IFFI und Los Gurkos

Heute startet schon zum 20. Mal das Internationale Film Festival Innsbruck im Leokino/Cinematograph. Vom 31.5. bis zum 5.6. werden wieder Spielfilme, Dokumentarfilme und auch Kurzfilme aus aller Welt gezeigt. Als Rahmenprogramm finden sich Vorträge, Musikalisches und die Preisverleihungen in den verschiedenen Kategorien (Internationaler Wettbewerb/Publikumspreis, Dokumentarfilmwettbewerb, Südwind-Filmpreis).   Mit dem Thema „Lust und Leidenschaft“ will das IFFI zu seinem 20. Geburtstag eine Retrospektive sowohl des Festivals als auch der Filmgeschichte allgemein präsentieren. Zu erwähnen ist auch die Präsentation von „Der Gelati Killer“ von Kurt Lanthaler in Anwesenheit des Hauptdarstellers Martin Abram. Der kubanische Regisseur Daniel Díaz Torres erhält den Ehrenpreis des IFFI. Außerdem können sich die ZuschauerInnen auf einen Pier Paolo Pasolini Schwerpunkt freuen. Aus diesem Anlass wird auch Ninetto Davoli, Schauspieler und langjähriger Freund Pasolinis, das IFFI und auch den Themenschwerpunkt eröffnen.     Am 1. Juni sind dann die Los Gurkos im Treibhaus mit ihrem Kurzfilmfestival an der Reihe (siehe Bericht über das Festival). Zuerst werden um 18.30 internationale Kurzfilme (außer Konkurrenz) gezeigt, danach die Kurzfilme für den österreichischen Wettbewerb. Dann gibt’s noch musikalisches Programm mit Bensh und B. Fleischmann (im PMK).       Links: Programm zum Download: http://www.iffi.at/fileadmin/userdaten/dokumente/IFFI_Programm_2011.pdf Seite des IFFi: http://www.iffi.at/   Los Gurkos: www.losgurkos.com  ...

Königstiger unter Beschuss...

Gegen den selbsternannten Königstiger Königshofer hat der Gründe LAbg Gebi Mair Anzeige wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung eingebracht. Der NR-Abg Königshofer habe kürzlich in einem Text „Nazi-Soldaten als ‚Helden‘ bezeichnet, die ‚für Volk und Vaterland‘ gefallen seien“. Königstiger Königshofer bestreitet. Mal sehen was draus wird – undenkbar ist eine Anklage nicht.   Link Siehe auch oder das oder das  ...

Kein Mensch ist illegal!...

Nachdem es in den letzten Tagen wiederum zu ungerechten und bösartigen Vorkommnissen rund um Abschiebungen auch hier in Tirol gekommen ist, ruft die Initiative Bleiberecht zu einer Demo und einem Fest zum Weltflüchtlingstag auf.   Lamin wurde abgeschoben. Andere, deren Namen wir nicht kennen, sind anonym verschwunden. Wiederum anderen wird es von vorne herein unmöglich gemacht, nach Österreich zu kommen. Im nun schon fast halbjährlichen Rhythmus der Bösartigkeit versuchen sich Regierung und rechte Opposition im Verschärfen von Maßnahmen gegen Menschen.   Um diesen Rhythmus zu durchbrechen und Alternativen zur allgemeinen Ausländer-raus-Debatte zu liefern, schließen sich immer mehr Menschen zusammen und versuchen in politischen Parteien und Vereinen, für gleiche Rechte für alle Menschen zu kämpfen. So auch die Initiative Bleiberecht, die nun mit einer Demo und einem Fest versucht, möglichst viele Menschen um sich zu scharen. Hier die Eckdaten:   Wann? Sonntag, 19. Juni, ab 14 Uhr (Demo) bzw. 15 Uhr (Fest)   Wo? Waltherpark (Demo) bis Rapoldipark (Fest)     Kommt...

