Klanginstallation

In einem gemeinsamen Projekt der Tiroler Landesmuseen mit den KLANGSPUREN Schwaz Tirol und der Jesuitenkirche Innsbruck kann vom 27.5 bis zum 25.9.2011 in der Jesuitenkirche eine Klanginstallation von tamtam (Sam Auinger und Hannes Strobl) erlebt werden.  Am Freitag den 27. Mai findet im Zuge der Langen Nacht der Kirchen um 21 Uhr die Eröffnung statt.   Sam Auinger und Hannes Strobl  schaffen einen Klangraum, der mit dem Raum und Zeitempfinden der Besucher und der emotionalen Wahrnehmbarkeit von Räumen spielt und die Architektur der Kirche zum Sprechen bringt. Ausgehend von der wechselseitigen Beziehung von Klang und Architektur, gestalten die beiden Komponisten ein Konzert für den Innenraum der Jesuitenkirche.   Das Musikerduo tamtam begreift Architektur  in erster Linie nicht als visuelles Erlebnis. Im Vordergrund ihrer Arbeit stehen die emotionale Wahrnehmbarkeit und die Beziehung von Klang und Raum. „Dass man die Architektur zum Sprechen bringt durch Klang. Es ist eine akustische Enthüllung von versteckten architektonischen Eigenschaften“, erklärt Hannes Strobl und beschreibt die Arbeit von tamtam weiter: „Das Soundenvironment wird zum Instrument, das Instrument zum Soundenvironment.“   Ihr „Instrument“ ist jedoch nicht nur ein herkömmliches, vertrautes Klangobjekt sondern auch der Raum selbst, in dem der Klang lebt: es sind die akustischen Felder, die eine Erweiterung unserer Sinne ermöglichen und uns das Gewohnte, Alltägliche als etwas Außergewöhnliches wahrnehmen lassen.   Die Klanginstallation ist täglich vom 28. Mai bis 25. September 2011 zu hören. Öffnungszeiten der Jesuitenkirche: Montag bis Samstag 7–20 Uhr, Sonn- und Feiertage 8–22.30 Uhr.   Im Rahmen des Festivals KLANGSPUREN Schwaz Tirol findet am Freitag, 16. September, um 22.00 Uhr in der Jesuitenkirche Innsbruck eine Live-Performance mit Hannes Strobl und Sam Auinger zu raumfarben 03 statt.     Eröffnung Freitag, 27. Mai 2011, 21 Uhr Jesuitenkirche, Karl-Rahner-Platz, Innsbruck   Live-Performance Freitag, 16. September, 22...

arbeit_raum: Das Innsbrucker Co-Working-Festival...

„Arbeit“ ist ein Thema, das allgemein unter den Nägeln brennt. Die zum Teil radikalen Veränderungen, die der globale Arbeitsmarkt in den letzten Jahrzehnten durchlaufen hat, betreffen schließlich (fast) alle: Vollbeschäftigung ist immer noch ein politisches Ziel, Vollzeitarbeit hingegen für immer weniger Menschen Realität.   Selbstständigkeit, Teilzeit- und Projektarbeit, vor etlichen Jahren noch Verheißung von Freiheit und Selbstverwirklichung, ist für viele ebenso zum Alltag geworden wie prekäre Lebenssituationen.     Die Arbeitslosenzahlen steigen, der Konkurrenzdruck ebenso und die geforderte Effizienz, Schnelligkeit und Rentabilität lassen wenig Raum, um über die Verwirklichung alternativer oder gar subversiver Handlungs- und Arbeitsmodelle nachzudenken.     Daran knüpft das erste Co-Working-Festival seiner Art an und stellt einen Raum zur Verfügung, in dem Praxis und Theorie zusammengeführt und experimentiert, reflektiert und genetworked werden kann.     Co-Working-Space, täglich von 8:00 – 18:00 Uhr Wer auf selbstständiger Basis und/oder projektbezogen arbeitet, sich jedoch kein eigenes Büro leisten kann oder will, ist herzlich dazu eingeladen, die eigens dafür eingerichteten Büroräume in der Bäckerei fünf Tage lang für individuelle oder gemeinschaftliche Projekte zu nutzen. Versehen mit der notwendigen Infrastruktur, stehen die Räumlichkeiten des neuen Kulturzentrums „Die Bäckerei“ fünf Tage lang für Austausch, Vernetzung und Erproben neuer Möglichkeiten zur Verfügung – Kantine und Kinderbetreuungsstätte inklusive.     Austausch, Vernetzung und das Erproben neuer Möglichkeiten stehen dabei ebenso im Vordergrund sozialer Kontakte, Spaß und Kreativität sowie die nachhaltige, weil gemeinsame Verwendung technischer Geräte.   Montag, 27. Juni bis Freitag, 1. Juli 2011 in der Bäckerei Dreiheiligen Bei Interesse bitte einfach AnMAILdung an: arbeit_raum@hotmail.com.     Zusätzlich zum Co-Working-Space planen wir eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Arbeit“, täglich ab etwa 20:00 Uhr. Unterschiedliche aktuelle Aspekte der neuen Arbeitswelt stehen in den täglich stattfindenden Vorträgen und Diskussionsrunden im Mittelpunkt, um den Diskurs auf der Metaebene...

