kin aux ton – Kino mit Konzert...

Der Cinematograph und die p.m.k. haben sich in einer Programmkooperation etwas Interessantes überlegt. Sie präsentieren ab 14. April 2011 jedes Monat einen Film im Kino mit anschließendem Konzert in der p.m.k. Für 10 Euro Eintritt bekommt man also einen Kinofilm und ein Konzert geboten. Starten tut das Ganze mit dem Film „Es muss was geben“ über die Linzer Musikszene seit den 1970er Jahren und anschließendem Konzert von Didi Bruckmayr (Fuckhead/Wipe Out) und Siegmar Aigner (Fuckhead).   Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Andreas Kump und portraitiert die Geschichte von Bands wie Attwenger, Texta oder Fuckhead. Das Konzert wird eine spezielle Körper/Sound Performance von den subkulturellen Größen Bruckmayr und Aigner. Man kann sich also auf das Doublefeature der etwas anderen Art, das Bild und Ton thematisch kombiniert, freuen. Links zur Veranstaltungsreihe www.esmusswasgeben-derfilm.at www.leokino.at www.fuckhead.at/didi Teresa...

Hey, Makler, wo is´ dei´ Leistung?...

11 Umzüge in 11 Jahren und alles war dabei: Große WGs und kleine WGs mit Fremden oder mit FreundInnen, Garconnieren, Dachterrassenwohnungen, Zweizimmerwohnungen mit Partner oder ohne. Ich halte mich durchaus für eine Spezialistin, was das Umziehen angeht. Leider fühle ich mich weniger „speziell“, wenn es um die Wohnungssuche als solche geht. Klar, ich bin nicht allein und es wollen viele Leute in der Unistadt wohnen. Doch ich kann nicht umhin, mich zu fragen, ob nur ich allein den Wahnsinn registriere, der sich auf dem Wohnungsmarkt in Innsbruck abspielt? Gibt es denn tatsächlich Leute, die bereit sind, 510 Euro für 24 Quadratmeter hinzublättern? Die wichtigere und fairere Frage ist aber die: Wem gehören diese Wohnungen und wie wurden diese Leute so abartig dreist? Was für perverse Gedanken stehen hinter einem solchen Angebot? Dass die MaklerInnen mit ihren gierigen Fingern dazwischenfahren, ist nur eine logische Konsequenz: Kein(e) Vermieter(in) kann so abgebrüht sein und sich in diese mickrigen 24-Quadratmeter-Bude stellen, der potentiellen Mieterin in die Augen schauen und diese Summe verlangen. Makler(innen) können das. Und Makler(innen) können noch viel mehr!   Unverschämt und teuer Sie können für Ihre Provision, die in den meisten Fällen immer noch falsch berechnet wird (Vgl.: mietervereinigung.at/default.aspx) ganz viele arme Zwutschgerln zusammentrommeln, diese gleichzeitig durch eine – oft noch von anderen armen Zwutschgerln bewohnte – Bude jagen und allen Ernstes noch aus den gröbsten Mängeln Vorteile ziehen. Schon gehört: „Durch den fehlenden Waschmaschinenanschluss hat man noch mehr Platz im Badezimmer.“, „Weniger Fenster bedeutet auch weniger Fensterputzen.“ oder auf die Frage nach dem fehlenden Backofen in dem klaffenden Loch der Küche „Auswärts essen ist ja auch ganz schön.“ Mir sei eine ernstgemeinte Frage erlaubt: Würde es die MaklerInnen nicht geben, wäre es für junge Familien und Alleinerziehende, für StudentInnen...

Fragwürdige Infos auf dem Info Screen...