Markus Koschuh feat. Lamin Jaiteh: MfG-Song reloaded...

Irgendwie muss man die Eindrücke der letzten Wochen rund um Lamin Jaiteh verarbeiten. Wie geht es besser als mit einem...

Landhausplatz in motion

Ein stimmungsvolles Video vom Landhausplatz: Sehenswert – nicht nur für...

Lamin: Der Protest geht weiter!...

Rund 250 Menschen demonstrierten heute Vormittag vor der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck gegen Lamins Abschiebung. Zu diesem Zeitpunkt war er schon im Flugzeug – auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.   Das Schicksal Lamins hat einiges an Staub aufgewirbelt: Nahezu alle Zeitungen berichteten darüber, auch in der ZIB 2 wurde ein längerer Beitrag gesendet. Viele Menschen äußerten ihr Unverständnis darüber, dass ein bestens integrierter Mensch abgeschoben wird, obwohl ihm in seiner Heimat Repressionen drohen.   Dementsprechend gedrückt war die Stimmung auf der Kundgebung heute: Fassungslosigkeit, Trauer, Wut und Verzweiflung. In vielen Reden wurde das Fremdenrecht kritisiert. Auch Kritik an den zuständigen Behörden wurde laut: Sie haben ein ohnehin strenges Gesetz sehr "eng" ausgelegt – Lamin hatte wohl nie eine reale Chance, in Österreich bleiben zu können.   Hier noch ein Video von den Protesten gegen die Abschiebung in Wien.   Auf der Kundgebung wurden mehr als 2.200 Euro gesammelt. Das Geld soll Lamin helfen, in Gambia Fuß zu fassen. Der "Bund der Freund_innen Lamins" ruft für heute Samstag, den 28. Mai, ab 18 Uhr zu einer weiteren Kundgebung auf: Am unteren Stadtplatz Hall soll gegen die Abschiebung Lamins und die unmenschliche Asylpraxis protestiert werden.   Links tirol.orf.at/stories/518152/ derstandard.at/1304553123564/Tirol-20-jaehriger-Gambier-wurde-abgeschoben www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Chronik/ChronikInnsbruck/2819520-6/gambier-lamin-aus-österreich-abgeschoben—demo-in-innsbruck.csp   Fotos: Christian...

Protestkundgebung gegen Abschiebung...

Es ist relativ einfach, die österreichische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Vorausgesetzt, man beherrscht eine wichtige Sportart auf Weltklassenivau oder kann eine millionenschwere Investition vermitteln. Für alle anderen heißt es meistens: Draußen bleiben. Egal, ob im Heimatland Verfolgung droht – egal, wie sehr sich Betroffene bemühen, jede nur erdenkliche „Integrationsleistung" zu erbringen.   Der 20-jährige Gambier Lamin Jaithe ist so ein „Fall". Er hat in seiner Heimat schwere Repressionen zu befürchten, auch wenn er sich selbst nichts zuschulden kommen ließ. Seit vier Jahren ist Lamin in Tirol – er hat mehrere Sprachkurse erfolgreich absolviert und eine Arbeitsstelle in Aussicht; regulär arbeiten darf er als Asylwerber ja nicht. Außerdem hat er viele FreundInnen: Als er Anfang Mai abgeschoben werden sollte, unterschrieben mehr als 2.000 Menschen eine Online-Petition für seinen Verbleib in Österreich. Am 9. Mai haben etwa 200 AktivistInnen seine Abschiebung durch eine Sitzblockade in Hall gerade noch verhindert.   Kein Mensch ist illegal! Lamin hat bis heute jede Auflage erfüllt und sich jeden Tag bei der Polizei gemeldet. Heute Morgen wurde er festgenommen und nach Wien „verbracht". Das Innenministerium hat seinen Antrag auf humanitäres Bleiberecht abgelehnt. Diese Entscheidung erging schon am 16. Mai – vermutlich wurde auch deshalb so lange zugewartet, um Gegenmaßnahmen zu unterbinden.   Zu den UnterstützerInnen Lamins zählen (um nur die Prominentesten zu nennen): Caritas-Direktor Georg Schärmer, Herwig Van Staa, die evangelische Superintendentin Luise Müller und der ÖVP-Politiker Franz Fischler. Der Caritas-Direktor meint dazu: „Die Behörden hätten darüber hinaus menschliche Größe zeigen können. Schade, dass auch die Menschlichkeit auf der Strecke geblieben ist“.   Für alle, die nicht schweigend zulassen wollen, dass unsere Gesellschaft immer unmenschlicher und kälter wird, gibt es morgen die Möglichkeit zu protestieren.    Protestkundgebung gegen die Abschiebung von Lamin Jaithe   am Samstag, den 28. Mai, von 10...