Von Enten, die es täglich im Gras machen...

Der ÖH-Wahlkampf 2011 ist beendet, ab morgen können die Studierenden bis einschließlich Donnerstag ihre Vertretung wählen. Der Wahlkampf in Innsbruck gestaltete sich ziemlich ruhig, vielleicht sogar ein wenig schläfrig. Ein echtes Generalthema im Wahlkampf fehlte – wahrscheinlich weil die Probleme der Studierenden heute sehr vielfältig sind. Das beginnt mit ihrer prekären sozialen Lage (Stichwort: schlecht bezahlte Teilzeitjobs) und endet mit der Verschulung der Bachelorstudien noch lange nicht.     Jede der Fraktionen versuchte beim Wahlvolk zu punkten: Dem VSSTÖ gelang mit Quietschenten der erste Coup, die AG konnte sich mit einigen verwirklichten ÖH-Projekten brüsten und die GRAS schenkte Freibier aus. Auch die „Jungen Liberalen“, der „Kommunistische Studentenverband“, die „Christliche Studenten Union“ und der „Ring Freiheitlicher Studenten“ wollen erstmals ins „Studierendenparlament“ (= Universitätsvertretung) einziehen. Vergleichsweise hohes Niveau Was mir als „Senior“ (mit einigen Wahlkämpfen und ÖH-Erfahrung auf dem Buckel) positiv auffällt, ist die Qualität der politischen Auseinandersetzung. Beschädigte und zerrissene Wahlplakate waren eher selten, viele Fraktionen besuchten einander an den Wahlkampfständen. Auch wenn die politischen Ansichten zum Teil weit auseinandergehen, wird allgemein sehr sachlich diskutiert. Auch die SpitzenkandidatInnen – Webvideos sind unter anderem auf unserem provInnsbruck-Profil auf Facebook zu sehen – konnten durchwegs mit rhetorischen und sachkundigen Fähigkeiten überzeugen. Abschließend ist zu hoffen, dass wieder mehr Studierende zur Wahl gehen. Es ist nicht einzusehen, dass mehr als 70 Prozent der Inskribierten sich nicht einmal zwei Minuten für ihre Stimmabgabe Zeit nehmen. „Ich kenn mich nicht aus“ als Ausrede gilt nicht – informieren kann sich heute per Mausklick jedermensch.   Für Spätentschlossene hier nochmals der Link zur Wahlkabine, ein Programm, das eigene Ansichten mit den Wahlprogrammen aller Fraktionen abgleicht. Am Montag, dem 23. Mai, wird ab 20 Uhr im Hörsaal 4 (Innrain 52) die letzte Podiumsdiskussion...

Soundcity 2011 – ein Nachbericht...