Busfahrten sind wahrlich um einiges interessanter geworden, seit der Info Screen 2008 in den Bussen der IVB „on air“ gegangen ist. Plötzlich muss man sicht nicht mehr nur über die anderen Fahrgäste wundern, nein man darf auch über sinnloses Tipps wie: „Suchen Sie sich doch ein neues Hobby. Heilkräutersammeln beispielsweise. Sollten Kräuter Sie nicht interessieren, dann starren Sie doch einfach Löcher in die Luft. Das soll auch sehr interessant sein.“ sinnieren. Peinlich genug. Die heutige Zahl des Tages hat mein persönliches Pendler-Fass aber zum Überlaufen gebracht: „Zahl des Tages: 7,65“. Nach zwei Minuten erklärte der Infoscreen: „Hitler erschoss sich mit einer Pistole des  Kalibers 7,65.“ Dass die Infos auf den Infoscreens fragwürdig sind, stellt sicher kein Innsbrucker mehr in Frage, dass sie geschmacklos und bar jeglichen Niveaus sind, beweist diese Un-Information. Wer sich den Fauxpas anschauen will, fahre heute mit dem Bus und verfolge den Infoscreen oder begebe sich auf die Seite  http://www.infoscreen.at/www/standard_scroll.php?id=1522&lng=DE, auf der man die Infos per Live Screen mitverfolgen...

MEI MEINUNG

Die Tiroler Jugendstudie 2011/12 geht in die erste Runde. Da junge Leute zwischen 12 und 19 Jahren selbst am Besten wissen, was sie hier zu Lande bewegt, bremst, interessiert oder einfach nur ärgert, ist ihre Expertinnen- und Expertenmeinung ab sofort gefragt.   Mögliche Themen können noch bis 31. Mai 2011 eingebracht und mitbestimmt werden.    Infos:  ...

Music and the city (Vol. 4)...

Die Innsbrucker Ausnahmeband Mother´s Cake hat das Zeug, die Provinz weit hinter sich zu lassen. Musikalisch hat sie das schon längst getan und stellt das als hervorragende Live-Band bei jedem Konzert unter Beweis.   …die beste aller möglichen Welten?   Eine Welt in der sich eine Band wie Mother´s Cake darüber beklagen muss, dass sie zu wenig Auftrittsmöglichkeiten hat, kann nicht die beste alle möglichen Welten sein. Aber vielleicht kann man dem Verfasser dieser Aussage, anstatt ihn als bloßen Lügner darzustellen, auch unterstellen, die Innsbrucker Band Mother´s Cake nicht gekannt zu haben, die jedoch wohl weniger an der Welt per se als an der Engstirnigkeit der Hörgewohnheiten in Innsbruck zu leiden hat. Wenn schon die Aussage von Leibniz per se angezweifelt werden sollte, so gilt dieser Zweifel für Innsbruck umso mehr. Innsbruck ist weit davon entfernt, die beste aller möglichen Welten bzw. Städte zu sein. Dennoch hat sie eine Band wie Mother´s Cake hervorgebracht. Es muss jedoch gefragt werden, ob diese Entwicklung wegen oder trotz Innsbruck stattgefunden hat.     …Chaos regiert   Diese Bemerkung, die ein sprechender Fuchs in „Der Antichrist“ macht, trifft auch auf die Musik von Mother´s Cake zu, doch nur wenn man erst ein erstes Ohr riskiert hat. Die Passagen wechseln sich schnell ab, Einzelteile werden nur kurz angerissen und angedeutet, nur damit man sich in andere Parts des Songs stürzen kann. Es ist jedoch deutlich zu sagen, dass auch schon der Fuchs angemerkt hat, dass das Chaos regiert, das Chaos also herrscht, eine bestimmte Funktion hat, nicht nur beliebig als nutz- und zweckloses Mittel eingesetzt wird. Wenn Mother´s Cake dieses Chaos im Kopf verursachen, so entsteht dieses nicht aus dem Verzicht der Band auf Struktur, ganz im Gegenteil. Auf ihrer neuen EP lässt sich...

Blaue Jugend vor Gericht...

