismen und Institutionen der Globalisierung sind sowie welche alternativen Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Dabei ist das gegenseitige Lernen zwischen Aktiven aus Österreich und jenen aus dem globalen Süden zentral. (Anmeldung: Manuel.Unterkircher@oegb.at, 0664/61 45 182)   Am Samstag 17.9., ab 18 Uhr im Kleinen Saal des ÖGB Tirol (7. Stock) wird von den Gästen aus Brasilien sowie von Otto Leist (geschäftsführender Vorsitzender ÖGB Tirol) und Heidi Unterhofer (Obfrau Südwind Tirol) die Wanderstellung „Global Arbeiten, Global Handeln: Die Welt der Arbeit und wie Gewerkschaften sie verbessern können“vorgestellt und deren Hintergründe erläutert. Anschließend wird ein filmischer Beitrag über die Wichtigkeit von gewerkschaftlichem Handeln zu einer Diskussion überleiten. (Nach dem Ende der Eröffnungsveranstaltung kann die Ausstellung betrachtet und ein kleiner Imbiss genossen werden.)   12.9. – 30.9.: Ausstellung „Global Arbeiten, Global Denken“, In der Ausstellung geht es darum aufzuzeigen, was ArbeiterInnen und Angestellte rund um den Globus verbindet und trennt sowie wo es gemeinsame...

„Text ohne Reiter“ kommen aus der Sommerpause geritten...

Wir schreiben den 8 September 2011:  Drei von den vier Reitern kommen angeritten, der vierte, der Prosser, weilt noch in Armenien. Fast alle sind unverletzt wieder auf der Bühne des Innsbrucker Cafés Moustache in der Badgasse angekommen. Koschuh berichtet von einem maladen Bein, vom Joggen oder so, aber warum auch Joggen denke ich mir? Am Domplatzl vor dem Auftritt werden also geschwind Achillessehne und der Ischiasnerv diskutiert, da sich mein gelegentlicher Schmerz, im Unterschied zum Koschuhschen Schmerz, bis ins Knie verteilt, Martin Fritz meint „Ischias“, ich meine „klingt irgendwie ernst, Ischias“, daraufhin Fritz „ach früher erreichten wir noch die Zehenspitzen“, ich „konnte das früher mal“, probierte es aus und schaffte es dann doch, ohne in die Knie zu gehen, die Zehen zu berühren. Die Message dieser Geschichte. „wir werden alt, aber total verrostet sind wir noch nicht“. Während ich da so rumturne, wird auch das Schuhwerk der Slammer diskutiert, da Koschuh ja um mein Faible für Schuhfotos weiß. Der Fritz hat dandyeske Lederbrogues, der Koschuh laut Fritz „so Gesundheitsschuhe“, aus dezentem schwarzen Leder, und der Stargast (deutscher Slammeister) Patrick Salmen, aus dem Wuppertal angereist, trägt graue Converse Sneakers, Fritz: „immer ok, klassisch“. Ich trage Vans in Bergschuhoptik, aber meine Schuhe fotografiere ich heute mal nicht. Schwuppdiwupp und ich sitze in der ersten Reihe, zoome die Spielzeugponies, die teilweise auch schon antik anmuten, heran. Die Lesebühne „Text ohne Reiter“ gibt es ja mittlerweile seit 2007, die Akteure treten schon viel länger auf. Dann wird man gewarnt, „noch drei Minuten, dann fangen wir an“. Ich frage mich, was kann man in 3 Minuten so machen, hm? Für Vorschläge nützt doch die Kommentarbox. Koschuh und Fritz moderieren, Koschuh gibt auch den KassettenJockey, die Kassetten hat er aus dem Nachlass seiner Großtante, feinste...

Grünflächen gesucht

Eine Aktion im öffentlichen Raum am Mittwoch den 07.09.2011, 15.00 Uhr, Eduard–Wallnöfer Platz (Denkmal) Julian Berger und Johannes Reisigl sind zwei politisch äusserst interessierte und engagierte Innsbrucker HTL- Kunst und Design -Schüler. Ihr Anliegen ist es, auf konstruktive Art zu provozieren und aufzuzeigen, wie ihre Heimatstadt Innsbruck noch lebenswerter sein könnte … Dass nach langer Diskussion und vielen Aktionen junger BürgerInnen der Landhausplatz nun immerhin den SkaterInnen zur Verfügung steht, ist natürlich sehr erfreulich. Das Fehlen einer einladenden Grünfläche mit schattenspendenden Bäumen im Stadtzentrum – speziell auf dem neuen Landhausplatz – wird jedoch im Sommer besonders schmerzlich bewusst. Im weiteren Umkreis gibt es kaum Bäume und schon gar keine Grünflächen – der Hofgarten ist weit und bietet auch nur eine kleine, offizielle Liegewiese. Die gleissende Betonfläche des Landhausplatzes reflektiert und potenziert die Hitze des Sonnenlichtes und erzeugt den Eindruck, vor lauter flächendeckender Helligkeit nichts mehr zu sehen … und die wenigen neu gepflanzten Bäumchen werden noch jahrelang brauchen, um ihren Zweck erfüllen zu können. Ihre Aktion „Betreten der Grünflächen verboten“ in Form einer „Verbotstafel“ und flankiert von Johannes und Julian als „Platzwächter“ stellt eine paradoxe Intervention im öffentlich Raum dar, die ihren Wunsch nach mehr Grün in der Innsbrucker Innenstadt auf augenzwinkernde Weise...