Wie jedes Jahr seit Jahren war mir die Soundcitynacht wieder eine Fiesta. Obwohl ich von Jahr zu Jahr älter und die SoundcityanerInnen immer jünger, weil größtenteils von vor Kraft strotzenden Teenagern verkörpert, werden, konnte ich mich nach wie vor für den Musikmarathon, den man in dieser Nacht durchläuft, begeistern. An gefühlten tausenden Orten wurde musiziert, ekstatische Party gemacht. Die Straßen waren, weil leicht regnerisch, eher leer. Der Shuttlebus ist wohl gut genutzt worden, oder ich und mein Superpraktikant MC Bla (siehe mein „Bäckerei Poetry Slam“ Bericht) waren einer der wenigen, die die Locations wechselten. Was mich innen drinnen störte war, dass wieder fast überall geraucht wurde, doch die Musizierenden waren weltklasse, versprühten Konzertmomente für die Ewigkeit.        Die HipHop-Truppe „A.geh wirklich?“ aus good old Wien etwa bot ein ulkiges Set im Treibhaus. Die Analyse vom „weiblichen Geschlecht“ war mir teils zu einseitig, auch die Sängerin war kaum zu hören, sah, laut meinem Praktikanten MC Bla Bad Influence Hannes Blamayer, „aber gut aus und tanzt sexy“. Was mir gefiel, war die Mischkulanz der Band zwischen MCing und Jazzklängen mit Heurigenflair.     In den Weekenderclub kam ich, als sich Indiepop-Platten drehten. Mein persönliches Highlight war, als ein Song von Vampire Weekend gespielt wurde. Der Weg zurück in die Stadt, zu den Stadtsälen, war lang und der Bla nahm mir die Tasche ab. Beschwingt schritt ich dann durch die Triumphpforte, vorbei am neu betonierten Landhausplatz, “Free Landhausplatz!“. Gut gelaunt tat ich so, als ob ich mit dem Skateboard unterwegs wäre, schattenskateboarden quasi. Im Schluf neben dem Intersport befindet sich auch – Tipp – eine coole Fotolocation, die der beim Sparkassendurchgang Konkurrenz machen könnte. Da gibt es so eine Wand, in der man sich leicht verzerrt spiegelt. Sogleich schoss ich von...

Sonntag in der Stadt

Er schrieb ihr eine SMS: „Ich weiß zwar, dass du wieder nicht kommen wirst, aber es ist mir egal“. Und darauf filmte er mit seiner Handykamera die Lokalszene und schickte ihr dann das Filmchen. Und darauf wurden die Fliegen immer lästiger, wohl weil sie den Schweiß der Leute rochen. Und zwei Männer umarmten sich. Draußen war Stille. Um nicht sagen zu müssen: draußen war Schluchzen. Er ging ins Gasthaus und fragte sich, warum er ins Gasthaus ging. Er hätte genau so gut zu Hause bleiben können. Am Nebentisch stritten sich ein paar. Eine hatte offenbar ihren Freund verloren und rief  jetzt alle möglichenFreunde an. Fragte sie nach seinem Verbleib. Keiner wusste etwas darüber. Dann begann sie zu weinen. Der Fluss strömte dessen völlig ungeachtet vorbei und tat nichts zur Sache. Also blieb alles Weitere unentschieden. So ein Sonntag eben. Mit viel Gefühl im Revers....

Viva con Agua & Rudi rockt...

Vergangenen Donnerstag lud Viva con Agua & Rudi rockt zum Kochen für den guten Zweck ein. 82 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei, leckeres Essen, neue Gesichter und eine tolle After-Dinner-Party wurden versprochen und rückblickend mehr als nur eingehalten. Ein Erlebnisbericht. Um 18:30 gab es den ersten Gang bei mir, Bruschetta mit Spargel und Tomaten (die genaue Bezeichnung weiß nur meine Kochpartnerin). Mit 4 netten Leuten zu sechst in die Küche gequetscht. Die Gäste waren mit der Vorspeise zufrieden, wir wiederum mit den Gästen. Ein paar gute Gespräche und mehrere Weißweinflaschen später ging es mit 25min Verspätung gegen 20:10 zur Hauptspeise einige Häuserblocks weiter zu neuen Gesichtern und mit Spannung, was uns auf dem Esstisch erwartet. Vietnamesische Frühlingsrollen sind es geworden, mit allerlei Kräuter und Gemüse zum Selbermachen. Geschmacklich wunderbar, nicht zu schwer und auf einem Innenhofbalkon sitzend absolut zum Genießen. Die neuen Leute abermals gut gelaunt, sympathisch und die Zeit ging dahin. Zum Abrunden gab es noch eine paar hervorragende Brände, vom Zirben-, Brombeer- über Zwetschkenschnaps. Mit warmem Gefühl im Magen und sich deutlich über eine halbe Stunde verspätend kam der nächste Wohnungswechsel mit Dessert-Vorfreude. Waldbeeren mit Joghurtcreme (genauer weiß ich es leider nicht mehr) war der letzte Gang, ein wunderbarer Abschluss des 3-Gänge-Menüs. Und auch hier trafen wir auf bereits gut gesättigte neue Gesichter, die den Abend sichtlich genossen. Kochen und Essen hebt klar die Stimmung – umso mehr, wenn man gleich 3x an einem Abend die Spannung erfährt, wie es den wird und wie die Leute wohl sind! Mit einer guten Stunde Verspätung gingen wir zu sechst Richtung Weekender. Auf der After-Dinner-Party war anfangs nicht so viel los, aber nicht, weil niemand kommen wollte, sondern weil die Köchinnen und Köche sich bei einem recht lauen Abend kaum...