Es ist nichts Neues, dass die FPÖ immer wieder Verbindungen mit rechtsextremen Kreisen eingeht. Sieben (Ex-)Funktionäre der blauen Parteijugend standen heute in Innsbruck vor Gericht.   Im Mittelpunkt der Causa steht ein Vortrag, der Ende 2009 im Freiheitlichen Freizeitzentrum (FFZ) über die Bühne ging. Da wurde über die Waffen-SS und den Holocaust "referiert" – und zwar so eindeutig, dass gegen den Vortragenden ein Verfahren wegen NS-Wiederbetätigung eingeleitet wurde. Als die blauen Burschen dazu befragt wurden, machten sie es wie manche ihrer Vorbilder und wussten plötzlich von nichts – nicht einmal, dass der besagte Vortrag überhaupt stattgefunden hatte.   Wegen dieser Falschaussagen wurden sieben ehemalige FP-Jungpolitiker heute zu Geldstrafen von bis zu 9.900 Euro verurteilt. Im Übrigen wurden die führenden RFJler (Ring Freiheitlicher Jugend) letztes Jahr aus der Partei geschmissen – vermutlich hatten sie ihre Überzeugung sogar für blaue Verhältnisse ein bisschen zu offen zur Schau gestellt.   Pikantes Detail am Rande: Der Referent, den die nun Verurteilten ja ursprünglich schützen wollten, zeigte sich vor Gericht plötzlich sehr reumütig. Er kam mit einer Diversion davon und muss lediglich eine Schulung zur NS-Zeit absolvieren.   Links www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/2484824-6/brisanter-prozess-um-blaue-jugend-am-landesgericht.csp derstandard.at/1297821732906/Innsbruck-Ex-Funktionaere-der-FP-Jugend-wegen-Falschaussage-vor-Gericht tirol.orf.at/stories/507204/ www.krone.at/Tirol/Ex-Funktionaere_der_FPOe-Parteijugend_vor_Gericht-Falsch_ausgesagt-Story-253553...

Klein-Berlin

Vor ein paar Jahren fiel mir mal eine Geschichte über einen Erwerbsarbeitslosen ein, der in einem der für das Olympische Dorf so charakteristischen Hochhäuser wohnend nach der Devise "Und jetzt erst recht!" ein großes Geburtstagsfest macht, in dessen Verlauf eine Schar kleiner türkischer Mädchen auf sogenannten Kinderklavieren den türkischen Marsch von W. A. Mozart spielt und ein Liebespaar sich nach langem Streit versöhnt und sich ewige Liebe schwörend gegenseitig die Körper beschreibt.   Hier in diesem Stadtteil – entstanden als Ursache der Olympischen Winterspiele 1964 und dann noch mal 1976  – wo ich immer wieder ein bisschen an Berlin erinnert werde, ja vielleicht sollte man das O-Dorf überhaupt "Klein-Berlin"  nennen, wegen seiner in letzter Zeit – also lange nach den baulichen Sünden der sechziger Jahre – doch recht gelungenen Wohnbauten. Und die Piuskirche würde ich doch als ein Juwel moderner Sakralbaukunst in Innsbruck bezeichnen. Die wurde 1959/1960 von Josef Lackner erbaut.   Und noch etwas fällt auf: Ein Gedenkstein für den 1940 von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Buchenwald ermordeten Priesters Otto Neururer, gewidmet von der Schützenkompanie "Alter Schießstand", der vor der Errichtung des Olympischen Dorfes hier gestanden hat. Immerhin haben sich Schützenkompanien ja lange Jahre nur nach diversen Kriegshelden benannt....

Karl Heinz Strasser Lichtermeer: Die Ansprache...