Music and the city (Vol. XII)...

Am 17. Und 18. Juni kommt in Innsbruck endlich das an, was man ohne Übertreibung als eine der wichtigsten musikalischen Avantgarde-Strömungen bezeichnen könnte: Drone in all seinen Spielarten. Das „Heart Of Noise“-Festival wird an diesem Wochenende staunende Gesichter und musikalisch Erleuchtete zurücklassen.   Dröhnen…   Wenn der Begriff„Drone“ fällt, so legt es sowohl der Klang des Wortes als auch dessen deutsche Bedeutung nahe, dass man es hier mit Musik zu tun hat, die eigentlich im konventionellen Sinne keine Musik mehr ist. Kommt man mit Begriffen wie „Anti-Musik“, die mit „amusikalischen“ Geräuschen und Sounds, operiert weiter? Mitnichten. Denn Drone und seine Spielarten, die bis hin zu elektronischen Sounds reichen, die auch in enger Verbindung mit dem stehen, was man einst Ambient nannte, sind nicht dazu angetreten, die Musik, die die/der durchschnittliche HörerIn gut findet zu Grabe zu tragen, zu hinterfragen, für immer dem Untergang preis zu geben.   Ein Gespenst geht um…   Keine Angst vor dem Gespenst Drone also, denn mit dieser Musikrichtung verhält es sich gänzlich anders wie befürchtet. Hier regiert nicht die absolute Neuheit, sondern die Neuerung, die Überschreibung, die Erweiterung, die Transzendierung der bisher gültigen Songstrukturen. Doch dies geschieht, auch wenn die Lautstärke dieser Musik zum Teil anderes nahelegt, behutsam, langsam, fast schon zärtlich. Im Auge des Orkans, im Inneren der dröhnenden, brummenden und geräuschhaften Riffs, herrscht Ruhe, die man als meditativ beschreiben muss. Wie sollte eine solch friedfertige Musik eine gewaltsame Revolution der Musik vorantreiben? Drone hat seine Wurzeln, vor allem im Falle von Bands wie Sunn o))),den frühen Boris oder auch Earth, im erweiterten Metal-Kontext. In diesem Punkt lässt sich diese Musik verstehen, von hier ausgehend lässt sie sich erschließen. Die Riffs im Metal werden als Material benutzt, die strengen Abgrenzungen der Akkorde verschwinden, die...

Critical Mass – erradle deine Stadt!...