Ausflug auf den Campingplatz...

Der vor nicht allzu langer Zeit umgebaute Campingplatz Kranebitten, der nun zum Gasthof Kranebitterhof gehört, eignet sich auch für InnsbruckerInnen als Ausflugsziel an sonnigen Tagen. Wer hätte das gedacht…?   Vor ein paar Wochen, an einem schönen Sonntagnachmittag, wollte ich irgendwo hinaus aus Innsbruck, aber nicht zu weit weg. Irgendwohin wo es eine sonnige Terrasse gibt, auf der man gemütlich sitzen kann … so hätte ich mir das vorgestellt. Ich packte meine Familie zusammen und fuhr los.   Doch dann kam das unsanfte Erwachen. Natürlich waren alle gängigen Ausflugslokale mit Terrasse schon voll. Doch da kamen wir durch einen Zufall – eigentlich hatten wir uns nur mit dem Auto verfahren –  am Campingplatz Kranebitten vorbei. Dort entdeckten wir eine Terrasse, die fast menschenleer war, aber wunderbar in der Sonne lag. Sofort parkten wir dort und inspizierten das neu entdeckte Lokal.   Es gibt dort viele Plätze auf der Sonnenterrasse, um gemütlich einen Eiskaffee zu schlürfen. Oder man lässt sich mit italienischen Köstlichkeiten im Ristorante, zu dem die Terrasse gehört, bewirten.   Ich glaube, ich werde bald mal wieder dort hinschauen und auch die „phantasievollen, bodenständigen Spezialitäten“ probieren, die auf der Website angekündigt werden. Außerdem befindet sich dort auch ein kleiner Shop, in dem man auch sonntags die wichtigsten Lebensmittel einkaufen kann.   Winter-Öffnungszeiten Di bis So und Feiertage geöffnet von 12 – 23 Uhr Warme Küche bis 22 Uhr Mo geschlossen Telefonnummer : +43 (0) 512 / 279558-51 Website:...

Fetisch, Irritation und die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol...

Aus einem stillen Ort des Studiums und des Wissens ist ein ruheloses, einem Ameisenhaufentreiben ähnelndes Getümmel geworden. Es handelt sich hierbei weniger um ein quantitatives Problem, nämlich die ständig steigenden Studentenzahlen, als vielmehr um ein qualitatives. Der wenig besprochene Unterschied zwischen Wissenschaftlern und allen anderen Normalsterblichen besteht tatsächlich im Sitzfleisch. Die Disziplin, die notwendig ist, um sich stundenlang dem geschriebenen Wort widmen zu können, bildet dieses, von mir so verehrte, Sitzfleisch. Was nun in unserer schnelllebigen, digitalen Zeit den wissenschaftlichen Hintern gefährdet, sind vor allem zwei gravierende Faktoren. Zum besseren Verständnis möchte ich vorweg eine kleine Fetischdefinition ausführen. Fetischismus begründet sich in der Verlagerung von Wertigkeiten. Wenn also beispielsweise plötzlich sämtliche leidenschaftliche Emotionen eines Menschen in einen Schuh fließen, kann man davon ausgehen, dass hier ein ordnungsgemäßer Fetisch im Gange ist. Bezieht sich der Fetisch jedoch auf ein elektronisches Medium und wird dieses auf allen Informationsebenen als lebenserleichternd und vorteilhaft propagiert, kann sich ein gesellschaftlich akzeptierter Fetischismus herausbilden, der unauffällig Teil des Lebensstils wird. I-Phones und I-Pods sind freilich nur ein vorübergehendes Ergebnis einer Entwicklung, die sich schon vor vielen Jahren abgezeichnet hat. Mit den ersten technischen Apparaturen, die mittels eines Schalters in Gang zu setzen waren, wurde der Grundstein für den „Knopfdrückfetischismus“ gelegt. Ich vermute, dass die damit verbundene Unsichtbarmachung von Arbeitsvorgängen, der Ursprung für die Wertverlagerung ist. In dieser Verschleierung findet eine Entwertung statt, die anderswo zum Tragen kommen muss. Es mag dem notorisch SMS schreibenden Menschen weit hergeholt vorkommen, dass seine „Knopfdrückgeilheit“, zumal er diese an sich selbst erkennen kann, im weitesten Sinne daher rührt, dass seinerzeit eine Reihe von Arbeitsschritten notwendig waren, um einen beschreibbaren Stoff herzustellen, jenen zu erwerben und zu beschreiben, wohin gegen nun sämtliche Prozesse von Maschinen erledigt werden. Und eben weil...