Für Aufsehen, Irritation schlussendlich aber für zustimmenden Applaus von PassantInnen sorgte der Tiroler Kabarettist Der Koschuh Freitags und Samstags in der Maria-Theresien-Straße mit der Aktion „Karl Heinz Strasser Lichtermeer“. Aufgrund der vielen Anfragen wird die dort gehaltene Ansprache auf provinnsbruck.at zugänglich gemacht. Mittels lobbyierender Ansprache – voller Ironie und Hintergründen zu Ernst Strasser und seinem Nachfolger im EU-Parlament, Hubert Pirker, unterstrich Koschuh, dass es mit dem erfolgten Rücktritt Ernst Strassers als EU-Parlamentarier nicht getan sein kann. „Schüssel und besonders Pröll haben Ernst Strasser erst „groß“ gemacht. Und Pröll tut gerade sein Bestes, der FPÖ weitere WählerInnen zuzutreiben, indem er mit Strasser-Nachfolger Hubert Pirker einen ausgewiesenen Lobbyisten nach Brüssel sendet. Viele Leute sind enttäuscht, halten die Vorgänge aber für typisch österreichisch“. Die kabarettistische Aktion habe jedenfalls ihren Zweck erfüllt: „Zuerst Irritation, ob das nicht doch eine Veranstaltung für Ernst Strasser sei. Schließlich aber volle Aufmerksamkeit und zahlreiche Gespräche mit Leuten. Mein Ziel war es, die Angelegenheit nach dem Rücktritt Strassers nicht einfach auf sich beruhen zu lassen – das wurde erreicht und wurde von den zuhörenden Menschen dankbar mit Applaus bedacht.“   Das „Karl Heinz Strasser Lichtermeer“ vor der Annasäule war für den Innsbrucker Kabarettisten gleich ein doppeltes Statement: „Im Herbst lagen Pläne vor, wonach in der Maria-Theresien-Straße die Versammlungsfreiheit eingeschränkt werden sollte und nur mehr Veranstaltungen genehmigt werden sollen, die dem Glassturz-Charakater der Prachtstraße entsprechen. Wären diese Pläne umgesetzt worden, hätte die Aktion nicht im Herzen Innsbrucks stattfinden dürfen. Politisch-kabarettistischer Aktionismus muss aber genau dort hin, wo die Leute sind. Und das ist in Innsbruck nun mal vor der Annasäule, vor dem Rathaus, in der...

T-Shirt-Druckwettbewerb D.I.Y 11...

Vordruck war gestern. Abklatsch auch. Wer die Schnauze von pastelligen Polohemdchen, verwaschenen Che Guevara Shirts oder farblosem Feinripp gestrichen voll hat, kann sich noch bis Freitag, den 15. April 2011, anmelden, ausprobieren und in „Do it Yourself“-Regie herausfinden, wer in Innsbruck wirklich ein Leiberl hat.     T-Shirt-Druckwettbewerb D.I.Y 11     Rahmenbedingungen, Online-Voting und Infos: http://www.shirt24.at/ Verein.shirt24at Zollerstrasse 7 6020...

„Judenwitze“ im Treibhaus...

Oliver Polak gastiert am Montag mit seinem Programm „JUD SÜSS SAUER“ im Innsbrucker Treibhaus.   Über Oliver Polak und sein Kabarettprogramm ist in den letzten Monaten viel geschrieben worden – eine Eingabe in die Suchmaschine eurer Wahl zeitigt bestimmt zahlreiche entsprechende Ergebnisse. Im Wesentlichen erschöpft sich Polaks „Humor“ darin, als Jude Witze über Juden und Jüdinnen zu machen.   „Das Judenspiel“ So spielt er mit seinem Publikum „Das Judenspiel“;  er nennt Namen von Prominenten: „Jude oder normal?“ – und die Zuschauer(innen) müssen raten, ob es sich um Juden handelt. Manche seiner Kalauer könnten so ähnlich auch von Rechtsextremen kommen. Dann macht er „Judenwitze“ – eben Witze auf Kosten von Jüdinnen und Juden. Befremdend auch, dass Polak auf seinem Tourplakat in Form eines Hakenkreuzes posiert.   Macht nichts – Satire darf ja bekanntlich alles, wie wir von Tucholsky wissen. Ob man diese Art von Humor lustig findet, ist wohl mindestens so sehr eine Frage des satirischen Anspruchs wie der politischen Einstellung. Und hier begeht Polak die einzige „Sünde“, die einem professionellen Spaßvogel niemals verziehen wird: Das Spiel mit dem Tabu, das zumindest hierzulande kaum je eines war, wird (mir zumindest) spätestens nach einer halben Stunde langweilig.     Oliver Polak „JUD SÜSS SAUER oder: Ich bin Jude, ich darf das.“ Am Montag, den 28. März 2011 um 20 Uhr im Treibhaus www.treibhaus.at Angerzellgasse 8 6020 Innsbruck    ...