Wer in Innsbruck mit dem Rad unterwegs ist, weiß es längst: Auch wenn unsere Stadt eigentlich dafür wie geschaffen wäre, ist sie keineswegs ein Paradies für Radler(innen).   Auf zahlreichen Straßen wird Radfahren zum Hindernis- ja regelrechten Spießruten-Lauf. Autos brausen im Sekundentakt vorbei und vielfach wird auf Radwege komplett vergessen. Als ein Beispiel unter vielen ist die Strecke vom Marktplatz/Cammerlander bis zur Neuen Mensa zu nennen. Sowohl der Innrain als auch die Promenade direkt am Inn sind für Radler(innen) unattraktiv bzw. unbefahrbar. Die einzige Alternative besteht darin, sich zwischen den Autos sprichwörtlich durchzuquetschen. Reclaim the streets! Critical Mass hat es sich zum Ziel gesetzt, auf solche Missstände aufmerksam zu machen. Es handelt sich um eine Protestform, die erstmals 1992 in San Francisco erprobt wurde und sich inzwischen international etabliert hat. Nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer(innen) – hauptsächlich Radler(innen) – treffen sich scheinbar unorganisiert und zufällig und starten eine unhierarchische Protestfahrt. Ziel ist es, durch die Menge und kreative Hilfsmittel (z.B. Musik, Transparente etc.) Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Stück öffentlicher Raum wird zurückerobert und zugleich soll auf Forderungen hinsichtlich der Verkehrsplanung aufmerksam gemacht werden. Der Reiz von Critical Mass besteht darin, dass es keine(n) Anführer(in) gibt – jede(r) kann vorfahren und eine Zeitlang die Richtung vorgeben. Die Teilnehmer(innen) halten sich an die Verkehrsregeln und setzen auf einen friedvollen Dialog am Ort des Geschehens: auf der Straße eben. Seit etwa zwei Jahren findet Critical Mass auch in Innsbruck regelmäßig statt. Das nächste Mal am Freitag (27. Mai) – Treffpunkt ist die Annasäule in der Maria-Theresien-Straße. Um 17 Uhr wird losgefahren und circa eine Stunde lang geradelt. Wenn es das Wetter zulässt, endet Critical Mass meistens mit einem gemütlichen Ausklang in einem Park....

20. Internationales Filmfestival...

Zum 20. Mal findet heuer vom 31. Mai bis zum 5. Juni 2011 das Internationale Film-Festival statt. Dieses Festival wird von Helmut Groschup und einem Team von Filmbegeisterten nun seit zwanzig Jahre organisiert und kann mmer mit interessanten und sehenswerten Produktionen aus Afrika, Lateinamerika und Asien aufwarten. Circa 100 Filme werden beim heurigen Festival gezeigt, wovon viele in den beiden Wettbewerben – Spielfilm und Dokumentarfilm – um den Preis des Innsbrucker Film-Festivals rittern.     Daneben gibt es auch eine Reihe, in der Filme aus Osteuropa und dem Balkan gezeigt werden. Neben den beiden Festivalkinos LEO und CINEMATOGRAPH ist auch das TREIBHAUS als Kooperationspartner dabei. Dort werden Filme aus Bosnien präsentiert sowie das LOS GURKOS SHORT FILMFESTIVAL über die Bühne gehen.     Ein weiteres Highlight des Festivals wird die Uraufführung  des Dokumentarfilms GLOBAL WARNING von Ernst Gossner sein. Der in den USA lebende Innsbrucker Filmemacher setzt sich darin mit den Folgen der globalen Erwärmung und der kommerziellen Orientierung des Krieges auseinander. Darauf kann man sicher gespannt sein.     Ferner ist dem italienischen Filmregisseur Pier Paolo Pasolini eine Retrospektive gewidmet, in der einige seiner berühmtesten Filme gezeigt werden, wobei auch einer seiner Starschauspieler, Ninetto Davoli, beim Festival anwesend sein wird. Ninetto Davoli ist einer der letzte seiner Freunde, die Pasolini vor seiner Ermordung noch lebend gesehen haben.     Der Südtiroler Autor Kurt Lanthaler stellt seinen Film DER GELATI KILLER im Cinematograph vor. Dort wird er auch aus seinem eben bei Haymon neu aufgelegten Erstling „Der Tote im Fels“ lesen. Und da es heuer eben das 20. Festival ist, gibt es auch eine Retrospektive von in den zwanzig Jahren beim Festival gezeigten Filmhighlights.   LUST UND LEIDENSCHAFT nennt sich diese Retrospektive. Wobei dieser Titel laut Festivalorganisator Helmut Groschup nicht als Schwerpunkt...