Liberale unterstützen Gruber...

Die Fraktion „Liberales Innsbruck“ hat angekündigt, bei der Gemeinderatswahl 2012 den ÖVP-Stadtobmann Franz X. Gruber zu unterstützen. Nicht einmal eine Fusion mit der ÖVP-Liste schließen die Liberalen aus. Wahre Loblieder singt Christian Kogler, Listenführer der mit zwei Mandaten im Gemeinderat vertretenen Liste „Liberales Innsbruck“, auf den ÖVP-Vizebürgermeister: Gruber habe „am meisten Wirtschaftskompetenz“ und sei „bürgernäher“ als die amtierende Bürgermeisterin Oppitz-Plörer – mit der Kogler gerüchteweise nie so richtig warm wurde. Jetzt soll es gemeinsame Sitzungen und Anträge mit der ÖVP im Gemeinderat geben. Es ist davon auszugehen, dass Kogler und Co sich diesen Kuschelkurs spätestens bei der Listenerstellung der Innsbrucker ÖVP mit aussichtsreichen Plätzen vergelten lassen.   Frei wie der Wind … Kogler ist politisch ein bunter Hund. Er kam auf der Liste Rudolf Federspiels in den Gemeinderat, von dessen Fraktion er sich aber flugs abspaltete. Dann bandelte er mit der „Für Innsbruck“-Liste an, stimmte vielen ihrer Anträge zu und wurde dafür Vorsitzender des Sportausschusses. Hilde Zach schmiss ihn schließlich raus und Kogler dockte beim BZÖ an. Jetzt – ein Jahr vor der Gemeinderatswahl – also die Fast-Fusion mit der ÖVP. Es wird interessant sein, wie oft Kogler noch sein Leibchen wechselt und wer am Ende wie liberal dasteht....

Seth Faergolzia in der Bäckerei...

Als Motor und Mastermind des Bandkollektivs Dufus, war Seth Faergolzia An- und Auftrieb für die wohl kreativste und kultigste Untergrundband der New Yorker Freak- und Antifolkgemeinde. Von der Kritik wurden sie mit Lob geradezu überhäuft, ihre Musik unter anderem mit Jeffrey Lewis, Deerhoof, The Moldy Peaches, Devendra Banhart und The Dirty Projectors verglichen. Der Meister gibt sich heute, 19. Mai, ab 20.30 Uhr in der Bäckerei die Ehre. Zur Einstimmung einer seiner letzten Gigs hat es sich Seth nicht nehmen lassen, irgendwo in Innsbruck eine kleine Spontan-Session zum Besten zu geben. In Seth Faergolzias Solowerk vereinen sich die übersprudelnde musikalische Kreativität von Dufus und sein akrobatischer Gesang mit einer neuen, noch feineren Form von Erkenntnis, Extase und Intimität. Seth Faergolzia begibt sich nun mit einem „One-Man-Band“-Set-Up auf die Walz: Bass drum, Keyboard/Noise und iPod sind Elemente, die sich auf differenzierte und gebrochen perfektionistische Art und Weise zwischen, neben und inmitten von Seths Gesang und Akustikgitarre bewegen. Jeder Abend ist eine kreative, ja katharsische...